Der diabetische Fuß interdisziplinär: DF 04|2019

  • Diabetisches Fußsyndrom: Prognose bei Best Management

    Das diabetische Fußsyndrom besteht insbesondere aus Neuropathie, Osteoarthropathie, Angiopathie und Infektion, die erkannt und behandelt werden müssen, um Amputationen zu vermeiden.

    Eine ischämische Komponente (Minderdurchblutung) muss rasch diagnostiziert und gelöst werden, um eine Wundheilung zu ermöglichen.

    PatientInnen mit abgeheilten Wunden müssen weiterhin konsequent medizinisch behandelt werden, um das Überleben zu verbessern.

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  • Diabetische Neuropathie

    Die diabetische Neuropathie ist eine häufige und heterogene Komplikation des Diabetes mellitus, die etwa 50 % der Patienten betrifft.

    Eine frühzeitige Diagnose sowie eine konsequente Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention sind ­essenziell, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

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  • Diabetische Arthropathie

    Die diabetische Arthropathie präsentiert sich bei Langzeitdiabetikern als geröteter und ­ geschwollener Fuß, wobei knöcherne Deformitäten in vielen Fällen zu Druckulzera führen können.

    Eine frühe Entlastung durch Ruhigstellung mittels Orthese ist wichtig, um eine Progredienz der ­Erkrankung zu verhindern.

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  • Diabetische Angiopathie

    Mikroangiopathie zählt häufig zu den ersten Manifestationen von Diabetes mellitus.

    Eine frühzeitige intensive Therapie ist notwendig, um vaskuläre Ereignisraten niedrig zu halten.

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  • Infektion und deren Bekämpfung

    Hauptverursacher von DFS und Osteomyelitis aus infektiologischer Sicht sind grampositive ­Bakterien; später treten gramnegative Erreger auf, die häufig Kolonisationskeime sind.

    Das diagnostische Standardverfahren ist der mikrobiologische Abstrich, der allerdings mit der ­richtigen Technik abgenommen werden muss, um das Risiko, nur Kolonisationskeime zu kultivieren, zu reduzieren.

    Die klassische antimikrobielle Therapie ist bei Vorliegen einer Osteomyelitis obligat, jedoch sollte bei Ulzera ohne Knochenbeteiligung modernes Wundmanagement vorrangig eingesetzt werden. Zudem ist die Compliance des Patienten ein erfolgsentscheidender Faktor.

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  • DFS und PAVK: Revaskularisation – endovaskulär zuerst

    Bei Patienten mit Diabetes und einer Wunde: Feststellung der Durchblutungsreserve binnen 14 Tagen!

    Bei einem Knöcheldruck von 50–80 mmHg und einem Zehendruck von 30–50 mmHg ist meist eine ­Revaskularisation zur Wundheilung nötig.

    Bei einem Knöcheldruck von < 50 mmHg und einem Zehendruck < 30 mmHg ist eine Wundheilung ohne ­Revaskularisation nicht möglich.

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  • Gefäßchirurgie beim diabetischen Fußsyndrom

    Bis zu 60 % der diabetischen Patienten mit Ulkus sind von einer PAVK betroffen.Krurale/pedale Venenbypässe haben eine > 80%ige 5-Jahres-Offenheitsrate.

    Patienten mit einer Lebenserwartung von > 2 Jahren sollten bevorzugt offen chirurgisch versorgt werden.

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  • Lipidmanagement bei diabetischem Fuß mit und ohne PAVK

    Die neue evidenzbasierte ESC/EAS-Lipidleitlinie empfiehlt für Patienten mit Diabetes mellitus und PAVK ein intensiviertes Lipidmanagement.

    Zur Erreichung der neuen Zielwerte für Patienten mit „very high risk“ ≤ 55 respektive < 40 mg/dl LDL-Cholesterin wird eine multimodale Kombinationstherapie mit häufiger Verwendung von PCSK9-Inhibitoren notwendig sein.

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  • SGLT-2-Hemmer und Amputationen: Risikobewertung anhand neuester Daten und Guidelines

    Bei der Auswertung des CANVAS-Studienprogramms zum Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit des SGLT-2-Hemmers Canagliflozin trat als unerwartetes Sicherheitssignal ein erhöhtes Risiko für Amputationen an den unteren Extremitäten auf.

    In der Folge konnte eine Reihe epidemiologischer Studien zum Einsatz von Canagliflozin bzw. SGLT-2-Hemmern allgemein aufgrund inkonsistenter Ergebnisse dieses Signal zunächst weder ­bestätigen noch widerlegen.

    Neueste Daten aus randomisierten und placebokontrollierten Studien sprechen klar für die Sicherheit im Hinblick auf Amputationen.

    Dies spiegelt sich auch in den rezent publizierten ESC-Guidelines wider, die für SGLT-2-Hemmer keinerlei ­Einschränkung oder Warnung enthalten.

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ÖDG-Leitlinien-Update 2019: DF 03|2019

  • Gasteditorial: ÖDG-Leitlinien-Update 2019

    Viele beeindruckende Weiterentwicklungen Im Jahr 2016 gab es das letzte Update der ÖDG-Diabetesleitlinien. In diesem Jahr ist es nun wieder so weit: Das Update der Leitlinien 2019 wurde vor Kurzem veröffentlicht. In den drei Jahren haben sich viele Aspekte verändert….

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  • Antihyperglykämische Therapiebei Diabetes mellitus Typ 2

    Die neue Leitlinie ist in einen klaren und zum großen Teil mit Studiendaten hinterlegten Therapie­algorithmus strukturiert. Das Medikament erster Wahl bleibt Metformin.

    Sofern der HbA1c-Wert nicht dem individuellen Zielwert entspricht, sind die Komorbiditäten für die weitere Therapieentscheidung von Bedeutung; Patienten mit bestehender kardiovaskulärer ­Erkrankung, Herzinsuffizienz oder eingeschränkter Nierenfunktion sollen vor allem GLP-1-Analoga bzw. SGLT-2-Hemmer erhalten.

    Sofern keine dieser Komorbiditäten bestehen, soll eine Therapie mit Medikamenten erfolgen, welche keine Hypoglykämien verursachen.

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  • Diabetesmanagement im Krankenhaus

    Bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Hyperglykämie im stationären Bereich sollten eine adäquate Therapie und regelmäßige Blutzuckermessungen erfolgen.

    Bei persistierend erhöhten Blutglukosewerten: Insulintherapie mit einem Zielbereich von 140–180 mg/dl.

    Orale Antidiabetika können meist fortgesetzt werden; spezielles Augenmerk ist dabei auf Sulfonylharnstoffe, Metformin und SGLT2-Hemmer zu legen.

    Die Fortsetzung der Verwendung von Diabetestechnologien ist – sofern der Patient und das Betreuerteam mit der Handhabe vertraut sind – möglich.

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  • Operation und Diabetes mellitus

    Die vorliegende Kurzversion des Positionspapiers beschreibt die Sicht der Österreichischen ­Diabetesgesellschaft hinsichtlich des perioperativen Managements von Patienten mit Diabetes mellitus.Dabei wird auf die präoperative Begutachtung und Vorbereitung sowie auf die perioperative ­Stoffwechselkontrolle mittels oraler Antidiabetika und/oder Insulintherapie Bezug genommen.

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  • Update 2019: Andere spezifische Diabetesformen

    Unter „andere spezifische Diabetesformen“ werden pathophysiologisch, klinisch und therapeutisch heterogene Erkrankungen des Glukosestoffwechsels zusammengefasst.

    Zu den häufigsten zählen der Glukokortikoid-induzierte Diabetes, pankreoprive sowie ­monogenetische Diabetesformen.

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  • Was ist neu? Insulinpumpentherapie und ­kontinuierliches Glukosemonitoring

    Technologische Entwicklungen verändern das Leben und den Lebensstil von Menschen mit Diabetes immer schneller.

    Insulinpumpen werden routinemäßig eingesetzt; zur kontinuierlichen Glukosemessung liegt  ausreichende Evidenz vor, um den breiten Einsatz zu empfehlen.

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  • Therapie der akuten diabetischen Stoffwechselentgleisungen bei Erwachsenen

    Bei der Therapie von diabetischen Stoffwechselentgleisungen stellt der rasche und ausreichende ­Volumenersatz die vordringlichste Maßnahme dar. Dazu sollte eine kristalloide Lösung mit einer dem Plasma möglichst ähnlichen Zusammensetzung gewählt werden.

    Engmaschige Kontrollen der Blutzuckerwerte, der Elektrolyte und des Säuren-Basen-Haushalts, am besten auf einer Überwachungsstation, sind erforderlich.

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  • Diabesity: Update 2019

    Gewicht und insbesondere der Körperfettanteil sind wichtig! Zu der Erfassung des Phänotyps und der Risikobestimmung ist die Erhebung des BMI, Bauchumfangs und Körperfettes erforderlich.

    Im Wesentlichen ist zwischen der Fettmassenkrankheit und endokrinen und immunologischen ­Antworten (Krankheit des Fettes) zu unterscheiden.

    Diese Aspekte sind in der Wahl von Therapien aller Art zu beachten – und damit zentral im Management aller Faktoren des metabolischen Syndroms.

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  • Update 2019: Diagnose und Management der ­Osteoporose bei Diabetes mellitus

    Diabetes mellitus und Osteoporose zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen und  ­kommen deshalb beide häufig in ein und demselben Individuum vor.

    Patienten mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Fragilitätsfrakturen. Die Pathophysiologie ist unklar und vermutlich multifaktoriell

    Das Fracture Risk Assessment Tool (FRAX®) und die Knochendichte (BMD) mittels DXA-(T-Score-)Messungen ­sowie ein eventuell vorhandener Trabecular Bone Score (TBS) können das individuelle Frakturrisiko vorhersagen. Hierfür muss allerdings eine Adjustierung vorgenommen werden, um das Risiko nicht zu unterschätzen.

    Zur Prävention von Fragilitätsfrakturen sind antiresorptive Medikamente die erste Wahl, den nationalen ­Erstattungskriterien entsprechend auch anabole Medikamente.

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  • Psychische Erkrankungen und Diabetes mellitus

    Zwischen Diabetes und psychischen „Volkskrankheiten“ wie der Depression besteht ein bidirektionaler, biologisch sowie psychosozial geprägter Zusammenhang mit Potenzierung des Erkrankungs- sowie Verlaufsrisikos.

    Empowerment der Patienten bezüglich Diabetes und komorbider psychischer Krankheit sowie ­guidelineorientierte Pharmakotherapie ermöglichen längerfristigen Therapieerfolg bei beiden Erkrankungen.

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NAFLD und metabolisches Syndrom: DF 02|2019

  • NAFLD/NASH – Biomarker abseits der Biopsie

    Bei 25–30 % aller Patienten mit diagnostizierter Steatose besteht eine NASH mit hohem Risiko zur Entwicklung einer Fibrose/Zirrhose.

    Ein nicht-invasives Assessment des Fibrosegrades (z. B. mittels Shear-Wave-Elastografie oder ­Fibrose-Scores) sollte bei allen Patienten mit der Diagnose NAFLD durchgeführt werden.

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  • Diätetische und pharmakologische Therapie der NAFLD

    Die First-Line-Therapie der NAFLD besteht aus Veränderung des Lebensstils, bestehend aus ­Optimierung der Ernährung und Steigerung der körperlichen Aktivität.

    Spezifische Therapien, welche nur auf die Fettlebererkrankung abzielen, sind bisher nur im Rahmen von Studienprotokollen relevant.

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  • Bariatrische Chirurgie: Einfluss auf NAFLD und Parameter des metabolischen Syndroms

    Bariatrische Eingriffe wirken sich positiv auf die Histologie bei NAFLD aus und verbessern alle ­Parameter des metabolischen Syndroms.Bei dem Versagen von konservativen Therapieansätzen sollte ein bariatrischer Eingriff bei morbid adipösen Patienten mit einer NAFLD und einem erhöhten kardiovaskulären Risikoprofil in Erwägung gezogen werden.

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  • Therapie der Dyslipidämie bei Patienten mit NAFLD

    Die Dyslipidämie spielt bei der NAFLD und dem metabolischen Syndrom eine große Rolle und ist klar mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert.

    Eine Statintherapie reduziert das kardiovaskuläre Risiko, zeigt einen protektiven Effekt für die ­Entwicklung einer Leberfibrose bzw. einer NASH und kann bis zu einer Erhöhung der Leberwerte von 3 x ULN sicher eingesetzt werden.

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  • Epidemiologie, Pathogenese und Co.: Was ist NAFLD?

    Durch die große Anzahl an betroffenen Patienten und die potenzielle Progression von Steatose zu NASH und Zirrhose, mit der Gefahr der Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms, ist die NAFLD von großem Interesse.

    Eine NAFLD beeinflusst nicht nur die Leber selbst, sondern hat auch massive Auswirkungen auf ­extrahepatische Organe und Signalwege.

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  • NAFLD-Screening im klinischen Alltag – wen und wie?

    Screening auf NAFLD sollte nicht in der generellen Bevölkerung, aber bei allen Patienten mit Typ-2-Diabetes, Adipositas oder metabolischem Syndrom stattfinden.

    Die Leberbiopsie stellt immer noch den Goldstandard in der Diagnosesicherung dar.

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  • NAFLD/NASH und metabolisches Syndrom: Antihyperglykämische Therapie bei NAFLD-Patienten

    Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und NAFLD/NASH wird Pioglitazon empfohlen.

    Studien mit SGLT-2-Hemmern und GLP-1-Analoga sind teils vielversprechend, eine entsprechende Zulassungserweiterung besteht jedoch noch nicht.

    Für NAFLD-Patienten ohne Diabetes mellitus gibt es nach wie vor keine zugelassene spezifische ­medikamentöse Therapie.

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ADA/EASD-Konsensus: DF 01|2019

  • Management von Patienten mit kardiovaskulärer Vorerkrankung

    Patienten mit bestehender kardiovaskulärer Erkrankung bzw. Herzinsuffizienz oder eingeschränkter Nierenfunktion sollten dem EASD/ADA-Konsensus-Statement nach vor allem zwei Substanzen ­erhalten: GLP-1-Analoga bzw. SGLT-2-Hemmer.

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  • Management von Patienten mit Niereninsuffizienz

    Patienten mit Typ-2-Diabetes und Niereninsuffizienz im Stadium 3a profitieren am meisten von einem SGLT-2-Inhibitor im Hinblick auf Kardio- und Nephroprotektion.

    Die Wahl der antidiabetischen Therapie sollte aufgrund der vorliegenden Studiendaten individuell an die Komorbiditäten angepasst werden.

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  • Patienten mit hohem Hypoglykämierisiko

    Hypoglykämien sind kurz- und mittelfristig mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden.

    Patienten mit kardiovaskulärer und renaler Vorerkrankung sind ebenso wie ältere Patienten und jene mit kognitiver Einschränkung besonders hypoglykämiegefährdet.

    Das Risiko für schwere Hypoglykämien ist unter Metformin, DPP-4-Inhibitoren, GLP-1-Rezeptor-­Agonisten, SGLT2-Inhibitoren und Pioglitazon gering.

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  • Metabolische Kontrolle UND Gewichtsreduktion

    Eine intensive Ernährungstherapie, z. B. mittels Formula-Diät, kann bei adipösen Patienten mit ­Typ-2-Diabetes zu einer Diabetesremission führen.

    Pharmakologische Therapie: GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Inhibitoren sind nach Metformin die erste Wahl bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, bei denen der Gewichtsverlust im Vordergrund steht.

    Die metabolische Chirurgie ist für morbid adipöse Patienten eine effektive Option; diese sollte jedoch an ­erfahrenen Zentren durchgeführt werden.

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  • Trendentwicklung von Medikamentenkosten und Erstattung

    Der ADA/EASD-Konsensus 2018 enthält erstmals einen eigenen Therapiealgorithmus für ­Situationen, in denen die Kosten für eine Therapieentscheidung relevant sind.

    Wichtige Gesichtspunkte bei diesem Vorgehen betreffen die tatsächliche Qualität einer ­kostengünstigen Therapie hinsichtlich der glykämischen Kontrolle sowie der Nebeneffekte ­(Organprotektion, Hypoglykämierisiko) und der ethischen Aspekte (Stichwort „Zweiklassentherapie“) sowie die Frage, mit welchen Änderungen vonseiten der Erstattung zu rechnen ist.

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Gender in der Diabetologie: DF 05|2018

  • Gender und Diabetesrisiko

    Männer haben aufgrund der physiologischen Unterschiede ein höheres Diabetesrisiko. Frauen zeigen bei vorliegendem Prädiabetes oder manifestem Diabetes einen stärkeren Risikoanstieg für Komplikationen.

    Gefordert: personalisierte Präventionsprogramme, die biologische und soziokulturelle Faktoren ­sowie geschlechtsspezifische Risikogruppen und Präferenzen berücksichtigen.

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  • Gender und Niere

    Paradox: Weltweit werden mehr Männer als Frauen dialysiert; im Gegensatz dazu leiden allerdings mehr Frauen als Männer an Niereninsuffizienz.

    Mögliche Erklärungen: u. a. höhere Lebenserwartung bei Frauen, gesellschaftliche, psychologische, finanzielle Gründe, genderspezifisch inadäquate Berechnungsmethoden der eGFR.

    Der komplexe Zusammenhang von Geschlecht, Diabetes und Dialysemortalität wird derzeit in Registeranalysen untersucht, ist derzeit jedoch ungeklärt.

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  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei bariatrisch chirurgischen Eingriffen

    Die Entscheidungsgründe für sowie die Erwartungen an einen bariatrischen Eingriff sind geschlechtsspezifisch.

    Männer sind häufiger von postoperativen Komplikationen nach einem bariatrisch chirurgischen Eingriff betroffen.

    Die Betreuung von bariatrisch operierten PatientInnen sollte multidisziplinär erfolgen.

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  • Gender, Diabetes und koronare Herzkrankheit

    Das Risiko für eine KHK ist bei Frauen mit Diabetes um etwa 44 % höher als bei Männern in dieser ­Kohorte.

    Die Häufigkeit kardiovaskulärer Risikofaktoren ist geschlechtsspezifisch unterschiedlich; zudem differiert die Auswirkung der Faktoren auf das Gesamtrisiko.

    Beide Geschlechter profitieren von einer antidiabetischen Therapie mit kardiovaskulärem Zusatznutzen. Bei Frauen treten allerdings häufiger unerwünschte Nebenwirkungen auf.

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  • Kinder und Jugendliche: Gender und Typ−1−Diabetes

    Die Prävalenz von Diabetes mellitus Typ 1 ist bei Buben und Mädchen vergleichbar (eventuell mit ­Überhang an Buben); die Behandlung ist allen PatientInnen gleichermaßen zugänglich.

    Dennoch finden sich geschlechtsspezifische Unterschiede in vielen Aspekten der Erkrankung: ­metabolische Kontrolle, Insulinbedarf, BMI SD, Lebensqualität und assoziierte Autoimmunerkrankungen.

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  • Gender, Diabetes und Sexualität

    Sexualfunktionsstörungen sind bei Männern und Frauen mit Diabetes mellitus häufig, werden jedoch weniger oft diagnostiziert oder behandelt.

    Bei Männern kann eine erektile Dysfunktion einen frühzeitigen Hinweis auf eine zukünftige koronare Herzkrankheit geben.

    Bei Frauen sind Sexualfunktionsstörungen schlechter quantifizierbar und auch weniger gut untersucht – es besteht ein eindeutiger Forschungsbedarf.

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  • Gender – Diabetes – Depression

    Die Prävalenzrate von Depression liegt bei Patienten mit Diabetes bei 17,8 %; dies entspricht einer etwa doppelt so hohen Rate verglichen mit der nichtdiabetischen Patientenkohorte. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

    Genderspezifische Unterschiede sind sowohl in Manifestation, Risikofaktoren und Verlauf der ­Depression als auch in der geeigneten Therapie (z. B. Pharmakokinetik der Wirkstoffe) zu finden.

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Lipidmanagement: DF 04|2018

  • Gasteditorial – Klinisches Lipidmanagement

    Die klinische Lipidtherapie ist eine relativ junge Disziplin. Wurden arterieller Hypertonus und Diabetes mellitus Typ 2 schon lange mehr oder weniger erfolgreich behandelt, war der Stellenwert einer Lipidtherapie lange umstritten. Dabei wurde übersehen, dass es vor der UKPDS-Studie für eine „bessere“ Einstellung des ­Blutzuckers beim Typ-2-Diabetes genauso wenig Evidenz gab wie für die Lipidtherapie.

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  • Risikostratifiziertes Lipidmanagement bei Diabetes mellitus

    Behandlungsziele der Lipidtherapie: primär LDL-C und sekundär Non-HDL-C und ApoB.

    Der LDL-C-Zielwert wurde in den rezenten AACE-Guidelines bei Diabetes mellitus mit manifester ­kardiovaskulärer Erkrankung auf < 55 mg/dl herabgesetzt.

    Basis der Lipidtherapie: Statine; mögliche Add-on-Therapien: Ezetimib, PCSK-9-Inhibitoren; Fenofibrat wird nur in ausgewählten Patientenkollektiven empfohlen.

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  • Dyslipidämien: Ursachen und Einflussfaktoren

    LDL-Cholesterin ist kausal für die Entwicklung von Atherosklerose ­verantwortlich; LDL-Cholesterin-Senkung kann das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren und steht daher im Zentrum des Lipidmanagements.

    Genetische Faktoren sind die wichtigsten Determinanten für Fettstoffwechselstörungen. Patienten mit von Kindheit an hohem LDL-Cholesterin profitieren besonders von einer konsequenten Senkung des LDL-Cholesterins.

    Vor Behandlung einer Dyslipidämie sollte eine sekundäre Hypercholesterinämie durch Hypothyreose, Cholestase oder nephrotisches Syndrom ausgeschlossen werden.

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  • Statine: eine Nutzen-Risiko-Bewertung

    Aufgrund der umfassenden Studienevidenz nehmen Statine den Leitlinien internationaler ­Fachgesellschaften entsprechend einen hohen Stellenwert in der kardiovaskulären Risikoprävention ein – insbesondere bei Hochrisikopatienten (z. B. Patienten mit Typ-2-Diabetes).

    Statinassoziierte muskuläre Symptome können in unterschiedlichen Schweregraden auftreten und ­beeinflussen die Therapieadhärenz.

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  • Ezetimib im Lipidmanagement: Die IMPROVE-IT-Studie

    Die durch Ezetimib (+ Statine) erreichte Reduktion des LDL-Cholesterins führt zu einer signifikanten Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

    Ezetimib stellt die evidenzbasierte Erweiterung der Therapie für Patienten dar, die unter ­Ausschöpfung einer maximalen Statin-Therapie die individuellen Zielwerte nicht erreichen oder diese nicht tolerieren.

    Die Studie IMPROVE-IT bestätigte, dass für das LDL-Cholesterin „the lower, the better“ absolut zutreffend ist.

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  • PCSK9-Inhibitoren: Was können sie wirklich?

    Zwei Endpunktstudien der PCSK9-Inhibitoren Alirocumab und Evolocumab bestätigen den Stellenwert einer raschen, strikten und nachhaltigen LDL-Cholesterinreduktion.

    Mit PCSK9-Inhibitoren steht der Lipidsenkung, speziell bei etablierter kardiovaskulärer Erkrankung, neben dem Standard, bestehend aus Statinen und Ezetimib, ein zusätzliches Werkzeug zur Verfügung.

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  • Stellenwert von Nutrazeutika im Lipidmanagement

    Derzeit erhältliche Nutrazeutika leiten sich vom Roten Hefereis ab und enthalten 10 mg Monacolin K bzw. eine Mischung von Monacolin K in geringerer Dosis mit Berberin und Policosanol.

    Primärprävention: Roter-Hefereis-Produkte können bei Patienten eingesetzt werden, bei denen Statine und/oder andere Lipidsenker aufgrund von niedrigem Risiko oder Unverträglichkeit nicht indiziert sind.

    Sekundärprävention: Nutrazeutika können ergänzend zu anderen Therapien eingesetzt werden, falls diese keine ausreichende Wirkung aufweisen.

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  • Behandlungskaskade im medikamentösen Lipidmanagement

    Typ-2-Diabetes ohne klinisch manifeste Atherosklerose: LDL-Cholesterin-Ziel von < 70 mg/dl durch Statine +/– Ezetimib anstreben.

    Typ-2-Diabetes mit klinisch manifester Atherosklerose: LDL-Cholesterin-Ziel = „lowest is best“. LDL-C-Reduktion mittels Statinen + Ezetimib + PCSK9-Hemmern.

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Diabetes und Schwangerschaft: DF 03|2018

  • Schwangerschaft bei Typ-1-Diabetes mellitus

    Präkonzeptionelle Schulung, Familienplanung, Stoffwechseloptimierung und Monitoring sind essenziell

    Blutglukose-Zielwerte: normnahe Blutglukoseeinstellung mittels intensivierter ­Insulintherapie oder Pumpen.

    Insulindosierungen: sind aufgrund des wechselnden Insulinbedarfs im Schwangerschaftsverlauf ­kontinuierlich anzupassen (Hypoglykämierisiko im 1. und Insulinresistenz im 2. und 3. Trimenon).

    Neue Glukose-Monitoring-Systeme (CGM oder Flash) sind hilfreich zur Optimierung der maternalen ­Blutglukoseeinstellung.

    Schulung bezüglich Ketoazidose und Versorgung mit Ketonteststreifen sicherstellen.

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  • Typ-2-Diabetes – was ändert sich während der Schwangerschaft?

    Präkonzeptioneller Diabetes liegt hinsichtlich Prävalenz deutlich hinter dem Gestationsdiabetes, birgt aber ein signifikant größeres Risiko für Mütter und Feten.

    Eine Schwangerschaft bei Frauen mit Typ-2-Diabetes (T2DM) soll geplant stattfinden, um jene ­Komplikation zu verhindern, die viele von uns schon längst vergessen haben: die diabetische ­Embryopathie.

    Insulin gilt nach wie vor als Therapie der Wahl. An den Einsatz von Metformin sollte vor allem bei Frauen mit ­ausgeprägter Adipositas und konsekutiver Insulinresistenz gedacht werden.

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  • Risiken für die Mutter

    Mikro- und makrovaskuläre Komplikationen bewirken eine deutliche Zunahme der maternalen sowie auch fetalen Morbidität und Mortalität.

    • Eine Schwangerschaft kann mit der transienten Entwicklung bzw. Progression einer diabetischen ­Retinopathie bei bis zu 85 % der Schwangeren assoziiert sein.
    • Etwa 5–10 % der Schwangerschaften bei Diabetikerinnen sind von einer diabetischen Nephropathie betroffen.
    • Bei präkonzeptionellem Vorliegen eines Typ-1-Diabetes beträgt die Prävalenz der koronaren Herzkrankheit 1 von 350 Schwangerschaften.

    Präkonzeptionell sollte der Status der Komplikationen evaluiert und eine entsprechende Therapie eingeleitet sowie die glykämische Kontrolle optimiert werden.

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  • Risiken für das Kind

    Das Risiko für kindliche Fehlbildungen ist insbesondere bei mütterlichem Typ-1- und Typ-2-Diabetes erhöht. Eine optimale Stoffwechseleinstellung bereits vor Eintritt und während der Schwangerschaft kann dieses Risiko vermindern.

