Klimawandel führt zu mehr Hautkrankheiten 

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Die steigenden Temperaturen haben weltweit gesundheitliche Folgen für die Haut. Das zeigt eine internationale Expertenbefragung, die kürzlich bei einem europäischen Dermatologiekongress in Wien vorgestellt wurde. 

Ein internationales Expertenteam unter Tebyan Khalfalla vom Massachusetts General Hospital in (USA) hat Daten aus 136 Staaten ausgewertet. Davon gehörten 13 Prozent zu den ärmsten Ländern der Welt, 29 Prozent zum unteren und 25 Prozent zum oberen Mittelfeld. Weitere 33 Prozent waren wohlhabende Staaten.

Dermatologische Fachgesellschaften aus 58 Staaten – 46,6 Prozent der untersuchten Länder – berichteten bereits von einer klimabedingten Zunahme von Hautkrankheiten. 81 Prozent meldeten mehr Fälle von Hitzeausschlägen. 75,9 Prozent berichteten von einem Anstieg chronisch entzündlicher Hautkrankheiten wie etwa Neurodermitis. 62,1 Prozent gaben mehr Hautinfektionen und 50 Prozent mehr durch Vektoren ausgelöste Hautprobleme wie beispielsweise die FSME oder die Lyme-Borreliose an, die durch Zecken übertragen werden.

Am häufigsten wurden diese Veränderungen aus den Ländern des Westpazifiks gemeldet (64,7 Prozent), gefolgt von Staaten und Regionen des östlichen Mittelmeeres mit rund 60 Prozent. In Europa lag der Anteil bei 16,1 Prozent. Besonders stark betroffen sind offenbar die ärmsten Länder: Auf sie entfielen 55,6 Prozent der diesbezüglichen Meldungen. Dabei tragen diese aufgrund ihres geringen CO2-Ausstoßes deutlich weniger zur Erderwärmung bei. (APA/tab)