Vaskulitiden und Spondyloarthritiden: FdR 04|2018

  • Therapie der axSpA: Was kommt jetzt?

    TNF-Blocker sind sehr effektive Therapeutika zur Behandlung der klinisch aktiven radiografischen und ­nichtradiografischen axialen Spondyloarthritis.

    Alternativ können Patienten mit axialer Spondyloarthritis auch mit Interleukin-17-Blockern behandelt werden, wobei in Österreich derzeit nur Secukinumab zur Therapie der radiografischen axialen Spondyloarthritis ­(ankylosierenden Spondylitis) zugelassen ist. Hoffentlich positive Studienergebnisse über die Wirksamkeit der Interleukin-17-Blocker Ixekizumab und Bemekizumab zur Therapie der axialen Spondyloarthritis werden mit Spannung erwartet.

    Die hemmende Wirkung des JAK-Inhibitors Tofacitinib auf die Interleukin-23/Interleukin-17-Achse sowie erste klinische Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass auch diese Substanz für die Therapie der axialen Spondyloarthritis ­geeignet sein könnte.

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  • Juvenile Spondylarthropathie, enthesitisassoziierte Arthritis

    Bei Kindern und Jugendlichen mit Spondylarthropathie sind bewährte Therapien: niedrig dosiertes Kortison, nichtsteroidale Antirheumatika, intraartikuläres Kortison und TNF-α-Hemmer oder -Antikörper.

    Interessant wird der Einsatz von anderen Antikörpern und/oder Januskinaseinhibitoren werden.

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  • Akute anteriore Uveitis

    Die einseitige akute anteriore Uveitis ist häufig mit HLA-B27-Positivität und Spondylarthropathien assoziiert. Die Behandlung besteht in erster Linie aus lokaler Kortisontherapie. Eine systemische immunsuppressive Dauertherapie kann bei sehr häufigen Rezidiven oder Gefahr von okulären Komplikationen indiziert sein.

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  • Einteilung der Vaskulitiden

    Die überarbeitete Einteilung und Nomenklatur der Vaskulitiden nach der Chapel Hill Consensus Conference von 2012 gibt den umfassendsten Überblick über die verschiedenen klinisch relevanten Formen der ­Gefäßentzündungen.

    Im Rahmen eines großen internationalen Projektes wird zurzeit an der Entwicklung neuer Klassifikations- und ­Diagnosekriterien der Vaskulitiden gearbeitet.

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  • Polymyalgia rheumatica und Riesenzellarteriitis: Kortison, IL-6-Therapie: Was kommt jetzt?

    Glukokortikoide sind bei der Riesenzellarteriitis (RZA) und der Polymyalgia rheumatica (PMR) weiterhin Therapie der Wahl.

    Eine Kombination mit Tocilizumab führt bei RZA zu deutlich höheren Remissionsraten und einer geringeren ­kumulativen Glukokortikoiddosis als eine Monotherapie mit Glukokortikoiden.

    Verschiedene Therapiealternativen werden derzeit für RZA und PMR getestet und beinhalten neben Biologika und JAK-Inhibitoren auch modifizierte Kortisonpräparate wie die selektiven Glukokortikoid-Rezeptor-Modulatoren (SEGRMs).

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  • Glukokortikoidinduzierte Osteoporose

    Die glukokortikoidinduzierte Osteoporose (GIOP) ist die häufigste Form der sekundären Osteoporose und mit einem hohen Frakturrisiko vergesellschaftet.

    Die DVO-Leitlinien sowie die Empfehlungen der ACR geben ausführlich Information zu Diagnose und Therapie der GIOP.

    Zur Therapie der GIOP stehen mittlerweile alle gängigen Osteoporose-Medikamente zur Verfügung.

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  • Biologikatherapie in der Schwangerschaft

    Eine aktive Erkrankung vor oder während der Schwangerschaft stellt ein Risiko für Mutter und Kind dar.

    Bei klinischer Notwendigkeit kann eine Therapie mit TNF-α-Inhibitoren während der Schwangerschaft erfolgen.

    Andere (Nicht-TNFi-)Biologika sollen aufgrund fehlender Daten in der Schwangerschaft vermieden werden.

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  • Immunologische/rheumatologische Phänomene unter Checkpoint-Inhibitor-Therapien

    Immune-related adverse Events (irAEs) sind Nebenwirkungen von immunologischen Checkpoint-Inhibitoren, die auf einer unspezifischen Aktivierung des Immunsystems beruhen und nahezu jedes Organsystem betreffen können.

    Sie können auch zu späten Zeitpunkten im Therapieverlauf oder auch nach Therapieende auftreten.

    Die Bandbreite an möglichen Manifestationen macht ein fächerübergreifendes interdisziplinäres Management ­erforderlich.

    Aufgrund des in seltenen Fällen schweren Verlaufs ist eine ständige Aufmerksamkeit notwendig.

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10 Jahre Fakten der Rheumatologie: FdR 03|2018

  • Rheumatologie gestern, heute, morgen

    Die FAKTEN der Rheumatologie feiern in diesen Tagen ein Jubiläum: Es ist genau 10 Jahre her, dass die erste Ausgabe veröffentlicht wurde. Vor 10 Jahren war es zunächst ein Versuch, eine völlig neue Form eines populärwissenschaftlichen, medizinischen Fortbildungsorgans zu schaffen. Dass…

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  • Einst „Morbus Bechterew“ – was hat sich in den letzten 10 Jahren getan?

    Pathogenese: IL-6 als Sackgasse, neu: Bedeutung der IL-23/17-Achse.

    Diagnose: durch forcierten Einsatz des MRTs immer frühere Diagnosen, aber auch Problematik einer Fehl-/Überdiagnose.

    Therapie: revolutionierende Biologika-Therapie – mit IL-17 blockierenden Biologika ein neues Wirkprinzip (auch für Patienten mit fehlendem Ansprechen auf Anti-TNF-Blocker).

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  • Die Psoriasisarthritis – ein buntes Krankheitsbild

    Die Psoriasisarthritis ist eine vielschichtige Erkrankung, die von Rheumatologen behandelt wird.

    Die therapeutische Landschaft hat sich in den letzten beiden Dekaden dramatisch weiterentwickelt und inkludiert mittlerweile eine Vielzahl von synthetischen und biologischen Medikamenten.

    Gleichzeitig kam es zu einer ebenfalls eindrucksvollen Entwicklung des Krankheitsverständnisses und von Instrumenten zur Erfassung der Krankheitsaktivität.

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  • ANCA–assoziierte granulomatöse Polyangiitis – gestern Erkennung, heute Behandlung, morgen Heilung

    Bei unspezifischen Krankheitszeichen mit längerem Verlauf kann ein positiver ANCA-Befund und eine gute ­Bildgebung zur histologischen Sicherung der Diagnose Granulomatose mit Polyangiitis führen.

    Nach Erreichen einer Remission müssen klassische und moderne Imunsuppressiva jahrelang gegeben ­werden.

    Errungenschaften der biologischen individualisierten Medizin wie die Messung des epigenetischen Regulationszustands werden eine optimierte Lebenserwartung ermöglichen.

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  • Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen bei der Riesenzellarteriitis

    RZA als klinisches Syndrom mit gemeinsamem Merkmal der Entzündung der großen Gefäße (kranial und extrakranial), große Überlappung mit Polymyalgia rheumatica.

    Wichtigste Neuerungen der letzten Jahre: in der Diagnostik die gestärkte Rolle der Bildgebung (kann eine Biopsie der Temporalarterie u. U. ersetzen), in der Therapie die gute Wirksamkeit von Tocilizumab.

    Wichtigste Herausforderung: flächendeckende Einführung von Fast-Track-Kliniken zur Frühdiagnostik, um gefürchteten Komplikationen wie permanentem Visusverlust vorzubeugen.

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  • Lupus erythematodes – deutliche Fortschritte mit viel Luft nach oben

    Die Ära der Biologika hat nach vielen enttäuschenden Studien auch in der Behandlung des SLE Einzug gehalten.

    Eine möglichst exakte Definition und Klassifikation des SLE sind Vorhaben der Gegenwart.

    Eine umfassende individualisierte Therapie und eine von der Krankheit weitestgehend unbeeinflusste ­Lebensführung sind die Hoffnung für die Zukunft.

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  • Systemische Sklerose als Modellerkrankung für eine individualisierte, organbezogene Betreuung

    Bei der systemischen Sklerose (SSc) hat sich das Muster der Komplikationen drastisch verändert: renal bedingte Mortalität von 40 % auf etwa 6 % gesunken, pulmonal bedingte von 5 % auf über 30 % gestiegen, ebenso ist die Häufigkeit der pulmonal-arteriellen Hypertension (PAH) gestiegen.

    Von vielfältigen neuen Therapieansätzen – z. B. autologe Stammzelltransplantation, B-Zell-depletierende ­Therapie – sind erweiterte Behandlungsmöglichkeiten, eine weitere Verbesserung der Prognose und der Lebensqualität der Patienten zu erwarten.

    Dennoch bleibt die systemische Sklerose eine Herausforderung und erfordert eine umfassende, engmaschige Betreuung der Patienten und einen interdisziplinären Ansatz.

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  • Kinderrheumatologie: Juvenile idiopathische Arthritis – dramatische Verbesserungen durch neue Therapien

    Die juvenile idiopathische Arthritis mit sämtlichen Subtypen erhielt weltweit eine einheitliche Nomenklatur.

    Neue Therapieoptionen: durch Methotrexat, dann TNF-Hemmer oder -Antikörper reduzierte Zahl der über lange Zeit chronisch entzündlichen Gelenke. Hemmer oder Antikörper gegen Interleukin 1 und Interleukin 6 reduzieren bei „systemic onset“ juveniler idiopathischer Arthritis (soJIA bzw. M. Still) die Kortikosteroidabhängigkeit, der entzündungshemmende Effekt ist bereits in den ersten 24 Stunden nach erster Gabe sichtbar.

    Die Gelenkprognose, Remissionsrate und Berufsfähigkeit der erwachsen Gewordenen haben sich deutlich gebessert.

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  • Vergangene und aktuelle Entwicklungen im Osteoporose−Armamentarium

    Mit antikatabolen Medikamenten wurden in den letzten 10 Jahren wesentliche Fortschritte der Behandlung der Osteoporose erzielt.

    Die Entwicklung von knochenanabolen Medikamenten stellt eine aktuelle Herausforderung dar.

    In fernerer Zukunft könnten möglicherweise Senolytika unser therapeutisches Armamentarium erweitern.

