Forderung nach besserer Schmerztherapie 

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Anlässlich des Weltschmerztags am 17. Oktober machte die ÖSG auf die Folgen chronischer Schmerzen aufmerksam und forderte Verbesserungen der Schmerztherapien und des Zugangs dazu. 

Rund 1,8 Millionen Menschen leben laut Österreicher Schmerzgesellschaft (ÖSG) mit chronischen Schmerzen. „Chronische Schmerzen können Menschen die Kraft für ihren Alltag nehmen“, erklärte ÖSG-Präsident Richard Crevenna anlässlich des Weltschmerztages am 17. Oktober. Die Folgen chronischer Schmerzen würden daher weit über die unmittelbaren Beschwerden hinausreichen. Auch berufliche Einschränkungen, finanzielle Belastungen und der Verlust gesellschaftlicher Teilhabe könnten damit verbunden sein.

Crevenna: „Deshalb müssen wir in der Behandlung über die Schmerzintensität hinausblicken und zusätzlich die Beweglichkeit und den Grad der Selbstständigkeit beachten sowie auch weitere Faktoren wie die Schlafqualität und die Möglichkeit, am Familien- und Berufsleben teilzunehmen.“ Daraus ergebe sich wiederum, dass unterschiedliche Berufsgruppen in einem abgestimmten Konzept Betroffenen eine multimodale Schmerztherapie anbieten müssten. Diese könne je nach individuellem Bedarf aus einer medikamentösen Therapie, aus physikalischer Medizin, einer Bewegungs- und Trainingstherapie sowie psychologischen oder psychotherapeutischen Verfahren bestehen.

Um solche multimodale Therapien Schmerzpatient:innen überall in Österreich zu ermöglichen, setzt sich die ÖSG für einen flächendeckenden Ausbau interdisziplinärer und multimodaler Schmerzzentren sowie ambulanter multimodaler Angebote ein. Crevenna: „Der Zugang zu umfassender Schmerzmedizin darf nicht vom Wohnort abhängen.“ Genauso wichtig ist der ÖSG die schmerzmedizinische Aus-, Fort- und Weiterbildung aller beteiligten Gesundheitsberufe. (sst/APA)