Empfehlung für Impfschutz für Krebspatient:innen 

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Influenza, Covid-19, RSV und Pneumokokken: Sich davor durch Impfungen zu schützen, empfiehlt sich für onkologische Patient:innen noch einmal mehr wie für Gesunde. Viele von ihnen sind aber ungeimpft. 

Aktuelle österreichische Zahlen zu Impfraten bei Krebspatient:innen gibt es nicht. Doch in eigenen Beobachtungen und jenen seiner Kolleg:innen zeige sich, dass sehr viele der Krebspatient:innen saisonale Impfungen auslassen und ungeimpft gegen Influenza, Covid-19, RSV und Pneumokokken sind. Das sagt Marton Széll, Leiter der Infektionsambulanz der Klinik Donaustadt des Wiener Gesundheitsverbunds (WIGEV). Da Krebspatient:innen in erster Linie auf ihre Krebserkrankung fokussiert seien und nicht an Impfungen denken würden, brauche es hier die Aufmerksamkeit der Haus- und Fachärzt:innen.

Denn die Impfungen seien für onkologische Patient:innen noch einmal wichtiger wie für Gesunde, da sie „empfänglicher für schwere Verläufe“ seien. Die genannten Impfungen würden, anders als vielfach gedacht, nicht zu einer Überforderung des Immunsystems während einer Krebsbehandlung führen. Auch bei Herzinfarktpatient:innen solle laut Széll besonders auf den Impfstatus geachtet werden. Denn eine Impfung gegen Influenza senke die Wahrscheinlichkeit eines neuen Infarkts. (sst/APA)