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  • Wesentlicher Beitrag nichtärztlicher Gesundheitsberufe im Rheuma−Management

    Nichtärztliche Gesundheitsberufe (Ergotherapie, Physiotherapie, Krankenpflege, Psychologie, Sozialarbeit, ­Diätologie, Pharmakologie etc.) tragen wesentlich zur Versorgung bei rheumatologischen Erkrankungen bei.

    Wichtige Aufgabenstellungen: Gatekeeper-Funktion, Sekundärprävention, Erhaltung der Arbeits- und Funktionsfähigkeit.

    Angehörige dieser Berufsgruppen, die sich in der Rheumatologie weiterbilden und in diesem Fachbereich tätig sind, werden von der Österreichischen Gesellschaft für rheumatologische Gesundheitsberufe (ÖGRG)1 unterstützt.

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  • Aus der Patientenperspektive – noch immer Awareness-Manko und Vorurteile

    Es gibt zwar rasante Fortschritte durch therapeutische Innovationen, Patienten leiden jedoch nach wie vor unter Schmerzen und Einschränkungen durch diese nun unsichtbare Erkrankung.

    Für jene Patienten, die mit der neuen Einstellung durch Biologika keine Remission erfahren haben, ist die ­Lebenssituation besonders in der Arbeitswelt nicht besser geworden.

    Wünsche für die Zukunft: weiterhin gute medizinische und leistbare Versorgung mit Zugang zu neuen Therapieoptionen für alle; an Behinderungen und Leistungseinschränkungen angepasste Arbeitszeitmodelle; regional gerechterer Zugang zu Förderungen und Betreuungsmöglichkeiten; mehr Awareness für die Krankheitslast bei rheumatischen Erkrankungen.

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Best of EULAR 2018: FdR 02|2018

  • Neues zur Polyarthritis

    Eine Deeskalation einer bDMARDs-Therapie bei RA scheint vs. csDMARD-Ausschleichen nicht mit einem ­höheren Rückfallrisiko verbunden zu sein – bei Patienten mit anhaltender Remission ist somit ein primärer ­Absetzversuch von bDMARDs gerechtfertigt.

    Ein negativer ACPA-Status (Anti-citrullinated Protein/Peptide Antibodies) bei RA-Patienten weist auf ­pathophysiologische ­Gemeinsamkeiten mit seronegativen Arthritiden wie Psoriasisarthritis hin und sollte bei der ­Therapieauswahl berücksichtigt werden.

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  • Neues zu Vaskulitiden

    Bildgebung zur Beurteilung der Aktivität von Großgefäßvaskulitiden bleibt schwierig.

    Neue mögliche Rolle von IL-6 in der Depression und in den ANCA-assoziierten Vaskulitiden.

    Neue Hepatitis-C-Therapien auch gegen HepC-assoziierte kryoglobulinämische Vaskulitis effektiv.

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  • Neues zu Kollagenosen

    Das Outcome der Lupus-Nephritis ist weiterhin nicht zufriedenstellend: Sowohl Patienten, die initial nicht auf ­Therapien ansprechen, als auch sekundäre Therapieversager stellen eine Herausforderung im klinischen Alltag dar.

    Neue SLE-Klassifikationskriterien im Rahmen eines gemeinsamen ACR/EULAR-Projekts: Die Gewichtung der unterschiedlichen Krankheitsmanifestationen soll den Ausschluss von „SLE Mimickers“ erleichtern und eine frühzeitige Klassifikation ermöglichen.

    Magensaftresistente Mycophenolsäure ist bei renalen, mukokutanen und hämatologischen Manifestationen des SLE Azathioprin überlegen.

    Bei Patienten mit Sklerodermie und renaler oder pulmonaler Beteiligung sollte die Stammzelltransplantation als frühzeitige therapeutische Option in Betracht gezogen werden.

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Psoriasis-Arthritis: FdR 01|2018

  • EULAR- und GRAPPA-Therapiealgorithmen: Empfehlungen zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis

    Sowohl die EULAR- als auch die GRAPPA-Empfehlungen können zur Anleitung bei Behandlung der ­Psoriasis-Arthritis (PsA) eingesetzt werden.

    GRAPPA-Empfehlungen: Eigene Algorithmen für jede betroffene Domäne – wie Arthritis, Enthesitis, Daktylitis, ­axialen Befall sowie auch Haut- und Nagelbefall; geben keine therapeutischen Ziele vor.

    EULAR-Empfehlungen: Definition therapeutischer Ziele (Remission bzw. niedrige Krankheitsaktivität) im Sinne eines ­Treat-to-Target-Konzepts; 4-phasiger Algorithmus, in dem alle Befallsaspekte der PsA berücksichtigt werden; werten die unterschiedlichen Therapien stärker als die GRAPPA-Empfehlungen.

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  • Viel Bewegung durch neue DMARDs: Psoriasis-Arthritis – wie therapieren?

    Wenn konventionelle DMARDs – wie MTX etc. – nicht ausreichend wirksam sind, ist ein breites Arsenal an neuen zielgerichteten bzw. biologischen Substanzen verfügbar.

    Die Psoriasis-Arthritis hat offenbar andere pathogenetische Grundlagen als die Psoriasis: bislang durch kein ­Medikament ähnliche Erfolge wie durch Blockade der IL-23/IL-17-Achse in der Psoriasis.

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  • Upcoming Therapies (abseits der Guidelines): Neue therapeutische Konzepte bei Psoriasis-Arthritis

    Neue Biologika mit Targets auf der bei PsA pathogenetisch essenziellen IL-23/IL-17-Achse: z. B. die teilweise bereits bei PsA bzw. in anderen rheumatologischen Indikationen zugelassenen Antikörper Ustekinumab (Anti-IL- 12/23p40-Ak), Secukinumab und Ixekizumab (Anti-IL-17A-Ak) sowie Brodalumab (Anti-IL-17-Rezeptor-Ak); derzeit mehrere Antikörper gegen die p19-Untereinheit von IL-23 mit bereits abgeschlossener Phase II.

    JAK-Inhibitoren (Klasse der tsDMARDs, oral verabreichbar): z. B. nichtselektiver JAK-Inhibitor Tofacitinib (EMA-Zulassung für RA, Erweiterung für PsA eingereicht); aktuell Studienprogramme zu selektiven JAK-Inhibitoren.

    Bispezifische Antikörper zur dualen Hemmung von Zytokinen: z. B. Antikörper ABT-122 gegen IL-17A und TNF-α (inkonklusive Phase-II-Daten zur Überlegenheit vs. TNF-α-Blocker Adalimumab).

    Die neuen Substanzen müssen gegenüber bereits etablierten Substanzen ihre positive Risk-Benefit-Ratio und Überlegenheit teilweise erst unter Beweis stellen.

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  • Welche Untersuchungen und Scores sind sinnvoll? Psoriasis-Arthritis – Assessment für die Praxis

    Die Psoriasis-Arthritis (PsA) stellt eine heterogene chronische Gelenkerkrankung dar, welche einer umfassenden klinischen Beurteilung unter Einbezug von Gelenk- und Weichteilentzündungen, Hautbeteiligung, ­Röntgenveränderungen sowie des subjektiven Empfindens der Betroffenen bedarf.

    Krankheitsaktivitäts-Scores wie der Disease Activity Index for Psoriatic Arthritis (DAPSA) oder der Minimal-­Disease-Activity-(MDA-)Score bieten die Möglichkeit, ein Therapieziel zu definieren und entsprechende therapeutische Maßnahmen zur Erreichung festzulegen.

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  • Pathogenese und Charakteristika: Enthesiopathien im Rahmen der Psoriasis-Arthritis

    Enthesitiden (Entzündungen von Sehnenansätzen) bei Psoriasis-Arthritis (PsA) gehäuft, bei Spondylarthropathien vermutlich initiale Manifestation der muskuloskelettalen Entzündung.

    Pathogenese: Im Rahmen einer vermehrten Aktivierung des angeborenen Immunsystems spielen Entzündungsmediatoren wie PgE2, IL-17, IL-23 und spezifische T-Zell-Populationen (IL-23R-positive Gamma/Delta-T-Zellen) des enthesialen Kompartiments Schlüsselrollen.

    Bildung von Entheso- und Spondylophyten: ähnlich wie bei Frakturheilung verstärkte Knochenneubildung im Anschluss an einen initialen Entzündungsprozess.

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Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen: FdR 04|2017

  • Therapie der Fingerpolyarthrose – Update

    Die Fingerpolyarthrose (FPA) ist selbst im Jahre 2017 trotz zielgerichteter Therapien eine nur schwer zu ­behandelnde Erkrankung.

    Obwohl eine Vielzahl an Therapieoptionen existiert (mit mehr oder weniger guter Datenlage), gibt es keine, die den Krankheitsverlauf beeinflussen, also strukturmodifizierend wirken.

    Das optimale Management der FPA besteht also aus einem Zusammenwirken von pharmakologischen und ­nichtpharmakologischen Modalitäten, mit letztendlich dem Ziel der effektiven Bekämpfung des Gelenkschmerzes und ­Erhaltung der Gelenkfunktion.

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  • Sehnenansatzprobleme aus orthopädischer Sicht

    Insertionstendinopathien sind durch Reizung und Überlastung bedingte Schmerzzustände am Übergang von der Sehne zum Knochen.

    Multiple Faktoren können Einfluss auf das Krankheitsgeschehen nehmen, weshalb eine umfangreiche Anamnese und klinische Abklärung durchgeführt werden soll.

    Eine konservative Therapie mit einem koordinierten Programm sollte die primäre Behandlungsstrategie darstellen.

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  • Arthrose und Sport

    Arthrose und Sport stehen eigentlich im Gegensatz zueinander, dennoch hat Sport in der richtigen Form und ­Anwendung durchaus seinen Stellenwert und kann neben dem Erhalt der körperlichen Ertüchtigung auch gezielt als Therapieform bei Arthrose eingesetzt werden.

    Bei Vorliegen einer Arthrose ist auf runde Bewegungsabläufe zu achten.

    „Stop and go“ Sportarten mit kurzfristig hohen Druckspitzen im Gelenk sind kontraindiziert.

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  • Homo Faber am Computer und in anderen sitzenden Berufen: Prävention muskuloskelettaler ­Beschwerden, die durch einseitige Tätigkeiten bedingt sind

    Ein überwiegend sitzender Lebensstil (v. a. langes und falsches Sitzen bzw. eine schlechte Sitzhaltung) mit Computer- bzw. Bildschirmarbeit beeinträchtigt nicht nur das kardiovaskuläre System und den Metabolismus, sondern auch das muskuloskeletale System mit einer zunehmenden Einschränkung in den motorischen ­Grundeigenschaften (u. a. Kraft, Ausdauer, Koordination bzw. Sensomotorik und Flexibilität) und Schmerz­syndromen am Bewegungs- und Stützapparat.

