Die Salzburger Landesregierung hat verschiedene Maßnahmen vor, die die Pflege verbessern sollen. Für die nächsten zwei Jahre stehen dafür 13,5 Millionen Euro zur Verfügung, bis 2031sind 45 Millionen vorgesehen.
Mehr als 165 Personen aus 42 Institutionen haben in Salzburg seit Jahresanfang im Rahmen der sogenannten Pflegeplattform III über 100 Vorschläge für Verbesserungen im Pflegesystem erarbeitet. Der Zugang ist unter anderem die Folge von Protesten im Frühjahr, als die Landesregierung den Pflegebonus des Bundes für die Beschäftigten kürzen wollte.
Für die Umsetzung der nun mit den Beschäftigten erarbeiteten Maßnahmen hat die Salzburger Landesregierung im Doppelbudget 2027/2028 13,5 Millionen Euro vorgesehen, bis 2031 sind Ausgaben in der Höhe von 45 Millionen Euro geplant. Bei der Pflegeplattform III liege der Schwerpunkt nicht mehr auf dem Spitalsbereich, teilte der Pflegebeauftragte der Landesregierung Karl Schwaiger mit, sondern auf der Langzeitpflege. Erste Maßnahmen seien bereits in der Umsetzung, wie die Anbindung aller Seniorenwohnhäuser an ELGA und ein Berufsschulstandort für die Pflegelehre. Weiters soll unter anderem in einen neuen Pflegenotdienst zur Entlastung Pflegender zu Hause investiert werden, auch in Expertentools zur Entlastung der Seniorenwohnhäuser und Krankenhäuser. Ebenfalls geplant sei eine Verdoppelung der Unterstützung für Kurzzeitpflege von 50 auf 100 Euro pro Person und Tag.
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP), die auch Finanzreferentin ist, sagte, dass das Land die Ausgaben, die im Zuge der Verbesserungen auf die Gemeinden zukommen, 5,3 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre, zur Gänze übernehmen werde. (sst/APA)