    Eine durch mütterliche Hyperglykämie ausgelöste fetale Makrosomie führt mitunter zu zahlreichen perinatalen Komplikationen und kann Folgen für das Neugeborene lange nach der Geburt haben, wie z. B. ein erhöhtes Risiko, selbst an Diabetes zu erkranken.

    Eine erfolgreiche Betreuung diabetischer Schwangerschaften erfordert die enge Kooperation von Spezialisten der Geburtshilfe, Diabetologie und Neonatologie.

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Neue Entwicklungen in der Diabetestherapie: DF 02|2018

  • Ersetzen Glukosesensoren die Blutzuckermessung?

    Glukosesensorsysteme bieten über die Point-of-Care-Blutzuckermessung hinaus Einblick in Muster und Trends von Glukoseverläufen und unterstützen damit Therapieentscheidungen.

    Der Einsatz des Flash Glucose Monitoring (FGM) befreit viele Patienten mit Basis-Bolus-Therapie oder Insulinpumpentherapie vom häufigen täglichen „Fingerstechen“, reduziert Hypoglykämien und verbessert bei vielen Patienten das HbA1c.

    Continuous-Glucose-Monitoring-(CGM-)Systeme können durch Alarmfunktionen vor Blutzuckerentgleisungen, insbesondere Hypoglykämien, warnen und erhöhen die Sicherheit der Insulintherapie insbesondere bei Patienten mit rezidivierend schweren Hypoglykämien oder einer Hypoglykämieerkennungsstörung. Durch Einsatz geeigneter Algorithmen kann ein Closed-Loop-System entstehen.

    Ein implantierbarer Sensor ist eine Weiterentwicklung des CGM.

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  • Closing the Loop − Auf dem Weg zur Alltagstauglichkeit

    Ein künstliches Pankreas besteht aus kontinuierlicher Glukosemessung, Insulinpumpe und ­Kontrollalgorithmus.

    Für das erste kommerziell verfügbare Closed-Loop-System wurden die Sicherheit im Hinblick auf schwere Hypoglykämien oder Ketoazidosen sowie eine Verbesserung der glykämischen Variabilität und der HbA1c-Werte gezeigt.

    Bihormon-Systeme (Insulin und Glukagon) waren während körperlicher Belastung hinsichtlich Hypoglykämien im Vergleich zum Single-Hormon-System zumindest ebenbürtig.

    Bei spezifischen Patientengruppen wie z. B. schwangeren Frauen oder Adoleszenten mit Typ-1-Diabetes ­verbesserte die Anwendung eines Closed-Loop-Systems im Vergleich zur sensorunterstützten Pumpentherapie die glykämische Kontrolle.

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  • Glycation Gap − Welche Glukosemessmethoden sind am zuverlässigsten?

    Die im Titel gestellte Frage kann sich auf die technische Messgenauigkeit oder aber auf Informationen zusätzlich zum HbA1c-Wert beziehen.

    Die verfügbaren Systeme weisen eine deutliche Variabilität auf, sind aber genau genug, um Therapieentscheidungen zu ermöglichen.

    Informationen wie Glukosevariabilität und Zeit im Zielbereich können zur Risikoabschätzung oder zur Beurteilung des Therapieerfolges beitragen.

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  • CONCEPTT-Studie bei Frauen mit Typ-1-Diabetes: CGM während der Schwangerschaft bringt Benefit für Neugeborene

    Die CONCEPTT-Studie war die erste prospektive, randomisierte Studie zum Einsatz von ­kontinuierlicher Glukosemessung (CGM) während der Schwangerschaft bei Frauen mit Typ-1-Diabetes.

    Neben der glykämischen Kontrolle der Mutter war auch das fetale Outcome (u. a. Notwendigkeit intensivmedizinischer Betreuung, Dauer des Krankenhausaufenthaltes, neonatale Hypoglykämien) in der CGM-Gruppe besser.

    Die Rate maternaler Hypoglykämien konnte durch CGM-Anwendung nicht gesenkt werden.

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  • Insulinpumpen optimal einsetzen

    Die Insulinpumpentherapie ist aus der pädiatrischen Diabetestherapie nicht wegzudenken und bietet zahlreiche Vorteile im Vergleich zur Basis-Bolus-Therapie.

    Neben einer Verbesserung der metabolischen Einstellung zeigen Kinder mit Insulinpumpentherapie ­weniger akute Hypoglykämien und weniger akute Ketoazidosen.

    Aufgrund der Vorteile gegenüber der Basis-Bolus-Therapie wird die Insulinpumpentherapie für Kinder unter 7 Jahren­ als bevorzugte Behandlungsmethode empfohlen; es besteht keine Altersuntergrenze.

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  • Können Devices beim Diabetes-Selbstmanagement unterstützen?

    Studien zeigen, dass die Insulin-Selbsttitration durch den Patienten der zentrumsgeführten Titration hinsichtlich glykämischer Kontrolle unter bestimmten Umständen überlegen ist.

    Als Erfolgsfaktor wurde die Kontaktfrequenz mit einem behandelnden Zentrum identifiziert.

    Eine webbasierte Unterstützung beim Selbstmanagement in Form einer Titrationssoftware spart personelle Ressourcen in den Zentren und führte im Vergleich zur intensivierten Patientenbetreuung durch ­Experten zu einer vergleichbaren HbA1c-Reduktion, einem vergleichbaren Hypoglykämieprofil und ­Nüchternglukose, bei einer signifikanten Verringerung der Furcht vor Hypoglykämien und der Belastung durch den Diabetes.

    Systeme dieser Art sollten klinisch getestet sein, bevor sie auf den Markt kommen.

    Derzeit offen ist der Aspekt der Real-World-Effektivität.

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  • Ultraschnelle und hochkonzentrierte Insuline: Was können sie im Vergleich zu ihren konventionellen Pendants besser?

    Ein rascherer Wirkeintritt in den ersten Minuten gibt ultraschnellen Insulinen das Potenzial, postprandiale Blutzuckerspitzen zu verbessern.

    Hochkonzentrierte Insuline sind durch das geringere Injektionsvolumen bei hohen Insulindosen eine sinnvolle Option. Die konzentrierten Darreichungsformen weisen teils auch stabilere Wirkprofile auf.

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  • ATTD 2018: Neue Technologien − Herausforderung für Schulende und Geschulte

    Die Anwendung neuer, innovativer Technologien korreliert mit einer Verbesserung der glykämischen Kontrolle und einer signifikanten Reduktion hypoglykämischer Episoden.

    Eine entscheidende Komponente für den Erfolg ist der Faktor Mensch, der diese Technologien adäquat anwendet bzw. die Anwender dafür schult.

    Der rasant steigende Anteil der Patienten, die die neuen Technologien anwenden, erfordert unter anderem Konzepte für die Ausbildung der Schulenden.

    Die Patientenschulung muss strukturiert und altersangepasst erfolgen.

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  • „Diabetes Distress“ und metabolische Outcomes

    Der Begriff „Diabetes Distress“ beinhaltet Sorgen, Bedenken und Ängste, die mit einer chronischen, fordernden und progredienten Erkrankung wie Diabetes mellitus assoziiert sind.

    Bei starker Ausprägung sind die Auswirkungen auf den Stoffwechsel eklatant und resultieren u. a. in schlechterem HbA1c und Gewichtszunahme aufgrund von Steigerung der Insulinresistenz.

    Ein Screening sollte bei allen Patienten mit unzureichender Stoffwechseleinstellung ohne offensichtliche Ursache erfolgen.

    Für die Diagnostik stehen gut validierte Instrumente zur Verfügung.

    Die therapeutischen Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von Entlastungsgesprächen durch das betreuende Diabetesteam bis zu komplexen psychotherapeutischen Interventionen.

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  • Neue pharmakologische Optionen zur Behandlung von Adipositas und T2D

    Die Adipositasprävalenz nimmt weltweit stetig zu, damit auch die darauf beruhenden Komorbiditäten – allen voran Typ-2-Diabetes (T2D).

    Der Gewichtsneutralität bzw. den gewichtsreduzierenden Eigenschaften einer antidiabetischen ­Therapie zur Verbesserung des Glukosestoffwechsels kommt entscheidende Bedeutung zu.

    Als pharmakologische Therapieansätze zur Adipositasbehandlung an sich stehen in der EU Orlistat, Liraglutid in höherer Dosierung und die Kombination von Naltrexon und Bupropion zur Verfügung.

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45. Jahrestagung der ÖDG: DF 01|2018

  • Personalisierte Lipidtherapie beim Diabetespatienten

    Kardiovaskuläre Protektion ist neben der glykämischen Kontrolle das wichtigste Behandlungsziel bei Patienten mit Diabetes mellitus.

    Die moderne Lipidtherapie bietet dazu immer mehr Optionen, die zunehmend patientenorientiert eingesetzt werden sollten.

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  • Personalisierte Blutdrucktherapie bei diabetischen Patienten

    Bluthochdruck ist der gefährlichste, aber gut behandelbare kardiovaskuläre Risikofaktor bei Diabetes mellitus.

    Eine konsequente Blutdruckeinstellung reduziert kardiovaskuläre Ereignisse und die ­ Gesamtmortalität diabetischer Patienten.

    Die Auswahl der antihypertensiven (Kombinations-)Therapie richtet sich nach den diabetischen ­Begleiterkrankungen.

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  • Glukozentrische Algorithmen sind nicht ausreichend

    Aufgrund der belegten Risikoreduktion durch eine adäquate glykämische Kontrolle sollten alle ­ Diabetespatienten ab Krankheitsbeginn normnah eingestellt werden und bei Bedarf frühzeitig eine Kombinationstherapie erhalten.

    Medikamente mit positiven Endpunktstudien sollten prinzipiell favorisiert werden, bei Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung sind sie zwingend notwendig.

    Die Nierenfunktion soll laut einer rezenten evidenzbasierten Empfehlung in die personalisierte Auswahl der ­antidiabetischen Zweitlinientherapie einbezogen werden.

    Die optimale Therapie zur Senkung des kardiovaskulären Risikos ist multifaktoriell und beinhaltet für alle ­Diabetespatienten auch Statine, ACE-Hemmer, Plättchenhemmer sowie bei bestimmten Indikationen PCSK9-Hemmer.

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  • Europäische Daten: Wie das Makroenvironment den Lebensstil beeinflusst

    Das in fünf europäischen Ländern durchgeführte SPOTLIGHT-Projekt zeigt eine komplexe Assoziation zwischen dem Lebensumfeld und der Wahrscheinlichkeit, adipös zu werden.

    Ein niedriger sozioökonomischer Status ist ein unzweifelhafter Risikofaktor.

    Wirkungsvolle Strategien müssen auf Populationsebene ansetzen.

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  • Diabetesschulung: Die Sicht der individualisierten, patientenzentrierten Medizin

    Moderne Diabetesschulung stellt sich den Herausforderungen, was einerseits Individualisierung, ­andererseits zunehmende Technisierung in der Diabetesbetreuung bedeutet.

    Die Betonung liegt dabei auf dem Empowerment der Patienten zu einem adäquaten Umgang mit ihrem Diabetes.

    Im Unterschied zu früheren Modellen sind Ernährung und Bewegung wichtige Inhalte geworden.

    Die Schulungsprogramme sind patientengerecht und interaktiv aufgebaut.

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  • Jugendliche mit Typ-1-Diabetes: Können Diabetes-Apps den Alltag ­erleichtern?

    Diabetes-Apps bieten vielfältige Funktionen, um therapierelevante Entscheidungen zu unterstützen.

    Eine endgültige Empfehlung kann mangels Standardisierung, Validierung und wegen der knappen Datenlage noch nicht ausgesprochen werden.

    Es gibt bereits Aktivitäten für zunehmende Standardisierung und Validierung.

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  • Was sagen Experten, nicht Guidelines: Second Line nach Metformin – GLP-1-Analoga?

    Pro-Argumente für die Therapieerweiterung mit GLP-1-Analoga sind eine effektive HbA1c-Senkung bei ­niedrigem Hypoglykämierisiko, Gewichtsreduktion, vorteilhafte kardiovaskuläre Effekte, protektive Effekte auf die diabetische Nephropathie und weitere Komorbiditäten bei Typ-2-Diabetes.

    Kontra-Argumente sind hohe Therapiekosten und Erstattungssituation, schlechtere Akzeptanz einer ­Injektionstherapie durch die Patienten und potenzielle Nebenwirkungen wie z. B. gastrointestinale ­Beschwerden. Die Gewichtsreduktion kann bei alten Menschen problematisch sein.

    Widersprüchliche Daten liegen u. a. zum Risiko für Pankreatitis und Pankreaskarzinome, Progression der Retinopathie und Zunahme der Herzfrequenz vor. In der klinischen Praxis ist die Abwägung auf Basis der individuellen Bedürfnisse und Risiken unabdingbar.

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  • Was sagen Experten, nicht Guidelines: Second Line nach Metformin – Pioglitazon?

    Pioglitazon gehört zur Gruppe der Thiazolidindione und war eines der ersten oralen Antidiabetika, für die ein möglicher kardiovaskulärer Nutzen gesehen wurde.

    Durch eine Vielzahl an neuen antihyperglykämischen Medikamenten über die letzten Jahre, für welche deutliche kardiovaskuläre Vorteile bei einem besseren Nebenwirkungsprofil gezeigt wurden, ist Pioglitazon für die Mehrzahl der Patienten heute nicht die erste Wahl nach Metformin.

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  • Zukünftige Entwicklungen in der Diabetestherapie

    Betazellersatz durch Differenzierung von Betazellen aus pluripotenten Stammzellen oder ein ­Umprogrammieren von anderen spezifischen Zelltypen werden ebenso wie die Möglichkeit einer ­Betazellhyperplasie als mögliche neue therapeutische Targets untersucht.

    Im Bereich des Typ-2-Diabetes mellitus könnten neue insulinsensibilisierend wirkende Substanzen, eine Modifikation des Fettgewebes („beiging“), eine Beeinflussung des Mikrobioms oder des ­Gallensäurestoffwechsels interessante neue therapeutische Targets darstellen.

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"Real-Life-Studien": DF 05|2017

  • Aussagen von Real-Life-Studien: Was lernen wir daraus – und was nicht?

    Die Erkenntnisse aus großen randomisiert-kontrollierten Studien bilden einen speziellen Teil der ­tatsächlich relevanten Information sehr fokussiert ab.

    Die Analyse von Real-World-Kollektiven ermöglicht die Weiterentwicklung von personalisierten Therapiestrategien bei gleichsam steigender Patientensicherheit und Effizienz.

    Die Interpretation von Registerdaten muss generell kritischer erfolgen als die Analyse von RCT, da letztlich auch Effekte eine Rolle spielen könnten, die man gar nicht beachten oder in Betracht ziehen kann.

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  • Beitrag von Registern zur optimierten Diabetesversorgung

    Flächendeckende Registerdaten können die Therapie verbessern und Folgeschäden reduzieren.

    Zu den größten Hürden beim Aufbau eines Registers zählen fehlende Ressourcen und die ­Verlässlichkeit der Dateneingabe angesichts unterschiedlicher Systeme.

    In Tirol wurde das an Ambulanzen begonnene Register nach 8 Jahren auf den ambulanten Bereich ­ausgeweitet, die Tiroler Gebietskrankenkasse konnte gewonnen werden, die Kosten für die notwendige ­Adaptierung der Praxissoftware zu übernehmen.

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  • Big Data als Grundlage der Therapieentscheidung

    Big Data ist die komplexe Auswertung heterogener Daten aus verschiedenen Quellen, die erst durch den Fortschritt im Bereich der Computertechnologie möglich wurde.

    Big Data unterstützt die Evaluierung von Therapieansätzen und die Planung zukünftiger Studien, aber auch das Erkennen unerwünschter Nebenwirkungen von Therapien.

    Ein zentraler Punkt muss der anhaltende Schutz personenbezogener Gesundheitsdaten bleiben. ­Personenbezogene Big-Data-Ansätze dürfen weder zum wirtschaftlichen Nutzen von Versicherern noch von Pharmaunternehmen genutzt werden.

    Real-World-Daten bieten aufgrund ihres Umfangs die Möglichkeit der Erhebung seltener Nebenwirkungen oder pharmaökonomischer Aspekte, lassen jedoch keinen Rückschluss auf Kausalitäten zu.

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  • Real-Life-Daten in der Diabetestherapie bei Typ-2-Diabetes: Werden Sie die Verschreibungspraxis ­verändern?

    Hochwertig gewonnene Real-Life-Daten sind wichtige Datenquellen für die Beurteilung der Umsetzbarkeit publizierter Ergebnisse aus klinischen Studien in der täglichen Praxis.

    Dies gilt insbesondere für allfällige seltene Nebenwirkungen, die aufgrund von Patientenselektion und beschränkter Beobachtungsdauer in klinischen Studien nicht erfasst werden (können).

    Die Verschreibungspraxis zur medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes wird aber vermutlich aufgrund vorliegender Real-World-Daten nicht radikal beeinflusst.

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  • Real-Life-Daten zur Glukosemessung

    Real-Life-Daten und -Studien zur Glukosemessung können einerseits bei Diskrepanzen ein Korrektiv der klinischen Studiendaten sein und andererseits diese auch ergänzen.

    Vor allem in Hinblick auf Langzeitergebnisse werden sie aber wohl auch eine Grundlage für die Nutzenbeurteilung bleiben.

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  • CVD-REAL-Studie: Sind die Ergebnisse zu gut, um real zu sein?

    In den Real-Life-Studien CVD-REAL und CVD-REAL Nordic führte die Neueinstellung auf einen SGLT-2-Hemmer zusätzlich zu einer bestehenden antidiabetischen Therapie zu einer signifikant ­stärkeren Reduktion der Mortalität und unterschiedlicher kardiovaskulärer Endpunkte als die Zugabe ­eines Antidiabetikums aus einer beliebigen anderen Substanzklasse.

    Bei der Bewertung der Ergebnisse müssen Limitationen, die sich aus dem Studiendesign ergeben, ­berücksichtigt werden.

    Für mehr Klarheit sind die Ergebnisse weiterer Studien, insbesondere die kardiovaskuläre Endpunktstudie zu Dapagliflozin, DECLARE-TIMI58, abzuwarten.

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  • Kardiovaskuläre Outcome-Studien – was wissen wir bis jetzt, und was soll die Zukunft bringen?

    Eine Reduktion des kombinierten kardiovaskulären Endpunktes (3-MACE) konnte bisher für die GLP-1-Rezeptoragonisten Liraglutid und Semaglutid sowie die SGLT-2-Inhibitoren Empagliflozin und Canagliflozin gezeigt werden. Bei anderen Endpunkten bestehen z. T. Unterschiede auch zwischen den Vertretern einer Klasse.

    Die Ergebnisse kardiovaskulärer Outcome-Studien (CVOT) gelten vor allem für Patienten in der ­Sekundärprävention. Erkenntnisse für die Primärprävention können z. B. aus Real-World-Studien erwartet werden.

    Aus der aktuellen Studienlage ergibt sich zumindest bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und vorbestehender ­kardiovaskulärer Erkrankung eine klare Präferenz für Substanzen der SGLT-2-Hemmer- und GLP1-RA-Familie nach Metformin.

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  • SGLT-2-Hemmer und kardiovaskuläre Erkrankungen … Klasseneffekt

    Die Ergebnisse aus CANVAS bestätigen teilweise jene aus EMPA-REG OUTCOME

    Neue Sicherheitssignale in CANVAS waren ein erhöhtes Amputationsrisiko und vermehrte Frakturen.

    Weitere Erkenntnisse zum kontroversiell diskutierten Klasseneffekt erwartet man sich aus der Endpunktstudie DECLARE mit Dapagliflozin.

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  • TeilnehmerInnen für Diabetes-Typ-2-Studie gesucht!

    Im Rahmen einer klinischen Prüfung untersucht die Universitätsklinik für Innere Medizin III, der Medizinischen Universität Wien, unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, die Wirkung bereits zugelassener Diabetes-Medikamente auf die Leberfettspeicherung und die Körperfettverteilung. Die Studiendauer beträgt 7–8 Monate…

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  • DEVOTE-Studie − Insulin degludec im Direktvergleich mit Insulin glargin

    Die DEVOTE-Studie hat nachgewiesen, dass Insulin degludec hinsichtlich prädefinierter ­kardiovaskulärer Ereignisse Insulin glargin U100 nicht unterlegen ist.

    Schwere Hypoglykämien (sowohl insgesamt als auch nächtlich) waren bei vergleichbarer ­HbA1c-Senkung in der Degludec-Gruppe seltener.

    Nebenwirkungen, die zum Abbruch der Studie führten, waren insgesamt selten und in beiden Gruppen ­vergleichbar häufig.

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  • Neue Daten zur LEADER-Studie

    Kardiovaskuläre Ereignisse: Die aktuellen Subanalysen der LEADER-Studie belegen den positiven Effekt von Liraglutid auf das primäre Auftreten sowie auf Rezidivereignisse in einer kardiovaskulären ­Risikopopulation.

    Mikrovaskuläre Ereignisse: Der Einsatz von Liraglutid reduziert vor allem renale Endpunkte.

    Weiters ist positiv hervorzuheben, dass es unter Liraglutid signifikant später zur Notwendigkeit einer Insulintherapie und zu weniger Hypoglykämien kommt.

    Der Mechanismus der kardialen Protektion bleibt weitgehend unklar; denkbare Ansätze beinhalten u. a. ­Wirkungen von GLP-1 direkt an den Herz- und Gefäßmuskelzellen, Reduktion der Inflammation und Plaquestabilisierung.

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  • Update SUSTAIN-6

    Semaglutid ist ein einmal wöchentlich subkutan zu applizierender GLP-1-Rezeptoragonist; für eine ­orale Formulierung liegen positive Daten aus Phase-II-Studien vor. Semaglutid ist noch nicht am Markt erhältlich.

    Nach EMPA-REG (Empagliflozin) und LEADER (Liraglutid) liegt mit SUSTAIN-6 (Semaglutid) eine ­weitere positive kardiovaskuläre Endpunktstudie vor.

    Eine erhöhte Rate an retinopathischen Komplikationen könnte auf sehr rasche Absenkung einer initial schlechten glykämischen Kontrolle und auf eine präexistente Retinopathie zurückzuführen sein.

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  • ADA/ASN-Symposium: Neue Antidiabetika und Niere

    HbA1c-Zielwerte und Antidiabetika-Dosierung müssen an die Nierenfunktion angepasst werden.

    Substanzen mit geringem Hypoglykämierisiko wie DPP-4-Hemmer, SGLT-2-Hemmer und GLP-1-Rezeptoragonisten sind bevorzugt zu verwenden.

    SGLT-2-Hemmer und GLP-1-Rezeptoragonisten können die Verschlechterung der Nierenfunktion bremsen.

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  • Probleme und Lösungsstrategien: Sport und Typ-1-Diabetes

    Hinsichtlich kardiovaskulärer Gesundheit hat Sport bei Menschen mit Typ-1-Diabetes noch ­größere Bedeutung als bei Nichtdiabetikern.

    Kraftsport und Ausdauersport beeinflussen den Blutzucker bzw. Insulinbedarf in unterschiedlicher Weise.

    Die wichtigste Strategie ist das Erkennen persönlicher Muster durch häufige Blutzuckerkontrollen und ­Aufzeichnungen der Kohlenhydratzufuhr während und nach der Aktivität sowie Kontrolle der Trainingsintensität mittels Pulsuhr.

    Neue Forschungsergebnisse, die im Rahmen des ADA präsentiert wurden, erklären das Auftreten von ­Hypoglykämien erst 60–120 Minuten nach Ende eines intensiven Ausdauertrainings – bei zunächst normalen Werten – mit der durch Muskelkontraktion induzierten Exprimierung und Persistenz des glukoseunabhängigen Glukosetransporters GLUT-1 an der Oberfläche von Skelettmuskelzellen.

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Diabetische Nierenerkrankung: DF 03|2017

  • Aktuell vom ADA: Was lernen wir aus CANVAS für die Niere?

    CANVAS ist eine Outcome-Studie zur Untersuchung der kardiovaskulären Sicherheit des SGLT-2-Hemmers Canagliflozin; in einem weiteren Schritt wurde das Studienprogramm um die renale Outcome-Studie CANVAS-R erweitert.

    Studienpopulation waren Patienten mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko; ­Studienmedikation war Canagliflozin zusätzlich zur bestehenden Behandlung im Vergleich zur Zugabe von Placebo.

    Canagliflozin war gegenüber Placebo im Hinblick auf alle renalen Parameter und die renale Sicherheit überlegen.

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  • Albuminurie vs. Nierenfunktionsverlust ohne Albuminurie − Perspektivenwechsel bei der diabetischen Nierenerkrankung

    Die traditionelle monokausale Krankheitshypothese der diabetischen Nephropathie wird durch neue Erkenntnisse zugunsten eines neuen Verständnisses als heterogene Gruppe von Krankheits­entitäten verlassen.

    Als klinischer Marker der diabetischen Nierenerkrankung ist die Albuminurie nur im Zusammenhang mit der glomerulären Filtrationsrate aussagekräftig.

    Im Lauf der vergangenen Jahre kam es – u. a. aufgrund exogener Einflüsse – zu einem Wandel der renalen Schädigungen.

    Therapeutisch sind einerseits Blocker des Renin-Angiotensin-Systems, andererseits Antidiabetika mit ­renoprotektiven Effekten von Bedeutung.

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  • Albuminurie bei Diabetes: Therapeutische Konsequenzen

    Eine Albuminurie zeigt das kardiovaskuläre und renale Risiko (i. e. diabetische Nephropathie) an.

    Eine frühzeitige RAAS-Blockade wirkt protektiv und reduziert die Albuminurie sowie die Morbidität und Mortalität.

    Eine routinemäßige duale RAAS-Blockade ist nach neuesten Erkenntnissen kontraindiziert.

    Die Blutzuckereinstellung richtet sich vor allem nach dem Patientenalter und dem Auftreten von Hypoglykämien.

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  • Antidiabetika zwischen Nephrotoxizität und Nephroprotektion

    Substanzspezifische renale Effekte von Antidiabetika gelangen unabhängig von der Glukosekontrolle ­zusehends in den Fokus und sollten bei der Therapieauswahl berücksichtigt werden.

    • Metformin kann bei stabiler, chronischer Niereninsuffizienz unter regelmäßiger Kontrolle der ­Nierenfunktion angewandt werden.
    • Für Glitazone ist die Datenlage nicht konsistent.
    • Inkretinbasierte Therapien können auf zahlreiche Daten zu positiven Effekten auf renale Endpunkte verweisen.
    • SGLT-2-Hemmer reduzieren die glomeruläre Hyperfiltration; in Outcomestudien konnte eine signifikante ­Reduktion des kombinierten renalen Endpunktes gezeigt werden.
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  • Renales und ­kardiovaskuläres Risiko bei Diabetes – Stellenwert der antihypertensiven Therapie

    Die Datenlage zeigt bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko Vorteile für eine gute Blutdruckeinstellung, spricht jedoch vor allem bei Patienten mit Diabetes für eine J-förmige Beziehung zum kardiovaskulären Outcome, bei der zu niedrige Werte beinahe ebenso nachteilig sind wie zu hohe.

    Im Hinblick auf Nierenversagen konnte kein Benefit gezeigt werden.

    Die Patienten für eine strenge Blutdruckkontrolle sind – abhängig von ihren Risiken bzw. Komorbiditäten – sorgfältig zu selektieren.

