© Rido - stock.adobe.com Die Wiener Zielsteuerungskommission hat neue Schwerpunkte in der Gesundheitsversorgung beschlossen. Im Fokus stehen Angebote im Bereich der Telemedizin, Vorsorge und Psychoonkologie.
Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sollen künftig verstärkt telemedizinisch betreut werden. Das Telemonitoring-Angebot, das seit Ende 2025 an vier Wiener Kliniken erprobt wird, soll Verschlechterungen der Erkrankung frühzeitig erkennen und dadurch möglichst Krankenhausaufenthalte vermeiden. Erste Erfahrungen aus der Pilotphase zeigen laut Zielsteuerungskommission eine positive Resonanz bei Patient:innen und medizinischem Personal.
Das Angebot wird nun ausgebaut und begleitend evaluiert. Die Patient:innen erhalten Telemonitoring-Geräte und werden über ein Tele-Care-Center medizinisch betreut. Pro Jahr sollen rund 180 neue Patient:innen aufgenommen werden. Die ärztliche Betreuung übernehmen künftig Ärzt:innen aus ausgewählten pulmologischen Abteilungen des Wiener Gesundheitsverbundes. Damit geht das Pilotprojekt in den regulären Betrieb über.
Fortgesetzt wird auch das psychoonkologische Angebot der Österreichischen Krebshilfe Wien für Krebspatient:innen und deren Angehörige. Laut Zielsteuerungskommission handelt es sich dabei um „präventive Maßnahmen, die dazu beitragen können, Depressionen, Angststörungen oder posttraumatische Reaktionen abzumildern und damit eine weitergehende Inanspruchnahme des Gesundheitssystems zu verringern.“ Zudem wurde eine öffentlichkeitswirksame Bewerbung von Screening-Programmen wie Mamma-Screening und Darmkrebs- Screening (FIT-Test, Darmspiegelung) sowie Früherkennungsmaßnahmen zu Prostatakrebs, Hautkrebs und Gebärmutterhalskrebs beschlossen.
Auch die ambulante Versorgung von Kindern soll gestärkt werden. Die Pädiatrische Erstversorgungsambulanz (EVA) auf dem Gelände des St. Anna Kinderspitals wird künftig montags bis freitags von 15:30 bis 22:00 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 14:00 bis 22:00 Uhr geöffnet sein. Dadurch sollen die Ressourcen der Notfallambulanz verstärkt für akut und kritisch erkrankte Kinder zur Verfügung stehen. (APA/tab)