Firmenporträt: Publicare – Patientenservice neu definiert

Die Publicare AG wurde im Jahr 1993 vom Ehepaar Silvia und Walter Signer in Bellikon in der Schweiz gegründet. Im Mittelpunkt stand die Direktbelieferung von Patienten mit Produkten der Stomaversorgung. Die Geschäftsidee bestand darin, betroffene Patienten mit medizinischen Hilfs- und Heilmitteln direkt zu beliefern. Nach Verschreibung durch den Arzt sollten mühevolle Wege und Wartezeiten entfallen und die Lieferung erfolgte per Post. Ziel war es, damit die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen. Aufgrund des großen Erfolges wurde das
Unternehmen im Lauf der Jahre um zwei weitere Geschäftsfelder, die Inkontinenz- und Wundversorgung, erweitert. Nach wie vor ist Publicare heute in drei Bereichen – der Stomaversorgung, der Inkontinenzversorgung und der Wundversorgung – tätig. Patienten werden direkt beliefert, die Abrechnung erfolgt mit den Krankenkassen.
Aufgrund der Erfolge in der Schweiz entschloss sich Walter Signer, Tochterunternehmen in Deutschland (2001) und in Österreich (2002) zu gründen. Mit insgesamt über 600 Mitarbeitern, davon 30 in Österreich, ist Publicare damit das zweitgrößte Homecare-Unternehmen dieser Art in Europa. „Wir betreuen Menschen, die unter unwillkürlichem Harn- oder Stuhlverlust leiden, bieten effiziente Versorgung bei Colostomie, Ileostomie, Urostomie und Fisteln und haben sämtliche modernen Wundprodukte im Sortiment“, gibt Wolfgang Baumgartner, Geschäftsführer von Publicare GmbH, Einblick in die Entwicklung.

Wunderversorgung stark wachsend

Mittlerweile hat in Österreich die Wunderversorgung die Stomaprodukte an Marktanteil längst eingeholt: „Die Zahl der betroffenen Patienten wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer größer“, so Baumgartner. „Tendenz steigend“ verzeichnet er auch bei jenen Produkten, die außertariflich angeboten werden, wie zum Beispiel Pflegecremen. „Wir sind in vielen Nischen tätig und versuchen hier in sehr engen Kontakt mit Patienten und Gesundheitspersonal auf ihre jeweiligen Bedürfnisse einzugehen“, erklärt der Geschäftsführer und bestätigt: „Der seit der Gründung eingeschlagene Weg, die Produkte portofrei ins Haus zu liefern, hat sich bis heute bewährt.“ Dazu verfügt Publicare über ein überaus großes Lager, sodass rund 95 % der verordneten Produkte sofort bearbeitet und geliefert werden können. Diskretion ist oberstes Gebot, wenn Produkte der Kontinenz-, Stoma- und Wundversorgung ausgeliefert werden. Als Dienstleister bietet Publicare auch den passgenauen Zuschnitt von Beuteln für Stomapatienten und kostenlose Entsorgungsbeutel an.

Hoher Stellenwert der Fortbildung

Die großen Herausforderungen der kommenden Jahre sieht Geschäftsführer Baumgartner in der konstanten Verbesserung des Versorgungslevels, denn: „Es kommen immer mehr neue Produkte auf den Markt und nur durch die enge Zusammenarbeit mit den Kassen können wir die Qualität der Versorgung für die Betroffenen hoch halten. Wichtig ist es aber auch, Innovationen zuzulassen, denn nur so ist auch die Qualität auf Produktebene gewährleistet.“ Ein großes Anliegen ist Baumgartner auch die fachliche Schulung im Bereich Hilfs- und Heilmittel. „Produkte sind immer nur so gut, wie die Anwender, die richtig damit umgehen können“, weiß der Experte. Daher wird intensiv in die Fortbildung von Arzt und Pflege investiert, um auch hier Versorgung auf hohem Niveau zu gewährleisten.

Wolfgang Baumgartner

Geschäftsführer von PublicareGmbH


MP 04|2015

Herausgeber: AUSTROMED, Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2015-09-21