    Betablocker sind hinsichtlich kardio- und zerebrovaskulärer Prävention allen anderen antihypertensiven Medikamentenklassen unterlegen, Kalziumkanalblocker und Diuretika zeigen diesbezüglich differenzierte Ergebnisse.

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  • Glykämische Kontrolle bei diabetischer Nephropathie – Welche Zielwerte, welche Antidiabetika, welche Dosierung?

    Strikte glykämische Kontrolle mit HbA1c < 7 % ist aus nephroprotektiver Sicht zur längerfristigen Vermeidung eines renalen Funktionsverlustes sinnvoll.
    CAVE: Hypoglykämierisiko und kardiovaskuläre Sicherheit!

    Auswahl der antidiabetischen Therapie nach Sicherheitsprofil und Hypoglykämierisiko sowie nach potenziell kardio- und nephroprotektiver Wirkung.
    CAVE: Dosisanpassung je nach GFR und Kontraindikationen!

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  • Diabesity und kardiovaskuläres Risiko

    Die Assoziation zwischen Diabesity und dem kardiovaskulären Risiko ist multifaktoriell.

    Diese beruht einerseits auf direkten Effekten der Adipositas auf das kardiovaskuläre System, ­andererseits auf Erkrankungen, welche durch die Adipositas teilweise verursacht, aggraviert und moduliert werden.

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  • Diabesity: Risikofaktor in der Schwangerschaft

    Diabetes und Adipositas haben – allein oder in Kombination – unmittelbar negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft.

    Ein entsprechendes Management sowohl von Adipositas als auch Diabetes ist erforderlich, um das Risiko für Mutter und Kind in und nach der Schwangerschaft zu reduzieren.

    Bereits vor der ­Schwangerschaft sollten Lebensstilmaßnahmen und eine gute Einstellung des Blutzuckers ­eingeleitet werden.

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  • Diabesity und Depression – gegenseitige Risikoerhöhung

    Das Risiko, eine Depression zu entwickeln, ist bei adipösen diabetischen Patienten im Vergleich zur nichtdiabetischen Population verdoppelt.

    Die Koinzidenz von Diabetes und Depression ist generell als ungünstig einzustufen.

    Die Mortalität ist in der betroffenen Patientengruppe signifikant höher. Darüber hinaus beeinflusst die Depression den Verlauf des Diabetes negativ und umgekehrt.

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  • Diabesity und Insulintherapie: Eine Frage der Planung?

    Patienten mit Typ-2-Diabetes sind in der überwiegenden Zahl deutlich übergewichtig oder adipös.

    Das Einleiten einer Insulintherapie führt häufig zu einer weiteren Gewichtszunahme; diese ist nicht von einer weiteren Verschlechterung des kardiovaskulären ­Risikoprofiles begleitet, erhöht aber die notwendige Insulindosis.

    Strategien zur Limitierung der insulininduzierten Gewichtszunahme können diesem Effekt entgegenwirken.

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  • Lipide: „The lower the better“ ist auch bei Diabesity sicher

    Der Nutzen einer konsequenten Reduktion des LDL-Cholesterins zur kardiovaskulären Risikoreduktion ist eindeutig bewiesen. Je tiefer das LDL-Cholesterin gesenkt wird, desto niedriger ist das ­kardiovaskuläre Risiko. Hinsichtlich der Wirksamkeit in der kardiovaskulären Prävention gilt „the lower the better“. Dies gilt auch und ganz besonders für Patienten mit Diabetes und für Patienten mit ­Adipositas.

    In der IMPROVE-IT-Studie wurden Nutzen und Sicherheit einer Senkung des LDL-Cholesterins auf 54 mg/dl gezeigt. In der kürzlich publizierten FOURIER-Studie zeigte sich eine weitere Risikoreduktion mit noch niedrigeren LDL-Cholesterin-Werten von 30 mg/dl; auch noch niedrigeres LDL-Cholesterin war nicht mit unerwünschten ­Wirkungen assoziiert.

    Das LDL-Cholesterin wird im klinischen Alltag nach wie vor zu wenig streng gesenkt. Die Gefahr liegt nicht darin, dass wir das LDL-Cholesterin zu stark senken, sondern dass wir es versäumen, das LDL-Cholesterin entsprechend den aktuellen Leitlinien zu senken, bei den meisten Patienten mit Typ-2-Diabetes < 70 mg/dl. Spezifische Zielwerte für das LDL-Cholesterin bei adipösen Menschen ohne Diabetes gibt es nicht. Wenn diese Patienten nicht durch ihre klinische Anamnese der ESC-Kategorie des sehr hohen oder des hohen kardiovaskulären Risikos zugeordnet werden können, so soll ihr kardiovaskuläres Risiko mit den SCORE-Charts der ESC abgeschätzt und ihr LDL-Cholesterin entsprechend therapiert werden.

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  • Diabesity und Blutdrucksenkung – Leitlinien und Praxis

    Neben der Therapie des erhöhten Blutzuckers und des erhöhten LDL-Cholesterins ist die ­Blutdrucktherapie eine entscheidende Säule in der Betreuung des Diabetikers.

    Nationale und internationale Leitlinien empfehlen als Zielwert den Bereich von ca. 130–140 mmHg systolisch und 80–90 mmHg diastolisch.

    Medikamente der ersten Wahl sind ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-Rezeptor-Blocker, die bei Bedarf meist in Kombination mit einem Diuretikum und/oder einem lang wirksamen Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ gegeben werden.

    Entscheidend ist, die Ziele auch tatsächlich zu verfolgen.

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  • Diabesity und Mikrobiom

    Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora sind mit Adipositas und Diabetes assoziiert.

    Diese Veränderungen stehen mit einer erhöhten Darmpermeabilität und vermehrter Inflammation in Zusammenhang.

    Strategien zur Modulation des Mikrobioms können als zusätzliche Säule der Therapie neben ­diätetischen ­Maßnahmen wirkungsvoll sein.

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  • Ist es an der Zeit für eine neue Klassifikation des Diabetes mellitus?

    Eine Reihe von Menschen mit Diabetes mellitus zeigt phänotypisch der aktuellen Klassifikation folgend Merkmale mehrerer Diabetestypen.

    Für diese Betroffenen lässt das aktuelle System eine exakte Klassifikation nur bedingt zu.

    Die Berücksichtigung von Beta-Zell-Funktion, Autoimmunität und Insulinresistenz in einem ­integrierten Klassifikationsmodell könnte Pathogenese wie auch Prognose exakter zuordnen.

    Darauf basierend könnten auch individualisiertere Therapiemodelle entwickelt werden.

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  • Kardiovaskuläre Outcome-Studien mit inkretinbasierten Therapien: Von Noninferiority zu Superiority: Wo stehen wir?

    Bislang wurden die Ergebnisse von je drei kardiovaskulären Outcome-Studien mit DPP-4-Hemmern (SAVOR-TIMI 53, EXAMINE, TECOS) und GLP-1-Rezeptor-Agonisten (ELIXA, LEADER, SUSTAIN-6) in vollem Umfang publiziert.

    In allen Untersuchungen wurde das primäre Studienziel der Nichtunterlegenheit (Noninferiority) gegenüber Placebo als Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit erreicht.

    Nur für zwei Substanzen, Liraglutid und Semaglutid, wurde darüber hinaus eine statistisch signifikante Reduktion des kardiovaskulären Risikos und damit auch Überlegenheit (Superiority) nachgewiesen.

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  • Therapieintensivierung mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten und Insulin: Wie beginnen, wie kombinieren?

    Die Anwendung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1-RA) ist vor, mit und nach Insulin möglich.

    Bei Patienten mit kardiovaskulären Ereignissen sollte mit dem GLP-1-RA begonnen werden.

    Fixkombinationen von GLP-1-RA mit Basalinsulin stellen eine attraktive Option für bestimmte ­Patientengruppen dar.

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  • Einfluss von DPP-4-Inhibitoren auf die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung

    Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist eine bei Patienten mit Diabetes sehr häufig vorkommende Erkrankung mit derzeit beschränkten Therapieoptionen.

    Im zahlreichen Tiermodell-Studien konnte ein günstiger Effekt einer DPP-4-Inhibitor-Therapie auf den Krankheitsverlauf bzw. die Entstehung einer NAFLD gezeigt werden.

    Die vorliegenden Daten aus klinischen Studien lassen noch keine endgültige Aussage darüber zu, ob DPP-4-Inhibitoren unabhängig von ihrer Wirkung auf die glykämische Kontrolle einen günstigen Effekt auf Entstehung oder Verlauf einer NAFLD haben.

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  • Insulinresistenz und Adipositas – ist die Schilddrüse schuld?

    Schilddrüsenhormone haben einen großen Einfluss auf den Grundumsatz und den Fettstoffwechsel.

    Wegen der gleichzeitigen Wirkung auf viele Organsysteme ist die resultierende Schilddrüsen­hormonwirkung oft schlecht vorherzusehen; Nebenwirkungen sind bei Übersubstitution häufig.

    Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormon sollte daher nur bei nachgewiesener Unterfunktion ­erfolgen, wobei die TSH-Schwellenwerte je nach Lebenssituation und Beschwerden individuell abgestimmt werden müssen.

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  • Neue Wege in der Adipositas-Therapie: Unimolekulare Peptid-Koagonisten und Trojanische Pferde

    Derzeit ist die bariatrische Chirurgie den verfügbaren pharmakologischen Optionen zur Behandlung der Adipositas und ihrer Folgen weit überlegen, stellt aber einen invasiven Eingriff mit entsprechenden Risiken dar.

    Zu den vielversprechenden Konzepten in der Entwicklung medikamentöser Optionen zählen

    • die Kombination von Peptidhormonen zu unimolekularen Koagonisten und
    • die gezielte Einschleusung von Hormonen und Medikamenten in spezifische Zellpopulationen durch Kopplung an Peptide, für die im Zielgewebe spezifische Rezeptoren exprimiert werden.
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  • Gesunde Ernährung, ­Chromosomenschäden und Typ-2-Diabetes

    Eine gesunde Ernährung, die pflanzenbetont ist und hochwertige Pflanzenöle enthält, kann bei Typ-2-Diabetikern nicht nur den HbA1c-Spiegel senken, sondern auch den Antioxidanzienstatus ­verbessern und DNA-Schäden reduzieren.

    Ein erhöhter Schweregrad der Diabeteserkrankung, gekennzeichnet durch einen erhöhten HbA1c-Spiegel, eine längere Diabetesdauer und bestehende Insulintherapie, geht mit einer erhöhten ­Genotoxizität und möglicherweise mit einem erhöhten Krebserkrankungsrisiko einher.

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  • Pädiatrische Diabetologie – Chancen für Kinder mit Typ-1-Diabetes

    Therapeutische Neuerungen betreffen vor allem die Intensivierung der Therapiestrategien bis hin zur sensorunterstützten Pumpentherapie sowie die Entwicklung neuer Kurz- und Langzeitinsuline.

    Dadurch konnten trotz verbesserter HbA1c-Werte geringere Hypoglykämieraten erzielt werden.

    Ein wichtiger Zielparameter ist die Zeit im Glukosezielbereich.

    Vor allem bei Kleinkindern ist eine deutliche Zunahme der technischen Diabetestherapie durch Insulinpumpe und Glukosesensor zu verzeichnen.

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  • Zwischenbericht des ÖDG-Preisträgers 2015 – Einfluss zirkulierender microRNAs auf das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko

    Es besteht eine signifikante Assoziation zwischen zirkulierenden microRNAs und koronarer ­Herzkrankheit sowie chronischer Nierenkrankheit.

    Diese Assoziationen werden potenziell durch das Vorliegen einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung ­beeinflusst.

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  • Endbericht des ÖDG-Preisträgers 2014 – The Role of LMO3 in human Adipocyte Energy Metabolism

    Subkutanes vs. viszerales Fett: Das unterschiedliche Risiko für Folgeerkrankungen ist unter anderem auf inhärente Unterschiede zwischen viszeralen und subkutanen Adipozyten zurückzuführen.

    Das Gen LMO3 wurde kürzlich als ein neuer Regulator der humanen Fettzellbildung identifiziert.

    In einer neuen Arbeit wurde gezeigt, dass LMO3 auch den Stoffwechsel reifer Fettzellen reguliert.

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Insulinresistenz: DF 05|2016

  • Insulinresistenz: Pathophysiologie und Mechanismen

    Insulinresistenz hat in verschiedenen Geweben und Organen unterschiedliche Auswirkungen.

    In der Leber, im Fettgewebe und in der Skelettmuskulatur bewirkt Insulinresistenz verminderte muskuläre Glukoseaufnahme, erhöhte hepatale Glukoneogenese und verminderte Glykogensynthese; durch verminderte Lipidspeicherung in Adipozyten kommt es zu Hypertriglyzeridämie und ektoper ­Lipidablagerung.

    Ein Verständnis der molekularen Mechanismen, die zur Insulinresistenz führen, könnte mögliche therapeutische Angriffspunkte in der Adipositasbehandlung identifizieren.

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  • Insulinresistenz: Konsequenzen für die Atherogenese

    Insulinresistenz, Inflammation und Atherosklerose sind zweifelsfrei miteinander assoziiert und die Hauptursache für die makrovaskuläre Erkrankung und insbesondere deren Events.

    Aber nicht nur die Insulinresistenz, sondern auch die andere notwendige Seite dieser Medaille – die Hyperinsulinämie – ist mit Inflammation und Atherosklerose vergesellschaftet.

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  • Effekt von Lebensstilveränderungen auf Insulinresistenz

    „Lifestyle Change“ ist das Schlagwort im Hinblick auf Selbstverantwortung des Patienten für alle Erkrankungen, bei denen Bewegungsmangel, Übergewicht und Fehlernährung in qualitativer und vor ­allem quantitativer Hinsicht eine ursächliche Rolle spielen.

    Eine lebenslange Änderung der Gewohnheiten ist für die Betroffenen nicht leicht umzusetzen und schon gar nicht leicht beizubehalten, ist aber sinnvoll und evidenzbasiert.

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  • Effekt der metabolischen Chirurgie auf Insulinresistenz

    Patienten mit hoher Insulinresistenz profitieren von metabolischer Chirurgie ebenso wie Patienten mit Typ-2-Diabetes oder Prädiabetes.

    Die Verbesserung des Metabolismus innerhalb weniger Tage nach dem Eingriff können durch ­Restriktion von Nahrung und veränderte Freisetzung gastrointestinaler Hormone erklärt werden.

    Die Entscheidung zur Operation sollte nur getroffen werden, wenn eine suffiziente Nachsorge gewährleistet ist.

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  • Medikamentöse Beeinflussung der Insulinresistenz

    Insulinresistenz ist Teil der Pathogenese des Typ-2-Diabetes und daher ein logisches Ziel für therapeutische Interventionen.

    Bisher stehen nur Metformin und Pioglitazon mit gesicherter Wirkung auf die Insulinsensitivität zur Verfügung.

    SGLT-2-Inhibitoren könnten – sekundär durch die Verbesserung der Glykämie – ebenfalls die Insulinsensitivität ­erhöhen.

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  • Insulinresistenz und kardiovaskuläre Erkrankungen — Evidenz aus epidemiologischen Studien

    Glukometabolische Insulinresistenz bleibt auch nach Korrektur für Faktoren des metabolischen ­Syndroms ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse.

    Die Stärke des Zusammenhanges wird offenbar von der Wahl der Messmethode für die ­Quantifizierung der Insulinresistenz beeinflusst.

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  • Antidiabetika mit Einfluss auf die Insulinresistenz — Kardiovaskuläre Interventionsstudien

    Insulinresistenz ist ein starker unabhängiger Prädiktor für kardiovaskuläre Erkrankungen; ihre positive Beeinflussung durch Antidiabetika sollte daher Teil der Präventionsstrategie sein.

    Glitazone sind die einzige Substanzklasse, für die eine deutliche Verbesserung der Insulinsensitivität gezeigt wurde.

    Bis vor Kurzem war Pioglitazon das einzige Antidiabetikum, für das in einer Interventionsstudie ein positiver Effekt auf den kombinierten Endpunkt kardiovaskuläre Mortalität, nichttödlicher Herzinfarkt und Schlaganfall verzeichnet wurde.

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Typ-1-Diabetes: DF 03|2016

  • Therapiestandards 2016 – Insuline

    Insulin als Hormonersatztherapie ist bei jedem Patienten mit Typ-1-Diabetes lebensnotwendig.

    Die funktionelle Insulintherapie ermöglicht eine individuelle Therapie mit kontinuierlicher Dosis­anpassung.

    Ultralangwirksame Insulinanaloga mit flacheren Wirkprofilen können Blutzuckervariabilität und nächtliche Hypoglykämiefrequenz reduzieren.

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  • Transition statt Transfer

    Viele Jugendliche mit Typ-1-Diabetes verlieren für kürzere oder längere Zeit den Kontakt zur ­Diabetesversorgung und stellen sich in diabetologischen Einrichtungen erst dann wieder vor, wenn vermeidbare Komplikationen auftreten.

    Der Zeitpunkt einer strukturierten Transition sollte sich an den Lebensumständen und der Reife ­junger Menschen, weniger an ihrem biologischen Alter orientieren. Sie sollte junge Menschen und ­deren Eltern aktiv in den Übergang einbinden.

    Bei den bisher evaluierten Transitionsmodellen haben sich insbesondere interdisziplinäre Übergangs­sprechstunden sowie die Steuerung mit Hilfe eines Fallmanagers als hilfreich erwiesen.

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  • Assoziierte Autoimmunerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit T1D

    Bei Vorliegen einer Autoimmunerkrankung ist das Risiko einer zweiten Autoimmunerkrankung ­erhöht.

    Autoimmunthyreoiditis und Zöliakie sind die häufigsten mit Typ-1-Diabetes (T1D) assoziierten Autoimmunerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.

    Ein Screening auf zusätzliche Funktionsstörungen der Schilddrüse sollte bei Erstmanifestation des T1D, ­danach alle 2 Jahre bzw. bei Symptomen häufiger erfolgen.

    Das Screening auf Zöliakie ist bei Erstmanifestation des T1D, danach alle 1–2 Jahre bzw. häufiger bei Symptomen oder betroffenen Verwandten ersten Grades empfohlen.

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  • Mögliche Komplikationen bei Insulintherapie

    Dermatologische Veränderungen in Folge der Insulintherapie sind vor allem die fokale Lipoatrophie und die Lipohypertrophie.

    Allergische Reaktionen können durch Insulin selbst oder durch Zusätze wie z. B. Zink ausgelöst werden.

    Therapeutische Optionen sind der Wechsel des Insulinpräparats oder Umstellung auf eine Insulinpumpe bzw. bei Typ-2-Diabetikern das Erwägen einer alternativen Therapieform.

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  • Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes: Management der schweren Ketoazidose

    Die diabetische Ketoazidose ist die gefährlichste Akutkomplikation des Typ-1-Diabetes im Kindesalter.

    Ursache ist ein absoluter oder relativer Insulinmangel in Kombination mit erhöhten Spiegeln kontrainsulinärer Hormone.

    Klinische Charakteristika sind schwere Dehydratation und metabolische Azidose (Azidose-Atmung).

    Oberstes therapeutisches Prinzip ist die gleichmäßige Rehydrierung über 48 Stunden.

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  • Schulung: Für wen, wann, durch wen – und mit welchem Ziel?

    In die Schulung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes sind die Eltern und andere ­Bezugs- bzw. Aufsichtspersonen einzubeziehen.

    Im Mittelpunkt der Schulung stehen Insulinsubstitution, Vermeidung von Ketoazidosen und ­Hypoglykämien, Selbstkontrolle und Therapieziele.

    Protagonisten der Schulung sind das Akutspital bei der Diagnosestellung, der betreuende Arzt als permanente ­Anlaufstelle sowie intermittierend ein mehrwöchiger Rehabilitationsaufenthalt in einem Stoffwechselzentrum.

    Schulungsziel ist die von Anfang an bestmögliche Blutzuckereinstellung durch die bessere Annahme der ­Erkrankung und einen anhaltend konstruktiven Umgang damit.

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  • Typ-1-Diabetes: Ist Prävention möglich?

    Typ-1-Diabetes kündigt sich bereits Monate bis Jahre vor seiner klinischen Manifestation durch ­Inselautoantikörper im Blut an.

    Präventionsmaßnahmen sollten möglichst früh in der Pathogenese der Erkrankung erfolgen.

    Eine Behandlung mit oralem Insulin zur Primärprävention des Typ-1-Diabetes wird derzeit in ­klinischen Studien getestet.

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  • Off-Label-Einsatz von Nicht-Insulin-­Antidiabetika bei Typ-1-Diabetes

    Das relativ häufige Auftreten von Übergewicht und Insulinresistenz aufgrund der unphysiologischen therapieinduzierten systemischen Hyperinsulinämie lässt den Off-Label-Einsatz von Nicht-Insulin-­Antidiabetika bei Patienten mit Typ-1-Diabetes interessant erscheinen.

    Im Fokus des Interesses stehen dabei Metformin, inkretinbasierte Therapien und SGLT-2-Hemmer.

    Die besten Ergebnisse liegen derzeit für SGLT-2-Hemmer vor; allerdings treten euglykämische Ketoazidosen im Vergleich zu Typ-2-Diabetikern deutlich öfter auf.

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  • Ist kardiovaskuläre Prävention möglich?

    Das Risiko für die Entwicklung diabetischer Spätkomplikationen nimmt eindeutig mit steigendem HbA1c zu, somit steht die Glykämie-Kontrolle an vorderster Stelle in deren Prävention.

    Hinsichtlich des kardiovaskulären Risikos müssen zusätzliche Risikofaktoren wie arterielle ­Hyper­tonie, Dyslipidämie und „neue“ Risikofaktoren, die im Zusammenhang mit Übergewicht und ­Insulinresistenz stehen, berücksichtigt und rechtzeitig therapiert werden.

    Der Einsatz von Statinen bei Kindern wird von der ADA unter bestimmten Voraussetzungen empfohlen, ­Langzeiterfahrungen fehlen jedoch noch.

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  • Zielgruppengerechte technische Unterstützung: Von App bis Web

    Webbasierte Anwendungen können Personen mit Diabetes bei der Strukturierung von Daten ­unterstützen, Therapieerfolge visualisieren sowie konstantes Feedback geben und haben einen positiven Einfluss auf den HbA1c.

    Für einen längerfristigen und breiteren Einsatz sind weitere Verbesserungen in Bezug auf ­Bedienbarkeit, Automatisierung der Datenerfassung und Langzeitmotivation wünschenswert.

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Lipidtherapie – Update 2016: DF 02|2016

  • Genetik der Dyslipidämien

    Dyslipidämien sind entweder mono- oder polygenetisch oder multifaktoriell bedingt.

    Molekulargenetische, zellbiologische und klinische Untersuchungen haben unser Verständnis für familiäre Hypercholesterinämie revolutioniert.

    Lipoprotein(a) – ein nach wie vor mysteriöses atherogenes Lipoprotein.

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  • Lipidtherapie – was empfehlen die aktuellen Guidelines?

    „Die LDL-C-Senkung ist 2016 definitiv gesichert.

    „„Typ-2-Diabetes: LDL-Cholesterin-Ziel von <70 mg/dl anstreben durch Statine ± Ezetimib.

    „„PCSK9-Hemmer werden für Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie und für sorgfältig ausgewählte statinintolerante Patienten eine weitere Verbesserung im klinischen Management bringen.

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  • Statintherapie – Zielwerterreichung und kardiovaskulärer Benefit bei Patienten mit Diabetes mellitus

    Sowohl Typ-2- als auch Typ-1-Diabetes geht mit einem deutlich erhöhten kardiovaskulären Risiko einher.

    Das LDL-Cholesterin ist auch bei manifestem Diabetes ein zentraler kardiovaskulärer Risikofaktor.

    Das Erreichen der Zielwerte für das LDL-Cholesterin ist unabdingbar für eine optimierte ­kardiovaskuläre Prävention.

    Statine stellen auch für Menschen mit Diabetes die Basis der lipidsenkenden Therapie dar.

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  • Diabetogenes Potenzial von Statinen – Pro

    Die Therapie mit einem Statin beeinflusst sowohl die Insulinresistenz als auch die Betazelle; dieser Effekt ist dosisabhängig.

    Die Inzidenz des Typ-2-Diabetes ist vor allem bei Patienten unter Statintherapie erhöht, die ohnehin ein hohes Erkrankungsrisiko haben.

    Die Vorteile einer Statintherapie stehen bei weitem über dem diabetogenen Potenzial; Patienten ohne ­Diabetes, aber mit hohem Risiko sollten enger hinsichtlich einer möglichen Diabeteserkrankung ­monitiert werden.

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  • Diabetogenes Potenzial von Statinen – Contra

    Eine Statintherapie kann die Inzidenz des Diabetes mellitus um 10–12 % steigern.

    Die Manifestation des Diabetes ist von weiteren Risikofaktoren wie Alter, Gewicht, Triglyzeriden und niedrigem HDL abhängig.

    Einer Reduktion von 6,5 kardiovaskulären Ereignissen pro 1.000 Patientenjahre stehen ­lediglich 3 zusätzliche Diabeteserkrankungen gegenüber.

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  • Statinassoziierte Muskelbeschwerden: Bewertung und Alternativen

    Muskelbeschwerden zählen zu den häufigsten Ursachen für eine unregelmäßige Einnahme oder das ­Abbrechen einer Statintherapie.

    Durch Evaluierung von Risikofaktoren, Ausschluss von sekundären Ursachen und therapeutisches ­Vorgehen kann jedoch eine Statintherapie in vielen Fällen mit dauerhafter Verträglichkeit wieder begonnen werden.

    Ist dies nicht erfolgreich, empfiehlt das EAS Consensus Panel ein konkretes therapeutisches Vorgehen.

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  • Wirkmechanismus der PCSK9-Hemmung

    „Gain-of-Function“-Mutationen im PCSK9-Gen sind eine sehr seltene Ursache für die familiäre ­Hypercholesterinämie.

    Statine erhöhen die PCSK9-Spiegel über die Aktivierung von Transkriptionsfaktoren, die den ­Cholesteringehalt der Zelle detektieren, die so genannten SREBP.

    „Loss-of-Function“-Mutationen im PCSK9-Gen führen zu sehr niedrigen LDL-Cholesterin-Spiegeln (< 20 mg/dl), haben aber auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Personen keinen Einfluss.

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  • PCSK9-Hemmer – Therapiealternative bei Hochrisikopatienten

    Es gibt keine J-Curve für LDL-Cholesterin, d. h., es gilt weiterhin „the lower the better“.

    In der kardiovaskulären Sekundärprävention bei Diabetes ist das LDL-Ziel zumindest ≤ 70 mg/dl.

    Bei Patienten, bei denen auch eine Kombination aus Atorvastatin 80 mg/Rosuvastatin 40 mg in ­Kombination mit Ezetimib 10 mg nicht ausreicht, um diesen Zielwert zu erreichen, oder wo solch hohe Statindosen nicht vertragen werden und dadurch der Zielwert nicht erreicht werden kann, werden PCSK9-Inhibitoren diese Lücke vermutlich schließen.

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  • Management des kardiovaskulären Risikopatienten

    Das Lipidprofil des Diabetikers ist durch erniedrigtes HDL-C, nüchtern und post­prandial ausgeprägte Hypertriglyzeridämie sowie kleinere, dichtere („small dense“) LDL-C-Partikel charakterisiert.

