© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Jahrelang standen Österreichs Unternehmen vor dem Problem der Unterversorgung mit Arbeitsmediziner:innen. Dieses ging teils damit einher, dass die Betriebe gesetzliche Pflichten hinsichtlich der Gesundheitsversorgung der Arbeitnehmer:innen nicht erfüllen konnten. Nun gibt die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) diesbezüglich Entwarnung. Fehlten früher rund 530 Arbeitsmediziner:innen, sind es aktuell nur noch 135. Das entspricht einer Verbesserung von 75 Prozent. Die erfreuliche Entwicklung fuße auf einer mehrgleisigen Strategie, heißt es seitens der AAMP. So habe man Maßnahmen gesetzt, um das Berufsbild attraktiver zu machen und damit neue Interessent:innen zu gewinnen, sowie die Ausbildung modernisiert. Derzeit sind hierzulande rund 1020 Arbeitsmediziner:innen aktiv. Zusätzlich versorgen 175 Personen des Arbeitsmedizinischen Fachdienstes die Betriebe.
Immense Hygienemängel, abgelaufene Medikamente und Spritzen, offene und nicht fachgerecht gelagerte Medikamentenfläschchen, Arzneimittel, die nicht in der EU zugelassen sind, Medikamente, die in einem offenen Rollcontainer für jeden zugänglich im Wartebereich gelagert waren: Das wurde nun bei einer Schwerpunktkontrolle in einer Arztpraxis in Wien-Favoriten vorgefunden, die unter der Leitung der Gruppe Sofortmaßnahmen stattfand. Die Kontrolleure hatten auch noch andere massive Missstände zu beanstanden: bedenkliche elektrische Verkabelungen, aus der Wand gerissene Steckdosen, das Fehlen einer Notfallausrüstung und von Überprüfungsnachweisen für mehrere medizinische Geräte. In Folge der Kontrolle wurden die Räumlichkeiten behördlich versiegelt. Johannes Steinhart, Präsident der Österreichischen Ärztekammer wies in einer Reaktion auf die Bekanntmachung des Vorfalls darauf hin, dass dem Betroffenen bereits vor mehr als zehn Jahren die Berechtigung zur Ausübung des ärztlichen Berufs entzogen wurde.
2848 Patient:innen des nunmehrigen Landesklinikums Mauer in Amstetten (NÖ) wurden nach aktuellem Forschungsstand Opfer von NS-Medizinverbrechen. Nun wurde am Gelände des Klinikums ein neuer Gedenkort eröffnet, der an die Verbrechen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling und an die Opfer erinnern soll. „Der Gedenkort schafft einen würdevollen Rahmen, um Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die Schicksale der Opfer nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Gestaltet wurde der Gedenkort, an dem auch die Namen der 2848 Opfer mit ihren Geburts- und Sterbedaten zu sehen sind, von der Künstlerin und Architekturhistorikerin Azra Aksamija.
Sie verbinden Grundlagenforschung, klinische Studien und personalisierte Medizin: Die Center for Translational Medicine und das Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine. Beide Forschungszentren wurden nun am Campus AKH der Medizinischen Universität Wien und des Universitätsklinikums AKH Wien eröffnet. Die Gebäude sind durch Brücken direkt an den Baukörper des Universitätsklinikums AKH angebunden, was eine unmittelbare Verbindung von innovativer Forschung und täglicher Patient:innenversorgung möglich macht. (tab/sst/Agenturen)