Österreichs hausärztlicher Nachwuchs diskutiert beim JAM-Kongress 2026 die Zukunft der Versorgung

Von 9. bis 11. Oktober 2026 kommen über 200 Medizinstudenten, Turnusärzte und junge Allgemeinmediziner in Wien zusammen. Neben praxisnaher Fortbildung steht die brennende Systemfrage im Fokus einer hochkarätigen Podiumsdiskussion.

Wien (LCG) – Wie wollen die Hausärztinnen und Hausärzte von morgen arbeiten? Angesichts des anhaltenden Strukturwandels im österreichischen Gesundheitssystem lädt die Junge Allgemeinmedizin Österreich (JAMÖ) zum JAM-Kongress 2026 nach Wien. Das größte bundesweite Treffen für junge Allgemeinmediziner, Turnusärzte und Medizinstudierende dient nicht nur dem fachlichen Austausch auf Augenhöhe, sondern setzt in diesem Jahr auch einen unüberhörbaren gesundheitspolitischen Akzent. Die Podiumsdiskussion soll dieses Jahr die Wahl- versus Kassenmedizin in der Allgemeinmedizin beleuchten.

Neben den gesundheitspolitischen Weichenstellungen zeichnet sich der JAM-Kongress traditionell durch seine kompromisslose Praxisnähe aus. Abseits Lehrbuchtheorien bietet der Kongress maßgeschneiderte, alltagsrelevante Fortbildungen, die junge Mediziner fit für die Praxis machen:

  • Themschwerpunkte: Von Totenbeschau über Schmerztherapie und der Pflegeheimvisite bis STDs und Longevity
  • Betriebswirtschaft im Fokus: Essentials zur Praxisgründung, Finanzierung und den rechtlichen Hürden des Einstiegs – was im Studium oft zu kurz kommt.
  • Alltagsnahe Praxis-Skills: Workshops zu Sonographie, manueller Medizin und Balintgruppe

Der JAM-Kongress versteht sich als lebendiges Netzwerk

Neben dem dichten fachlichen Programm steht das Knüpfen neuer Kontakte im Vordergrund. Zusätzlich zu ausreichend Möglichkeit des Networkens in den Pausen bietet ein facettenreiches Social Programme am Abend – vom lockeren Networking beim Bowling bis hin zum gemeinsamen Pubquiz – Raum, um sich abseits des Klinik- und Praxisstresses bundesweit auszutauschen.

„Es tut gut, sich abseits des stressigen Klinikalltags gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen in entspannter Atmosphäre austauschen zu können – und einmal nicht nur über strukturelle Herausforderungen zu diskutieren, sondern neuen Elan für die zukünftige Arbeit als Hausarzt zu schöpfen“, so Josef Takats auf die Frage, warum der jährliche Kongress ein Fixpunkt im Kalender ist.

„Der JAM-Kongress beweist jedes Jahr aufs Neue, dass die junge Generation hochmotiviert ist, die Allgemein- und Familienmedizin in Österreich aktiv zu tragen und weiterzuentwickeln“, so Karina Schweiger, die diesjährige Kongressleitung der JAMÖ.

Der Kongress der jungen Allgemeinmedizin Österreich findet vom 9. bis 11. Oktober 2026 in den Räumlichkeiten des Dachverbands der österreichischen Sozialversicherung statt, die Organisation erfolgt durch die Junge Allgemein-und Familienmedizin Österreich (JAMÖ).