Moderne Therapieziele bei CED


Die Kernthemen sind das Treat-to-Target-Konzept und der Versuch von personalisierten Therapien bei CED. Dieses Konzept ist seit einigen Jahren en vogue; es wird nicht erst auf eine klinische Verschlechterung des Patienten gewartet, sondern die Therapie anhand endoskopischer oder biochemischer Marker sehr frühzeitig eskaliert oder auch deeskaliert. Damit kann eine höhere Rate an vollständiger Remission erzielt und erhalten werden, vor allem lässt sich aber eine höhere Krankheitsaktivität stoppen. Das subjektive Empfinden des Patienten einerseits und die endoskopische Heilung des Darms andererseits sind Schlüsselmarker. Als wichtige Zusatzmarker dienen die histologische und die biochemische Remission. Dass das Monitoring mittels fäkalem Calprotectin ein sehr wichtiger Marker für das Management von CED-Patienten ist, bestätigte sich in der CALM-Studie und ist auch für den klinischen Alltag von besonderer Relevanz. Über die Wertigkeit dieses Biomarkers im Therapiealgorithmus ist man sich in Expertenkreisen jedoch noch nicht einig. In der Praxis wird in Zukunft auch die Immunogenität von Biologika ein relevantes Thema sein.

Am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee wird für das Management der CED-Patienten mittlerweile regelmäßig das Monitoring der Krankheitsaktivität mittels fäkalem Calprotectin eingesetzt und als großer Vorteil für die Therapiesteuerung angesehen.