© zinkevych – stock.adobe.com Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Frauen, die sich erschöpft fühlen das überwiegend überspielen. Fast drei Viertel fühlen sich zudem von Ärzt:innen nicht optimal betreut.
Anlässlich des Tages der psychischen Gesundheit am 10. Oktober veröffentlicht der Mikronährstoffproduzent Pure Encapsulations die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zum Thema Erschöpfung. Durchgeführt wurde sie vom Forschungsinstitut TQS Research & Consulting unter 1000 Österreicherinnen. Zu den Ergebnissen zählt, dass fast alle Frauen, 90,6 Prozent, das Gefühl haben, man erwarte von ihnen, auch dann noch präsent und erholt zu wirken, wenn sie erschöpft sind. 71 Prozent der Befragten versuchen daher, sich die Erschöpfung nicht anmerken zu lassen.
Als wäre das nicht schlecht genug, ergab die Umfrage noch dazu, dass Frauen, die wegen ihrer Erschöpfung ärztliche Hilfe suchen, dort oft nicht ausreichend Gehör finden und sich zu wenig ernstgenommen fühlen. 72 Prozent sagten, ihnen sei von ihren Ärzt:innen sogar vermittelt worden, Müdigkeit oder Erschöpfung seien in ihrer Lebensphase normal. 52 Prozent erklärten, ihre Erschöpfung sei als psychisch bedingt abgetan worden. 41 Prozent gaben an, dass ihre Symptome mit ihrer hormonellen Situation erklärt wurden. Mögliche andere körperliche Faktoren seien erst spät in den Blick geraten. Bei 16 Prozent der erschöpften Frauen wurde im Zusammenhang mit ihrer Erschöpfung schließlich ein Mikronährstoffmangel festgestellt.
Das Fazit von Tina Werner, wissenschaftliche Leiterin der Initiativen zur Frauengesundheit bei Pure Encapsulations: „Psychische Gesundheit bedeutet auch, Belastungsgrenzen wahrnehmen und ernstnehmen zu können, da braucht es einen umfassenderen Blick auf Erschöpfung, statt sie vorschnell zu normalisieren.“ (sst)