Diese Ausgabe setzt einen klaren Schwerpunkt auf Entbürokratisierung. Denn überall dort, wo Regulierung ihren Zweck verfehlt, bremst sie Innovation, bindet Ressourcen und erschwert die Patientenversorgung. Weniger Bürokratie bedeutet nicht weniger Sicherheit, sondern mehr Wirksamkeit. Dazu gehört eine starker Wirtschaftsstandort Österreich, verlässliche Rahmenbedingungen und der politische Wille, die Gesundheitswirtschaft gezielt zu stärken.
Die Industriestrategie Österreich 2035 setzt wichtige Akzente, wenn es um Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Resilienz und Schlüsseltechnologien geht. Dass die Biotech-Branche darin als Stärkefeld eingeordnet ist, ist wichtig, aber nicht ausreichend. Denn was fehlt, ist die klare Sichtbarkeit einer eigenständigen Life-Science-Strategie, die die besonderen Anforderungen dieser Branche systematisch aufgreift.
Gerade die Medizinprodukte-Unternehmen zeigen immer wieder, wie eng Innovation, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stärke miteinander verbunden sind. AUSTROMED fordert daher, dass die Ziele der Industriestrategie nicht auf dem Papier stehen bleiben, sondern konkret umgesetzt werden. Dafür bringen wir uns als konstruktiver und verlässlicher Dialogpartner mit Expertise, Praxiserfahrung und einem klaren Blick auf das, was Unternehmen und Versorgung heute brauchen, aktiv ein.
In der Serie „Recht am Punkt“ greifen wir eine weitere zentrale Frage des Versorgungsalltags auf: Medizinprodukteberaterinnen und -berater stehen oft im OP, sind aber nicht dafür da, strukturelle Engpässe auszugleichen. Ihre Rolle ist klar definiert und genau diese Klarheit braucht es auch in der Praxis, um Rechtssicherheit für Unternehmen und Spitäler zu gewährleisten.

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Mag. Philipp Lindinger AUSTROMED-Geschäftsführer |