    Dieses Lipidprofil wird in den meisten internationalen Guidelines als KHK-Risiko-Äquivalent bewertet; daraus resultiert ein LDL-C-Zielwert < 70 mg/dl.

    Dank moderner Lipidsenker ist das Erreichen dieses Ziels in aller Regel möglich; es gibt Hinweise, wonach weiteres Absenken zusätzlichen Nutzen bringt.

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  • Rolle der Ernährung in der Prävention und Therapie der Dyslipidämie

    „Qualität vor Quantität“ – auf die Fettsäuren-Zusammensetzung kommt es an!

    Insbesondere das LDL-Cholesterin kann durch eine fettreduzierte, bedarfsgerechte Ernährung gesenkt werden.

    Patienten fehlt die Motivation zu langfristiger Lebensstilmodifikation!

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  • Hypokalorische Diäten als Bestandteil des Gewichtsmanagements

    Eine Verbesserung der Muskel-Fett-Relation im Körper erfordert immer die Kombination von ­Bewegung und reduzierter Kalorienzufuhr.

    Am meisten Erfolg versprechen maßgeschneiderte Kostformen, die u. a. persönliche Präferenzen sowie den kulturellen, religiösen und ökonomischen Hintergrund berücksichtigen.

    Die Auswahl der antidiabetischen Therapie soll im Hinblick auf das Gewichtsmanagement erfolgen.

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43. Jahrestagung der ÖDG: DF 01|2016

  • State-of-the-Art-Lecture: Genetik und Epigenetik des Typ-2-Diabetes

    Typ-2-Diabetes ist als Kombination einer genetisch programmierten Beta-Zell-Dysfunktion mit einer durch Lebensstil bzw. Umwelt bedingten Insulinresistenz anzusehen.

    Der genetische Hintergrund besteht in sehr vielen häufig vorkommenden Risikovarianten mit niedriger Effektstärke, die derzeit aber nur maximal 10–20 % der geschätzten erblichen Komponente erklären.

    Für die Prädiktion des Typ-2-Diabetes sind klassische Risikofaktoren deutlich relevanter als genetische Daten.

    Epigenetische Veränderungen im Blut liefern biologisch plausible Befunde hinsichtlich eines Risikos für Typ-2-Diabetes; der prädiktive Wert dieser Daten ist aber noch unklar.

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  • ISPAD-ÖDG-Joint-Session: Was können wir von internationalen Vergleichen lernen?

    Die Inzidenz von Diabetes Typ 1 ist weltweit weiter steigend. Insbesondere haben sich die Manifestationszahlen der < 5-Jährigen in den letzten 20 Jahren verdoppelt.

    Die prospektive Erfassung von Patientendaten in EDV-gestützten Datenbanken, wie z. B. dem deutsch-österr. DPV-Register (Diabetes Patienten Verlaufskontrolle) dient nicht nur der epidemiologischen Forschung und Qualitätskontrolle, sondern ermöglicht auch die Wahrnehmung von Unterschieden in der Diabetesbehandlung.

    Von diesen Daten können einheitliche Therapiestandards in Form von Leitlinien, die zur Verbesserung des Diabetesmanagements über alle Altersgruppen und schließlich zu einer Verbesserung der metabolen Kontrolle und einem Verhindern bzw. Hinausschieben von Akut- und Spätkomplikationen führen, abgeleitet werden.

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  • Highlights aus der klinischen Diabetesforschung

    TECOS zeigte für den DPP-4-Hemmer Sitagliptin versus Placebo die kardiovaskuläre Sicherheit von Sitagliptin.

    ELIXA erbrachte für den GLP-1-Rezeptoragonisten Lixisenatid im Vergleich zu Placebo ebenfalls den Beleg der kardiovaskulären Nichtunterlegenheit sowie Sicherheit hinsichtlich Hospitalisierung ­wegen Herzinsuffizienz und Pankreatitis.

    EMPA-REG OUTCOME belegt für den SGLT-2-Hemmer Empagliflozin im Vergleich zu Placebo eine deutliche ­relative Risikoreduktion für kardiovaskuläre Ereignisse und Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz.

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  • Sulfonylharnstoffe pro und contra – welchen Stellenwert haben sie noch?

    Bei mit anderen oralen Antidiabetika vergleichbarer Effizienz sind Sulfonylharnstoffe mit einem nicht zu vernachlässigenden Risiko für Hypoglykämien verbunden, innerhalb der Gruppe der ­Sulfonylharnstoffe besteht jedoch eine große Heterogenität.

    Kardiovaskuläre Sicherheitsdaten in Form von prospektiven, randomisierten Studien ähnlich wie für DPP-4-Hemmer, Pioglitazon oder Empagliflozin liegen für Sulfonylharnstoffe nicht vor.

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  • Anpassbare Mischinsuline vs. Basis-Bolus-Therapie

    Eine hochdosierte Insulin-Monotherapie ist zu vermeiden (signifikant erhöhte Mortalität, vermehrt kardiovaskuläre Komplikationen).

    Eine Basal-Bolus-Therapie bietet sich für Patienten an, die ihren Blutzucker strukturiert messen und ihre Insulindosis individuell anpassen.

    Eine Mischinsulintherapie kann bei guter Umsetzung vor allem bei Patienten, die mit komplexen Therapieformen überfordert sind, ähnlich effektiv sein.

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  • Metformin: klinische Konsequenzen aus neuem Wissen

    Neben den bekannten Wirkmechanismen zeigte Metformin auch Effekte auf das Inkretinsystem und das intestinale Mikrobiom.

    Die Empfehlungen zum Einsatz bei eingeschränkter Nierenfunktion wurden aufgrund der günstigen kardiometabolischen Effekte überarbeitet.

    Die Wirkmechanismen von Metformin lassen auf tumorwachstumsinhibierende Effekte schließen.

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  • Osteopontin und Klotho aktuell bewertet

    Klotho ist ein pleiotrophes Protein, welches den Kalzium-Phosphat-Haushalt regelt und im Gefäßbett antiinflammatorisch sowie antioxidativ wirkt.

    Im Diabetes selbst ist seine Rolle widersprüchlich, aber besonders neuere Ergebnisse deuten auf einen protektiven Effekt auf Betazellfunktion und -überleben hin.

    Osteopontin wirkt im viszeralen Fettgewebe entzündungssteigernd und ist dadurch auch mit Insulinresistenz, ­Diabetes und Atherosklerose assoziiert.

    Spezifische therapeutische Modulatoren beider Proteine sind nicht vorhanden bzw. noch nicht in der klinischen Forschung angekommen.

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  • J-Curves in der Medizin

    J-Curves, also eine Korrelation zwischen einem Messwert und einem Endpunkt, die bis zu einem ­Umschlagspunkt linear, danach aber in die Gegenrichtung verläuft, sind nur in Teilbereichen der ­Diabetologie und des Stoffwechsels beschrieben.

    Für J-Curves von BMI, HbA1c und Hypertonie einerseits und der Mortalität bzw. kardiovaskulären ­Ereignissen andererseits gibt es in der Literatur aber zahlreiche Hinweise.

    Multifaktorielles Verursachen von Endpunkten erschwert allerdings den Nachweis von direktem Zusammenhang von einer Ursache mit einer Wirkung.

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Outcome-Studien 2015: DF 05|2015

  • Warum kardiovaskuläre Sicherheitsstudien?

    Seit 2008 fordert eine Richtlinie der FDA den robusten Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit als Voraussetzung für die Zulassung neuer Antidiabetika.

    Anlass dafür waren Unsicherheiten hinsichtlich der kardiovaskulären Sicherheit von Rosiglitazon.

    Es wird ausdrücklich kein Nachweis einer verbesserten Glukoseeinstellung angestrebt.

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  • EMPA-REG-Outcome-Studie: Kardiovaskulärer Benefit und Überlebensvorteil für Empagliflozin belegt

    Die Zugabe von Empagliflozin zur bestehenden Standardtherapie führte zu einer Reduktion des ­kombinierten primären Endpunktes im Vergleich zur Zugabe von Placebo.

    Das relative Risiko für kardiovaskulären Tod wurde um 38 %, für Hospitalisierung wegen ­Herzinsuffizienz um 35 % und für die Gesamtmortalität um 32 % und somit signifikant gesenkt.

    Damit konnte erstmals für ein Antidiabetikum in einer auf die kardiovaskuläre Sicherheit ausgelegten Studie eine signifikante Senkung des kardiovaskulären Risikos und der Mortalität gezeigt werden.

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  • TECOS – kardiovaskuläre Sicherheitsstudie mit Sitagliptin

    TECOS zeigte die kardiovaskuläre Sicherheit von Sitagliptin.

    Auch hinsichtlich Pankreas traten keine neuen Sicherheitssignale auf.

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  • Rückblick: Die PROactive-Studie

    Pioglitazon führte in der PROactive-Studie zu einer signifikanten Reduktion des sekundären Endpunktes bestehend aus Gesamtmortalität, nichttödlichem Myokardinfarkt und nichttödlichem Apoplex.

    Pleiotrope Effekte scheinen zumindest mitverantwortlich für die vergleichsweise kurzfristige positiven Effekte der Pioglitazontherapie in der PROactive-Studie.

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  • ELIXA – kardiovaskuläre Nichtunterlegenheit von Lixisenatid bei HochrisikopatientInnen

    Die kardiovaskuläre Sicherheit von Lixisenatid bei kardiovaskulären HochrisikopatientInnen im Vergleich zu Placebo konnte belegt werden.

    Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz traten in beiden Gruppen vergleichbar häufig auf; die Betroffenen hatten eine 9-fach erhöhte Mortalität im Vergleich zu PatientInnen ohne Herzinsuffizienz.

    Die Ergebnisse hinsichtlich HbA1c-Senkung und kardiovaskulärer Endpunkte sind mit denen der kardiovaskulären Endpunktstudien mit DPP-4-Hemmern vergleichbar.

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  • Die ORIGIN-Studie – Untersuchung der Sicherheit von Insulin glargin

    In der ORIGIN-Studie wurde eine früh im Krankheitsverlauf eingesetzte Insulin-glargin-Therapie mit einer Standardtherapie verglichen.

    Insulin glargin senkte den Nüchtern-Blutzucker über 6 Jahre auf ≤ 95 mg/dl und war hinsichtlich ­kardiovaskulärer Ereignisse neutral und somit sicher.

    Unter Insulin glargin zeigte sich keine erhöhte Karzinom-Inzidenz oder -Mortalität.

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  • Mehr Aufmerksamkeit für Medizinprodukte

    Die Medizinproduktebranche in Österreich umfasst etwa 500 Unternehmen mit über 23.000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund sieben Milliarden Euro. Dabei handelt es sich ausschließlich um jene Unternehmen, die Medizinprodukte in Österreich herstellen oder um nationale bzw. internationale Unternehmen, die diese für das heimische Gesundheitssystem bereitstellen. Insgesamt haben jedoch mehrere 100.000 Menschen in Österreich in den diversesten Berufen tagtäglich mit Medizinprodukten zu tun.

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  • PHC: Heilsbringer für Arzt und Patient?

    Die Frage, ob Primärversorgungszentren einen gangbaren Weg darstellen, die Patientenbetreuung von Diabetikern zu verbessern, stand kürzlich im Mittelpunkt einer hochrangigen Podiumsdiskussion, die von MedMedia gemeinsam mit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft organisiert wurde.

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Die großen Fragen der Diabetologie – aktuell diskutiert: Sonderausgabe 15 Jahre DIABETES FORUM

  • Einsatz von Metformin bei Niereninsuffizienz – Aktuelle Bewertung

    Inzucchi, Lipska, Mayo, Bailey, McGuire, Metformin in Patients With Type 2 Diabetes and Kidney Disease: A Systematic Review. JAMA 312:2668, 2014

    KONTEXT: Metformin wird seit 20 Jahren in der Diabetestherapie eingesetzt und ist von allen Fachgesellschaften als Initialtherapie der ersten Wahl empfohlen; Gründe dafür sind die niedrigen Kosten, das günstige Sicherheitsprofil und das Potenzial für kardiovaskuläre Benefits (Inzucchi et al., Diabetes Care 2012). Aufgrund der renalen Elimination von Metformin besteht bei eingeschränkter Nierenfunktion das Risiko der Akkumulierung und in der Folge einer Laktatazidose. Bei der Zulassung von Metformin in den USA 1994 forderte die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA diesbezüglich strenge Verschreibungskriterien, die bis heute bestehen.

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  • Epidemiologie und Risikofaktoren: Diabetische Nephropathie – aktuell beleuchtet

    Harjutsalo and Groop, Epidemiology and Risk Factors for Diabetic Kidney Disease. Advances in Chronic Kidney Disease (ACKD) 21:260, 2014

    Kontext: Die diabetische Nephropathie ist eine progrediente Erkrankung, die mit einer erhöhten Mortalität sowie einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Dialysepflichtigkeit und schweren Hypoglykämien assoziiert ist. Ihre komplexe, multifaktorielle Pathogenese wird durch zahlreiche modifizierbare und nichtmodifizierbare Risikofaktoren mitbestimmt.

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  • Personalisierte Therapie als neuer Standard – Unterstützung für die Umsetzung in die Praxis

    Ceriello et al., Personalized therapy algorithms for type 2 diabetes: a phenotype-based approach. Pharmacogenomics and Personalized Medicine 20:129, 2014

    Kontext: Bereits 2010 widmeten sich mehrere Publikationen der individualisierten Therapie des Typ-2-Diabetes (Smith et al., J Clin Endocrinol Metab 2010; Del Prato et al., Int J Clin Pract 2010; Pozzilli et al., Diabetes Metab Res Rev 2010). Die ADA/EASD-Guidelines nahmen die Empfehlung zur Individualisierung der HbA1c-Zielwerte erstmals 2012 auf (Inzucchi et al., Diabetes Care 2012) und behielten sie im Update 2015 (Inzucchi et al., Diabetes Care 2015) bei. Allerdings bieten diese lediglich eine Beschreibung der einzelnen Antidiabetika-Klassen ohne deren Gewichtung bzw. Einsatz im Sinne eines Algorithmus.

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  • Typ-1-Diabetes: Lebenserwartung nach wie vor geringer als bei Nichtdiabetikern

    Livingstone, Levin, Looker, Lindsay, Wild, Joss, Leese, Leslie, McCrimmon, Metcalfe, McNight, Morris, Pearson, Petrie, Philip, Sattar, Traynor, Colhoun; for the Scottish Diabetes Research Network epidemiology group and the Scottish Renal Registry, JAMA 313:37, 2015

    Kontext: Typ-1-Diabetes ist seit jeher mit einer signifikanten Verkürzung der Lebenserwartung assoziiert. Während US-amerikanische Schätzungen aus den 1970er-Jahren eine Verkürzung der Lebenserwartung um 27 Jahre annahmen (Goodkin, J Occup Med 1975), kommen Berichte verschiedener Diabetiker-Organisationen aus dem Vorjahr auf einen Verlust von 15–20 Jahren (Diabetes in the UK 2010; Juvenile Diabetes Research Foundation Ltd.); die neuseeländische EDC-Studie errechnete für nach 1965 diagnostizierte Patienten eine Verkürzung um nur 4 Jahre (Brown et al., Diabetes Care 2001). Verlässliche aktuelle Daten sollen eine Beurteilung der Auswirkungen des Diabetes bzw. der über die Jahre deutlich verbesserten Versorgung der Patienten aus derzeit gültiger Sicht ermöglichen – nicht zuletzt für eine adäquate Berechnung der Versicherungsprämien.

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  • Typ-2-Diabetes: Neue Insuline und Insulin-Strategien

    Cahn, Miccoli, Dardano, DelPrato, New forms of insulin therapeis for the treatment of type 2 diabetes. Lancet Diabetes Endocrinol, online Juni 2015, http://dx.doi.org/10.1016/S2213-8587(15)00097-2

    Kontext: Insulin gilt vor allem im späteren Krankheitsverlauf als wichtige Säule in der Therapie des Typ-2-Diabetes. Trotz der Verfügbarkeit neuer antidiabetischer Medikamentenklassen bleibt Insulin die wirksamste Substanz für die Senkung von Blutzucker und HbA1c und wird in mehreren Guidelines als bevorzugte Therapie empfohlen, wenn bei Patienten mit Typ-2-Diabetes das HbA1c-Ziel trotz Lebensstilanpassung und Anwendung von Nichtinsulinen in maximaler Dosierung nicht erreicht wird; in bestimmten Fällen, z. B. Intoleranz gegen andere Antidiabetika oder schwere Leber- oder Nierendysfunktion, kann Insulin auch als Erstlinientherapie verschrieben werden (z. B. Inzucchi et al., Diabetologia 2015; Garber et al., Endocr Pract 2013). Allerdings bestehen seitens der Ärzte und Patienten häufig Vorbehalte gegen die Einleitung einer Insulintherapie. Entwicklungen der vergangenen Jahre wie Insulinanaloga, neue Applikationsformen und neue Kombinationspartner eröffnen neue therapeutische Strategien.

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  • Mikroalbuminurie – Wie ein Parameter die Diabetestherapie veränderte

    Parving, Persson, Rossing, Microalbuminuria: a parameter that has changed diabetes care. Diabetes Res Clin Pract 107:1–8, 2015

    Kontext: Im Jahr 1969 zeigten Keen und Kollegen (Guy’s Hosp Rep 1969) bei Diabetikern eine erhöhte Albuminexkretion im Harn im Vergleich zu Kontrollpersonen während einer oralen Glukosebelastung sowie eine positive Korrelation von 2-Stunden-Harn-Albumin und Blutglukose bzw. arteriellem Blutdruck; daraus leiteten sie potenziell positive Effekte einer antihypertensiven Behandlung auf die Nierenfunktion bei Diabetikern ab. Eine Analyse von Kussman et al. (JAMA 1976) schätzte diabetische Nephropathie aufgrund fehlender Berichte über eine Heilung als irreversibel und progredient ein. Erst später wurde belegt, dass eine aggressive Blutdrucksenkung bei Patienten mit Typ-1-Diabetes und diabetischer Neuropathie die Albuminurie und das Absinken der glomerulären Filtrationsrate (GFR) reduziert (Mogensen et al., BMJ 1982; Parving et al., Lancet 1983). Trotz des mangelhaften Designs dieser Studien wurde damit ein bedeutendes, bis heute gültiges Prinzip etabliert.

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  • Herzinsuffizienz und Typ-2-Diabetes: Einfluss der antihyperglykämischen Therapie

    Gilbert and Krum, Heart failure in diabetes: effects of anti-hyperglycaemic drug therapy. Lancet 385:2107, 2015

    Kontext: Aufgrund ihrer komplexen multifaktoriellen Pathogenese, die neben der KHK auch Hypertonie, diabetische Kardiomyopathie und ein erhöhtes extrazelluläres Flüssigkeitsvolumen umfasst, lässt sich die Herzinsuffizienz nicht klar in die Klassifikation der mikro- oder makrovaskulären Erkrankungen einordnen und wird üblicherweise auch nicht im kombinierten kardiovaskulären Endpunkt erfasst (vgl. dazu Review von Ferrannini and DeFronzo, Seite 46). In der Framingham-Studie wurde gezeigt, dass Diabetes das Risiko für eine Herzinsuffizienz bei Männern auf das 2-Fache und bei Frauen auf das 5-Fache erhöht (Kannel et al., Am J Cardiol 1974); laut UKPDS (UKPDS Group, Lancet 1998) führt die Herzinsuffizienz ähnlich oft zur Hospitalisierung wie nichttödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle. Trotz ihrer Häufigkeit, Morbidität und Mortalität wird die Herzinsuffizienz in der diabetologischen Ausbildung vernachlässigt und in der Bewertung der diabetischen Komplikationen unterschätzt. Während sich Medikamente zur Behandlung der Herzinsuffizienz wie ACE-Hemmer oder Betablocker bei Diabetikern als ebenso wirksam erwiesen wie bei Nichtdiabetikern, ist derzeit noch wenig über die Auswirkungen der verschiedenen antidiabetischen Substanzklassen auf die Herzinsuffizienz im Rahmen einer intensiven glykämischen Kontrolle bekannt.

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  • 6-Jahres-Daten zur METSIM-Kohorte: Erhöhtes Diabetesrisiko unter Statintherapie

    Cederberg, Stančáková, Yaluri, Modi, Kuusisto, Laakso, Increased risk of diabetes with statin treatment is associated with impaired insulin sensitivity and insulin secretion: a 6 year follow-up study of the METSIM cohort. Diabetologia 58:1109, 2015

    Kontext: Die Behandlung mit Statinen hat sich in der Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern als wirksam erwiesen und ist im Allgemeinen sicher und gut verträglich (CCT Collaborators, Lancet 371:117, 2008 und Lancet 376:1670, 2010). Während die Behandlung mit Pravastatin in der West Scotland Coronary Prevention Study (WOSCOPS) das Diabetesrisiko um 30 % reduzierte (Freeman et al., Circulation 103:357, 2001), spricht zunehmende Evidenz aus populationsbasierten Studien für eine Erhöhung des Risikos für Typ-2-Diabetes unter einer Statintherapie um bis zu 10–22 % (Carter et al., BMJ 346:f2610, 2013; Wang et al., J Am Coll Cardiol 60:1231, 2012; Zaharan et al., Br J Clin Pharmacol 75:1118, 2013). Die dieser Assoziation zugrunde liegenden Mechanismen waren bislang unklar und klinische Ergebnisse widersprüchlich.

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  • Clinical Update: Antidiabetika und kardiovaskuläre Erkrankungen

    Ferrannini and DeFronzo, Impact of glucose-lowering drugs on cardiovascular disease in type 2 diabetes. Eur Heart J 2015; doi:10.1093/eurheartj/ehv293

    Kontext: Typ-2-Diabetes ist eine systemische, progrediente, durch mehrere pathophysiologische Störungen charakterisierte Erkrankung. Im Allgemeinen wird im Verlauf der Erkrankung antihyperglykämische Mehrfachtherapie erforderlich, um die Plasmaglukosespiegel im normnahen Bereich zu halten. Zusätzlich weisen Typ-2-Diabetiker ein sehr hohes Risiko für mikrovaskuläre Erkrankungen auf, die Inzidenz von Myokardinfarkt und Schlaganfall ist im Vergleich zu Nichtdiabetikern 2- bis 3-fach erhöht. Der Zusammenhang zwischen Glykämie und dem erhöhten kardiovaskulären Risiko besteht bereits sehr früh im Krankheitsverlauf, noch vor der Manifestation des Typ-2-Diabetes. Die einzelnen Antidiabetikaklassen setzen an unterschiedlichen Defekten des Typ-2-Diabetes an und haben unterschiedlichen Einfluss auf das kardiovaskuläre Risiko.

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Bewegung im Evidenzcheck: DF 04|2015

  • Beeinflussung metabolischer Parameter durch körperliche Aktivität

    Körperliche Aktivität führt zu komplexen strukturellen und biochemischen Veränderungen vor allem im Muskel- und Fettgewebe und in der Folge zu günstigen Auswirkungen auf die metabolischen Parameter.

    Empfehlungen zur körperlichen Aktivität sind von grundlegender Bedeutung in der Prävention und im umfassenden Behandlungskonzept des Typ-2-Diabetes.

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  • Trainingsbenefit im Hinblick auf mikrovaskuläre Komplikationen

    Die Rolle modifizierbarer Risikofaktoren beim Fortschreiten mikrovaskulärer Komplikationen (u. a. chronische Niereninsuffizienz) bei Diabetespatienten war bislang wenig untersucht. Diese rücken nun als alternative therapeutische Targets vermehrt in den Fokus aktueller Studien.

    Rezente Analysen aus der ONTARGET-Studie geben Hinweise auf die Auswirkungen von u. a. körperlicher Aktivität auf die Inzidenz und Progression der diabetischen Nephropathie.

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  • Evidenzlage zur kardiovaskulären Protektion durch Training und Bewegung

    Bewegung und Training verbessern eine ganze Reihe kardiovaskulärer Risikofaktoren und -marker und sind mit einer reduzierten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität assoziiert.

    Bewegung und Training stellen daher eine wichtige primär- und sekundärpräventive Maßnahme dar.

    Jeder Schritt zählt; am wichtigsten ist es, die Unbewegten in Bewegung zu bringen.

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  • Effekt und Praktikabilität von Training: Was lernen wir aus Look-AHEAD – und was nicht?

    Die Look-AHEAD-Studie konnte keinen überzeugenden Effekt der Lifestyle-Intervention für mehr als 1 Jahr belegen.

    Ein möglicher Grund dafür ist, dass nach dem 1. Studienjahr nur noch 25 % der Patienten ­leistungsdiagnostisch kontrolliert wurden.

    Trotzdem sind Bewegung und Training anerkannte Therapieformen der Evidenzklasse 1A zur Prävention und ­Therapie von Typ-2-Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen und Übergewicht/Adipositas.

    Die ÖDG fordert die Implementierung von Bewegungsberatern.

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  • Argumente für ein Krafttraining

    Krafttraining kann den Glukose- und Lipidstoffwechsel über verschiedene Mechanismen positiv ­beeinflussen und ist eine wichtige Alternative bzw. Ergänzung zu Ausdaueraktivitäten.

    Zu den metabolischen Benefits zählen u. a. eine signifikante Verbesserung von glykämischer ­Kontrolle, Glukosetoleranz und Insulinwirkung. In der Verbesserung der Blutzucker-Homöostase ist Krafttraining dem Ausdauertraining überlegen.

    Durch Kombination mit der Kraftausdauermethode kann die Trainingseffizienz noch erhöht werden.

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  • Motivation und Programme für einen aktiveren Lebensstil

    Bei der Behandlung nicht übertragbarer Krankheiten, wie z. B. Diabetes, spielt der Lebensstil eine entscheidende Rolle.

    Änderung des Lebensstils bedeutet auch, regelmäßige körperliche Aktivität in den Alltag zu integrieren.

    Unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte lässt sich die Motivation für eine Lebensstiländerung steigern und entsprechende Compliance aufrechterhalten.

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Therapeutic Inertia: DF 03|2015

  • Therapeutic Inertia: Kardiovaskuläre Risikofaktoren als Therapieziel

    Untersuchungen zeigen, dass in Österreich ein großer Teil der kardiovaskulären Hochrisikopatienten die Zielwerte für LDL-Cholesterin, HbA1c und Blutdruck nicht erreicht.

    Das Prinzip „The lower the better“ scheint für die LDL-Cholesterin-Senkung, nicht jedoch für HbA1c– und Blutdrucksenkung zu gelten.

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  • Die Rolle der Gesundheitspolitik: Strategien zur Überwindung von „Therapeutic Inertia“

    Bevor Kritik an der Ärzteschaft geübt wird, müssen objektiv nachvollziehbare Beurteilungs­grundlagen für die Betreuungsqualität geschaffen werden.

    Für eine zufriedenstellende Stoffwechseleinstellung sind strukturierte Betreuungsprogramme, ­kontinuierliche Patientenmotivation und Erstattung auch innovativer Medikamente erforderlich.

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  • Guidelines und/oder/vs. Patientenpräferenz?

    Durch Studiendaten belegte Therapiepläne und strikte Therapiepfade stehen oft im Widerspruch zur Patientenpräferenz.

    Im Idealfall können Patientenpräferenz und Behandlungsleitlinie durch entsprechende Kommunikation und Information in Einklang gebracht werden.

    Je nach Kollektiv präferieren 16–50 % der Patienten eine weitgehende Entscheidungsbeteiligung.

