© Pixabay Am Donnerstag wurden die Wahlunterlagen für die Neuwahl des Österreichischen Apothekerverbands verschickt. Ende September steht dann fest, wer künftig im Vorstand und in den Landesgruppen das Sagen hat.
Gewählt werden 53 Vorstandsmitglieder sowie die Landesgruppenobleute für die Funktionsperiode 2027 bis 2031. Die ausgefüllten Wahlkuverts müssen bis spätestens 28. September beim Notar eingelangt sein. Am 30. September wird dann das Ergebnis der Neuwahl des Vorstands und der Landesgruppenobleute festgestellt. Danach folgt am 13. Oktober die konstituierende Sitzung, bei der die Kandidaturen für das Präsidium vorgestellt werden. Die Wahl des Präsidiums und der Rechnungsprüfer findet schließlich am 5. November statt.
Die Wahl des Apothekerverbands ist auch im Hinblick auf die Apothekerkammerwahl 2027 relevant. Das Wahlsystem der Apothekerkammer sieht vor, dass Angestellte und Selbstständige über Listen Vertreter:innen in den Ländern wählen. Diese bestimmen anschließend die Mehrheitsverhältnisse in den Gremien der Kammer und damit auch, wer für die Wahl des Präsidiums stimmberechtigt ist.
Besonders spannend ist die Ausgangslage in Wien, wo zwei Listen antreten. Für „Wir sind Wien“ kandidieren sieben Apothekerinnen rund um Spitzenkandidatin Corinna Prinz-Stremitzer. Karoline Sindelar, Sabine Lexer, Nikola Trauner, Sabine Ecker, Waltraut Paß und Tatjana Mladenovic wollen die Perspektive selbstständiger Apothekerinnen stärker in die Verbandsarbeit einbringen. „Wir haben in Wien 340 Apotheken und tatsächlich sind 210 Konzessionen davon in weiblicher Hand. Im Apothekerverband sind aber von 13 Wiener Mandaten elf mit Männern besetzt“, erklärte Prinz-Stremitzer. Die Liste „Wir Wiener Apotheker“ tritt unter anderem mit Beate Bahr, Viktor Hafner, Alexander Hartl, Christian Wurstbauer und Christoph Zeidler an. Bei den angestellten Apotheker:innen ist die VAAÖ-interne Wahl bereits seit dem Sommer abgeschlossen.
Auf die neue Verbandsspitze warten einige Herausforderungen. Wirtschaftlicher Druck, steigende Kosten und der Wettbewerb durch den Onlinehandel beschäftigen die Apotheken ebenso wie politische Fragen, etwa die Verhandlungen zum Impfen in Apotheken. Die ursprünglich für Anfang 2027 in Aussicht gestellte Umsetzung könnte sich weiter verzögern – und damit auch bei der Kammerwahl zum Thema werden. (tab)
Hinweis: Mehr zu den Wahlen im Apothekenbereich finden Sie in der kommenden Ausgabe der Apo Krone
Service: Wahlliste