Ein kalter Morgen, trockene Heizungsluft, viel Sprechen – und plötzlich kratzt es beim Schlucken. Viele kennen das: Halsschmerzen kommen oft zusammen mit Heiserkeit, Räusperzwang oder einem trockenen Reizhusten.
Hinter diesen Beschwerden steckt meist eine gereizte oder entzündete Schleimhaut im Hals- und Rachenraum, und die sitzt unmittelbar dort, wo auch unsere Stimme entsteht.
In den meisten Fällen lösen Erkältungsviren eine Rachenentzündung (Pharyngitis) aus. Die Schleimhaut schwillt an, wird stärker durchblutet und reagiert empfindlich auf Luftzug, trockene Luft, kalte Getränke oder Rauch. Häufig beginnt es mit einem Kratzen, später kommen Schluckbeschwerden oder brennender Schmerz dazu. Eine virale Rachenentzündung heilt oft innerhalb weniger Tage von selbst ab und kann mit einfachen Hausmitteln oder Produkten aus der Apotheke gut gelindert werden.
Neben Infekten gibt es weitere Auslöser für Heiserkeit und Halsschmerzen. Vor allem eine Überbeanspruchung durch Singen oder viel Sprechen, trockene Raumluft, Staub, Allergien sowie aufsteigende Magensäure können den Rachen ebenfalls reizen. Charakteristisch dafür ist, dass diese Beschwerden ohne Fieber oder Schnupfen auftreten, also klar von einer Erkältung zu unterscheiden sind.
Die Stimme entsteht, wenn Luft aus der Lunge die Stimmbänder im Kehlkopf in Schwingung versetzt. Sind die Schleimhäute trocken oder entzündet, schwingen die Stimmbänder schlechter. Die Stimme klingt rau, brüchig oder gepresst, Tonhöhen sind schwerer zu halten, Sprechen strengt rascher an. Typisch sind auch häufiges Räuspern und ein trockener Reizhusten, doch beides belastet die Stimmbänder zusätzlich und kann einen Teufelskreis aus Reizung und erneuter Heiserkeit fördern.
Bei Hals- und Stimmbeschwerden können pflanzliche Lutschpastillen eingesetzt werden, die langsam im Mund zergehen und so über einen längeren Zeitraum ihre Wirkung entfalten sowie gleichzeitig zur Befeuchtung der Schleimhäute beitragen. Ein bewährter Ansatz ist ein Trockenextrakt aus Wegraukenkraut, das auch als „Sängerkraut“ bezeichnet wird und traditionell zur Linderung von Beschwerden im Hals- und Rachenraum wie Heiserkeit und trockenem Reizhusten verwendet wird. Dabei wirken mehrere Pflanzenstoffgruppen zusammen:
Dunstwickel sorgen bei Halsschmerzen für gleichmäßige Wärme. Dazu wird ein Tuch in möglichst heißes Wasser getaucht und um den Hals gewickelt. Darüber kommt ein trockenes Tuch. Sobald der Wickel ausgekühlt ist, wiederholen. Alternativ kann es auch ein Topfenwickel sein, der einen kühlenden Effekt hat und auch bei entzündlichen Prozessen wie zum Beispiel Mandelentzündung eingesetzt werden kann. Dazu wird frischer Topfen dünn auf ein Leinentuch gestrichen, und dieses mit der bestrichenen Seite auf den Hals aufgelegt. Der Wickel wird mit einem Schal befestigt und so lange getragen, bis der Topfen eingetrocknet ist.