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  • Psychosoziale Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes

    Psychosoziale Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes können die „Care-­givers“ und/oder den Patienten betreffen.

    Die Betreuung soll im multidisziplinären Team erfolgen.

    Im Schulalter sollen Kinder mit Diabetes grundsätzlich an allen Klassenaktivitäten teilnehmen dürfen.

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  • Wenig diskutierte diabetische Komplikationen

    Bei Nichterreichen des vereinbarten Therapieziels sollte aktiv nach oft zu wenig beachteten ­Komplikationen gesucht werden.

    Zu den direkt diabetesassoziierten dermatologischen Komplikationen zählen Acanthosis nigricans und Necrobiosis lipoidica.

    Apnoephasen im Zuge eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms führen zur Freisetzung von Kortikosteroiden und Katecholaminen und dadurch zur Entstehung oder Verschlechterung einer Insulinresistenz.

    Die diabetische Gastroparese ist aufgrund der nicht einschätzbaren Magenentleerungszeit ein schwerwiegendes Hindernis für alle antihyperglykämischen Therapien.

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Therapie-Individualisierung: DF 02|2015

  • Orale Antidiabetika: Therapieauswahl nach Wirkprinzip – ­individualisiert statt „one fits all“

    Bei der individualisierten Therapie werden neben pathophysiologischen Störungen auch ­psychosoziale Aspekte und Patientenerwartungen berücksichtigt.

    Auch die individualisierte HbA1c-Zielsetzung ist eine wichtige Komponente.

    Die gleichzeitige Beeinflussung der führenden pathophysiologischen Defekte mittels dualer oder ­Tripletherapie scheint gegenüber der konventionellen sequenziellen Therapieerweiterung überlegen zu sein.

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  • Injizierbare Antidiabetika: Wann initiieren, wie kombinieren?

    GLP-1-Analoga weisen pleiotrope Effekte auf.

    Die Kombination von GLP-1-Analoga mit einem Insulinsensitizer und/oder Insulin ist sinnvoll.

    Als Einstieg in die Insulintherapie empfehlen Fachgesellschaften eine Basalinsulintherapie.

    Der positive Effekt einer frühzeitigen, zeitlich begrenzten Insulintherapie ist belegt.

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  • Aktuelle Lipidziele für Diabetespatienten –­und wie können sie erreicht werden?

    Ein LDL-C-Zielwert von ≈ 50 mg/dl durch Verabreichung von Power-Statinen oder der Kombination von Statinen und Ezetimib könnte erstmals einen neuen Therapiestandard darstellen.

    Der Stellenwert von Ezetimib gilt als gesichert.

    PSCK9-Hemmer werden demnächst als neue Option zur Verfügung stehen.

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  • Diabetes und LDL-Cholesterin: Neue Studien und Substanzen

    Die Hemmung der Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9 (PCSK9) stellt ein neues ­Wirkprinzip in der LDL-C-Senkung dar.

    Die Anwendung des monoklonalen Antikörpers Alirocumab über 24 Wochen führte zu einer mittleren LDL-C-Senkung um 62 %.

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  • Gender-Aspekte in der Diabetologie

    Die Diagnose „Diabetes“ scheint den kardiovaskulär protektiven Effekt der weiblichen ­Geschlechtshormone aufzuheben.

    Das Diabetesrisiko bei Frauen könnte durch diabetesspezifische Entitäten im reproduktiven Alter ­frühzeitig erkannt werden. Diese sind das polyzystische Ovarsyndrom und Gestationsdiabetes.

    Klinisch relevante geschlechtsspezifische Unterschiede sind für mit zystischer Fibrose assoziierten Diabetes ­bekannt.

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  • Antidiabetische Therapie nach einem ­kardiovaskulären Ereignis und bei ­Herzinsuffizienz

    An Diabetes mellitus Typ 2 erkrankte Patienten haben ein etwa 2-fach erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit; bei HbA1c-Anstieg um 1 % besteht ein um 8 % erhöhtes Risiko für eine ischämische Herzinsuffizienz.

    Die großen Endpunktstudien der letzten Jahre lassen aufgrund der hohen Prävalenz der kardiovaskulären Erkrankungen Rückschlüsse auf mögliche individuelle therapeutische Strategien zu.

    Bei stabiler Herzinsuffizienz stellt Metformin derzeit das Mittel der Wahl dar.

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  • Der übergewichtige/adipöse Patient: Welche Antidiabetika, wann bariatrische Chirurgie?

    Das stammbetonte Übergewicht ist häufig ursächlich für die Entstehung von Typ-2-Diabetes und trägt wesentlich zum Auftreten von Sekundärkomplikationen bei.

    Neben der Blutzuckersenkung sollte daher vor allem die Gewichtsreduktion Ziel der Therapie sein.

    Die bariatrische Chirurgie stellt neben medikamentösen Optionen für einige Patienten, besonders für Diabetiker mit einem BMI von > 40 kg/m2 und noch kurzer Diabetesdauer, eine sehr effektive Therapieform dar.

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  • Der geriatrische Diabetespatient

    Hauptziele der Diabetestherapie von geriatrischen Patienten sind die Vermeidung von Akutkomplikationen und der Erhalt der Lebensqualität.

    Neben dem biologischen Alter sollten auch Komorbiditäten und geriatrische Syndrome in der Wahl der Therapieziele berücksichtigt werden.

    Ein einfaches Behandlungskonzept, das auch im Alltag umgesetzt werden kann und die individuellen Einschränkungen des Patienten berücksichtigt, ist zu bevorzugen.

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  • Frühmanifestierter Typ-2-Diabetes: Patientencharakteristik und Therapiestrategien

    Das Manifestationsalter von Typ-2-Diabetes nimmt kontinuierlich ab.

    Ein frühes Manifestationsalter ist mit einem höheren Schweregrad der Erkrankung und einem höheren kardiovaskulären Risiko verbunden.

    Eine besonders konsequente Behandlung des Diabetes und seiner Folge- und Begleiterkrankungen ist erforderlich.

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  • Biomarker in der individualisierten ­Diabetesdiagnostik und -therapie

    Bisher ist mittels neuer Biomarker keine signifikant bessere Einschätzung des Diabetesrisikos oder vaskulärer Komplikationen möglich als mit bestehenden Scores.

    Der beste Biomarker in der Diabetologie ist weiterhin das HbA1c. NT-proBNP scheint ein interessanter Kandidat in der Prädiktion von kardiovaskulären Endpunkten zu sein.

    Biomarker für die Identifikation von Therapie-Respondern sind eine wichtige Zukunftsperspektive.

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  • Sind wir bereit für die individualisierte Therapie des Typ-2-Diabetes?

    Im Interview: Prof. Dr. Michael Nauck, Bochum (D): Individualisierte Therapieziele adressieren vor allem das Vermeiden diabetischer Komplikationen. Neben Alter, Lebenserwartung und Diabetesdauer ist auch das Vermögen eines Patienten, die Therapie einzuhalten, in die Definition der Therapieziele und in die Therapieentscheidung einzubeziehen. Limitierend für die Individualisierung ist in erster Linie der Kostenaspekt.

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ÖDG Jahrestagung 2014: DF 01|2015

  • Der Patient entscheidet: Therapie chronischer Erkrankungen am Beispiel von Typ-2-Diabetes

    Paradigmenwechsel: Früher starben die meisten Menschen an Infektionskrankheiten und ­Verletzungen, heute sterben 9 von 10 an einer chronischen Erkrankung.

    Diabetesepidemie: Laut Schätzungen der International Diabetes Federation (IDF) leiden weltweit über 6 % aller Menschen an Diabetes, in Österreich sogar 10 %.

    Eigenverantwortung: Diabetes ist eine Selbstmanagementerkrankung, der Behandlungserfolg hängt zu 90 % vom Verhalten der Patienten ab.

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  • Rezente Literatur: Neues aus der Diabetesforschung

    Mediterrane Kost senkt Diabetesinzidenz, unabhängig von Kalorienrestriktion oder körperlicher ­Aktivität.

    Die Diabetesdauer ist der wichtigster Prädiktor für das Auftreten/Anhalten der Diabetes-Remission nach bariatrischer Operation.

    Bihormonelles künstliches Pankreas bietet bessere glykämische Kontrolle und geringere Hypoglykämiegefahr als herkömmliche Insulinpumpentherapie.

    Trotz steigender Diabetesinzidenz in den letzten 20 Jahren in den USA sind typische diabetesassoziierte ­Begleiterkrankungen rückläufig.

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  • Depression, Angst, Verweigerung – Hürden der Compliance

    „Beim Diabetes mellitus als chronische Erkrankung sind eine hohe Anpassungsleistung und eine gute Compliance wichtig für das Gelingen einer erfolgreichen Therapie.

    Psychische Störungen können zur Beeinträchtigung der Motivation und der Ressourcen führen und dadurch eine Non-Compliance bewirken.

    „„Die Kenntnis dieser Einschränkungen und der entsprechende Umgang damit können zum Gelingen einer individuumzentrierten Therapie beitragen.

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  • Gestationsdiabetes: Therapieerfolge und offene Fragen

    Diät ist die Therapie der Wahl, die am besten geeignete Diätform bleibt unklar.

    Orale Antidiabetika sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen.

    Metformin zeigte in Studien einen günstigen Effekt auf das mütterliche Outcome, unklar bleibt der ­Effekt auf das kindliche Outcome.

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  • ÖDG fordert Bewegungsberatung: Körperliche Aktivität als Therapie bei ­Typ-2-Diabetes

    Regelmäßige Bewegung (Ausdauer- und Krafttraining) beeinflusst die dem Typ-2-Diabetes zugrunde liegende Insulinresistenz.

    Empfehlung: wöchentlich 150 Minuten aerobe körperliche Aktivität mit mindestens mittlerer Intensität bzw. 75 Minuten mit höherer Intensität oder eine Kombination daraus sowie muskelkräftigende ­Übungen.

    Bewegungsberatung: Abhängig von der persönlichen Neigung sowie den körperlichen/psychischen Umständen soll ein individueller Bewegungsplan festgelegt und kontrolliert werden.

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  • Wie bedeutsam sind die Nebenwirkungen von Pioglitazon?

    Die Gewichtszunahme um ca. 2–5 kg ist zu 75 % auf Wasserretention zurückzuführen.

    Die Frakturraten erscheinen im Vergleich zu Placebo und aktiven Komparatoren erhöht, die klinische Relevanz ist jedoch gering.

    Das Risiko für Herzinsuffizienz ist erhöht, führt jedoch nicht zu einer höheren Mortalität.

    Blasenkrebs: Der berichtete, jedoch nicht bestätigte Zusammenhang mit Pioglitazon könnte an einem ­Detektionsbias liegen.

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  • Risiken und Nebenwirkungen von Sulfonylharnstoffen

    Zahlreiche populationsbasierte Untersuchungen und Metaanalysen sprechen für eine Erhöhung der Mortalität und des kardiovaskulären Risikos unter Sulfonylharnstoffen (SH).

    Mögliche Pathomechanismen einer potenziell erhöhten Mortalität und Morbidität sind Gewichtszunahme, Zunahme des viszeralen Fettgewebes, hohes Hypoglykämierisiko und gesteigerte Proinsulinsekretion.

    Der Einsatz von SH hat derzeit angesichts der Daten und der verfügbaren Alternativen kaum Berechtigung.

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  • So sicher sind inkretinbasierte Therapien

    Die Pankreassicherheit ist durch umfangreiche Studien belegt.

    Derzeit gibt es kein Signal für ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsentumoren, Langzeitdaten fehlen.

    Outcome-Studien zeigen eine geringe, aber statistisch signifikante Risikoerhöhung für Herzinsuffizienz.

    Die Daten bezüglich Frakturrisiko unter GLP-1-RA sind widersprüchlich.

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  • Wirkungen und Nebenwirkungen von Insulin

    Bei Prädiabetes und frühem Typ-2-Diabetes kann Insulin möglicherweise den Betazellverlust aufhalten.

    Hypoglykämien und Gewichtszunahme sind die wichtigsten unerwünschten Wirkungen; vor allem bei alten Patienten sind einfache und sichere Schemata zu wählen.

    Es gibt kein Signal für ein erhöhtes Krebsrisiko.

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EASD 2014: DF 05|2014

  • 50 Jahre Erfolgsgeschichte in der Diabetologie

    In seinem Festvortrag zur 50. EASD-Jahrestagung erläuterte Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Wien, die drastische Reduktion von Gesamtmortalität und vaskulären Komplikationen bei Diabetespatienten, die in den vergangenen 50 Jahren u. a. dank besserer Schulungsprogramme und konsequenter Umsetzung multifaktorieller Therapiekonzepte erzielt wurden.

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  • Typ-1-Diabetes: früher progressiver Nierenfunktionsverlust als neues Modell der Nephropathie

    Nach dem Vortrag von A. S. Krolewski (USA)

    Im Rahmen der Joslin-Kidney-Studie kam es bei 10 % der Patienten mit Normoalbuminurie zu einem frühen progressiven Nierenfunktionsverlust.

    Ein früher progressiver Nierenfunktionsverlust stellte einen Point of no Return auf dem Weg zur terminalen Niereninsuffizienz dar.

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  • Typ-1- und Typ-2-Diabetes: Die Prognose von Patienten mit diabetischer Nephropathie verbessern

    Nach dem Vortrag von H.-H. Parving (DK)

    Albuminurie ist bei Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes ein wichtiges Warnsignal. Jährliche Kontrollen sind Pflicht.

    Eine Verringerung der Albuminurie verbessert den renalen und kardiovaskulären Outcome.

    Der nephroprotektive Effekt von RAAS-Hemmern geht über den Effekt der alleinigen Blutdruck­senkung hinaus. Die Hochdosistherapie ist der Niedrigdosistherapie überlegen.

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  • Metformin – where is the evidence?

    Michael Berger debate

    Metformin kann als „das“ First-Line-Medikament bei Diabetesmanifestation betrachtet werden.

    Ausreichende klinische Erfahrung ist zu den Vorteilen und zur Sicherheit von Metformin verfügbar, sofern die Kontraindikationen beachtet werden.

    Von der GLINT-Studie werden robuste Daten zu Vorteilen und Risiken hinsichtlich kardiovaskulärer und onkologischer Erkrankungen erwartet.

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  • Rising Star Symposium

    Das Fettgewebe ist ein komplexes endokrines Organ, dessen (Dys-)Funktionen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Insulinresistenz spielen. Neu identifizierte Charakteristika im Fettgewebe adipöser Personen sind u. a. eine erhöhte Sauerstoffspannung und ein vermehrtes Einwandern proinflammatorischer Makrophagen.

    Bei der Behandlung kardiovaskulärer und renaler Risikofaktoren bei Typ-2-Diabetes sollten die multiplen Wirkmechanismen von Medikamenten im Sinne einer individualisierten Therapie verstärkt beachtet werden.

    Epigenetische Studien erweitern die Informationen, wie Sequenzvarianten zur Prädisposition für Typ-2-Diabetes beitragen können.

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  • Gesundheitspolitik, Grundlagenforschung, Erfolge und klinische Debatten

    Im Interview: Dr. Viktor Jörgens, Geschäftsführer der EASD, Düsseldorf (D): Ein wichtiges ­Thema für die EASD ist die Gewährleistung der Sicherheit medizintechnischer Geräte wie ­Blutzuckermessgeräte und Insulinpumpen. Dafür bedarf es gesundheitspolitischer Reformen, wie etwa Einführung von Zulassungsverfahren und „post-marketing surveillance“, vergleichbar mit der ­Medikamentenzulassung. Keinesfalls dürfen eventuelle Sicherheitsbedenken Anlass sein, Patienten die Versorgung mit einer Insulinpumpe vorzuenthalten.

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  • Medizinprodukte in der Diabetologie: Zeit für eine Reform?

    Nach den Vorträgen von A. J. M. Boulton (UK) und A. Peters (USA)

    Während die Medizin große Fortschritte gemacht hat, ist die Datenlage zu potenziellen technischen Risiken beim Einsatz von Insulinpumpen nach wie vor mangelhaft.

    Ein besseres Verständnis der EU-Regulative für alle Medizinprodukte ist eine wichtige Voraussetzung, um die Rahmenbedingungen für den Diabetesbereich abzustecken.

    Mehr Forschung ist erforderlich, um aussagekräftige Daten zu erfassen und zu beurteilen.

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  • Hot Topic in Diabetes: ADVANCE-ON

    Prof. John Chalmers und Dr. Sophie Zoungas (The George Institute for International Health, Sydney, Australien), die Leiter der Beobachtungsfolgestudie zu ADVANCE, präsentierten die Langzeit­ergebnisse des Blutglukose- und Blutdruckarms ihrer Studie.

    Antihypertensive Langzeittherapie ist unumgänglich für die Reduktion von kardiovaskulären ­Komplikationen und Mortalität.

    Nephroprotektive Wirkung der intensiven Blutzuckerkontrolle wurde nachgewiesen.

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  • Diabetische Neuropathie: viele Erkenntnisse, kaum therapeutische Ansätze

    29th Camillo-Golgi-Lecture: S. Tesfaye (UK)

    Anhand der klinischen Diagnostik wird die diabetische Polyneuropathie (DPN) zu spät erkannt. Erste histologische Veränderungen treten bereits bei gestörter Glukosetoleranz auf.

    Mit einem Point-of-Care-Device kann innerhalb von fünf Minuten eine DPN zuverlässig und mit akzeptabler Genauigkeit nachgewiesen werden.

    Bei einem Teil der Patienten mit Typ-1-Diabetes kann durch striktes Management die DPN gestoppt oder sogar verhindert werden.

    Bei Patienten mit manifestem Typ-2-Diabetes kommt die Therapie der DPN zu spät; die Intervention muss bereits im Stadium der gestörten Glukosetoleranz einsetzen.

    Mit Duloxetin und Pregabalin kann der DPN-assoziierte Schmerz verringert werden.

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  • Stellenwert und Bewertung inkretinbasierter Therapien

    GLP-1-Rezeptoragonisten (RA) und DPP-4-Hemmer sind gemäß Leitlinien indiziert, wenn die Therapieziele mittels Metformin oder oraler Zweifachtherapie nicht erreicht werden.

    Die Vorteile überwiegen die Risiken bei Weitem, potenzielle Risiken sind in Relation zu jenen alternativer Behandlungsoptionen zu sehen.

    Das Risiko für Pankreatitis ist unter inkretinbasierten Therapien nicht signifikant erhöht.Bei Patienten mit hohem Risiko für ein medulläres Schilddrüsenkarzinom ist Vorsicht mit GLP-1-RA geboten.

    Die kardiovaskuläre Sicherheit der DPP-4-Hemmer scheint belegt, bezüglich Herzinsuffizienz sollen die weiteren Langzeitstudien die nötigen Daten liefern. Mögliche kardiovaskuläre Effekte von GLP-1-RA sind noch nicht völlig geklärt. Für alle inkretinbasierten Therapien laufen noch große Sicherheits- und Endpunktstudien.

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  • Wann wird die künstliche Betazelle Realität?

    Nach dem Vortrag von E. Renard (F)

    Die denkende, künstliche Betazelle, ein geschlossenes Insulinversorgungssystem zur aktuell ­bedarfsorientierten Insulinversorgung, ist keine reine Utopie mehr; zahlreiche Studiengruppen arbeiten intensiv daran.

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  • Hepatoselektive Insuline

    Insulinderivate mit größerer Molekülmasse führen zu flachen und lang anhaltenden Wirkprofilen, wodurch unter anderem das Risiko an nächtlichen Hypoglykämien verringert wird.

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  • Risikoforschung aus Österreich: Was ist neu, was wird bestätigt?

    Exemplarische Auswahl aus der Fülle von Abstracts:

    Diabetes ist bei Frauen kein KHK-Riskoäquivalent.

    Niedriges Körpergewicht scheint bei metabolischem Syndrom ein Risikofaktor zu sein.

    Biomarker der endothelialen Dysfunktion können bei Frauen mit Gestationsdiabetes auf ein erhöhtes kardiovaskuläre Risiko hinweisen.

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  • Neue Erkenntnisse aus SAVOR-TIMI-53

    Neue Analysen der SAVOR-TIMI-53-Studie belegen die Sicherheit von Saxagliptin in weiteren Patientenkollektiven wie Diabetiker mit vorbestehender Herzinsuffizienz und alte Diabetespatienten; auch das Frakturrisiko ist nicht erhöht.

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SGLT- 2-Hemmer: DF 04|2014

  • Antidiabetikaklasse mit neuem Wirkmechanismus: Benefits, Limitationen und künftige Optionen

    Im Interview: Prof. Dr. John P. H. Wilding, Liverpool/UK: Die Entwicklung zielt auf Antidiabetika mit möglichst wenigen Nebenwirkungen ab, um die Therapietreue zu fördern und damit bei mehr Patienten eine gute glykämische Kontrolle zu erzielen. Die wichtigsten zusätzlichen Benefits der SGL-T-2-Hemmung sind günstige Auswirkungen auf Körpergewicht und Blutdruck bei einem guten Sicherheitsprofil. Der Einsatz bei Typ-1-Diabetes erscheint aufgrund präliminärer Daten interessant, weitere Studien sind aber notwendig.

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  • SGLT-2-Hemmer eröffnen neue Perspektiven für Diabetes und Niere

    Die Erweiterung der Antidiabetikapalette durch SGLT-2-Inhibitoren bietet vor allem auch aus ­nephrologischer Sicht innovative und vielversprechende Therapieoptionen.

    Kritische Merkmale einer typischen Nephropathie bei Diabetes – wie Albuminurie, renale ­Hyperfiltration und arterielle Hypertonie – könnten positiv beeinflusst werden, gleichzeitig wird die ­Hypoglykämiegefahr, welche für das Gesamtüberleben von Diabetikern kritisch ist, nicht wesentlich ­erhöht.

    Ob die renalen Effekte einer SGLT-2-Inhibition über die Beeinflussung des Blutzuckers hinausgehend auch das ­renale Überleben beeinflussen, werden wir mit Spannung in naher Zukunft erwarten.

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  • Metabolische Auswirkungen der SGLT-2-Hemmung

    Die Hemmung der Natrium-Glukose-Co-Transporter (SGLT) bewirkt eine Senkung des Blutzuckers durch vermehrte Glukoseausscheidung über den Harn infolge verminderter Rückresorption.

    Die Behandlung der Hyperglykämie mit SGLT-2-Hemmern bei Patienten mit Typ-2-Diabetes führte in allen Studien zur Senkung von Nüchternglukose, postprandialer Glukose und HbA1c.

    Neben der glykämischen Kontrolle wurden positive Effekte auf Blutdruck und Körpergewicht verzeichnet.

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  • SGLT-2-Hemmer als Kombinationspartner von anderen oralen Antidiabetika

    SGLT-2-Inhibitoren können grundsätzlich mit allen oralen Antidiabetika kombiniert werden.

    In der dualen Kombination mit Metformin ist die glykämische Kontrolle mit SGLT-2-Hemmern gegenüber Placebo überlegen. Der Vergleich mit Sulfonylharnstoffen ergibt eine ähnliche HbA1c-Senkung bei signifikanter Verbesserung von Hypoglykämieraten, Körpergewicht und Blutdruck. Im Vergleich zu DPP-4-Hemmern ist der langfristige HbA1c-Verlauf unter SGLT-2-Hemmern günstiger; Gewichts- und Blutdruckdifferenz sind signifikant, aber geringer ausgeprägt.

    In der Tripletherapie waren SGLT-2-Hemmer im Vergleich zu Sulfonylharnstoff und Pioglitazon überlegen. Die Wirksamkeit der Kombination mit DPP-4-Hemmern ist geringer als erwartet.

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  • Insulintherapie und SGLT-2-Hemmung

    Für alle drei zugelassenen SGLT-2-Hemmer konnte gezeigt werden, dass die Zugabe zu einer ­vorbestehenden Insulintherapie bei Patienten mit ungenügend kontrolliertem Typ-2-Diabetes zu ­einer Senkung der HbA1c-Wertes, des Körpergewichts und z. T. des Blutdrucks führt; außerdem wurde eine Stabilisierung oder Senkung der Insulindosis beobachtet. Große Studien fehlen noch.

    Die Datenlage zum Einsatz bei schlecht kontrolliertem Typ-1-Diabetes ist derzeit begrenzt, erscheint ­jedoch vielversprechend.

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  • SGLT-2-Inhibitoren in der klinischen Praxis

    SGLT-2-Inhibitoren bieten ein weiteres Therapieprinzip, das die wichtige Forderung nach zumindest ­Gewichtsneutralität und Hypoglykämiefreiheit erfüllt.

    Weitere Stärken der Substanzklasse sind insulinunabhängige und anhaltende Wirkung sowie Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks.

    Mögliche Limitationen im praktischen Einsatz sind derzeit noch fehlende Sicherheitsdaten aus Outcome-Studien und die bestehenden Erstattungsregeln.

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  • Urogenitale Infektionen unter SGLT-2-Hemmern: Risiko oder Bagatelle?

    Ungünstige Nebenwirkungen dürfen in der Medizin prinzipiell nicht bagatellisiert werden.

    Bei Abwägung aller Nebenwirkungen zeigt sich bei SGLT-2-Hemmern ein deutliches Überwiegen der günstigen Nebenwirkungen.

    Die Häufigkeit von Harnwegsinfektionen liegt geringfügig über Placeboniveau und könnte durch ­„over-reporting“ benigner Symptome beeinflusst sein.

    Die Häufigkeit von Genitalinfektionen liegt deutlich höher und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit, sollte aber als ­kalkulierbares Risiko bewertet werden.

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  • Second-Line-Therapie nach Metformin – womit? Pro DPP-4-Hemmer

    DPP-4-Hemmer sind seit mittlerweile sieben Jahren zur Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus im Einsatz. Sie bieten eine den Sulfonylharnstoffen vergleichbare HbA1c-Senkung, ohne das Risiko für ­Hypoglykämien oder Gewichtszunahme, und können mit sämtlichen anderen Antidiabetika kombiniert werden, wobei auch Fixkombinationen mit Metformin und Pioglitazon angeboten werden. Aufgrund des günstigen Nebenwirkungsprofils sind sie auch bei geriatrischen Patienten einsetzbar und ­können sowohl bei Leber- als auch bei Niereninsuffizienz nach Dosisanpassung verwendet werden,was einen ­entscheidenden Vorteil gegenüber den SGLT-2-Hemmern bietet.

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  • Second-Line-Therapie nach Metformin – womit? Pro SGLT-2 Hemmer

    Bei Gliflozin-Monotherapie kann verglichen mit Placebo mit einer Senkung des HbA1c um 0,79 % gerechnet werden.

    Genitourethrale Infekte treten mit einem 42 % höheren Risiko auf und stellen die wichtigste ­Nebenwirkung dieser Substanzklasse dar.

    Derzeit liegen neutrale kardiovaskuläre Effekte vor.

    Gliflozine führen zu einer signifikanten Reduktion des Gewichtes (–1,7 kg) und des Blutdruckes (–4,45 mmHg systolisch bzw. –2,01 mmHg diastolisch).

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  • Welche künftigen Entwicklungen sind auf dem Gebiet der SGLT-Hemmung zu erwarten?

    Duale SGLT-1-/SGLT-2-Hemmung verbessert postprandiale Hyperglykämien und stimuliert die ­Inkretinausschüttung. Dadurch könnten im Vergleich zur selektiven SGLT-2-Hemmung eine bessere ­antidiabetische Wirkung und eine Senkung des kardiovaskulaeren Risikos erzielt werden.

