Anstieg der Gesundheitsausgaben 

(c) Andreja Donko - adobe stock

Von 2015 bis 2024 stiegen die Gesundheitsausgaben in Österreich um 60 Prozent. Rechnet man die Ausgaben pro Kopf und berücksichtigt so das Bevölkerungswachstum ergibt sich ein etwas stärkerer Anstieg als das Bruttoinlandsprodukt. 

Aus einem aktuellen Bericht des Budgetdienstes des heimischen Parlaments geht hervor, dass die öffentlichen Gesundheitsausgaben in Österreich gestiegen sind. In den Jahren zwischen 2015 und 2024 nahmen sie um 60 Prozent zu und lagen zuletzt bei 52,1 Milliarden Euro. Der Anstieg ist damit stärker als jener des nominellen Bruttoinlandsprodukts, das im selben Zeitraum um 44,4 Prozent wuchs.

Die Zuwächse bei den Gesundheitsausgaben reichten von 42,9 Prozent bei medizinischen Gütern bis zu 143,5 Prozent bei der spitalsambulanten Versorgung. Die rein öffentlichen Ausgaben ohne Privatkosten und ohne Langzeitpflege betrugen 2024 39,5 Milliarden Euro, was dem Bericht zufolge einem Anteil von 15 Prozent an den gesamten Staatsausgaben entspricht. Werden auch die privaten Ausgaben berücksichtigt, betrugen die gesamten Ausgaben ohne Langzeitpflege 2015 noch 32,6 Milliarden Euro und stiegen bis 2024 wie erwähnt um 60 Prozent auf 52,1 Milliarden Euro.

Pro Kopf und unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums stiegen die Gesundheitsausgaben von 3778 Euro im Jahr 2015 auf 5682 Euro im Jahr 2024 an, was einer Steigerung um 50,4 Prozent entspricht. Der Anstieg der Gesundheitsausgaben dürfte zu einem guten Teil demografisch bedingt sein, heißt es in dem Bericht noch, dessen Verfasser auch für 2025 einen Anstieg der prognostizieren. (sst/APA)