© ÖAK/David Bohmann Apotheken in Wien und Oberösterreich boten im Rahmen eines Pilotprojekts assistierte Telemedizin an. Laut Apothekerkammer waren die Patient:innen damit zufrieden, und auch Spitalsambulanzen sollen profitiert haben.
„Assistierte Telemedizin in der Apotheke“ nannte sich das Pilotprojekt mit begleitender Studie, das kürzlich in Apotheken in Wien und in Oberösterreich lief. Durchgeführt wurden Projekt und Studie von der Österreichischen Apothekerkammer (ÖAK) in Kooperation mit UNIQA Health Services, deren Tochter Mavie Next und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU).
Das Ergebnis: Von den Kund:innen, die wegen akuter Beschwerden wie Erkältungen, Bindehautentzündungen, Migräne und anderen Schmerzen, Ausschlägen oder Magen-Darm-Erkrankungen in die Apotheke kamen, aber auch zur Weiterversorgung nach Spitalsergebnissen, waren fast alle, 96 Prozent, mit der Versorgung durch die assistierte Telemedizin zufrieden. Auch die Spitalsambulanzen hätten davon profitiert, teilt die ÖAK mit. Denn ohne die assistierte Telemedizin in den Apotheken wäre fast ein Viertel der Kund:innen, 24 Prozent, mit den Beschwerden in eine Spitalsambulanz gegangen. Mit Telemedizin sank der Anteil auf unter ein Prozent.
Der Studie zufolge ist die Telemedizin in der Apotheke pro Konsultation um 20 bis 70 Euro günstiger als Konsultationen anderer Anlaufstellen, wodurch das Angebot auch die Kosten des Gesundheitssystems dämpft. Die Präsidentin der ÖAK Ulrike Mursch-Edelmayr zu dem Ergebnis: „Wir haben gezeigt, was möglich ist, und diese Art der Versorgung muss allen Menschen in Österreich im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Jetzt müssen die Verantwortlichen nur noch den Mut haben, neue Wege zu beschreiten.“ (sst/APA)