    Mögliche zusätzliche Nebenwirkungen wie Diarrhö oder kardiale Wirkungen müssen noch in ­größeren Studienkollektiven evaluiert werden.

    Weitere in Entwicklung befindliche Therapiekonzepte in der SGLT-Hemmung sind die SGLT-2-Hemmung durch ­Antisense-Oligonukleotide sowie die selektive SGLT-1-Hemmung.

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Basale Insulintherapie: DF 03|2014

  • Vom Pankreasextrakt zum Analoginsulin: die Geschichte der Insulinentwicklung

    Die Extraktion von Insulin aus dem Pankreas wurde 1923 mit dem Nobelpreis gewürdigt, weitere Nobelpreise folgten.

    Limitationen der Therapie mit den ersten Insulinextrakten waren u. a. die fehlenden Möglichkeiten zur Blutzucker-Selbstmessung und zur Deckung des weltweit hohen Bedarfs.

    Mit der Reinigung des Insulinrohextraktes und der Entwicklung von Insulinen mit verschiedener Wirkdauer wurden weitere Voraussetzungen für den breiten Einsatz erfüllt.

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  • Warum ist NPH-Insulin kein ideales Basalinsulin?

    Ein ideales Basisinsulin ist durch eine flache, möglichst über 24 Stunden anhaltende Wirkkurve, eine geringe Variabilität in der Effektivität und ein geringes Hypoglykämierisiko charakterisiert.

    NPH-Insulin muss im Vergleich zu modernen lang wirksamen Basalinsulinen (Glargin, Detemir) öfter verabreicht werden und weist eine höhere Variabilität in der Dosis-Wirkung-Beziehung, höhere Hypoglykämieraten und einen ungünstigeren Einfluss auf das Körpergewicht auf.

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  • Update 2014: Insulin glargin, Insulin detemir

    Aktuelle Studien bestätigen die bekannten Vorteile (v. a. geringe Hypoglykämieraten) von Insulin glargin und detemir bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

    Typ-1-Diabetes: Insulin detemir zeigte im Vergleich zu NPH-Insulin einen verminderten ­appetitstimulierenden Effekt im ZNS.

    Typ-2-Diabetes:

    • Die Hypoglykämierate wird durch die Zugabe von Insulin detemir zu einer oralen antidiabetischen Therapie nicht erhöht.
    • Durch die Kombination lang wirksamer Insulinanaloga mit DPP-4-Hemmern und GLP-1-Analoga wird eine weitere HbA1c-Senkung erzielt.
    • Die frühzeitige Behandlung mit Insulin glargin senkt bei Patienten mit hohen HbA1c-Ausgangswerten die ­mikrovaskuläre Ereignisrate.
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  • Insulin degludec

    Charakteristika von Insulin degludec sind eine Halbwertszeit von ca. 24 Stunden, eine Wirkdauer von > 42 Stunden, ein besonders flaches pharmakodynamisches Wirkprofil, geringe intraindividuelle Variabilität und die Möglichkeit der Flexibilisierung der Applikationsintervalle.

    Insbesondere nächtliche Hypoglykämien treten seltener auf.

    Initiale Dosisreduktion bei Umstellung von anderen Basalinsulinen bei Typ-1-Diabetikern.

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  • Insulin LY2605541 (PEG Lispro): Pharmakologische Charakteristika, klinische Daten, therapeutisches Potenzial

    Klinische Benefits von LY2605541 im Vergleich zu Insulin glargin:

    Typ-1-Diabetes: signifikant stärkere Senkung von durchschnittlichem Blutzucker und HbA1c, geringere Glukosevariabilität, geringerer prandialer Insulinbedarf, Gewichtsabnahme (vs. Gewichtszunahme), weniger nächtliche Hypoglykämien.

    Typ-2-Diabetes: signifikant stärkere Senkung der durchschnittlichen täglichen Blutglukose, geringere Blut­glukosevariabilität, leichte Gewichtsreduktion.

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  • Insulin U300: Pharmakologische Charakteristika, klinische Daten, therapeutisches Potenzial

    Phase-III-Studien zeigen für das hochkonzentrierte Insulin glargin U300 bei Typ-1-Diabetes und ­Typ-2-Diabetes eine Reduktion der nächtlichen Hypoglykämien bei gleicher glykämischer Kontrolle (HbA1c) im Vergleich zu Insulin glargin U100. Ein erhöhtes Krebsrisiko ist nicht zu erwarten.

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  • Insulintherapie im Spannungsfeld: Preispolitik vs. Pharmaökonomie – Wie viel Innovation sollen wir uns leisten?

    Trotz Kostenbewusstsein ist innovative Produktentwicklung auf dem Gebiet des Diabetes mellitus absolut erforderlich.

    Geringfügige Produktverbesserung sollte nicht mit einer Verdoppelung der Therapiekosten einhergehen.

    „Vermiedene“ Ausgaben für Notfallmedizin und Spitalsaufenthalte als Folge schwerer Hypoglykämien sollten den höheren Therapiekosten innovativer Medikamente „gegengerechnet“ werden.

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  • (Warum) brauchen wir bessere Basalinsuline?

    Im Interview: Prof. Dr. J. Hans De Vries, Amsterdam/NL: Eine längere Wirkdauer und eine flachere Wirkkurve von Basalinsulinen führen zu geringeren Hypoglykämieraten. Die Daten für neue, ultralang wirksame Basisinsuline weisen auf eine weitere Reduktion insbesondere nächtlicher Hypoglykämien und einen Trend zu einer besseren glykämischen Kontrolle hin. Eine Ausdehnung der Dosierungsintervalle kann derzeit nicht generell empfohlen werden.

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Hypoglykämie: DF 02|2014

  • Hypoglykämie und Diabetestechnologie

    Neue und deutlich verbesserte Diabetestechnologien (Insulinpumpen, kontinuierliche Glukosemesssysteme) sind in der Lage, das Risiko von Unterzuckerungen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 zu verringern und schwere Hypoglykämien zu verhindern.

    Dies gilt auch für Patienten mit guter Einstellung.

    Kontinuierliche Glukosemessung in Kombination mit einer Insulinpumpe unter der Kontrolle von Algorithmen ist ein realistisches Ziel geworden.

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  • Aggressive Blutzuckersenkung: Erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und Mortalität

    Das Risiko für plötzlichen Herztod ist bei Patienten mit Diabetes signifikant höher als bei Patienten ohne Diabetes.

    Der Zusammenhang zwischen HbA1c-Wert und Mortalität scheint einer U-förmigen Kurve zu folgen.

    Eine optimale Blutzuckereinstellung erfordert eine individuelle Zielsetzung.

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  • Komplexe Risikosituation bei ­Niereninsuffizienz

    Mit fortschreitender Niereninsuffizienz wird weniger Insulin renal ausgeschieden und bleibt daher dem Körper länger zur Verfügung.

    Nierenkranke Patienten sind gefährdeter, Hypoglykämien zu erleben.

    Präparatwahl und -dosis müssen der Nierenfunktion angepasst werden, die mittels eGFR einfach erfasst werden kann.

    Akutes Nierenversagen bei Exsikkose (durch lang dauernden gastrointestinalen Infekt, Fieber, Erbrechen, Hitze etc.) kann speziell beim älteren Patienten zu lebensbedrohlichen Hypoglykämien oder Laktatazidose führen!

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  • Zurückhaltung und sorgfältige Auswahl bei der Sulfonylharnstofftherapie

    Sulfonylharnstoffe bewirken im Vergleich zu anderen oralen Antidiabetika eine vergleichbare ­blutzuckersenkende Wirkung, sind aber mit Gewichtszunahme und einem erhöhten Hypoglykämierisiko assoziiert.

    Glibenclamid weist besonders ungünstige Hypoglykämiedaten auf und sollte nicht mehr zum Einsatz kommen.

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  • Hypoglykämie bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes

    In den letzten Jahrzehnten konnte die Frequenz der schweren Hypoglykämien bei Kindern und Jugendlichen mit DMT1 deutlich gesenkt werden.

    Die Schulung der gesamten Familie bezüglich Hypoglykämien ist essenziell.

    Neue Therapieansätze wie sensorunterstützte Insulinpumpentherapie mit Basalratenabschaltung im niedrigen BZ-Bereich zeigen erste erfolgversprechende Daten.

    Die Entwicklung eines Closed-Loop-Systems – v. a. für die Nacht – wurde in Studien schon erfolgreich getestet.

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  • Was bringen die neuen Entwicklungen bei Basalinsulinen?

    Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass eine flache Wirkkurve und eine längere Wirkdauer von ­Basalinsulinen meist mit einer deutlichen Reduktion von − insbesondere nächtlichen − Hypoglykämien einhergehen.

    Dies hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität der betroffenen Patienten und kann helfen, das Risiko für schwerwiegende neurologische und kardiologische Folgen (Arrhythmien, kardiovaskuläre Ereignisse) von schweren Hypoglykämien zu senken.

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  • Hypoglykämien unter verschiedenen Therapien: Premixed, BOT, BBIT

    Bei der Insulintherapie des Typ-2-Diabetes verursachen Insulinanaloga grundsätzlich weniger Hypoglykämien als Humaninsuline.

    Eine ausschließliche Therapie mit Basalinsulin im Rahmen einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) löst weniger Hypoglykämien aus als Therapien mit zusätzlichem Bolusinsulin.

    Schwere Hypoglykämien, und nur diese scheinen einen relevanten Krankheitswert aufzuweisen, sind unter allen Therapien selten.

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  • Hypoglykämie und Notfallaufnahmen

    „Die Belastung der Notfallaufnahme-Stationen durch Patienten mit Hypoglykämien scheint mit weniger als 1 % der Fälle gering, hat aber in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

    „„Bei erhöhter Morbidität und Mortalität vor allem älterer Patienten mit Hypoglykämien wird häufig eine stationäre Aufnahme nötig, was u. a. einen hohen Kostenfaktor darstellt.

    Neben der individuellen Anpassung der antiglykämischen Medikation kommt der Schulung der Patienten und deren Angehöriger und Betreuer in Bezug auf Prävention, Erkennung und Umgang mit einer Hypoglykämie besondere Bedeutung zu, um eine weitere Zunahme schwerer Hypoglykämien und damit nötiger Notfallinterventionen und -aufnahmen zu verhindern.

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ÖDG-Jahrestagung 2013: DF 01|2014

  • Fettleber: Mechanismen und Lösungsansätze

    Insulinresistenz ist ein zentraler Mechanismus in der Entstehung der Fettleber.

    Bei der Insulinresistenz spielen Lipotoxizität, Inflammation und die Mikrobiota eine wichtige Rolle.

    Antientzündliche Therapien sind attraktive neue Therapieansätze bei NAFLD/Typ-2-Diabetes.

    Neue Adiponectin-Agonisten könnten eine weitere interessante Therapieoption darstellen.

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  • Typ-1-Diabetes: Lipide und deren Einfluss auf Gefäßveränderungen bei Kindern und Jugendlichen

    Patienten mit Typ-1-Diabetes können bei einer langfristig schlechten Diabeteseinstellung bereits im ­Jugendalter kardiovaskuläre Ereignisse erleiden.

    Die Dyslipidämie ist der zweithäufigste kardiovaskuläre Risikofaktor bei Diabetikern, die Hyper­cholesterinämie dürfte zusammen mit dem erhöhten Blutdruck an der Pathogenese der frühen ­Atherosklerose beteiligt sein.

    Dyslipidämien bei Kindern und Jugendlichen sollen frühzeitig mit Lifestyle-Interventionen und gegebenenfalls medikamentös behandelt werden.

    „Früher an später denken!“

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  • Periphere diabetische Polyneuropathie

    Diabetes mellitus ist in den entwickelten Ländern die Hauptursache für Polyneuropathie. Ein Drittel der Patienten mit diabetischer Neuropathie leidet unter erheblichen neuropathischen Schmerzen.

    Die ursächliche Therapie beschränkt sich auf die optimale Zuckereinstellung unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten (Typ-1-Diabetiker ohne und Typ-2-Diabetiker mit metabolischem ­Syndrom).

    Die symptomatische Therapie erfolgt entsprechend den Leitlinien zur Behandlung neuropathischer Schmerzen.

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  • Diabetes durch Pankreatitis und Pankreatitis durch Diabetes

    Diabetes aufgrund von Pankreaserkrankungen (Typ-3c-DM) tritt mit einer Prävalenz von zirka 5–10 % auf und ist in der klinischen Routine eine unterdiagnostizierte Form des Diabetes, was sicherlich auch auf das Fehlen von einheitlichen Diagnosekriterien zurückzuführen ist.

    Bei gastrointestinalen Beschwerden eines Diabetikers sollte eine exokrine Pankreasinsuffizienz auf jeden Fall differenzialdiagnostisch mitbedacht werden.

    Patienten mit Typ-2-Diabetes weisen ein zirka 2-fach erhöhtes Risiko für das Auftreten einer akuten Pankreatitis auf.

    Derzeit verfügbare Daten aus randomisierten, kontrollierten Studien zeigen kein erhöhtes Risiko für Pankreatitiden durch den Einsatz von DPP-4-Hemmern.

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  • Omega-3-Fettsäuren nach ORIGIN

    Langkettige Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende, lipidsenkende und ­antiarrhythmische Wirkungen.

    Ausgehend von epidemiologischen Daten haben zahlreiche prospektive Kohortenstudien und ­randomisierte Studien mit ausreichender Power nachgewiesen, dass langkettige Omega-3-Fettsäuren die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität vermindern.

    Die ORIGIN-Studie konnte diese Wirkung schon auf Grund des Designs nicht untermauern.

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  • 1974 bis 2014: Diabetologie – quo vadis?

    In den vergangenen 40 Jahren konnte das Risiko für Mortalität sowie mikro- und makrovaskuläre Komplikationen bei Diabetespatienten dramatisch reduziert werden.

    Beispiele für aktuelle und künftige Forschungsschwerpunkte:

    • Typ-1-Diabetes: Immuntherapie, Stammzelltherapie, Inselzell-/Pankreastransplantation, neue Basalinsuline
    • Typ-2-Diabetes: Vermeidung von Hypoglykämien; neue Antidiabetika
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  • Stoffwechselaspekte der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

    Bei Diabetikern kam es in den vergangenen Jahren zu einer stärkeren Senkung des Cholesterinspiegels, aber zur einer deutlicheren Steigerung des Body-Mass-Index als bei Nichtdiabetikern.

    Adipositas ist ein wesentlicher kardiovaskulärer Risikofaktor des Diabetikers.

    Die aktuell publizierten ACC/AHA-Leitlinien zur Lebensstilmodifikation betonen die kardiovaskuläre Risikoreduktion durch ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

    Eine HbA1c-Senkung in den Zielbereich hat nur einen moderaten Effekt auf die kardiovaskuläre Ereignisrate.

    Die HbA1c-Zielwerte orientieren sich an der individuellen Risikosituation.

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  • Antihypertensive Therapie: aktuelle Empfehlungen von ESH und ESC

    Die wichtigsten Empfehlungen für die Praxis:

    Blutdruckmessungen in der Ordination sollten durch Selbstmessung oder 24-Stunden-Messung ersetzt werden.

    Bei Hochrisikopatienten kann eine initiale antihypertensive Kombinationstherapie erwogen werden.

    Durch Kombination von zwei Wirkstoffklassen ist ein höherer Effekt zu erzielen als durch Dosissteigerung einer Einzelsubstanz.

    Dosierungsregime und Medikamentenwahl beeinflussen die Therapietreue.

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Diät- und Bewegungstherapie: DF 05|2013

  • Kardiovaskuläres Potenzial der Lebensstilintervention bei manifestem Typ-2-Diabetes

    Kardiovaskuläre Risikofaktoren, Morbidität und Mortalität lassen sich nur durch langfristige Trainingsprogramme in Form einer Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining positiv beeinflussen.

    Nur durch Schaffung einer adäquaten Infrastruktur, die ein qualitativ hochwertiges körperliches Training in ambulanten Rehabilitationseinrichtungen und Diabetikersportgruppen gewährleistet, kann es ­gelingen, den Lebensstil von Diabetikern langfristig zu verändern.

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  • Erfolgskriterien der Lebensstilintervention

    Um eine Lebensstilmaßnahme als erfolgreich bezeichnen zu können, muss ein langfristiger und nachhaltiger Effekt gegeben sein. Dies ist maßgeblich von der Adhärenz zur Lebensstilmaßnahme abhängig. Ärzte und Ärztinnen haben eine Schlüsselposition, indem sie die Relevanz von Ernährung und Bewegung unterstreichen und auf Fachleute bzw. Programmangebote verweisen.

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  • Psychische und psychosoziale Aspekte der Lebensstilintervention

    Bloße Empfehlungen zur Lebensstilumstellungen und selbst aufwändige Schulungen reichen vielfach nicht aus, um eine nachhaltige Verhaltensänderung herbeizuführen.

    Mehr Erfolg verspricht eine echte verhaltenstherapeutische Intervention mit kognitiver Umstrukturierung und zusätzlicher Vermittlung von Fertigkeiten, welche die Umstellung erleichtern.

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  • Ein Modell für erfolgreiche Lebensstilintervention bei Kindern und Jugendlichen

    SIPCAN – Initiative für ein gesundes Leben engagiert sich seit 2005 für die Gesundheitsförderung und -vorsorge vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die von SIPCAN angebotenen Praxisleitfäden für Getränke, Milchprodukte und Süßigkeiten, die Initiative „Schlau trinken“, der „Trink- und Jausenführerschein“ und das Programm „Bewegung macht Spaß“ wurden bisher von mehr als 50.000 SchülerInnen an rund 250 Schulen in ganz Österreich in Anspruch genommen.

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  • Überlegungen zur BEWEGUNGSBOX der ÖDG: Bewegung und Training als Therapie bei Typ-2-Diabetes

    Jeder Schritt zählt – Bewegung und Training sind ein zentraler, evidenzbasierter Teil jeder Therapie bei Patienten mit Diabetes mellitus. Die Umsetzung dieses Wissens in den therapeutischen Alltag jedoch bedarf weitreichender Veränderungen therapeutischer, struktureller, aber auch ­politischer Art im Gesundheitssystem ebenso wie auf Bevölkerungsebene.

    Die BEWEGUNGSBOX kann einen Beitrag leisten, die Adhärenz zur Bewegung als Therapie bei ­Betroffenen zu steigern.

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  • Diätstrategien im Evidenzcheck

    Eine generelle Diätempfehlung zur Diabetesprävention bzw. Glykämiekontrolle lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten. Grundsätzliche Ziele der Diättherapie sind die Gewichtskontrolle sowie die Umsetzung allgemein gültiger Ernährungsempfehlungen (gemüsereiche Ernährung, Reduktion von rotem Fleisch, Zucker, Fett und ballaststoffarmen Getreideprodukten) unter Berücksichtigung individueller Vorlieben.

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  • Ernährungsempfehlungen in nationalen und internationalen Guidelines

    Die neuen Ernährungsempfehlungen der American Diabetes Association fokussieren stärker als bisher auf individuelle Präferenzen und Ernährungsgewohnheiten und nicht speziell auf die Verteilung der ­Makronährstoffe.

    Hinsichtlich der Umsetzung der Ernährungsempfehlungen im täglichen Leben der Patienten wird heute vielfach die mediterrane Kostform propagiert.

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  • Bedeutung der Ernährung für die renale Prognose bei Typ-2-Diabetes

    Die Datenlage zum Einfluss der Ernährung auf die Nierenfunktion bei Diabetespatienten ist dünn.

    Nach observationalen Ergebnissen aus der ONTARGET-Studie ist gesunde Ernährung mit hohem Anteil an Obst und Gemüse mit einer geringeren Inzidenz und Progression der Nephropathie und mit einer niedrigeren Mortalität bei Patienten mit Typ-2-Diabetes assoziiert.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie – Pathophysiologische und pharmakologische Überlegungen

    Ein Betazelldefekt ist neben Insulinresistenz eine unabdingbare Voraussetzung für die Genese eines ­Typ-2-Diabetes.

    Nur für die Therapie der Insulinresistenz stehen kausale Therapiestrategien zur Verfügung.

    Therapeutische Strategien sollten möglichst keine Hypoglykämien oder weitere Gewichtszunahme ­induzieren.

    Therapien sollten rechtzeitig auf Basis pathophysiologischer Überlegungen intensiviert werden.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie: GLP-1-Rezeptoragonist plus Insulin

    Argumente für die Kombination von GLP-1-Rezeptoragonist und Insulin: Üblicherweise starke HbA1c-Senkung bei günstigen Gewichtseffekten und geringem Hypoglykämierisiko. Interessante Option insbesondere für adipöse, insulinresistente Patienten, um den Kreislauf aus Insulindosiserhöhung, ­Gewichtszunahme und erneuter Therapieintensivierung zu durchbrechen.

    Wichtigste Limitation: gastrointestinale Nebenwirkungen der GLP-1-Rezeptoragonisten

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie mit SGLT-2-Inhibitoren

    SGLT-2-Hemmer senken den Blutzucker ähnlich stark wie Metformin und können prinzipiell mit allen anderen Antidiabetika kombiniert werden. Für den Einsatz im Rahmen antidiabetischer Kombinationstherapien spricht außerdem die insulinunabhängige Wirkung, von der auch Patienten mit erschöpfter Betazellreserve nach langer Diabetesdauer profitieren können.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie ohne Metformin

    Bei etwa 20 % aller Patienten mit Typ-2-Diabetes liegt zumindest eine Kontraindikation für eine Therapie mit Metformin vor. Die Evidenz für eine Kombinationstherapie ohne Metformin basiert derzeit maßgeblich auf Zulassungsstudien mit meist relativ kurzer Nachbeobachtungsdauer.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie: „Klassische“ Tripletherapie: Metformin/Sulfonylharnstoff/Pioglitazon

    Argumente für die Kombination aus Metformin, Sulfonylharnstoff (Gliclazid) und ­(Pio-)Glitazon: synergistische pharmakologische Ansatzpunkte (hepatische Glukoseproduktion, Insulinsekretionsstörung, Insulinresistenz), langjährige Erfahrungen und relativ günstige Kostensituation. Nutzen und ­Risiken der „klassischen“ Tripletherapie gegenüber moderneren Kombinationen sind im individuellen Fall abzuwägen.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie mit DPP-4-Hemmern

    DPP-4-Hemmer bieten sich zur Kombination mit grundsätzlich allen oralen Antidiabetika und mit Insulin an. Hervorzuheben ist die Gewichtsneutralität und die faktisch fehlende Gefahr für ­Hypoglykämien in Monotherapie bzw. in Kombination mit Metformin oder Pioglitazon.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie mit Insulin

    Insulin kann bei Typ-2-Diabetes grundsätzlich mit allen oralen Antidiabetika und ebenso mit GLP-1-Agonisten kombiniert werden. Metformin sollte in diesem Kollektiv, wenn möglich, bei jeder Form der Insulintherapie beibehalten werden. Bei den anderen Wirkstoffklassen sind ein zum Teil erhöhtes Hypoglykämierisiko (konventionelle Insulinsekretagoga) bzw. vermehrte Flüssigkeitsretention (Pioglitazon) und eine limitierte Datenlage (Inkretine, SGLT-2-Hemmer) zu berücksichtigen.

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  • Antidiabetische Kombinationstherapie – Glykämische und nichtglykämische Aspekte der Therapiewahl: Was sagen uns rezente Metaanalysen?

    Kriterien der antidiabetischen Therapieentscheidung sind neben der erwartbaren Blutzucker­senkung vor allem individuelle Kontraindikationen sowie Gewichtseffekte, Hypoglykämierisiko, Aus­wirkungen auf Folgekomplikationen, kardiovaskuläre Sicherheit und Tumorrisiko. Zu vielen dieser ­Aspekte gibt es mittlerweile umfangreiche Studienevidenz.

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Von ADDITION bis ORIGIN: A und O der frühen Intervention: DF 03|2013

  • ÖDG online-Spendenaktion

    Im Gegensatz zu erwachsenen Patentinnen und Patienten gibt es für österreichische Kinder derzeit keinerlei gesetzlich vorgesehenen und öffentlich finanzierten Möglichkeiten der Rehabilitation.

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  • Argumente für die frühe(re) antidiabetische Kombinationstherapie

    Gerade im frühen Stadium des Typ-2-Diabetes ist eine effektive und vor allem beständige Blutzuckersenkung von größter Wichtigkeit. Meist kann nur eine Kombination verschiedener ­Substanzen die komplexen pathophysiologischen Defekte sinnvoll ­behandeln und damit vaskuläre ­Komplikationen verhindern.

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  • „Early insulin“ bei Typ-2-Diabetes – Was spricht dafür, was dagegen?

    Eine frühzeitige Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes scheint bezüglich des Auftretens von ­kardiovaskulären Komplikationen und Krebserkrankungen sicher zu sein. Die Entscheidung zur Insulintherapie richtet sich nach dem anzustrebenden HbA1c-Ziel, alternativen Therapieoptionen ­(abhängig von Indikation und Kontraindikation), Komorbiditäten, der Betreuungssituation und dem ­individuellen Patientenwunsch.

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  • „Therapeutic inertia“, Ursachen und Lösungsansätze

    Strategien zur Überwindung von „therapeutic inertia“: klare, praxisnahe Empfehlungen von Seiten der Fachgesellschaften, Disease-Management-Programme, Remindersysteme, Audits und Feedback mit Benchmarking, Qualitätszirkel, „Treat to target“-Training.

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  • Frühe kardiale Intervention

    Die aktuell verfügbare Datenlage spricht klar gegen eine erweiterte apparative Diagnostik bei kardial asymptomatischen Diabetespatienten. Die Ergebnisse der STENO-2-Studie wie auch der PONTIAC-Studie sprechen unisono für eine frühzeitige, biomarkergesteuerte kardiale Intervention.

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  • Typ-2-Diabetes: Screening nach ADDITION und Look AHEAD – Sollen wir nach unseren Patienten suchen?

    Wer soll gescreent werden? Personen mit einer erhöhten (bis hohen) Vortestwahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Typ-2-Diabetes, z. B. bei ≥ 12 Punkten im FINDRISK-Test, klinisch manifester ­Atherosklerose, metabolischem Syndrom oder früherer Diagnose einer Hyperglykämie

    Wie sollte gescreent werden? Goldstandard für ein Screening ist der orale Glukosetoleranztest. HbA1c und Nüchternglukose sind möglich, haben aber eine niedrigere Sensitivität und erfassen frühe Stadien der ­Erkrankung nicht.

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  • „Metabolic legacy“, kritisch betrachtet

    Bei Typ-1-Diabetes und in geringerem Ausmaß auch bei Typ-2-Diabetes sind positive Langzeiteffekte einer guten Blutzuckereinstellung dokumentiert. Diese Studienergebnisse und die Schlussfolgerung eines glykämischen Gedächtnisses unterstützen die Notwendigkeit einer optimierten Diabetestherapie insbesondere in der Initialphase nach Diagnosestellung. Die zugrunde liegenden ­pathophysiologischen Mechanismen sind komplex, spezifische protektive Effekte einzelner Medikamenten­klassen in Diskussion.