    Laut Statistik Austria sind rund zwei Drittel der Österreicher zumindest einmal in ihrem Leben von Rücken- bzw. ­Kreuzschmerzen – und dies meist an der Lendenwirbelsäule – betroffen, denn tägliches, stundenlanges Sitzen vor dem Computer, lange Autofahrten und eine falsche Haltung sowie Pausengestaltung machen unserem Bewegungs- und Stützapparat schwer zu schaffen.

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  • Update Fibromyalgie

    Fibromyalgie wird als über weite Teile des Körpers verstreute Schmerzen definiert. Am besten ist die Fibromyalgie durch ein bio-psycho-soziales Modell erklärbar.

    In der Therapie spielen physikalische, psychologisch-psychotherapeutische und pharmakologische Interventionen eine wichtige Rolle.

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Kollagenosen: FdR 03|2017

  • Lupus: Früherkennung im klinischen Alltag

    Die Diagnosestellung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) ist besonders in frühen Phasen schwierig. Die bestehenden Klassifikationskriterien sind hier nur sehr eingeschränkt hilfreich.

    Das Auftreten von typischen, wenn auch nicht immer hochspezifischen, klinischen Symptomen, die auch in Kombination vorkommen können, sollte den Arzt an einen SLE denken lassen.

    Ein positiver ANA-Wert und/oder ein auffälliges Blutbild können eine Verdachtsdiagnose erhärten.

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  • Lupus: Was folgt auf Belimumab? – Therapieoptionen und neue Therapien

    Es gibt mehrere vielverspechende neue Ansätze in der Therapie des SLE, worunter vor allem die Interferon-α-Blockade (z. B. Anifrolumab) und die Immunmodulation durch Tolerogene (z. B. LupuzorTM) fallen.

    Die Herausforderung liegt bei SLE-Studien nicht nur in der Entdeckung der richtigen therapeutischen Substanz, sondern auch im Studiendesign, wie z. B. der Wahl der Endpunkte.

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  • Systemischer Lupus erythematodes und Schwangerschaft

    Der systemische Lupus erythematodes betrifft vor allem junge Frauen im gebärfähigen Alter, und somit spielt die Familienplanung eine wichtige Rolle.

    Eine Schwangerschaft bei SLE-Patientinnen geht mit mehr maternalen und fetalen Komplikationen einher.

    Durch eine optimale Planung der Schwangerschaft in einer Phase der Remission und Optimierung der ­Risikofaktoren können Schwangerschaftskomplikationen reduziert werden.

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  • Was tun bei ANA 1 : 320 − Labor bei Kollagenosen (Was steht wofür? Was sagt uns das, und was nicht?)

    Der Nachweis von ANA mittels IIF hat nach wie vor eine fundamentale Bedeutung in der Diagnose von systemischen Autoimmunerkrankungen, ist jedoch nur ein Baustein in der umfassenden klinischen diagnostischen Abklärung.

    Sowohl die IIF als auch SPA haben ihre individuellen Vor- und Nachteile.

    Die Interpretation von ANA-Befunden ist abhängig von der Vortestwahrscheinlichkeit einer Erkrankung.

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  • Augenbeteiligung bei Kollagenosen

    Kollagenosen sind mit einem breiten Spektrum an Augenmanifestationen assoziiert, die einen milden Verlauf ­haben oder mit ernsthafter Visusbedrohung einhergehen können.

    Unterschiedliche rheumatologische Erkrankungen sind mit typischen okulären Krankheitsbildern verbunden, die bei der differenzialdiagnostischen Abklärung hilfreich sein können.

    Auch weil die Augenmanifestation das erste klinische Zeichen einer Systemerkrankung sein kann, ist eine gute ­interdisziplinäre Zusammenarbeit Voraussetzung für ein effizientes Patientenmanagement.

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  • Kollagenosen: Lungenfibrosen aus radiologischer Sicht

    Pulmonale Beteiligungen im Rahmen von Kollagenosen, medikamenteninduzierte Lungenschädigungen und assoziierte Infektionen können radiomorphologisch ähnlich erscheinen, bedürfen aber unterschiedlicher Therapien.

    Die radiologische Diagnostik kann nur eingebunden in die interdisziplinäre Zusammenarbeit ihr volles Potenzial ausschöpfen.

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  • Raynaud-Syndrom – ein kardiovaskulärer Risikofaktor?

    Das Raynaud-Phänomen (RP) ist mit einer erhöhten Prävalenz von seltenen, mit einer Vasospasmus-Neigung ­verbundenen kardiovaskulären Krankheitsbildern assoziiert.

    Derzeit gibt es jedoch keinen eindeutigen Hinweis auf einen unabhängigen Zusammenhang zwischen dem RP und primär atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen.

    Die beim sekundären RP potenziell zugrunde liegenden immunologischen Prozesse sind hingegen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden.

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  • Sjögren-Syndrom − Immunsuppression: sinnvoll oder sinnlos?

    Pathophysiologisch basiert das primäre Sjögren-Syndrom (pSjS) auf einer Störung des Immunsystems.

    Leitsymptom ist eine Sicca-Symptomatik. Dazu kommen extraglanduläre Symptome bis hin zur Organbeteiligung.

    Immunmodulierende oder immunsupprimierende Therapien kommen zur Anwendung. Die Studienlage ist ­begrenzt.

    Rituximab hat sich bei schweren systemischen Manifestationen als wirksam erwiesen.

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  • Xerostomie: Was Rheumatologen über Mundtrockenheit wissen sollten!

    Subjektive Mundtrockenheit kann durch Messung der unstimulierten Speichelsekretion schnell und einfach ­objektiviert werden.

    Die Speicheldrüsenbiopsie grenzt das Sjögren-Syndrom als Ursache der Xerostomie von wichtigen ­Differenzialdiagnosen ab.

    Zur symptomatischen Therapie der Xerostomie stehen Speichelersatzmittel und Parasympathomimetika zur Verfügung.

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Best of EULAR 2017: FdR 02|2017

  • Neues zur Polyarthritis

    Der Zeitpunkt der Wiederexposition mit TNFi hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf die Rezidivrate der Malignome.

    Eine passive Rauchexposition im Kindesalter soll unbedingt vermieden werden, insbesondere in den Familien mit positiver Anamnese auf RA.

    Die Intervallverlängerung der Biologikatherapie scheint eine sichere Therapiestrategie bei RA-Patienten in Remission zu sein.

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  • Neues zu Kollagenosen

    SLE-Kriterien: Aktuell entstehen neue Klassifikationskriterien des SLE. Ziel ist die rasche klinische ­Anwendbarkeit, um eine frühzeitige Klassifikation zu ermöglichen.

    Komorbiditäten: Die Komorbiditäten bei Kollagenosen und hier insbesondere beim SLE werden besser untersucht. Primärprophylaktische Ansätze mit Hydroxychloroquin und Acetylsalicylsäure zeigen hier durchaus positive ­Daten.

    Therapieansätze: Die 10-Jahres-Daten von Belimumab zeigen ein gutes Wirk- und Sicherheitsprofil.

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  • Axiale Spondyloarthritis

    Antikörper gegen das Zelloberflächenpeptid CD74 könnten neben HLA-B27 als Laborparameter zur Diagnose von axSpA von Relevanz sein.

    Die neuen T2T-Empfehlungen zum Management von axSpA und PsA empfehlen den ASDAS als zu bevorzugendes Messinstrument.

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  • Neues zu Vaskulitiden

    IL-5-Blockade: wirksam bei EGPA

    Tocilizumab: als neue Therapie bei Riesenzellarteriitis und Polymyalgia rheumatica

    B-Zell-Depletion mit anti-CD20: in verschiedenen Krankheiten unterschiedlich stark ausgeprägt

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Rheumatoide Arthritis: FdR 01|2017

  • Können wir die rheumatoide Arthritis verhindern?

    Rheumatoide Arthritis muss früh behandelt werden, um die Zerstörung der Gelenke zu minimieren.

    Die Hypothese, dass eine Therapie vor dem Auftreten der typischen Gelenkentzündungen die Erkrankung ­vielleicht sogar verhindern kann, beschäftigt die rheumatologische Welt seit Langem. Auch rezente Studien mit sehr effektiven Medikamenten erlauben uns immer noch nicht, diese Frage mit Ja zu beantworten.

    Weitere Studien mit unterschiedlichen Designs sind daher sehr sinnvoll, jedoch in dieser sehr frühen Phase der ­Erkrankung auch immer mit ethischen Bedenken verhaftet.

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  • Subklinische RA? Was tun, wenn Ultraschall positiv, aber wenig/keine Klinik?

    Die klinische Relevanz der sonografisch nachweisbaren Restsynovitis hängt von der gesamten klinischen ­Situation ab.

    Ein Biologika-Absetzversuch bei Patienten mit Restsynovitis sollte mit besonderer Vorsicht erfolgen.

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  • RA: Womit beginnen?

    Auch in der Ära der Biologika stellt Methotrexat (MTX) nach wie vor ein sehr effektives DMARD zur Behandlung der RA dar.

    In den EULAR-Empfehlungen zum Management der RA wird MTX zur First-Line-Therapie bei aktiver RA ­empfohlen.

    Das Nebenwirkungsprofil von MTX ist zu beachten. Regelmäßige Kontrollen und die Beachtung von Kontraindikationen sind notwendig.

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  • RA: Was tun, wenn ein DMARD versagt?

    Mehr als die Hälfte aller RA-Patienten, die eine MTX-Monotherapie erhalten, erreicht nicht das Therapieziel einer Krankheitsremission.

    In Abhängigkeit von vorhandenen Risikofaktoren für eine schlechte Prognose der RA sollten diese Patienten unterschiedlich behandelt werden.

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  • RA: Was tun, wenn das erste Biologikum versagt?

    Zur Therapie der rheumatoiden Arthritis stehen mehrere biologische DMARDs mit unterschiedlichen ­Wirkmechanismen zur Verfügung.

    Bei ungenügender Wirksamkeit einer Kombinationstherapie von synthetischen mit einem biologischen DMARD wird der Wechsel auf ein anderes biologisches DMARD empfohlen.

    Welches biologische DMARD dabei gewählt wird, bleibt dem betreuenden Rheumatologen überlassen, da nach einem Wechsel des biologischen DMARD von allen Therapeutika ein ähnlicher, wenn auch geringerer, Therapieeffekt zu erwarten ist.

