© New Africa – stock.adobe.com Ein neuer Fonds der Volkshilfe Österreich soll finanzielle Engpässe bei der häuslichen Pflege abfedern. Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen stehen bis zu 1.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.
Pflege zu Hause ist oft mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden. Kosten für Hilfsmittel, Therapien, mobile Dienste oder notwendige Entlastung stellen insbesondere armutsgefährdete Menschen vor Herausforderungen. Mit dem neuen Fonds „Pflege möglich machen“ will die Volkshilfe Österreich pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen mit bis zu 1.000 Euro pro Person und Jahr finanziell unterstützen. „Pflegende Angehörige leisten Enormes. Sie brauchen nicht nur Anerkennung, sondern konkrete Unterstützung“, erklärt Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger. „Unser neuer Pflegefonds hilft genau dort, wo notwendige Pflege und Entlastung sonst am Geld scheitern würden.“
Gefördert werden unter anderem Pflegeprodukte und Hilfsmittel, Ergo-, Physio-, Logo- und Psychotherapie, Selbstbehalte bei mobilen Pflegediensten, Heimhilfe und Alltagsbegleitung sowie eine 24- Stunden-Betreuung. Auch Ersatzpflege während des Urlaubs pflegender An- und Zugehöriger, Tageszentren inklusive Fahrtkosten, medizinische Leistungen oder Angebote wie Essen auf Rädern werden finanziell unterstützt. Für bauliche Maßnahmen wie Treppenlifte, Patient:innenheber, elektrische Rollstühle oder barrierefreie Umbauten können ebenfalls Kostenvoranschläge eingereicht werden. Leistungen in stationären Einrichtungen wie Pflegeheimen sind hingegen von der Förderung ausgenommen.
„Wir können armutsbetroffene Menschen einmal pro Jahr unterstützen. Es braucht dazu lediglich einen Einkommensnachweis, den aktuellen Pflegegeldbescheid oder den Nachweis eines Pflegegeld- Ansuchens sowie gegebenenfalls Rechnungen“, erklärt Teresa Millner- Kurzbauer, Leitung des Bereichs Pflege bei der Volkshilfe. Die Antragsformulare stehen auf der Website der Volkshilfe Österreich zur Verfügung und per E-Mail oder per Post eingereicht werden. Bei positiver Beurteilung wird die Unterstützung innerhalb eines Monats überwiesen. (APA/tab)