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  • Aspirin für alle? ACE-Hemmer für alle? Statine für alle? – Potenziale und Grenzen von Medikamenten in der Primärprävention

    Primärprävention: Die Erreichung des Zielwerts für das LDL-Cholesterin (LDL-C) steht im Vordergrund. Bei Patienten ohne Diabetes beträgt dies bei moderatem Risiko (SCORE 1–5 %) < 115 mg/dl; bei hohem Risiko (SCORE 5–10 %) < 100 mg/dl und bei sehr hohem Risiko (SCORE > 10 %) < 70 mg/dl. Bei Diabetespatienten gilt jedenfalls ein LDL-C-Ziel von < 70 mg/dl. Aspirin (ASS) ist kontroversiell. ACE-Hemmer/Angiotensinrezeptorblocker (ARB) sollten nur als Bestandteil einer Hypertonietherapie zur Anwendung kommen. Die „Polypill“ (Statin, ASS, ACE-Hemmer/ARB) ist abzulehnen.

    Sekundärprävention: Das LDL-C-Ziel liegt jedenfalls bei < 70 mg/dl. ASS ist unverzichtbar. ACE-Hemmer/ARB sollten nur als Bestandteil einer Hypertonietherapie zur Anwendung kommen. Die „Polypill“ ist abzulehnen.

    Lifestyle: Gesunde Ernährung, Bewegung, Gewichtskontrolle und Nichtrauchen sind unverzichtbar.

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  • Typ-1-Diabetes: Frühe Immunintervention, Update 2013

    Immuntherapie bei Typ-1-Diabetes: Einzelinterventionen reichen offenbar nicht aus, um den autoimmunen Destruktionsprozess der Betazellen zu bekämpfen; laufende Studien konzentrieren sich daher auf kombinierte Strategien der Immunintervention. Neue, vielversprechende Therapieansätze sollen ermöglichen, dass Patienten mit Typ-1-Diabetes für längere Zeit zumindest mit weniger Insulin auskommen und damit weniger Langzeitkomplikationen entwickeln.

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Adipositaschirurgie: DF 02|2013

  • „Obesity Paradox“ – wie gefährlich sind Übergewicht und Adipositas wirklich?

    Ausgeprägtes Übergewicht erhöht zweifelsfrei das Risiko für kardiovaskuläre und andere Erkrankungen, jedoch dürften übergewichtige Menschen bei einigen chronischen (insbesondere konsumierenden, katabolen) sowie schweren akuten Krankheitsbildern einen Überlebensvorteil haben. Die zugrunde ­liegenden physiologischen Mechanismen liegen noch weitgehend im Dunklen.

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  • Methoden der bariatrischen Chirurgie: Prinzip, Vor- und Nachteile, Indikationen

    In Österreich werden derzeit ca. 2.500 bariatrisch-chirurgische Eingriffe durchgeführt, am häufigsten Magenbypass, Sleeve Gastrectomy und Magenband-Operation. Nachhaltige Gewichtsreduktion, hohe Diabetesremissionsraten, Verbesserung von Blutdruck, Fettstoffwechsel und Schlafapnoe sowie reduzierte Karzinomsterblichkeit sind starke Argumente dafür, die metabolische Chirurgie bei Typ-2-Diabetes und einem BMI ≥ 35 kg/m2 (frühzeitiger) in den Therapiealgorithmus einzubinden.

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  • Diabetesremission und -prävention nach metabolischer Chirurgie

    Metabolische Chirurgie kann die Diabetesmanifestation und die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bei adipösen Patienten langfristig reduzieren. Welcher Operationsmethode der Vorzug gegeben werden sollte, ist noch nicht entschieden. Für eine Operation kommen aus heutiger Sicht vor allem Patienten mit Typ-2-Diabetes und hohen präoperativen Insulin- und C-Peptid-Spiegeln sowie Hypertonie, Hypertriglyzeridämie und niedrigem HDL-Cholesterin in Frage.

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  • Metabolische und hormonelle Effekte der „metabolic surgery“

    Bariatrisch-chirurgische Verfahren haben über die Gewichtsabnahme hinaus günstige Effekte auf den Glukosestoffwechsel. Das veränderte Sekretionsmuster gastrointestinaler Hormone (Ghrelin, Cholecystokinin, Glukagon-like peptide 1, Peptid YY) ist an diesen Effekten wesentlich beteiligt.

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  • Bariatrische Chirurgie – Beeinflussung der kardiovaskulären Prognose

    Die SOS-Studie zeigt für morbid adipöse Personen einen klaren Überlebensvorteil durch chirurgische Gewichtsreduktion im Vergleich zu einer konventionellen Adipositastherapie. In kardiovaskulärer Hinsicht scheinen vor allem Diabetiker von der bariatrischen Operation zu profitieren. Bei nichtdiabetischen massiv übergewichtigen Patienten liefert der Rückgang der Krebserkrankungen einen möglichen ­Erklärungsansatz.

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  • Folge- und Langzeitrisiken der Adipositaschirurgie

    Gewichtsabnahme als Folge von bariatrischen Operationen ist mit einer Reduktion der Mortalität und zahlreichen metabolischen Benefits verbunden.

    Abhängig vom Operationsverfahren sind jedoch vor allem endokrinologische und nutritive Langzeit­komplikationen häufig, die regelmäßige Kontrollen erforderlich machen.

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  • Expertenumfrage: Welchen Stellenwert hat die Chirurgie in der Diabetestherapie?

    Auch in Österreich hat die Adipositaschirurgie in den vergangenen Jahren geradezu einen Boom erlebt: Mehr als 2.000 Eingriffe werden derzeit pro Jahr an österreichischen Zentren durchgeführt, im Vergleich zu rund 100 Operationen Anfang der 1990er-Jahre. Neben der Gewichtsreduktion wird zunehmend auch die Verbesserung der Stoffwechsellage (im Sinn einer „metabolic surgery“) als Operationsgrund diskutiert. DIABETES FORUM hat Diabetolog/inn/en und Chirurgen (darunter Vertreter der führenden adipositaschirgischen Zentren Österreichs) befragt, inwieweit die bariatrische Chirurgie als antidiabetische Therapieoption gelten kann.

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  • Neues in der konservativen Behandlung der Adipositas

    Die konservative Adipositastherapie mit diätetischer Anleitung, verhaltenstherapeutischen Ansätzen, körperlicher Bewegung und adjuvanter Pharmakotherapie steht nicht gegen die chirurgische Therapie, sondern ist integraler Teil eines Gesamtkonzepts für das Gewichtsmanagement. Wesentliche Zielparameter sind Körperfettanteil bzw. Körperzusammensetzung und nicht der Body-Mass-Index.

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  • Psychische Aspekte der Adipositaschirurgie: „Die Patienten darauf vorbereiten, dass es zu Problemen kommen kann“

    Im Interview: Prof. Dr. med. Martina de Zwaan: Psychische Störungen (vor allem Depressionen, Angststörungen und Essstörungen) können bei jedem zweiten bariatrisch-chirurgischen Patienten diagnostiziert werden. Präoperatives psychologisches Assessment, vor allem aber postoperative Begleitung mit bedarfsweisen psychiatrischen/psychotherapeutischen Angeboten haben nachweislichen Einfluss auf den Therapieverlauf sowie auf die psychische Gesundheit und Lebensqualität der Patienten.

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ÖDG-Jahrestagung 2012: DF 01|2013

  • 1972–2012 – Rückblick auf 40 Jahre „Non-Stop Revolution“ in der Diabetologie

    Seit den 1970er-Jahren konnten vaskuläre Komplikationen und Mortalität bei Diabetes­patienten dramatisch reduziert werden. Verantwortlich dafür ist ein verbessertes kardiovaskuläres Risikomanagement (vor allem in der Lipid- und in der Blutdrucktherapie). Die differenzierte, am individuellen Patienten ausgerichtete Abwägung von Nutzen und Risiken der Intervention hat pauschale ­Therapievorgaben mit möglichst niedrigen Zielwerten für alle Patienten in vielen Bereichen abgelöst.

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  • Sport bei Typ-1-Diabetes: Prognostischer Stellenwert und Umsetzung im Alltag

    Eine Therapie des Typ-1-Diabetes ohne Sport bzw. körperliche Aktivität ist nicht leitlinien­konform. Patienten mit Typ-1-Diabetes können grundsätzlich jede Sportart als Freizeit-, Leistungs- oder Wettkampfsport ausüben. Primäres Ziel ist die Vermeidung von Hypoglykämien und Ketoazidosen, sekundä­res Ziel die optimale Diabeteseinstellung.

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  • Nephropathie und Retinopathie bei pädiatrischem Typ-1-Diabetes

    Für die langfristige Vermeidung mikrovaskulärer Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes ist die Stoffwechselkontrolle ein prioritäres Therapieziel. Insbesondere sind HbA1c-­Einstellung, Blutdruck sowie Raucherstatus für die Prognose relevant.

    Das Risiko, im Verlauf der Erkrankung eine Retinopathie zu entwickeln, ist in dieser Patientengruppe rund doppelt so hoch wie jenes einer diabetischen Nierenschädigung.

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  • Typ-2-Diabetes: Vom Einfluss der Gene zum Rhythmus der Nahrungsaufnahme

    Highlights der diabetologischen Grundlagenforschung 2012:

    Nicht nur betazellspezifische Gene, auch Regulatorgene für Zellzyklus und Energiehaushalt sind ­Determinanten des Diabetesrisikos.

    Das Metabolom erklärt das Diabetesrisiko zu ca. 85 % (vergleichbar der klinischen Evaluation), das ­intestinale Mikrobiom zu bis zu 80 %.

    Die Entdifferenzierung von Betazellen könnte beim Betazellversagen eine wichtigere Rolle spielen als die Apoptose.

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  • Non-Compliance: Fallstrick in der Diabetologie

    Nach mehreren Monaten nimmt nur mehr die Hälfte aller Patienten die verordneten ­Medikamente. Die Ursachen dafür sind zahlreich, sowohl aufseiten der Patienten als auch aufseiten der verordnenden Ärzte. Das Phänomen der „Non-Compliance“ betrifft insbesondere Patienten mit chronischen Erkrankungen, speziell dann, wenn ein relevanter Leidensdruck fehlt. Ärzte müssen dem Problem mit größerer Vigilanz und Information für den Patienten begegnen.

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  • Reimbursement: Österreich im internationalen Vergleich

    Im Gegensatz zur Zulassung ist die Kostenerstattung von Arzneimitteln in der Europäischen Union zum Teil sehr unterschiedlich geregelt. Österreich zählt den wenigen Ländern, in denen Arzneimittel zu 100 % erstattet werden, sofern sie in den entsprechenden Kodex aufgenommen wurden. Der europäische Trend geht derzeit dahin, die Höhe des zu erstattenden Betrags nach der Überlegenheit (Wirkdauer, Nebenwirkungen, Interaktionen etc.) gegenüber bereits verfügbaren Therapien auszurichten.

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  • Übergewicht und Adipositas: Physiologie und Pathophysiologie der Appetitregulation

    Der Nucleus arcuatus des Hypothalamus ist die zentrale Stelle der Appetitregulation mit Inputs aus der Peripherie und dem zentralen Nervensystem. Ghrelin steht als orexigenes Peptid einer Armada an­orexigen wirkender Stoffe (darunter Insulin, GLP-1 und Leptin) gegenüber. Schon Abweichungen des Körpergewichts von unter 1 % setzen Mechanismen in Gang, um das Körpergewicht auf dem vorgegebenen Niveau zu halten.

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  • Insulinresistenz: Prädiabetes ist ein proatherogener Zustand

    Bereits das prädiabetische Stadium ist durch erhöhte Atheroskleroseneigung ­gekennzeichnet, bedingt vor allem durch Insulinresistenz. Durch diabetespräventive Interventionen konnte das kardiovaskuläre Risiko bisher nicht gesenkt werden. Zielführende therapeutische Strategien im Prädiabetes sind verhaltenstherapeutische Ansätze, pharmakologische Therapien (Metformin) und multifaktorielles kardiovaskuläres Risikomanagement.

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  • NT-proBNP-gesteuerte Therapie bei Typ-2-Diabetes

    Schlüsselergebnis der PONTIAC-Studie: Bei anamnestisch herzgesunden Patienten, deren ­NT-proBNP > 125 pg/ml beträgt, bewirkt die hoch dosierte Gabe eines RAAS-Antagonisten und eines Betablockers eine signifikante Reduktion kardialer Ereignisse.

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  • Chronische Inflammation: Angriffspunkte der therapeutischen Intervention

    Chronische subklinische Inflammation spielt im Zusammenhang mit Adipositas und Insulinresistenz eine zentrale Rolle in der Entstehung von Typ-2-Diabetes und Atherosklerose.

    Neben der Lipidsenkung tragen antiinflammatorische Effekte zum kardiovaskulären Nutzen der ­Statin­therapie bei.

    Antiinflammatorisch wirksame Substanzen sind eine rationale und grundsätzlich effektive Option für die ­Diabetes­therapie.

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  • Mechanismen des erhöhten Diabetesrisikos unter Statintherapie

    Die Lipidsenkung mit Statinen ist mit vermehrten Fällen von Typ-2-Diabetes assoziiert. Dabei nimmt das Diabetesrisiko mit der Zahl kardiometabolischer Risikofaktoren zu. Physiologische Grundlage dieses Effektes ist eine verringerte Insulinfreisetzung, für die verschiedene physiologische Mechanismen diskutiert werden. Der kardiovaskuläre Benefit der Statintherapie wird dadurch insgesamt nicht ­infrage gestellt.

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Diabetestherapie bei GFR unter 60: DF 05|2012

  • Die Rolle der Niere im Glukosestoffwechsel


    Die Nieren tragen bis zu 25 %, postprandial bis zu 40 % zur endogenen Glukoseproduktion bei.

    Bei Nephropathie können die Nieren einer Hypoglykämie nur begrenzt entgegenwirken. Niereninsuffizienz ist daher ein unabhängiger Risikofaktor für schwere Hypoglykämien, auch wenn kein Diabetes vorliegt.

    
SGLT-2-Inhibitoren haben als erste antidiabetische Substanzklasse ihren Angriffspunkt an der Niere (Hemmung der Glukosereabsorption).

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  • Stellenwert der Blutzuckerkontrolle im kardiorenalen Kontinuum


    Die langfristige Vermeidbarkeit von Nierenschäden durch intensivierte Blutzuckertherapie ist für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker in den KDOQI-Stadien 1–2 gut belegt. Bei fortgeschrittener Nieren­insuffizienz ist die Evidenz widersprüchlich. Bei Dialysepatienten ist nach derzeitigem Kenntnisstand eine HbA1c-­Einstellung im Bereich von 7–7,9 % optimal.

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  • Möglichkeiten und Grenzen der antidiabetischen Therapie 


    Unterhalb einer Filtrationsrate (GFR) von 60 ml/min muss mit einer veränderten Pharmakokinetik von Antidiabetika gerechnet werden.

    Die bedeutsamsten Komplikationen in diesem Zusammenhang sind Hypoglykämien (vorwiegend bei Insulin und Insulinsekretagoga) sowie Laktazidose (bei Metformin).

    
Die Kontrolle der Nierenfunktion von Diabetikern (Kreatininspiegel, GFR, Albumin-Kreatinin-Ratio) sollte ­zumindest einmal jährlich erfolgen.

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  • Metformin bei Niereninsuffizienz: Die Zulassungsgrenzen verschieben sich


    Laktazidosen sind sehr seltene, aber mit hoher Mortalität assoziierte Komplikationen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die mit Metformin behandelt werden. In den allermeisten Fällen ist Metformin nicht der alleinige Auslöser der Laktazidose – ebenso relevant sind Komorbiditäten und ­Komedikationen, die eine akute Verschlechterung der Nierenfunktion, Hypoxie und/oder Dehydra­tation begünstigen. In Abweichung zur Fachinformation befürworten inzwischen viele Fachgesellschaften, Metformin auch bei glomerulären Filtrationsraten von < 60 ml/min (bis zu 45 ml/min) einzusetzen.

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  • Insulinresistenz und Insulinbedarf mit zunehmender Nierenschädigung


    Bei Diabetikern mit chronischer Nierenfunktionsstörung sinkt der Insulinbedarf in Relation zur glomerulären Filtrationsrate (GFR); dies zeigt sich bei Typ-1-Diabetes ebenso wie bei insulinbehandelten ­Typ-2-Diabetikern.

    Die Insulindosis muss meist erst bei schwerer Niereninsuffizienz ab einer GFR unter 20 ml/min reduziert werden.

    Unter Hämodialysetherapie verbessert sich die Insulinresistenz, der Insulin­bedarf nimmt weiter ab. Somit besteht insbesondere während der Dialyse mit glukosefreiem Dialysat ein ­erhöhtes Hypoglykämierisiko.

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  • Herausforderung der Pharmakotherapie bei fortgeschrittener Nephropathie


    Therapieziel ist eine multifaktorielle Intervention mit Blutdrucksenkung, Optimierung des Blutdrucks unter 130/80 mmHg unter Verwendung eines ACE-Hemmers oder Angiotensinrezeptorblockers, Lipidkontrolle (LDL-Cholesterin < 70 mg/dl bei Hochrisikopatienten), Blutzuckerkontrolle (HbA1c ca. 7 %) sowie Lebensstilmodifikation mit Gewichtsreduktion, Raucherentwöhnung und Salzrestriktion.

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Diabetes im Alter: DF 04|2012

  • Zum Geleit – Mit der Lebenserwartung steigt die Prävalenz altersassoziierter Erkrankungen [Update]

    Die Lebenserwartung zeigt in den wohlhabenden Ländern seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg. Damit nimmt der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung zu. In Österreich waren im Jahr 2006 rund 20 % der Einwohner über 60 Jahre alt, bis 2030 ist…

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  • Diabetes im Alter – Physiologische Besonderheiten, therapeutische Herausforderungen

    Für geriatrische Patienten mit Diabetes mellitus ist eine Anpassung der Therapieziele und Behandlungsform an die individuelle Situation empfehlenswert. Geriatrische Syndrome wie erhöhtes Risiko für Malnutrition, Sturzneigung sowie kognitive und funktionelle Einschränkungen sollten besondere Berücksichtigung finden.

    Als Grundlage in der Diagnostik und Behandlung gilt als spezifisches Diagnoseinstrument das geriatrische Assessment. Einseitige Diätformen sind grundsätzlich obsolet.

    Das erhöhte Risiko für Arzneimittelnebenwirkungen und Interaktionen erfordert eine regelmäßige Überprüfung der Medikationsliste hinsichtlich Indikationsstellung und Dosierung.

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  • Zielwerte und Leitlinienempfehlungen – Der Kranke gibt das Tempo vor

    Generell gelten für den älteren Diabetiker die gleichen Stoffwechselziele wie für den jüngeren Patienten. Diese Ziele sind in Abhängigkeit von Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko individuell zu relativieren, demzufolge dürfen im Einzelfall auch höhere Zielwerte toleriert werden.

    Da bei hochbetagten Patienten Hypoglykämien mit relevanten Komplikationen assoziiert sind (Stürze, Frakturen, kognitive Defizite), sollten Medikamente mit niedrigerem Hypoglykämierisiko bevorzugt werden.

    Bei Medizinprodukten (Insulinpens, Blutzuckermessgeräte) ist auf eine altersgerechte Bedienbarkeit zu achten (große Displays, einfache Bedienung, bei Bedarf vorgefüllte Fertigpens).

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  • Ernährung des alten Menschen mit Diabetikes – Alles anders?

    Eine ausgewogene, gewichtsstabilisierende Ernährung kombiniert mit regelmäßiger körperlicher Aktivität sind eine wertvolle Alternative zur reinen Energierestriktion. Sie haben positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel, verhindern den Verlust an Muskelmasse, senken die Insulinresistenz, das kardiovaskuläre Risiko und ermöglichen in der Regel eine längere Selbstständigkeit sowie eine bessere Lebensqualität bei älteren Diabetikern.

    Eine Gewichtsreduktion mittels Crashdiät ist unbedingt zu meiden.

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  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit – Spezifika in der Diagnose und Therapie beim alten Menschen

    Zum Management der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit bei Diabetes gibt es klare nationale und internationale Leitlinien, die aber vielfach nicht ausreichend auf die Besonderheiten des alten Menschen (geriatrische Syndrome, soziale Desintegration, geänderte Pharmakokinetik und Pharmakodynamik) eingehen. So sollte jede diagnostische und therapeutische Maßnahme (Ernährung, Stoffwechselkontrolle, Revaskularisierung, Wundmanagement, Schmerztherapie etc.) bei geriatrischen Patienten unter Berücksichtigung der möglichen physiologischen, therapeutischen und sozialen Folgewirkungen getroffen werden.

    Für eine optimierte Betreuung dieser Patienten ist weiters ein funktionierendes Schnittstellenmanagement zwischen intra- und extramuralem Versorgungsbereich bzw. mobiler Pflege erforderlich.

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  • Sturz- und Frakturprophylaxe – Risiko evaluieren, Funktionen prüfen, zum Training anhalten

    Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko sowohl für Stürze als auch für sturzassoziierte Frakturen. Im Zusammenhang mit metabolischem Syndrom und/oder Diabetes ist dieses Risiko zusätzlich erhöht. Ein Stufenplan mit regelmäßiger Evaluierung des Sturzrisikos sollte in die Routinebetreuung von älteren Diabetikern einfließen.

    Funktionsprüfung und daraus abgeleitete Konsequenzen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Lebensqualität, Autonomie und Lebenserwartung der Patienten. Die Diagnose entscheidet über die therapeutischen Möglichkeiten, die Funktion über die begleitenden Maßnahmen.

    Konsequentes Kraft- und Ausdauertraining sowie ein aktiver Lebensstil tragen wesentlich zum Erhalt von Muskelmasse und Muskelkraft sowie zur Verzögerung der altersassoziierten Sarkopenie bei.

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  • Diabetes und Demenz – Wie vorbeugen, wie behandeln?

    Epidemiologische Langzeituntersuchungen zeigen, dass Diabetes mellitus ein Risikofaktor für das Auftreten kognitiver Einbußen ist: Im Vergleich zu Stoffwechselgesunden zeigen sich schlechtere kognitive Leistungen, eine raschere Progredienz kognitiver Defizite, aber auch eine höhere Inzidenz von Demenzerkrankungen.

    Als Ursachen werden vaskulär-ischämische Schäden, negative Einflüsse von Hyper- und Hypoglykämie sowie Störungen im Gefolge der Insulinresistenz diskutiert.

    Aus dem wachsenden Verständnis der Auswirkungen des Diabetes auf das zentrale Nervensystem ergibt sich vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung die klare Forderung nach Studien, die präventive und therapeutische Strategien zur Behandlung dieser Spätfolgen evaluieren.

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  • Diabetische Augenveränderungen im Alter – Neues in Diagnose und Therapie

    Das Auftreten von diabetischen Netzhautveränderungen steht in Korrelation zur Dauer der Erkrankung, nicht zum Alter des Patienten. Um diese und zusätzliche altersassoziierte Augenerkrankungen rechtzeitig erkennen zu können, sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen notwendig.

    In der Diagnostik der diabetischen Makulopathie gewinnt die optische Kohärenztomographie immer mehr an Bedeutung.

    In der Therapie des Makulaödems ersetzt die intravitreale Medikamentenapplikation die Lasertherapie als bisherigen Goldstandard.

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  • Gender-Aspekte bei alten Menschen mit Diabetes – Das „health-survival paradox“

    In Anbetracht der weltweiten Zunahme der Lebenserwartung gewinnt Altern sowohl als Zustand (Alter) als auch als Prozess (Altern) im medizinischen Kontext an Bedeutung.

    Für die Unterschiede hinsichtlich der (gesunden) Lebenserwartung, der Prävalenz altersrelevanter Krankheitsbilder und der damit verbundenen therapeutischen, pflegerischen und psychosozialen Herausforderungen bei Frauen und Männern ist das biologische („sex“) wie auch das soziale Geschlecht („gender“) von Bedeutung.

    Die Berücksichtigung von Gender-Aspekten ist notwendig, um eine nachhaltige, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung beider Geschlechter sicherzustellen.

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Kardiovaskuläre Risikosenkung: DF 03|2012

  • Zum Geleit – Was erwartet Sie in diesem Heft?

    Kardiovaskuläre Ereignisse bestimmen die langfristige Prognose von Patienten mit Diabetes; mehr als die Hälfte von ihnen stirbt letztendlich an einem kardiovaskulären Ereignis. Die kardiovaskuläre Risikosenkung bei Diabetes ist deshalb von größter klinischer Bedeutung.

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  • Kardiovaskuläre Prognose bei Typ-1-Diabetes – Risikosituation wird kaum wahrgenommen

    „Patienten mit Typ-1-Diabetes haben bei langer Erkrankungsdauer und zunehmend auch lebensstil­bedingt („double diabetes“) ein ähnlich hohes makrovaskuläres Risiko wie Patienten mit Typ-2-­Diabetes. Somit sollten – frühzeitig – die gleichen therapeutischen Strategien zur Risikominimierung zum Tragen kommen wie bei jedem anderen Hochrisikopatienten.

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  • Blutglukosesenkung bei Typ-2-Diabetes – Kann die kardiovaskuläre Prognose verbessert werden?

    „Blutzuckerkontrolle ist für die kardiovaskuläre Prävention bei Typ-2-Diabetes essenziell. „The lower, the better“ gilt im Blutzuckermanagement aber nicht für alle Patienten. Von der früh einsetzenden intensiven Diabetestherapie profitieren die Patienten vor allem langfristig („metabolisches Gedächtnis“).

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  • Update Blutdrucktherapie bei Diabetes – 130 bis 135 mmHg systolisch sind für die meisten Patienten optimal

    „Als erstes Ziel sollte für alle Patienten mit Diabetes und Hypertonie ein systolischer Blutdruck < 140/90 mmHg angestrebt werden. Für die meisten Patienten ist wahrscheinlich ein systolischer Blutdruck zwischen 135 und 130 mmHg optimal.

    Eine intensive Blutdrucksenkung sollte bei jüngeren Patienten mit neu diagnostizierter Erkrankung oder kurzer Diabetesdauer, bei Fehlen einer signifikanten kardiovaskulären Erkrankung und Vorliegen einer Nephropathie in Erwägung gezogen werden.

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  • Lipidtherapie bei Diabetes – Warum ein LDL-Cholesterin von < 70 mg/dl?

    Klinische Studien belegen klar die Effizienz und Sicherheit einer konsequenten LDL-Cholesterin- Senkung mit Statinen bei Patienten mit Diabetes. Auch aus pathophysiologischer Sicht erscheint ein niedriger LDL-Cholesterin-Zielwert für Patienten mit Typ-2-Diabetes sinnvoll.

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  • Statine und Diabetesrisiko – Bei höherem Risiko überwiegt der Nutzen

    „ Statine führen zu einer leichten Häufung von Diabetesfällen. Die Indikation zur Statintherapie bei klinisch manifester Atherosklerose, Typ-2-Diabetes, genetischen Hyperlipoproteinämien sowie moderatem bis hohem kardiovaskulärem Risiko gilt dennoch unverändert. Bei geringem kardiovaskulärem Risiko sollten hochpotente Statine vermieden und auch Standardstatine nicht unkritisch eingesetzt werden.

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  • Diabetes und PAVK – Haben wir es doch geschafft?