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  • Treat to Target – Bewertung eines Konzeptes

    Das Treat-to-Target-(T2T-)Konzept (Festsetzen eines Therapieziels, regelmäßiges Überprüfen des Erreichens und Adaptierung der Behandlung bei Nichterreichen) ist eine wichtige Säule in der Behandlung von chronischen ­Erkrankungen.

    Bei der rheumatoiden Arthritis konnte gezeigt werden, dass durch Implementierung von T2T-Strategien eine ­Reduktion von Krankheitsaktivität erzielt und auch Outcomes wie körperliche Funktion, Lebensqualität und radiologische Progression langfristig verbessert werden können.

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Axiale Spondyloarthritis: FdR 04|2016

  • Können NSAR die Progression bei axialer SpA verhindern?

    Das Kennzeichen der axSpA ist eine entzündungsmediierte Osteoproliferation mit fortschreitender knöcherner Ankylosierung des Achsenskelettes.

    In-vitro-Experimente, Untersuchungen in Tiermodellen und klinische Studien an Patienten mit prothetischem ­Gelenkersatz deuten darauf hin, dass die Hemmung der Prostaglandinsynthese zu einer Hemmung der ­Osteoproliferation führt.

    Nachdem anfänglich mehrere klinische Studien auch bei AS-Patienten einen hemmenden Effekt von nichtsteroidalen ­Antirheumatika auf die Knochenneubildung gezeigt hatten, war ein solcher Effekt bei kürzlich publizierten randomisierten Studien nicht nachweisbar.

    Die Frage, ob eine kontinuierliche Einnahme von NSAR die fortschreitende Ossifikation bei AS-Patienten verzögern kann, bleibt damit weiter offen.

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  • Post-TNF-Therapie bei axialer Spondyloarthritis

    Mit der Ära der TNF-Inhibitoren wurde für PatientInnen mit axialer SpA ein Meilenstein erreicht.

    Es gibt dennoch PatientInnen, die primär/sekundär nicht auf TNFi ansprechen.

    Andere Biologika, die bei der RA wirksam sind (Rituximab, Abatacept, Tocilizumab), sind jedoch bei der axSpA nicht zielführend.

    IL-17- und IL-12/23-Inhibitoren sind vielversprechende neue Substanzen, die in Zukunft den Goldstandard der axSpA-Therapie darstellen könnten.

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  • Enthesitis: Differenzialdiagnose und Behandlung

    Um eine Enthesitis zu objektivieren, ist eine umfassende klinische Untersuchung auf weitere SpA-typische ­Symptome notwendig.

    Aus therapeutischer Sicht ist eine Differenzierung von inflammatorischen Enthesitiden und degenerativen Enthesiopathien essenziell.

    Wenn bei Patienten mit einer SpA eine Enthesitis im Vordergrund des klinischen Bildes steht, sollten bevorzugt TNF-α-Blocker eingesetzt werden.

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  • Auf der Suche nach subklinischer IBD bei axialer SpA

    Sowohl Rheumatologie als auch Gastroenterologie können Wesentliches zu Therapieentscheidungen beitragen, um die wichtigen therapeutischen Synergismen, die sich aus der pathophysiologischen Verwandtschaft der ­beiden Erkrankungsgruppen ergeben, optimal zu nutzen.

    Diagnose- und Therapiekonzepte sind wesentlich davon bestimmt, welche Spezialisierung – Rheumatologie oder Gastroenterologie – federführend die Betreuung der betroffenen Patienten übernimmt.

    Durch den Einsatz neuer nichtinvasiver Marker sowie strahlenfreier bildgebender Verfahren als Prescreening lässt sich die Ileokolonoskopie auf der Suche nach CED bei SpA in Zukunft wohl gezielter einsetzen, dies mit großen Vorteilen für die Therapie der sicherlich als gesonderte therapeutische Herausforderung anzusehende CED/SpA.

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  • Infektiöse Sakroiliitis – Fallbericht: Maltafieber

    Die infektiöse Sakroiliitis ist eine wichtige und oft schwierige Differenzialdiagnose zur axSPA und sollte vor Beginn einer Therapie immer ausgeschlossen werden.

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Vaskulitiden: FdR 03|2016

  • Pathogenese und Klinik der Mittelgefäßvaskulitiden

    Die Polyarteriitis nodosa (PAN) ist eine nekrotisierende Arteriitis mittelgroßer oder kleiner Arterien.

    In mehr als 90 % der Fälle ist die PAN eine idiopathische Erkrankung (Pathogenese ungeklärt), ca. 10 % sind mit einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus assoziiert. Das klinische Erscheinungsbild der PAN reicht vom Befall einzelner Organe bis hin zu einem Multi-Organ-Geschehen.

    Die Kawasaki-Erkrankung ist eine akute, selbstlimitierende Vaskulitis unklarer Genese, die überwiegend bei Kindern ­auftritt. Infektiöse Auslöser werden vermutet.

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  • Neue Therapieoptionen bei Vaskulitiden

    Bei Großgefäßvaskulitiden wurde eine Reihe neuer Therapien, insbesondere Biologika, in Studien getestet: TNF-Inhibitoren zeigten nur bei Takayasu-Arteriitis einen Benefit, nicht jedoch bei Riesenzellarteriitis. IL-6-Inhibitoren ebenso wie B-Zell-Depletion dürften bei beiden wirksam sein.

    Bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden (AAV) wurden die Therapiemöglichkeiten durch den durchschlagenden ­Erfolg von Rituximab substanziell erweitert. Hoffnung geben auch erste Studien mit einem Komplement-C5a-­Rezeptor-Antagonisten.

    Beim M. Behçet wurde der PDE4-Inhibitor Apremilast erfolgreich getestet.

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  • Einteilung der Vaskulitiden

    Die Einteilung und Nomenklatur der Vaskulitiden wurden rezent im Rahmen der Chapel Hill Consensus Conference 2012 überarbeitet.

    Neben den bekannten – früher primären – Vaskulitiden sind nunmehr die meisten im klinischen Alltag ­auftretenden Gefäßentzündungen in einer übersichtlichen Gliederung enthalten.

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Psoriasis-Arthritis: FdR 01|2016

  • PsA: Vielfältigkeit des klinischen Erscheinungsbildes

    Die Psoriasis-Arthritis bietet ein heterogenes klinisches Bild.

    Jede Gelenkregion kann befallen sein, auch die Wirbelsäule.

    Die Behandlung der Psoriasis-Arthritis erfordert ein interdisziplinäres Management.

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  • PsA: Stellenwert von Ultraschall in Diagnostik und Monitoring

    Der Ultraschall kann für die Diagnose und Aktivitätsbeurteilung der PsA herangezogen werden.

    Er erlaubt eine objektive Beurteilung der entzündlichen Veränderungen an Gelenken und umgebenden Strukturen.

    Die Rolle der Sonografie zur Beurteilung der Enthesitis ist aufgrund der geringen Spezifität (bei hoher Sensitivität) noch unklar.

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  • PsA: Herausforderung im Assessment

    Aufgrund des heterogenen Erscheinungsbildes mit unterschiedlicher Lokalisation und Ausprägung des Befalls ist das routinemäßige Assessment bei der Psoriasis-Arthritis (PsA) komplizierter als beispielsweise bei der rheumatoiden Arthritis (RA).

    Aus Mangel an validierten und standardisierten Instrumenten hat man sich lange Zeit Tools der RA ‚geborgt‘. Dies kann aber vor allem bei extraartikulärem Befall wie Haut oder Sehnenansätze zu Problemen führen, da mit diesen Instrumenten gewisse Aspekte der Erkrankung nicht erfasst werden.

    Es ist daher wichtig, die Krankheitsaktivität unterschiedlicher Domänen der PsA zu erfassen.

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  • Neue EULAR- und GRAPPA-Richtlinien zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis

    Die Psoriasis-Arthritis kennzeichnen entzündliche Veränderungen an Gelenken, Sehnen und/oder der ­Wirbelsäule, die meist zusammen mit psoriatischen Haut- und/oder Nagelveränderungen auftreten.

    Die 2015-GRAPPA-Richtlinien und die 2015-EULAR-Empfehlungen sind großteils sehr ähnlich (allgemeine ­Behandlungsempfehlungen; Stellenwert von DMARDs und Biologika). Bei den GRAPPA-Empfehlungen können ­Biologika und PDE4-Hemmer früher zum Einsatz kommen.

    Die GRAPPA-Empfehlungen inkludieren auch die Behandlung von Haut- und Nagelmanifestationen, EULAR verweist auf den Dermatologen.

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  • Neue therapeutische Konzepte bei PsA

    Zur Behandlung der PsA wird rezent eine Reihe von verschiedenen neuen Medikamenten entwickelt, die unterschiedlichen Substanzklassen zugerechnet werden können.

    Zum einen sind das zielgerichtete synthetische DMARDs (wie der PDE4-Inhibitor Apremilast), zum anderen biologische DMARDs, wie IL-12/23- und IL-17-Inhibitoren.

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Fingerpolyarthrose: FdR 04|2015

  • Die Fingerpolyarthrose: experimentell-pathophysiologische Grundlagen

    Obwohl die Fingerpolyarthrose eine sehr häufige Erkrankung ist, gibt es kaum Studien zu ihrer Pathophysiologie.

    Bisher nicht identifizierte genetische und hormonelle Einflüsse sind maßgeblich für das Auftreten der Erkrankung.

    An der Entstehung der Fingerpolyarthrose sind der Gelenkknorpel, der subchondrale Knochen und Strukturen der Gelenkkapsel beteiligt.

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  • Therapie der Fingerpolyarthrosen

    Die Fingerpolyarthrose ist und bleibt eine relativ schwer zu behandelnde Erkrankung, da die Therapieoptionen eingeschränkt sind und strukturmodifizierende Agenzien nicht existieren.

    Ein Zusammenspiel von Allgemeinmaßnahmen, Ergotherapie/physikalischer Therapie sowie pharmakologischer Therapie bringt dem Patienten oft Erleichterung.

    Viele Arthrosepatienten sprechen jedoch nur unzureichend oder gar nicht auf diese etablierten Therapieoptionen an.

    In diesen Fällen betreten wir beinahe Neuland gesäumt von bisweilen ausgefallenen therapeutischen Ansätzen, weniger guten Studien und wenig überzeugenden Resultaten. Trotzdem kann das eine oder andere Heilverfahren hier wirksam sein; es sollte also nichts unversucht bleiben.

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  • Fingerpolyarthrosen: Welche chirurgischen Verfahren sind sinnvoll?

