© Africa Studio – stock.adobe.com Die Weichen für Lungengesundheit werden in der Kindheit gestellt, betont die Fachgesellschaft für Pneumologie und spricht sich für Lungenfunktionstests bei der Schuleinschreibung aus.
Die österreichische LEAD-Studie mit über 15.000 Teilnehmenden zeigt, dass 7,6 % der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren bereits eine Lungenfunktion unterhalb des Normalwerts aufweisen. Eine eingeschränkte Lungenfunktion in jungen Jahren kann langfristige Folgen haben und das Risiko für chronische Lungen-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen im Erwachsenenalter erhöhen. Wie gesund die Lunge im späteren Leben ist, entscheide sich daher bereits in der Kindheit, betonten Expert:innen bei der 50. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) in Salzburg.
Auf der Tagung wurde deshalb die Einführung routinemäßiger Lungenfunktionstests im Kindes- und Jugendalter diskutiert. „Mit einfachen, wenige Minuten dauernden Lungenfunktionstests könnten wir bereits bei der Schuleinschreibung Kinder mit eingeschränkter Lungenfunktion erkennen und frühzeitig gegensteuern“, sagt Marie-Kathrin Breyer, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengesundheit und Vorständin der Abteilung für Atemwegs- und Lungenkrankheiten am Standort Penzing der Klinik Ottakring. Vorgesehen wären Untersuchungen im Alter von sechs, zehn sowie 14 bis 15 Jahren. Sie könnten in bestehende schulärztliche Untersuchungen integriert werden, so der Vorschlag der Fachleute. (tab)