    Therapieprinzipien 2012 bei peripherer arterielle Verschlusskrankheit und diabetischem Fußsyndrom: „

    Rasche Revaskularisation an Zentren mit zumindest 200 kruralen Interventionen/Jahr „

    Keine operativen Eingriffe oder Amputationen vor Evaluation der Gefäßsituation „

    Primäre Amputation nur bei fehlender Möglichkeit zur Revaskularisation oder bei foudroyantem Infekt/drohender Sepsis

    Hohe kardiovaskuläre Mortalität Ž intensive Diagnostik indiziert!

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  • Diabetes und Herzinsuffizienz – Neue Therapieansätze

    „Herzinsuffizienz ist eine maligne Erkrankung mit einer Prognose vergleichbar malignen Tumor­-erkrankungen. Diabetes ist bei Herzinsuffizienz zusätzlich mit einem schlechteren funktionellen Status und einer schlechteren Prognose vergesellschaftet.

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Organprotektion durch Antithrombotische Therapie: DF 02|2012

  • Antiplättchentherapie bei koronarer Herzerkrankung

    KONTEXT: Neue Thrombozytenfunktionshemmer (Prasugrel, Ticagrelor) ergänzen die bisherigen Therapieoptionen (vor allem Aspirin und Clopidogrel) in der kardiovaskulären Sekundärprävention, weitere Substanzen sind in klinischer Erprobung.

    KEY MESSAGES: Nach der verfügbaren Evidenz überwiegt der Nutzen einer Aspirinmonotherapie das potenzielle Blutungsrisiko bei Hochrisikopatienten deutlich. Der Benefit einer dualen Thrombozytenaggregationshemmung (Aspirin plus Clopidogrel) ist bei NSTEMI und STEMI sowie bei Patienten, die einer Koronarintervention unterzogen wurden, etabliert. Das Wirkprofil von Prasugrel kann im Rahmen eines STEMI mit Zuweisung zur primären Koronarintervention zur Prävention nichtfataler Myokardinfarkte und Stentthrombosen genutzt werden. Zudem kann der Einsatz von Prasugrel erwogen werden, wenn trotz Aspirin-Clopidogrel-Therapie Stentthrombosen auftreten. Ticagrelor ist derzeit unabhängig von der geplanten therapeutischen Strategie zur Reduktion atherothrombotischer Ereignisse bei akutem Koronarsyndrom zugelassen.

    BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS: Die Zulassungsstudien zeigen für die neuen Thrombozytenfunktionshemmer ein insgesamt günstiges Nutzen-Risiko-Profil. Offene Fragen, unter anderem zum optimalen Therapieregime (Dosierung, Dauer, Kombinationen) sowie zum Einsatz bei Risikogruppen werden derzeit evaluiert. Weiterhin gilt: Stets muss zwischen antithrombotischen Wirkungen und potenziellen Blutungskomplikationen bei einer Therapieentscheidung abgewogen werden.

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  • Revaskularisation und antithrombotische Therapie bei Diabetikern

    KONTEXT: Aufgrund einer veränderten Gefäßbiologie manifestiert sich die koronare Herzkrankheit (KHK) bei Diabetespatienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung diffuser und ausgedehnter, mit einem größeren Prozentsatz an Mehrgefäßerkrankungen sowie Hauptstammbeteiligungen.

    KEY MESSAGES: Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) soll so früh wie möglich eine antithrombotische Therapie eingeleitet werden. Initial wird Azetylsalizylsäure als Kautablette grundsätzlich für alle Patienten empfohlen, der zweite Thrombozytenaggregationshemmer wird entsprechend dem klinischen Gesamtbild individuell gewählt. Prasugrel und Ticagrelor zeigen bei Diabetikern besonders gutes Ansprechen. GP-IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten sollen bei Diabetikern mit ACS nicht routinemäßig verwendet werden. Drug-eluting Stents sind Bare Metal Stents bei Diabetikern überlegen, sofern eine duale Antiplättchentherapie über 12 Monate erfolgen kann; andernfalls ist ein BMS eindeutig vorzuziehen.

    BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS: Unabhängig von der Reperfusionsstrategie haben Diabetiker ein schlechteres Outcome mit erhöhten Restenose- und Verschlussraten. Diabetiker mit akutem Koronarsyndrom stellen eine Hochrisikopopulation dar, die ein besonders aggressives Management benötigt.

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  • Antithrombotische Therapie bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit

    KONTEXT: Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) sind Hochrisikopatienten mit einer Fünfjahresmortalität von 30 %. Für das Management der PAVK haben die European Society of Cardiology und das American College of Chest Physicians rezent aktualisierte Guidelines publiziert.

    KEY MESSAGES: Bei asymptomatischen Patienten sollte die Therapieentscheidung patientenspezifisch, abhängig von der Gesamtrisikosituation erfolgen. Patienten mit symptomatischer PAVK erhalten niedrig dosiertes Aspirin oder Clopidogrel zur allgemeinen kardiovaskulären Prävention in Analogie zu Daten von Kollektiven mit koronarer Herzkrankheit oder zerebraler arterieller Verschlusskrankheit. Eine duale Thrombozytenfunktionshemmung ist auch nach gefäßchirurgischen oder Katheterinterventionen nur in speziellen Fällen notwendig.

    BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS: Die antithrombotische Therapie hat gemeinsam mit der antidiabetischen, der lipidsenkenden und der antihypertensiven Therapie die Aufgabe, das allgemeine kardiovaskuläre Risiko von Patienten mit PAVK als auch die lokale Progression zu reduzieren.

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  • Stellenwert neuer Antikoagulantien in der Schlaganfallprävention

    KONTEXT: In der Neurologie isrt die Verhütung von schweren Insulten, wie es Kardiologen-embolische-Hinrinfarkte bei Vorhofflimmern darstellen, trotz aller akuten Rekanalisationsbehandlungen unverändert ein zentrales Anliegen. Zudem rückt die altersbedingte Zunahme in der Prävalenz des Vorhofflimmerns eine adäquate Schlaganfall- und damit auch Demenzprävention in den Mittelpunkt.

    KEY MESSAGES: Durch adäquate orale Antikoagulation mit Vitamin-K Antagonisten können zwei von drei ischämischen Schlaganfällen verhindert werden. Die neuen oralen Antikoagulantien (OAK) sind wirksamer bzw. mindestens so wirksam wie Warfarin und führen zu weniger intrakraniellen und systemischen Blutungen.

    BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS: Die neuen OAK sind aus neurologischer Sicht zu begrüßen, weil sie viele Vorteile in Wirkung und Verträglichkeit im Vergleich zum bewährten Warfarin bieten. Manche derzeit noch offene Fragen werden diskutiert.

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  • Beeinflussung der Hämostase durch Antidiabetika

    KONTEXT: Hämostatische Prozesse sind essenziell für die Entstehung akuter atherothrombotischer Ereignisse. Störungen des Gerinnungssystems und der Fibrinolyse im Zusammenhang mit der diabetischen Stoffwechsellage stellen damit einen bedeutenden Aspekt des erhöhten Herz-Kreislauf-Risikos von Diabetespatienten dar.

    KEY MESSAGES: Sowohl Insulinresistenz als auch Hyperglykämie (chronisch und akut postprandial) aktivieren die Hämostase und schaffen ein „proatherothrombotisches“ Milieu, in dem nach der Ruptur einer atherosklerotischen Plaque durch die Aktivierung von Thrombozyten und Gerinnung und durch die Hemmung der Fibrinolyse Atherothrombosen gefördert bzw. aggraviert werden.

    BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS: Gewichtsverlust, körperliche Aktivität und Verbesserung der Blutzuckereinstellung reduzieren das prothrombotische Milieu bei Diabetikern. Substanzspezifische Effekte einzelner antidiabetischer Therapien sind bis dato nicht überzeugend darstellbar.

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  • Low-Dose-Aspirin zur kardiovaskulären Risikoreduktion bei Diabetikern

    KONTEXT: Die Verabreichung von niedrig dosiertem Aspirin bei Diabetespatienten mit zumindest einem weiteren kardiovaskulären Risikofaktor ist seit Jahren verbreiteter Standard. Aufgrund der inkonsistenten Datenlage wird die Empfehlung aber zunehmend kontroversiell diskutiert.

    KEY MESSAGES: Abhängig von Geschlecht, Komorbiditäten und eingesetzter Dosis weisen große Metaanalysen nur zum Teil auf eine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Komplikationen durch Aspirin hin. Aspirinresistenz scheint die Effekte der Thrombozytenaggregationshemmung bei Diabetikern überproportional zu limitieren. Den potenziellen positiven Effekten einer niedrig dosierten Aspirintherapie steht ein nicht zu vernachlässigendes Blutungsrisiko gegebenüber, sodass das Risiko-Nutzen-Verhältnis individuell erhoben werden muss.

    BEDEUTUNG FÜR DIE PRAXIS: Für eine generelle Empfehlung zur Verabreichung von Aspirin bei Patienten mit Diabetes gibt es keine Evidenz. Bei Diabetikern mit hohem kardiovaskulärem Risiko ist die Aspirintherapie in niedriger Dosierung aber weiterhin zu empfehlen.

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Prävention und Therapie der chronischen Nierenerkrankung: DF 01|2012

  • Update – Nephroprotektives Potenzial der Blutdrucktherapie

    Durch eine aggressive Blutdrucktherapie kann besonders bei proteinurischen Patienten die Progression der renalen Insuffizienz günstig beeinflusst werden. Im Lichte neuer Studien, die bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung vor zu niedrigen Blutdruckwerten warnen, ist auch bei Nierenpatienten mit kardialer Komorbidität eine individuelle Anpassung der antihypertensiven Therapie erforderlich. Der lang propagierte Einsatz einer dualen RAAS-Blockade muss bei dieser Patientengruppe neu bewertet und kritisch gesehen werden.

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  • Update – Nephroprotektives Potenzial der antidiabetischen Therapie

    Die heute verfügbare Datenlage spricht klar für die positiven Effekte einer intensivierten Blutzuckertherapie zur Reduktion der Inzidenz bzw. der Progression der diabetischen Nephropathie. Selbst bei Patienten mit chronischer Hämodialyse ermöglicht eine Optimierung der Blutzuckertherapie eine bemerkenswerte Reduktion der Mortalität.

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  • Update – Kardio- und nephroprotektives Potenzial der Lipidtherapie

    Die lipidsenkende Therapie hat in der Prävention kardiovaskulärer Ereignisse in den meisten Stadien der chronischen Nierenerkrankung einen festen Stellenwert. Zur Progressionsverzögerung der Nephropathie durch die Lipidtherapie ist die Datenlage inkonklusiv.

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  • Neue Therapieoptionen bei diabetischer Nephropathie

    ACE-Hemmer und Angiotensinrezeptorblocker haben ihre Effektivität in der Behandlung von Hypertonie und Proteinurie bewiesen, trotz optimaler und breiter Anwendung kommt es aber bei vielen Patienten zu weiterer Verschlechterung der Nierenparameter. Daher stellt sich zunehmend die Frage nach neuen Substanzen, die sowohl Auftreten als auch Progression diabetischer Nephropathie verhindern könnten.

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  • Epidemiologie der diabetischen Nephropathie: Sehen wir den Umschwung?

    Nach Jahrzehnten ständiger Zunahme der terminalen Nierenerkrankung ist die Zahl der Neuzugänge an der Dialyse in Österreich zuletzt wieder etwas zurückgegangen – bei Diabetespatienten sogar noch stärker als bei Nichtdiabetikern.

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  • Bardoxolon-Methyl – Prinzip, Evidenz, möglicher Stellenwert

    Mit Bardoxolon-Methyl ist eine neue, vielversprechende Substanz entwickelt worden, die über die Induktion von Nrf2 ihre antiinflammatorische und antioxidative Wirkung ausübt. Inwieweit Bardoxolon im klinischen Alltag einsetzbar sein wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

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  • Albuminurie und Nierenfunktion

    Die Mikroalbuminurie ist ein allgemein anerkannter früher Surrogatparameter für einen später drohenden Verlust der glomerulären Filtrationsleistung. Aber sagt die Albuminurie immer alles über die renale Prognose?

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  • Diabetische Nephropathie: „Screening ist die beste Strategie“

    Angesichts der Schwierigkeiten, bei Patienten mit manifester diabetischer Nephropathie die weitere Verschlechterung der Nierenfunktion aufzuhalten, plädiert Prof. Carl Erik Mogensen (Åarhus, Dänemark) für ein frühzeitiges Eingreifen auf Basis eines systematischen Mikroalbuminurie-Screenings.

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39. ÖDG-Jahrestagung 2011: DF 05|2011

  • Hypoglykämien – Risikofaktor in der Diabetestherapie

    Im klinischen Alltag stellen Hypoglykämien ein Hindernis für das Erreichen einer normnahen Einstellung der Blutglukose dar. Hierbei kann Blutzucker-Selbstmanagement die Behandlung optimieren, da es Patienten nachhaltig unterstützt, Hypoglykämien vorzubeugen.

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  • Typ-1-Diabetes – Risikoverhalten von Kindern und Jugendlichen

    Unterscheiden sich Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung von der Peer Group? Grenzen erkunden und Herausforderungen für die seelische und körperliche Gesundheit zu suchen, sind charakteristisch für die Pubertät. Bei Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere mit Diabetes mellitus, können derartige Herausforderungen schneller zum gesundheitlichen Problem werden.

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  • Kontinuierliches Glukosemonitoring – Fortschritte auf dem Weg zum „Closed loop“

    Tadej Battelino, international anerkannter Experte für die sensorgestützte Insulinpumpentherapie, berichtete in Salzburg über die jüngsten Fortschritte auf dem Gebiet autonomer Regelkreise zur Berechnung des physiologischen Insulinbedarfs und präsentierte bemerkenswerte eigene Daten, die den Routineeinsatz solcher Systeme näher rücken lassen.

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  • Typ-1-Diabetes – Auf den Spuren der Nephropathie

    Peer-Henrik Groop, Principal Investigator der FinnDiane Study, gab in seiner Plenary Lecture einen Überblick über die Pathogenese der Nierenschädigung bei Typ-1-Diabetes und versuchte zu beantworten, warum viele, aber längst nicht alle Patienten eine Nephropathie entwickeln.

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  • Diabetes-Komplikationen – Herzinsuffizienz und Diabetes

    Herzinsuffizienz und Diabetes sind häufige und über den Mediator der koronaren Herzkrankheit häufig gemeinsam auftretende Erkrankungen. Gerade im Bereich der Therapie der Herzinsuffizienz bei Diabetes gibt es noch eine Reihe offener Fragen.

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  • Initiative „STOP SCHMERZ!“ – Management der schmerzhaften diabetischen Neuropathie

    Diabetes mellitus ist insgesamt die häufigste Ursache für neuropathische Schmerzen. Auswertungen klinischer Daten weisen darauf hin, dass in der klinischen Praxis die diagnostische Erfassung der diabetischen Neuropathie und die adäquate Therapieform nicht in einem ausreichenden Maß Umsetzung finden.

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Perspektiven der antidiabetischen Therapie: DF 04|2011

  • Update 2011 – DPP-4-Inhibitoren

    Die Klasse der Gliptine stellt ein völlig neues Prinzip zur Behandlung des Typ-2-Diabetes dar, indem es sich das Inkretinsystem zur Blutzuckersenkung zunutze macht. Für das Prinzip sprechen aus heutiger Sicht vor allem die Gewichtsneutralität, die Hypoglykämiesicherheit und die gute Verträglichkeit, die sie für den Einsatz im Rahmen einer oralen Kombinationstherapie prädestinieren.

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  • Update 2011 – GLP-1-Rezeptor-Agonisten

    Auf Analoga des humanen Inkretinhormons Glucagon-like peptide-1 ruhen erhebliche Hoffnungen in der Diabetestherapie. Dabei ist das Potenzial des Wirkprinzips hinsichtlich Blutzuckerkontrolle und Verträglichkeit vielleicht noch längst nicht ausgeschöpft.

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  • Anmerkungen zur Diskussion um mögliche Pankreatitis- bzw. Karzinomrisiken im Zusammenhang mit GLP-1-basierten Therapien

    Mit den GLP-1-basierten Therapien steht seit einigen Jahren ein neues Konzept zur Behandlung von Typ-2-Diabetikern zur Verfügung. Gegenüber etablierten oralen Antidiabetika und Insulin zeigen die neuen Arzneimittel Vorteile z. B. hinsichtlich der Beeinflussung des Körper – gewichts und des Risikos…

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  • Ausblick – SGLT-2-Inhibitoren

    Inhibitoren des Natrium-Glukose-Transporters 2 sind eine neue Option für die Diabetestherapie. Das Wirkprinzip ist sicher in Bezug auf Hypoglykämien und nach ersten Auswertungen der klinischen Daten möglicherweise auch verbunden mit einer kardiovaskulären Risikoreduktion.

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  • Ausblick – Antidiabetika in der Pipeline

    Trotz eines Rückgangs bei den Patentanträgen wird gegenwärtig eine beeindruckende Zahl möglicher künftiger Antidiabetika in den Forschungslabors der pharmazeutischen Industrie untersucht. Wesentlich überschaubarer ist da schon die Zahl der adressierten Targets.

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  • Update: Risiken der Diabetestherapie – Blasenkrebs durch Pioglitazon

    Nach Herzinsuffizienz und Knochenbrüchen wird Pioglitazon als einzig verbliebener Glitazon-Vertreter mit einer weiteren schwerwiegenden Nebenwirkung – einem erhöhten Risiko für Blasenkrebs – in Verbindung gebracht. Das noch im Sommer von manchen erwartete generelle Aus für Pioglitazon scheint momentan vom Tisch. Eine rigidere Patientenselektion und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen sollen eine optimale Nutzen-Risiko-Relation gewährleisten.

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  • „Risiken werden durch vaskuläre Benefits mehr als ausgewogen“

    Prof. D. John Betteridge, Mitglied des International Steering Commitee der PROactive-Studie und international anerkannter Endokrinologe und Lipidologe, sieht den Gesamtnutzen von Pioglitazon durch neue Daten zum Blasenkrebsrisiko nicht prinzipiell in Frage gestellt.

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  • Update 2011 – Neues zur Insulintherapie –

    Die mit Abstand älteste Form der antidiabetischen Therapie ist nach wie vor ein dynamisches Feld für Forschung und Entwicklung. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die weltweit kontinuierlich steigende Anzahl an Diabetikern auch mit einer Zunahme von Patienten einhergeht, die eine Indikation zur Insulintherapie aufweisen.

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  • Perspektiven in der Insulintherapie – „We are continuing to get better“

    Welches Potenzial haben ultra-langwirksame Insulinanaloga und Kombinationen von Insulin mit GLP-1-basierten Therapien, und welche Implikationen ergeben sich daraus für den Stellenwert von Insulin im Diabetesmanagement? DIABETES FORUM befragte dazu den stellvertretenden Vorsitzenden der DCCT/EDIC Research Group und international renommierten Diabetesexperten Prof. Dr. Bernard Zinman.

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  • Kongressbericht – 47. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes

    Der für die Lissaboner Weltausstellung erbaute Parque das Nações bildete die beeindruckende Kulisse für die diesjährige Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD), ausgerichtet von der Portugiesischen Diabetesgesellschaft, der ältesten Europas.

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  • Osteologische Aspekte des Diabetes mellitus

    Die diabetische Stoffwechsellage nimmt vielfältigen Einfluss auf den Knochenstoffwechsel. In diesem Artikel sollen die wesentlichsten pathophysiologischen Zusammenhänge dargestellt und therapeutische Konsequenzen aus osteologischer Sicht diskutiert werden.

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  • Bakterielle Hautinfektionen bei Diabetes mellitus

    Bakterielle Infektionen der Haut betreffen 20 bis 75 % aller manifesten Diabetiker, mit einer deutlichen Bevorzugung der Typ-2-Diabetiker. Wiederholte bakterielle Hautinfekte können aber auch Ausdruck einer eingeschränkten Glukosetoleranz im vordiabetischen Stadium sein und daher frühzeitig auf die Entwicklung eines Diabetes hinweisen.

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  • Klinik, Prognose, Therapie – Dermatomykosen

    Angiopathie, Retinopathie, Neuropathie und höheres Alter werden generell als prädisponierende Faktoren für Dermatomykosen angesehen. Diabetische Patienten sind somit besonders anfällig für Pilzinfektionen.

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  • Verminderte Knochendichte bei Diabetespatienten – Therapeutische Konsequenzen aus diabetologischer Sicht

    Sowohl die Diabeteserkrankung als auch die antidiabetische Therapie hat Einfluss auf den Knochenstoffwechsel und das Frakturrisiko von Diabetespatienten. Aus diabetologischer Sicht gilt zunächst, dass die Blutzucker – kontrolle auch für den Knochen eine wichtige Präventivmaßnahme darstellt. Spezifische osteologische Effekte verschiedener Antidiabetika können in die individuelle Therapieplanung einfließen.

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  • Bewertung der Knochendichte und -qualität bei Diabetespatienten

    Üblicherweise schützt eine höhere Knochendichte vor Insuffizienzfrakturen, bei Diabetespatienten scheint die Datenlage allerdings anders zu sein. Was geht im diabetischen Knochen vor, warum gelten die üblichen Zusammenhänge nicht? Mögliche Antworten könnten in der Knochenqualität des Diabetikers liegen.

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  • Nichtinfektiöse dermatologische Komplikationen

    Die komplexen metabolischen und immunologischen Dysfunktionen bei Diabetes mellitus manifestieren sich in vielfältigen klinischen Symptomen an der Haut. Manche davon können sogar diagnoseweisend sein und dadurch die betroffenen Patienten einer rechtzeitigen Behandlung zuführen.

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Kinder & Jugendliche mit Diabetes: DF 02|2011

  • Globale Zunahme des Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

    Während Typ-1-Diabetes bei Kindern in den letzten Jahrzehnten weltweit dramatisch zugenommen hat, spielt Typ-2-Diabetes in dieser Altersgruppe, jedenfalls in Europa, derzeit eine untergeordnete Rolle.

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  • Adipositas und Insulinresistenz im Kindes- und Jugendalter

    Übergewicht ist die zurzeit bedeutendste Volkskrankheit unserer Gesellschaft. Parallel zur Adipositas nimmt auch Typ-2-Diabetes im Kindes- und Jugendalter zu. Die Insulinresistenz stellt eine der zentralen Verbindungen zwischen Adipositas, Glukosestoffwechselstörungen und dem metabolischen Syndrom dar.

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  • Spätkomplikationen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes

    Entgegen früherer Meinungen lassen sich schon früh diabetesbedingte funktionelle und strukturelle Abnormalitäten feststellen. Eine möglichst gute metabolische Kontrolle auch im Kindes- und Jugendalter ist der wichtigste Faktor für die Prävention von Spätkomplikationen.

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  • Kardiovaskuläre Prognose von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes

    Kardiovaskuläre Komplikationen sind auch bei Patienten mit Typ-1-Diabetes Todesursache Nummer eins. Als wahrscheinliche Erklärung für das hohe kardiovaskuläre Risiko gelten Hyperglykämie und damit assoziierte Störungen der Gefäßfunktion.

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  • Insulinpumpentherapie im Kindes- und Jugendalter

    Die Insulinpumpentherapie erfreut sich bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes in den vergangenen zehn Jahren zunehmender Beliebtheit. Vor allem Kleinkinder zeigen eine gute Akzeptanz der Pumpentherapie mit hohem Gewinn an Lebensqualität.

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  • Kontinuierliche subkutane Glukosemessung

    Der prinzipielle Nutzen des kontinuierlichen Blutzuckermonitorings ist durch Studien belegt, sofern die Technik auch angenommen und genutzt wird. Gerade bei pädiatrischen Patienten gibt es in diesem Punkt aber noch Optimierungsbedarf.

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  • „Die Herausforderungen werden in Zukunft noch viel größer“

    Physiologische, entwicklungspsychologische und soziale Aspekte machen die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes zur besonderen Herausforderung – aus medizinischer ebenso wie aus gesundheitspolitischer Sicht. Diabetes Forum sprach mit Prof. Dr. Thomas Danne, Chefarzt an der Abteilung für Diabetologie, Endokrinologie und Allgemeine Pädiatrie am Kinderkrankenhaus auf der Bult (Hannover, Deutschland) und Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft.

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  • Polyendokrinopathien und Typ-1-Diabetes

    Typ-1-Diabetes ist häufig mit weiteren Autoimmmunerkrankungen assoziiert. Diese können einzeln oder in Form von definierten Polyendokrinopathie-Syndromen auftreten. Organspezifische Autoantikörper ermöglichen das Screening nach diesen Endokrinopathien bei Patienten mit Typ-1-Diabetes.

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  • Immunprävention des Typ-1-Diabetes – „We are close but not quite there“

    Ist es möglich, in die Prozesskaskade, die in den Verlust der endogenen Insulinskretionsfähigkeit bei Typ-1-Diabetes mündet, so weit einzugreifen, dass der Ausbruch der Erkrankung verhindert werden kann? DIABETES FORUM sprach darüber mit Dr. Jay S. Skyler, Professor für Medizin, Pädiatrie und Psychologie an der University Miami und Vorsitzender des Type 1 Diabetes TrialNet, einem Zusammenschluss führender Forschungsinstitutionen auf dem Gebiet der Immunprävention und -therapie des Typ-1-Diabetes.

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Diabetes & PAVK: DF 01|2011

  • Diagnostische Herausforderungen

    Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) ist unterdiagnostiziert, untertherapiert, schlecht verstanden und viel häufiger als gemeinhin angenommen. Es wird nicht nur die PAVK häufig übersehen – selbst wenn sie diagnostiziert ist, werden die Risikofaktoren bei diesen Patienten schlechter therapiert.

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  • Prognostische Implikationen

    Der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten kommt bei der Entstehung und Prognose diabetischer Fußkomplikationen ein wichtiger Stellenwert zu.

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  • Medikamentöse Therapie der kardiovaskulären Risikofaktoren

    Periphere arterielle Verschlusskrankheit potenziert das ohnehin hohe Gefäßrisiko von Diabetikern. Auch wenn die genauen Hintergründe dieser Interaktion noch unklar sind, erscheinen aggressive Strategien der kardiovaskulären Risikominimierung gerade in dieser Patientengruppe angebracht.

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  • Diabetisches Fußsyndrom – Behandlungswege

    Die Behandlung eines diabetischen Fußsyndroms stellt wegen der Komplexität und Langwierigkeit eine therapeutische Herausforderung dar und fordert neben der guten interdisziplinären Zusammenarbeit vor allem viel Geduld vom Patienten aber auch von den Behandelnden.

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  • Diabetisches Fußsyndrom – „Angiologische“ Therapiemöglichkeiten

    Diabetiker haben ein etwa fünffach erhöhtes Risiko, an peripherer arterieller Verschlusskrankheit zu erkranken, und sind etwa 40-mal häufiger von Fußamputationen betroffen als Nichtdiabetiker. Während vasoaktive Pharmaka die periphere Durchblutung nur eingeschränkt verbessern können, kommt lumeneröffnenden Therapiemaßnahmen bei der Reduktion des Amputationsrisikos eine zunehmend wichtige Rolle zu.

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  • Diabetisches Fußsyndrom – Antimikrobielle Therapie

    Eine frühzeitige, aggressive Antibiotikatherapie kann das Amputationsrisiko senken, allerdings gibt es bis dato keine hochwertigen Studien, die bestimmte Antibiotika als „State of the Art” empfehlen könnten. Dank des modernen Wundmanagements ist es jedoch heute obsolet, jedem kleinen Ulkus sofort mit einer Antibiotikatherapie zu Leibe zu rücken.

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