    Die chirurgische Versorgung von Heberden- und Bouchard-Arthrosen kommt als letzte therapeutische ­Maßnahme nach versuchter konservativer Therapie in Betracht.

    Im DIP-Gelenk ist unserer Meinung nach nur die Arthrodese als einzige sinnvolle Maßnahme zu empfehlen.

    Im PIP-Gelenk kommen in erster Linie die bewährten Silikonspacer zur Anwendung. Die Arthrodese ist im ­Revisionsfall oder als Primärmaßnahme im 2. Strahl zur Verbesserung der Kraft eine sinnvolle Option.

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  • Ergotherapie bei Fingerpolyarthrose: Was wirkt, was wirkt nicht?

    Fingerpolyarthrose kann zu Funktionsverlust, Schmerzen, Formveränderungen der Gelenke bis zur Verminderung von Selbstständigkeit führen.

    Die Rehabilitation eines Patienten mit Fingerarthrose bedarf eines komplexen Managements, welches auch physikalische und ergotherapeutische Maßnahmen inkludieren sollte.

    Größtmögliche Selbstständigkeit ist ein Ziel der Ergotherapie.

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Kollagenosen: FdR 03|2015

  • What comes first – Früherkennung von Kollagenosen

    Kollagenosen beginnen oft sehr unspezifisch.

    Bei SLE sind Arthritis und Fatigue oft erste Symptome.

    Neue ACR/EULAR-Kriterien zur Diagnose der systemischen Sklerose ermöglichen bessere Früherkennung.

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  • Diagnostische Fallgruben beim SLE

    Schwer krank, hohes Fieber, wenig Blutzellen und drohendes Organversagen: Zwischen den Kompetenzen des klinischen Immunologen und denen des Intensivmediziners liegt die Welt des Rheumatologen, unter dessen ­Augen die Krise ganz langsam begonnen hatte, als die Lupus-Patientin mit Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Müdigkeit ihre Karriere begann.

    Tipps für die Diagnostik bei SLE werden im Folgenden in narrativer Auflistung typischer „Fallgruben“ gegeben.

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  • Neue und zukünftige Behandlungsformen bei Lupus

    Trotz der Erfolge aktueller Therapien gibt es Bedarf an Weiterentwicklungen und neue Therapieformen.

    Die erfolgreichsten neuen Therapieformen zielen auf B-Zellen und deren Produkte ab.

    Aussichtsreiche Verbesserungen bieten neue Kombinationen bekannter Therapiestrategien unter Reduktion der Kortikosteroid-Dosis.

    Werden die kleinen Moleküle beim SLE wirken (JAK-Inhibitoren, …)?

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  • Behandlung der Arthritis bei Kollagenosen

    Als systemische entzündliche Erkrankungen manifestieren sich die Kollagenosen an vielen Organsystemen.

    Aufgrund der Heterogenität der Krankheitserscheinungen bedarf es einer individualisierten, den betroffenen ­Organen und dem Schweregrad der Erkrankung entsprechenden therapeutischen Strategie, um Symptome zu ­lindern und bleibende Organschäden zu verhindern.

    Arthralgien und polyartikuläre Arthritis sind überaus häufige Komplikationen der Kollagenosen; sie bedürfen einer ­besonderen Beachtung im therapeutischen Gesamtkonzept.

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  • Auto-Antikörper bei Myositiden

    Myositisspezifische Antikörper (MSA) finden sich bei 30–40 % aller Myositis-Patienten, während sie bei ­Gesunden oder Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen äußerst selten vorkommen.

    MSA sind hilfreich für die Diagnosestellung und Prognose sowie hinweisend auf mögliche Organbeteiligungen oder begleitende Malignome.

    Neue kommerziell erhältliche Tests ermöglichen die Bestimmung in der klinischen Praxis.

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  • Diagnose und Therapie der ­kollagenoseassoziierten ­pulmonal-­arteriellen Hypertension

    Die kollagenoseassoziierte pulmonal-arterielle Hypertension wird durch folgende Parameter definiert: mittlerer pulmonal-arterieller Druck ≥ 25 mm Hg, pulmonal-arterieller Verschlussdruck ≤ 15 mm Hg, pulmonal-vaskulärer Widerstand > 3 Wood-Einheiten und Vorhandensein einer Kollagenose.

    Im Vergleich mit anderen Formen ist die kollagenoseassoziierte pulmonal-arterielle Hypertension mit einer ­besonders schlechten Prognose vergesellschaftet.

    Eine frühe und korrekte Diagnose ist entscheidend für Therapie und Prognose.

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  • Differenzialdiagnose und Therapie der Keratokonjunktivitis sicca

    Das Trockene Auge ist eine häufige Augenerkrankung, die durch einen Entzündungszustand der Augenoberfläche charakterisiert ist und vor allem bei autoimmunen Bindegewebserkrankungen einen schweren Verlauf nehmen kann.

    Entscheidungskriterium für die vielfältigen therapeutischen Optionen ist die individuelle Ausprägung der ­Erkrankung.

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  • Raynaud-Syndrom

    Die Unterscheidung zwischen primärem (idiopathischem) und sekundärem Raynaud-Syndrom (RS) ist ­entscheidend.

    Beim primären Raynaud-Syndrom (RS) handelt es sich meist um eine funktionelle Störung mit guter Prognose.

    Es ist wichtig, PatientInnen mit sekundärem RS, das im Rahmen einer Grunderkrankung auftritt, zu identifizieren, um folgenschwere Komplikationen zu verhindern und auch der Grunderkrankung rechtzeitig therapeutisch ­entgegenzuwirken.

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Best of EULAR 2015: FdR 02|2015

  • EULAR-Highlights: RA

    Intensivierte Kontrollen und Kombinationstherapien bringen für die PatientInnen Vorteile, sind jedoch auch deutlich aufwändiger zu monitorisieren.

    Biologika sind effektive, zuverlässige Therapeutika, und mit den Biosimilars stehen uns nun neue, kostengünstige Alternativen zur Verfügung.

    Neben der rheumatoiden Arthritis (RA) muss unser Augenmerk auch auf die Komorbiditäten gelenkt werden, die mit der Erkrankung einhergehen können.

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  • EULAR-Highlights: Vaskulitiden

    Rückfälle sind bei Riesenzellarteriitis häufig. Eine hohe Erkrankungsaktivität zur Diagnosestellung geht mit einer höheren Rückfallswahrscheinlichkeit einher.

    Untersuchungen verschiedener Therapieschemata zeigen großen Bedarf für nebenwirkungsärmere ­Therapieoptionen.

    Die Riesenzellarteriitis ist eine Systemvaskulitis. Ein extrakranieller Befall ist häufig.

    Tocilizumab bei Riesenzellarteriitis: Präliminäre Daten zeigen vielversprechende Ergebnisse.

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  • EULAR-Highlights: Kollagenosen

    Lupus-Nephritis (LN): Neue Studien mit Rituximab sind im Laufen.

    Proteinurie: Gemessen in absoluten Zahlen hat sie den besten Vorhersagewert für die langfristige Erhaltung der Nierenfunktion in LN.

    EULAR-Empfehlungen für eine gesunde Schwangerschaft.

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Rheumatoide Arthritis: FdR 01|2015

  • Die ACR- und EULAR-Empfehlungen zum Management der rheumatoiden Arthritis – wo sind die Unterschiede?

    Zwischen den Empfehlungen der beiden Großorganisationen EULAR und ACR bestehen keine dramatischen ­Unterschiede.

    Treat-to-Target ist das entscheidende Konzept.

    EULAR-Empfehlungen sind genereller, geben weniger spezifische klinische Situationen vor.

    ACR-Empfehlungen gehen auf Sicherheit und Komorbiditäten detaillierter ein.

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  • Konventionelle Kombinations­therapie vs. Biologika bei Patienten mit MTX-Versagen

    Kann mit MTX-Monotherapie keine Remission erreicht werden, sollten diese Patienten additiv zu MTX eine ­Kombinationstherapie mit anderen Basistherapeutika erhalten.

    Konventionelle DMARD: Eine Tripletherapie von MTX mit Sulfasalazin und Hydroxychloroquin ist zumindest ­anfänglich ähnlich gut wirksam wie eine Kombinationstherapie mit TNF-Blockern.

    Biologika: Bei hoher Krankheitsaktivität trotz laufender MTX-Therapie oder bei Intoleranz gegenüber einer hoch dosierten Glukokortikoidtherapie sollte eine Kombinationstherapie mit Biologika gegeben werden.

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  • Upcoming Therapies: Neue und zukünftige Behandlungs­formen bei rheumatoider Arthritis

    Die derzeit in der Therapie der RA verfügbaren Biologika richten sich gegen extrazelluläre Angriffspunkte: TNF-α, IL-1, IL-6, CD20 sowie T-Zell-Kostimulation. Neue Biologika, die untersucht werden, sind IL-17-Inhibitoren, Anti-CD20-Antikörper, IL-6-, IL-1- und IL-15-Inhibitoren.

    Mit so genannten „small molecules“ werden intrazelluläre Angriffspunkte erreicht. Mehrere Janus-Kinase-(JAK-)Inhibitoren, ein MAP-Kinase-Inhibitor und ein Milz-Tyrosin-Kinase-Inhibitor sind in klinischer Erprobung. Eine ­klinische Studie mit Apremilast, einem PDE4-Inhibitor, bei RA wurde bereits abgeschlossen, aber noch nicht publiziert.

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  • Wertigkeit der Messung von ­Anti-Drug-Antibodies (ADA) in der Therapiekontrolle

    Anti-Drug-Antibodies (ADA) stellen die wichtigste Ursache des Sekundärversagens von Biologika dar.

    Die heute verfügbaren kommerziellen Tests wurden wesentlich verbessert, erlauben aber weiterhin keine ­eindeutige Vorhersage.

    Sie sind daher dem klinischen Treat-to-Target-Zugang unterlegen und verbessern die rheumatologische ­Therapiequalität nicht. Zudem liegen Testsysteme nur für einen Teil der Substanzen vor, was auch die Vorhersage nach Versagen eines Präparats einschränkt.

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  • Komorbiditäten bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

    RA-Patienten sind regelhaft nicht nur „gelenkkrank“, sondern haben oft weitere relevante Erkrankungen.

    Diese zusätzlichen gesundheitlichen Probleme haben Einfluss auf die Funktion und sind letzten Endes auch mit einer erhöhten Mortalität verbunden.

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  • Rehabilitation des alternden Rheumapatienten

    Physikalisch-therapeutische Maßnahmen und Physiotherapie bleiben auch in höherem Alter ein unverzichtbarer Bestandteil im Behandlungskonzept von Patienten mit chronischen Erkrankungen im Bewegungsapparat, insbesondere bei degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen.

