Frauen jonglieren oft mehrere Rollen gleichzeitig: Job, Familie, Mental Load und vielleicht auch noch die Pflegeverantwortung. Nicht immer ist dann Zeit, ausgewogen zu essen oder Entspannungspausen einzubauen. Wenn der Akku leer wird, zeigt sich das meist leise und schleichend: unruhiger Schlaf, innere Anspannung, Muskelkrämpfe. Auslöser könnte Magnesiummangel sein.
Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen im Körper und gleichzeitig zu jenen, deren Bedeutung oft unterschätzt wird. Es ist an hunderten Reaktionen und Abläufen im Organismus beteiligt und hilft wesentlich dabei, Energie bereitzustellen, Nerven- und Muskelfunktionen zu steuern und den Mineralstoffhaushalt in Balance zu halten. Da der Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, müssen wir es regelmäßig über die Ernährung zuführen. Gelingt das nicht ausreichend – etwa, weil wir uns nicht ausgewogen ernähren –, ist Nahrungsergänzung eine wirkungsvolle Alternative.
Magnesium ist ein Mineralstoff, der vor allem in Zellen, Muskeln und Knochen gespeichert wird. Nur ein kleiner Teil zirkuliert im Blut. Deshalb ist der Blutwert nicht immer ein perfekter Spiegel der Versorgung. Im Alltag ist Magnesium besonders relevant für Muskeln und Nerven, denn es unterstützt die Reizweiterleitung und die Muskelentspannung. Ein Mangel kann sich unter anderem als Wadenkrämpfe, Muskelzucken oder Verspannungen bemerkbar machen. Magnesium ist darüber hinaus zentral für den Energiestoffwechsel. Ein niedriger Speicher kann die Ursache für Müdigkeit, Erschöpfung oder reduzierte Belastbarkeit sein. Auch das Herz-Kreislauf-System profitiert von einer ausreichenden Zufuhr von Magnesium, und schließlich sorgt der Mineralstoff gemeinsam mit Vitamin D und Kalzium dafür, dass die Knochen gesund und stabil blieiben.
Unter Stress steigt der Verbrauch von Magnesium an, und gleichzeitig verlieren manche Menschen mehr Magnesium über die Nieren. Doch nicht jeder: muss Magnesium sofort routinemäßig extra zuführen. Sinnvoll kann dies aber für Menschen sein, die ein erhöhtes Risiko für niedrige Speicher haben oder über längere Zeit typische Beschwerden zeigen. Häufige Risikogruppen sind zum Beispiel sportlich sehr aktive Menschen, die überdies bei Anstrengung stark schwitzen. Auch Menschen, die sich einseitig ernähren, häufig stark verarbeitete Lebensmittel essen und wenig Gemüse oder Vollkornprodukte zu sich nehmen, sollen dran denken, Magnesium über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen.
Auch bei älteren Personen können mangelnder Appetit sowie die Einnahme bestimmter Medikamente die Mineralstoffversorgung ungünstig beeinflussen. Wer oft an Magen-Darm-Problemen oder auf Grund von entzündlichen Darmerkrankungen sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten an häufigem Durchfall leidet, könnte von der regelmäßigen Zufuhr einer Extraportion Magnesiums profitieren. In Schwangerschaft und Stillzeit kann der Bedarf an Magnesium steigen; eine Ergänzung sollte hier idealerweise nach Rücksprache mit dem/der behandelnden Ärzt:in erfolgen.
Grundsätzlich lässt sich der Magnesiumbedarf gut über die Ernährung decken, doch in der Praxis ernähren sich in der westlichen Welt nur wenige Menschen wirklich ausgewogen. Viele essen zu wenig magnesiumreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und grünes Gemüse. Gerade die Weiterverarbeitung von Lebensmitteln ist dafür verantwortlich, dass die Inhaltsstoffe immer weniger werden, so auch Magnesium. So enthalten Weißmehlprodukte wie Semmeln oder Kuchen deutlich weniger Mineralstoffe als Produkte, die aus Vollkornmehl hergestellt sind.
Wer seinem Körper Gutes tun möchte und über die Ernährung mehr Magnesium zuführen will, der sollte häufig zu pflanzlichen Lebensmitteln greifen. Gute Quellen sind Nüsse und Samen wie Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Mandeln; Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Kichererbsen sowie grünes Gemüse wie Spinat, Mangold und Brokkoli. Sehr einfach klappt es auch mit dem Trinken von magnesiumreichem Mineralwasser – ein Blick auf das Etikett lohnt sich.
Magnesium ist ein zentraler Mineralstoff für Muskeln, Nerven, Energiebereitstellung und den Elektrolythaushalt. Viele Menschen kommen dank einer ausgewogenen Ernährung gut aus – doch Stress, Sport, Medikamente oder Verdauungsprobleme können den Bedarf erhöhen. Entscheidend sind die passende Verbindung, eine verträgliche Dosierung und – bei Unsicherheit oder Vorerkrankungen – die Beratung in der Apotheke. Hier gibt es Magnesium in unterschiedlichen Dosierungen und Formen: als Tabletten, Kapseln, Pulver, Direktgranulat oder Brausetabletten. Die Unterschiede liegen vor allem in der Verträglichkeit, dem Magnesiumgehalt und der Anwendung. Magnesiumcitrat wird oft gut aufgenommen, kann aber bei empfindlichem Darm eher abführend wirken. Magnesiumoxid hat einen hohen Magnesiumanteil pro Tablette, kann aber bei manchen Menschen den Darm stärker beeinflussen. Magnesiumbisglycinat ist auch bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt gut verträglich.