© rh210 - stock.adobe.com Signal für den klinischen Forschungs- und Pharmastandort: Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) erhält 6,5 Millionen Euro vom Fonds Zukunft Österreich.
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) freut sich über eine wichtige Finanzierungszusage: Im Rahmen der Ausschüttung von insgesamt 75 Millionen Euro durch den Fonds Zukunft Österreich (FZÖ) zur Förderung von Spitzenforschung im Bereich der Grundlagen- und der angewandten Forschung sowie von Technologie- und Innovationsentwicklung erhält die LBG 6,5 Millionen Euro. Die Fördermittel fließen gezielt in den Aufbau eines nachhaltigen Ökosystems für klinische Studien in Österreich. Konkret werden damit Infrastruktur und Services entwickelt, die klinische Forschung im Land koordinierend stärken. Ziel der Initiative ist es, Österreich durch die Vernetzung des gesamten Studien-Ökosystems als attraktiven und wettbewerbsfähigen Standort für klinische Studien und im Bereich der Schlüsseltechnologie Life Sciences langfristig zu etablieren und an die Innovationsführer in Europa heranzuführen.
„Gerade jetzt, wo Budgets unter Druck stehen und Prioritäten hart abgewogen werden müssen, zeigt diese Entscheidung, dass Österreich Wissenschaft als das versteht, was sie ist: eine Investition in Menschen und in Lösungen, die zählen“, so Elvira Welzig und Marisa Radatz, Geschäftsführerinnen der LBG. „Klinische Forschung ist dabei von besonderer Bedeutung. Sie ist die Brücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und dem Behandlungszimmer. Ohne sie bleiben Durchbrüche aus dem Labor Theorie. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst und werden dafür sorgen, dass der österreichische klinische Forschungsstandort bestmögliche Unterstützung findet.“
Die Finanzierung ermöglicht der LBG den Aufbau der Plattform „Clinical Trials Austria“. Ziel ist die Schaffung einer Service-Infrastruktur in enger Zusammenarbeit mit den klinischen Studienzentren und relevanten Stakeholdern, die klinische Studien in Österreich künftig effizienter, zugänglicher und attraktiver für Studiensponsoren macht. Die Plattform entwickelt österreichweit abgestimmte, gebündelte Studien-Services: darunter die Entwicklung von Standard-Vertragsklauseln, Vermittlung zwischen Studiensponsoren und geeigneten Studienzentren, Unterstützung bei der Patient:innen-Rekrutierung sowie die systematische Sichtbarmachung, Vernetzung und strategische Nutzung spezialisierter Studienzentren zur Bündelung von Expertise und nachhaltigen Steigerung der Attraktivität des Studienstandorts Österreich. Damit sollen die Abläufe zur Studienanbahnung optimiert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden.
Um begleitend zur Etablierung der Plattform „Clinical Trials Austria“ die österreichischen Studienzentren an den Medizinischen Universitäten bei der Qualitätssicherung und der Effizienz bei der Vorbereitung und Umsetzung klinischer Studien zu unterstützen, wird das Programm „Clinical Trials Developers“ eingerichtet und finanziell gefördert. Ziel ist ein schnellerer Studienstart und die Erhöhung der Investitionen in Studien, insbesondere im internationalen Umfeld. Aber auch eine höhere Entlastung hochqualifizierter klinischer Forschender durch Stärkung des Forschungsmanagements. (red)