    Eine Therapieplanung und -verordnung muss daher auch immer in Abstimmung mit dem behandelnden ­Rheumatologen/Internisten erfolgen.

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Gegensätze Muskelschmerz: FdR 04|2014

  • Inflammatorische Myopathien – Diagnose und Differenzialdiagnose

    Inflammatorische Myopathien sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, deren gemeinsames Merkmal der immunologisch vermittelte Muskelschaden ist.

    Das Leitsymptom ist die proximal betonte Muskelschwäche.

    Die Abgrenzung zu anderen Formen der Myopathie kann erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

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  • Therapie der inflammatorischen Myopathien

    Glukokortikoide sind Goldstandard in der Initialtherapie der inflammatorischen Myopathien.

    Die Meinungen divergieren, wann mit glukokortikoidsparenden Therapeutika wie Azathioprin oder Methotrexat (MTX) begonnen werden sollte: Sie kommen zum einen schon in der Initialtherapie parallel zu Steroiden, zum ­anderen erst in rezidivierenden Situationen zum Einsatz.

    Bei therapierefraktären Verläufen gibt es die meisten Studien zu Rituximab und intravenösen Immunglobulinen (IVIG).

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  • Metabolische Myopathien: Klassifikation und Diagnostik

    Belastungsinduzierte Myalgien sind ein wichtiger diagnostischer Hinweis auf metabolische Myopathien.

    Muskelbiopsie mit immunhistochemischer sowie molekulargenetischer Analyse sollte bei jeder unklaren ­Myopathie in Erwägung gezogen werden.

    Elektroneurodiagnostik ist oft unspezifisch, jedoch zum differenzialdiagnostischen Ausschluss anderer ­Erkrankungen obligatorisch.

    Die seit 2006 zugelassene Enzymersatztherapie macht den Morbus Pompe zur ersten hereditären Muskelerkrankung, für die ein kausaler Behandlungsansatz zur Verfügung steht.

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  • MR als differenzialdiagnostisches Tool bei entzündlichen und metabolischen Myopathien

    Myopathien und Myositiden sind eine heterogene Gruppe von Muskelerkrankungen, bei denen mit bildgebenden Methoden entzündliche Prozesse erkennbar sind.

    Für die einzelnen Erkrankungen sind MR-tomografische Muster definiert.

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  • Wertigkeit der Elektromyografie bei Diagnose inflammatorischer Myopathien: Interpretation des EMG – für Rheumatologen

    Entzündliche Myopathien sind eine heterogene Gruppe von Muskelerkrankungen, bei denen in der Biopsie ­Entzündungszeichen gefunden werden.

    Zur Diagnose von Erkrankungen gehören auch neurophysiologische Untersuchungen, wie z. B. die ­Elektroneurografie (NLG) und die Elektromyografie (EMG).

    Die EMG-Befunde bei akuter und chronischer Myositis sind unspezifisch, doch können sie zur Differenzialdiagnose ­herangezogen werden, wobei ein unauffälliger Befund eine entzündliche Myopathie nicht ausschließt.

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  • Entzündliche Myopathien: Differenzialdiagnose aus histologischer Sicht

    Autoimmun-entzündliche Myopathien zeichnen sich durch einen meist subakuten Krankheitsausbruch, erhöhte Muskelenzymspiegel, ein abnormes Elektromyogramm sowie Entzündung und myopathische Veränderungen ­(Degeneration, Regeneration und Myophagozytosen) von Muskelfasern in der Biopsie aus.

    Ein Großteil der histopathologischen Differenzialdiagnose kann am HE-gefärbten Kryoschnitt vollzogen werden, wobei die Lokalisation des entzündlichen Infiltrates, die myopathischen Veränderungen sowie die allgemeine ­Morphologie eruiert werden.

    Um genaueren Aufschluss über die Pathologie des Gewebes zu erhalten, kommen histochemische Färbungen zum Einsatz: Gömöri-Trichrom, COX/SDH, Esterase, NADH, PAS, ATPase (pH 4,2; 4,6; 9,4), Öl-Rot-O sowie saure Phosphatase gehören zum Standardrepertoire, welches bei Verdacht auf Myositiden eingesetzt wird.

    Zusätzlich wird mit immunohistochemischen Färbungen die Präsenz von charakteristischen Molekülen erfasst: MAC (C5b-9), MHC I, Lymphozytenmarker (CD4, CD8, CD20), Makrophagenmarker (CD68), p62 sowie phosphoryliertes TDP-43 sind wichtige differenzialdiagnostische Immunmarker.

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  • Körperliche Aktivität und Training bei idiopathischen entzündlichen Myopathien

    Durch dosiertes körperliches Training (Kraft und/oder Ausdauer) kann bei Erwachsenen mit chronischer inaktiver Polymyositis und Dermatomyositis eine Verbesserung der Muskelfunktion und -kraft erreicht werden.

    Dazu liegt eine Vielzahl kleinerer Studien, Untersuchungen und Fallstudien vor. Randomisierte klinische Studien sollten durchgeführt werden.

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  • Das Erstgespräch: Der erste Schritt in der Behandlung von FibromyalgiepatientInnen

    Das Erstgespräch soll für die PatientInnen Klärung der Diagnose, Klärung des Schmerzmodells und Klärung der weiteren Therapie bringen.

    Zugleich dient es dem Beziehungsaufbau und dem Vertrauensaufbau, um die nötige Therapieadhärenz zu erreichen.

    Dies ist vor allem bei chronischen Störungsbildern notwendig.

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„Gegensätze“: entzündlicher vs. nicht-entzündlicher Rückenschmerz: FdR 03|2014

  • Der rheumatologische Approach aus persönlicher Sicht: Der Rückenschmerz – diagnostischer Pfad

    Patienten mit akutem oder subakutem Rückenschmerz sollten bei fehlenden Hinweisen auf „red flags“ auf das Vorliegen von typischen Symptomen für eine Spondyloarthritis (SpA) untersucht werden.

    Liegt bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz ein entzündlicher Rückenschmerz vor oder finden sich SpA-typische Symptome, sollte eine weiterführende rheumatologische Abklärung hinsichtlich einer SpA erfolgen (Abb.).

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  • Knochenmarködem und doch keine axiale SpA

    In der klinischen Praxis wird der Begriff Knochenmarködem teils als allgemeine Bezeichnung für jede Form eines Spongiosaödems, andererseits als spezifisches Zeichen für bestimmte Krankheitsbilder verwendet. Ein Grund für diese Diskrepanz liegt in der historischen Entwicklung des Begriffs.

    Heute lässt sich die Mehrzahl dieser Veränderungen spezifischen Entitäten zuordnen.

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  • Neue Therapien für die axiale SpA? − Andere Biologika als TNF-Blocker

    Mit TNF-alpha-Inhibitoren ist bei der ankylosierenden Spondylitis (AS) auch nach Versagen einer Therapie mit NSAR als First-Line-Drugs in den meisten Fällen eine ausgezeichnete, durch zahlreiche Studien belegte Wirkung auf Schmerzen und Entzündungen am Achsenskelett zu erzielen.

    Für Fälle, bei denen TNF-alpha-Blocker kontraindiziert, unverträglich, ungenügend wirksam oder in ihrer Wirkung nachlassend sind, besteht der dringende Bedarf an Biologika mit alternativen Angriffszielen, von denen sich die IL-17/IL-23-Immunachse bisher als erfolgversprechendstes Target gezeigt hat.

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  • Physiotherapie bei axialer SpA: Welche Übungen sollen Patienten machen?

    Oberste Priorität der physiotherapeutischen Maßnahmen bei axialer SpA hat die Schmerzlinderung des tief­sitzenden Rückenschmerzes, durch dosierte Mobilisation der gesamten Wirbelsäule, Dehntechniken, Atem­therapie und Haltungsschulung.

    Muskuläre Dysbalancen gilt es durch individuelle, an das jeweilige Stadium angepasste Selbstübungsprogramme auszugleichen, um mögliche Funktionseinschränkungen im Alltag zu verhindern bzw. zu minimieren.

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Best of EULAR: FdR 02|2014

  • EULAR-Highlights: Kollagenosen

    Erste Erfolge werden von Aldesleukin, einem niedrig dosierten IL-2, bei refraktärem SLE berichtet.

    Azathioprin (AZA) in der Schwangerschaft ist sicher.

    Rituximab-Anwendung bei Lupusnephritis wird weiter untersucht.

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  • EULAR-Highlights: Vaskulitiden

    In der Diagnosesicherung der Arteriitis temporalis ist der Ultraschall der Biopsie zumindest gleichwertig.

    Die Mechanismen der B-Zell-Depletion können bei verschiedenen Erkrankungen unterschiedlich sein.

    Bei ANCA-assoziierter Vaskulitis dürfte ein Therapieregime mit CCX168 (einem Inhibitor des Rezeptors des ­Komplementbruchstücks C5a) der Behandlung mit hochdosiertem Prednisolon zumindest gleichwertig sein.

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  • EULAR 2014: Neues zur Polyarthritis

    Studie zum Biologika-Switch unter Real-Life-Bedingungen. Die Umstellung auf Rituximab wirkt besser als jene auf einen weiteren TNF-α-Blocker.

    Ein Absetzen von bDMARD kann unter strengen Remissionskriterien in Erwägung gezogen werden.

    Patienten mit unzureichendem klinischen Ansprechen auf orales MTX können von einem Wechsel auf MTX ­subkutan profitieren.

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  • Bildgebung in der klinischen Behandlung der Spondyloarthritis

    Im Rahmen einer EULAR-Taskforce sind 10 evidenzbasierte Empfehlungen über die Rolle und den Gebrauch der Bildgebung in der klinischen Behandlung von SpA entwickelt worden. Die EULAR-Empfehlungen sind die ersten, die das gesamte Spektrum der SpA sowie allen gängigen bildgebenden Methoden beinhalten, und sind für den täglichen Gebrauch durch Rheumatologen, Radiologen und Ärzte bestimmt.

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  • Polymyalgia rheumatica: neue ACR/EULAR-Guidelines

    Die Evidenz für die optimale Kortikosteroid-Anfangsdosis und das nachfolgende Abstufungsprotokoll ist sehr limitiert. Moderate bis gute Evidenz ist für die Wirksamkeit von intramuskulärem Methylprednisolon und Methotrexat verfügbar. Für die Wirksamkeit von TNF-a-Blockern bei der PMR gibt es keine gesicherte Evidenz.

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  • RA: Bestimmung der Dauer der subklinischen Gelenkentzündung

    Eine klinische Remission stellt das ultimative Ziel in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) dar. Mittels Ultraschall lässt sich noch Jahre nach Erreichen der klinischen Remission eine subklinische entzündliche Aktivität mittels Ultraschall nachweisen. Mit Andauern der Remission dürfte die subklinische Gelenkaktivität abklingen.

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  • Der Einfluss von Multimorbidität auf die Lebensqualität bei RA

    Multimorbidität hat einen wesentlichen Einfluss auf Parameter wie Lebensqualität, Funktionalität oder Mortalität, insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis (RA). Da bislang kein Goldstandard zur Erfassung von Multimorbidität zur Verfügung steht, galt es, einen Multimorbiditäts-Index (MMI) zu entwickeln und dessen Einfluss auf die Lebensqualität zu evaluieren. Es konnte ein ungewichteter Index (MMIc) entwickelt werden, der eine gute Alternative zur Erfassung des Einfluss von Multimorbidität auf die Lebensqualität darstellt.

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  • Neue Ultraschall-Scores zur Erfassung entzündlicher und struktureller Pathologien der PsA

    Für die Sonografie von Gelenken bei der Psoriasisarthritis (PsA) konnten zwei neue Ultraschall-Scores entwickelt und evaluiert werden. Anhand dieser ist es möglich, die für die Psoriasisarthritis charakteristischen entzündlichen und strukturellen Pathologien zu erfassen. Aufgrund der guten Sensibilität bei der Erkennung relevanter Pathologien, einer guten Reproduzierbarkeit und einer einfachen Durchführung können diese zwei Scores in der klinischen Routine und in wissenschaftlichen Studien Anwendung finden.

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  • Eine komplexe Rolle von mTOR bei der Synovialentzündung

    Die Kinase mTOR dürfte bei der Synovialentzündung eine viel komplexere Rolle als bisher angenommen spielen. In vitro konnte gezeigt werden, dass Synovialfibroblasten, bei denen mTOR inhibiert wurde, vermehrt proinflammatorische Zytokine produzieren.

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  • Optimierung des Schnittstellenmanagements zwischen Hausärzten und Rheumatologen

    Eine optimale Organisation der Kooperation zwischen Rheumatologen und Hausarzt ist für den Behandlungserfolg und die Patientensicherheit unerlässlich. Die Ergebnisse der Befragung können zu einer Verbesserung der Versorgung von Patienten mit entzündlichen Gelenk- und Muskelerkrankungen beitragen. Zudem ist eine Kosteneinsparung zu erhoffen.

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  • Die Rolle der microRNA-146a bei entzündlicher Arthritis

    MicroRNA-146a ist ein antiinflammatorischer Regulator bei rheumatoider Arthritis. Zukünftige Therapien können sich möglicherweise das antiinflammatorische Potenzial der microRNA-146a therapeutisch zunutze machen.

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  • Die Rolle der dendritischen Zelle bei entzündlicher Arthritis

    Die Rolle der dendritischen Zellen bei entzündlicher Arthritis ist weitgehend unbekannt. Im Rahmen von Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass DCs nicht nur in der Initiationsphase der inflammatorischen Arthritis eine wichtige Rolle spielen, sondern auch an der Perpetuierung der Arthritis in einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß beteiligt sind.

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  • Eine Defizienz der MiR155 führt zu reduzierter Ausprägung von Lupus-typischer Erkrankung im Mausmodell

    Im experimentellen Modell des Pristan-induzierten Lupus in MiR155-defizienten Mäusen zeigt sich eine reduzierte Krankheitsausprägung. Es kann daher gemutmaßt werden, dass eine Antagonisierung von MiR155 auch im menschlichen SLE einen zukünftigen therapeutischen Ansatz bietet.

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Gegensätze: Arthritis – Arthrose: FdR 01|2014

  • Gelenkschmerz: Wann an Arthritis denken?

    Die allgemeine und rheumatologische Anamnese ist ein essenzieller Baustein in der Diagnostik von Rheuma­patienten.

    Neben der Anamnese ist die klinische Untersuchung von größter Relevanz.

    Eine Arthritis imponiert klinisch meist als teigig-weiche Gelenkschwellung.

    Eine zügige Vorstellung beim internistischen Rheumatologen ist entscheidend.

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  • Gelenkschmerz: Wann an Arthrose denken?

    Die Schmerzsymptomatik der Osteoarthrose (OA) unterscheidet sich von der einer chronischen Polyarthritis (CP).

    Die harte, knöcherne Schwellung der Osteoarthrose unterschiedet sich deutlich von der weichen, synovitischen Schwellung eines CP-Gelenks.

    Die OA ist nicht mit einem Verlust von Knochensubstanz verbunden. Im Röntgen finden sich subchondrale Skerosierungen oder subchondrale Aufhellungen, Gelenkspaltverschmälerungen als Folge des zunehmenden Verlusts von Knorpelsubstanz sowie die die Ausbildung von Osteophyten.

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  • EULAR-Behandlungsempfehlungen für die rheumatoide Arthritis

    2010 wurden erstmals die „EULAR-Empfehlungen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit synthetischen und biologischen Therapien“ publiziert.

    2013 wurde ein Update publiziert, das neue Medikamente, aber auch neue Einsichten zu Therapiestrategien ­berücksichtigt.

    Im folgenden Beitrag werden die wesentlichen Inhalte der Empfehlungen erläutert.

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  • Treat to Target: Die Behandlungsstrategie bei rheumatoider Arthritis

    Eine internationale Expertengruppe unter der Leitung von Josef Smolen hat 2010 eine an rationale Behandlungsziele angepasste Behandlungsstrategie der rheumatoiden Arthritis formuliert.

    Neu darin ist die Beachtung der Patientenziele bei der Erstellung von Behandlungsentscheidungen.

    Die Überlegenheit der Treat-to-Target-Strategie im Vergleich zu historischen Gepflogenheiten konnte mittlerweile in mehreren Publikationen gezeigt werden.

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  • Therapie der Fingerpolyarthrose – State of the Art

    Die Therapie der Fingerpolyarthrose (FPA) ist aufgrund der äußerst limitierten Therapieoptionen herausfordernd für den behandelnden Arzt.

    Es existieren keine strukturmodifizierend wirkenden Agentien. Es ist daher oft schwer, den Bedürfnissen der ­Patienten mit Fingerpolyarthrose zu begegnen.

    Derzeit besteht das optimale Management der FPA aus einem Zusammenspiel von pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Modalitäten, mit dem Ziel der effektiven Bekämpfung des Gelenkschmerzes und Erhaltung der Gelenkfunktion.

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  • Pro und Contra: MRT und Sonografie in der Diagnose der frühen Arthritis

    Die Sonografie bzw. MRT sind ausgezeichnete Hilfsmittel in der Abklärung entzündlicher Gelenkerkrankungen, dürfen aber nur in Ergänzung zur klinischen, laborchemischen und konventionellen Bildgebung interpretiert ­werden.

    Festzuhalten ist auch, dass noch viele Fragen zur Wertigkeit dieser modernen bildgebenden Methoden offen sind, sodass weitere Forschungsergebnisse notwendig sind, um den Stellenwert des Ultraschalls und der MRT in der ­Rheumatologie zu festigen.

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Rheumatologie und Allgemeinmedizin: FdR 04|2013

  • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizinern und Rheumatologen verbessert werden?

    Welche Wünsche haben Allgemeinmediziner an Rheumatologen und umgekehrt? Wo sollte die Zusammenarbeit verbessert werden? Und vor allem: wie kann die Patientenbetreuung verbessert werden? Diese Fragen diskutierten die beiden Allgemeinmediziner Dr. Wolfgang Spiegel und Frau Dr. Andree Wilhelm-Mitteräcker (beide aus Wien) mit dem niedergelassenen Rheumatologen Dr. Rudolf Puchner (Wels) und dem Kliniker Univ.-Prof. Dr. Kurt Redlich. Das Gespräch moderierte Susanne Hinger, MedMedia. Als heiße Themen konnten zum einen die möglichst frühe Zuweisung zum Facharzt, zum anderen die oft fehlende Kommunikation in der ko ntinuierlichen Patientenführung durch rheumatologische Abteilungen identifiziert werden.

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  • Fragen aus der Praxis: „Wanderarthralgien“ ohne positiven Bluttest

    Im Sinne eines stärkeren Dialoges zwischen Allgemeinmedizin und Rheumatologie haben wir vor einigen Monaten unsere Leser gebeten, uns einerseits konkrete Fragen oder Fälle aus der Praxis zu schicken oder rheumatologische Themen zu nennen, die insbesondere für den Allgemeinmediziner in der…

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  • Polypharmazie und rheumatologische Therapien bei älteren Patienten

    Ältere Patienten mit rheumatischen Beschwerden weisen oft Komorbiditäten auf, die ebenso wie die dadurch bedingten Begleitmedikationen in der Therapieentscheidung zu berücksichtigen sind.

    NSAR sind beim älteren Rheuma-Patienten auch wegen des kardio-zerebrovaskulären Risikos mit Vorsicht einzusetzen. Die Nierenfunktion ist in Hinblick auf eine krankheitsmodulierende Basistherapie mit MTX zu beobachten.

    Auch ältere RA-Patienten sollten eine adäquate Basistherapie erhalten. Insbesondere Kortikosteroide sind ein zentraler Risikofaktor für Infektionen.

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  • Europäische Behandlungsstandards für rheumatoide Arthritis und Arthrose – eine Entwicklung aus Österreich

    Eine europäische Arbeitsgruppe hat im Rahmen des eumusc.net-Projektes evidenzbasierte, anwenderfreundliche Behandlungsstandards für rheumatoide Arthritis (RA) und Arthrose entwickelt.

    Damit soll ein Beitrag zur Harmonisierung der Behandlung in Europa geleistet und die muskuloskelettale Gesundheit in Europa verbessert werden.

    Die Standards in verständlicher Sprache sollen evidenzbasiertes Wissen auch für Patienten fassbar machen.

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  • Neue Therapien für die ­ANCA-assoziierte Vaskulitis

    Die schwere AAV ist eine akut lebensbedrohliche Situation und muss umgehend behandelt werden.

    Neben den bekannten Schemata mit Cyclophosphamid (+ Steroiden) ist für die GPA (M. Wegener) und die MPA (Micro PAN) ein alternatives Behandlungskonzept mit Rituximab (+ Steroiden) gut untermauert und kann besonders bei jungen Patientinnen im gebärfähigen Alter und bei Kontraindikationen gegen Cyclophosphamid angewandt werden.

    Weniger schwere Fälle und Patienten in Remission können mit Azathioprin oder Methotrexat behandelt werden.

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  • 17 Jahre Wiener Früharthritisambulanz

    Die Erfahrungen aus der Wiener Früharthritis-Ambulanz zeigen, dass die Wichtigkeit einer frühen Diagnostik und Therapie insbesondere innerhalb der ersten drei Monate nach Symptombeginn weiterhin von Patienten und ihren Betreuern unterschätzt wird.

    Auch administrative Hürden wie lange Wartezeiten auf Erstvorstellungstermine tragen zu dieser Verzögerung bei.

    Diese könnten durch „Sofortzugänge“, z. B. Akutbegutachtungsambulanzen wie am AKH in Wien, oder Akut­sprechstunden, wie im oberösterreichischen Modell, abgebaut werden.

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  • Arthritis: Untersuchungen vor der Zuweisung zum Rheumatologen

    Hausärzte und Rheumatologen empfehlen übereinstimmend folgende Vorabuntersuchungen:

    Labor: Blutsenkungsgeschwindigkeit, C-reaktives Protein, Blutbild, Leberfunktionsparameter, Harnsäure, ­Kreatinin, Rheumafaktor und Antikörper gegen citrullinierte Antigene.

    Radiologische Diagnostik: betroffene Gelenke

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  • Rückenschmerzen – wann zum Rheumatologen?

    Die Herausforderung liegt darin, aus der großen Gruppe der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen jene mit axialer Spondyloarthritis (SpA) zu erkennen.

    Dem Rheumatologen vorgestellt werden sollten: Patienten mit entzündlichem Rückenschmerz, Patienten mit chronischem Rückenschmerz und nachgewiesenem HLA-B27-Gen oder radiologisch nachgewiesener Sakroiliitis oder Verdacht auf extraartikuläre Manifestationen einer SpA.

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  • Wann an Kollagenosen denken?

    Systemische Autoimmunerkrankungen sind an sich selten, können aber rasch zu potenziell lebensbedrohlichen Zuständen führen.

    Besonders der systemische Lupus erythematodes und auch die Sklerodermie sind durch Organbeteiligungen ­gekennzeichnet.

    Eine frühe Erkennung dieser Erkrankungen ist wichtig, aber schwierig; gerade der Lupus kann in seinem akuten Beginn einer (viralen) Infektion sehr ähnlich sein.

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  • Das Rheumalabor

    Unter dem Begriff „Rheumalabor“ werden mehrere – nicht einheitlich definierte – Laborparameter verstanden, die in der differenzialdiagnostischen Abklärung von rheumatischen Erkrankungen eine Rolle spielen können. ­Andererseits können manche Laborparameter dabei helfen, die Krankheitsaktivität im Verlauf von bestimmten rheumatischen Erkrankungen einzuschätzen.

    Rheumatologische Erkrankungen können jedoch nie alleine anhand eines Laborparameters diagnostiziert werden. ­Vielmehr bedarf es zur Diagnosestellung immer der kombinierten Betrachtung der Anamnese, der klinischen ­Symptomatik, des Krankheitsverlaufs, gegebenenfalls von Laborparametern und einer weiterführenden bildgebenden oder funktionellen Diagnostik

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  • Polymyalgia rheumatica (PMR) – wie diagnostizieren, was beachten?

    Die Diagnose der Polymyalgia rheumatica (PMR) kann zu den schwersten Aufgaben des Rheumatologen gehören, da einerseits kein spezifischer Marker verfügbar ist, andererseits mehrere Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis des höheren Lebensalters, die Chondrokalzinose oder Malignome und chronische Infektionen die PMR imitieren können. Zudem ist die PMR häufig mit der Riesenzellarteriitis assoziiert.

    Neue ACR-EULAR-Klassifikationskriterien für die PMR wurden 2012 vorgestellt. Diese Kriterien wurden primär ­für klinische Studien entwickelt, ob sie auch zur Diagnose angewendet werden können, muss erst noch geprüft werden. Der in der Praxis häufig eingesetzte diagnostische Test mit Steroiden ist wegen seiner geringen Sensitivität und Spezifität sowie wegen der Verschleierung der weiteren Diagnostik sehr kritisch zu sehen.

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  • Die Knochendichte unterhalb des erwarteten Rahmens der Norm

    Der Osteoporose des jungen Erwachsenen liegt meist eine Komorbidität als Ursache zugrunde.

    Bei gleichem T-Score nimmt die Frakturinzidenz mit dem Alter zu, Frakturen beim jungen Erwachsenen sind trotz niedriger Knochendichte seltener.

    Die häufigsten Ursachen für eine Osteoporose im jungen Erwachsenenalter sind Anorexia nervosa, entzündliche Darm- oder rheumatische Erkrankungen sowie eine hoch dosierte Glukokortikoidtherapie länger als 3 Monate.

    Die Behandlung der zur Osteoporose führenden Grundkrankheit, die Vermeidung von knochenschädlichen Noxen, ­ausreichende Gabe von Vitamin D und Kalzium sowie Sport sind die Grundsäulen der Behandlung.

    Eine antiresorptive oder anabole Therapie ist selten notwendig, die Indikation ist besonders streng bei Frauen im ­gebärfähigen Alter und großzügiger bei der glukokortikoidinduzierten Osteoporose zu stellen.

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  • Borreliose

    Die Borrelieninfektion kann unterschiedliche klinische Bilder hervorrufen. Nur bei entsprechenden Symptomen und Risikofaktoren sollte eine serologische Untersuchung erfolgen.

    In frühen Stadien besteht die Behandlung aus Doxycyclin oder Amoxicillin, bei neurologischen Manifestationen erscheint Ceftriaxon als Mittel der Wahl.

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Best of EULAR: FdR 02|2013

  • EULAR-Highlights: Rheumatoide Arthritis

    JAK-Inhibitoren stellen wahrscheinlich eine gute therapeutische Alternative dar.

    Die Option, MTX aus der Kombinationstherapie abzusetzen, ist mit dem Risiko der Krankheitsreaktivierung verbunden und soll besonders vorsichtig gewählt werden.

    Die subkutane Applikation von MTX scheint effektiver zu sein, wenngleich die Dosis von 10 mg eine zufriedenstellende klinische Antwort verspricht.

    Die meisten Biologika zeigen eine vergleichbare Wirksamkeit.

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  • EULAR-Highlights: Vaskulitiden

    Vaskulitiden sind eine Gruppe seltener und heterogener Erkrankungen, die zunehmend besser diagnostiziert und behandelt werden können.

    Die diagnostischen Möglichkeiten bei den Großgefäßvaskulitiden werden kontinuierlich erweitert. Das PET/CT kann in der Diagnose einer Großgefäßvaskulitis hilfreich sein (z. B. FUO), die Wertigkeit bei der Verlaufsbeurteilung der Krankheitsaktivität bleibt jedoch noch unklar.

    Rituximab scheint eine wertvolle Ergänzung in der Remissionserhaltung der ANCA-assoziierten Kleingefäßvaskulitiden GPA und MPA zu sein.

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Rheumatologie und Orthopädie: FdR 01|2013

  • Synovektomie und Radiosynoviorthese: Wann soll der Rheumatologe einen Patienten mit entzündlicher rheumatischer Erkrankung zum Orthopäden schicken?

    In den Frühstadien einer rheumatologischen Gelenkerkrankung sollte nach 3–6 Monaten erfolgloser medikamentöser Therapie eine Synovektomie (SE) indiziert werden.

    Bei der Spätsynovektomie können trotz Sistieren der Entzündung sekundärarthrotische Veränderungen nicht verhindert werden.

    Bei arthroskopischen Eingriffen erfolgt standardmäßig nach 6–12 Wochen eine Radiosynoviorthese.

    Ein Netzwerk unter Orthopäden und Rheumatologen ist sinnvoll, um einander rasch und niederschwellig Patienten vorstellen zu können.

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  • Die Behandlung der Fingerpolyarthrosen

    Fingerpolyarthrosen weisen ein klassisches Verteilungsmuster auf, mit dem sie sich von Veränderungen im Rahmen systemischer entzündlicher Gelenkerkrankungen differenzieren.

    Die Behandlung zielt vor allem auf die Entzündungshemmung in den aktiven Phasen durch NSAR und dauerhaft auf eine Krankheitsmodulation mit Chondroprotektiva bzw. DMARD ab. Daneben sind phasenentsprechende Lokaltherapien und Infiltrationen zielführend.

    Bei Funktionsverlust einzelner Gelenke oder extremer Schmerzpersistenz ist die Operation je nach Gelenk mit Arthrodese, Kunstgelenk oder Arthroplastik angezeigt.

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  • Der atypische Fußschmerz

    Das Impingementsyndrom des Sprunggelenkes ist häufig mit einer mechanischen Instabilität assoziiert. Die Einteilung erfolgt nach Lokalisation und Art des impingementauslösenden Gewebes (Synovia, Syndesmosen, Narben, knöchern).

    Tendinopathien geht eine Überlastung voraus. Fehlstellungen wirken prädisponierend.

    Bei metatarsalem Schmerz liegt häufig ein Knochenmarksödem vor. Das Morton-Neurom zeigt neuralgischen Schmerzcharakter.

    Die minimalinvasive Operation zur Behebung von Einklemmungssymptomen dient häufig gleichzeitig zur Behebung von Instabilitäten im oberen und unteren Sprunggelenk.

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  • Chronischer Rückenschmerz abseits des M. Bechterew

    Eine exakte manuell-orthopädische Untersuchung plus Anamnese sind für die Diagnose entscheidend.

    Eine Abgrenzung zum spezifischen Rückenschmerz ist essenziell (so genannte „red flags“).

    Die Behandlung des akuten unspezifischen Rückenschmerzes erfolgt mit Analgetika, gezielten Infiltrationen und manualtherapeutischer Mobilisation.

    Bei chronischem Rückenschmerz kommen NSAR, Opioide, Capsaicinpflaster sowie physikalische Maßnahmen zum Einsatz. Über die Wirksamkeit von Infiltrationen beim chronischen Geschehen liegen keine Studien vor.

    Bei Chronifizierung oder Verschlechterung müssen auch psychosoziale Faktoren („yellow flags“) hinterfragt werden.

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  • Ergotherapie bei RA – Welche evidenzbasierten Maßnahmen gibt es?

    Gemeinsam mit dem Patienten sollten zunächst die Funktionsverluste und Anforderungen erhoben werden. Als Therapieziel wird meist eine für den Patienten wichtige Tätigkeit definiert, die er derzeit nicht oder nur eingeschränkt durchführen kann.

    Training und Beratung zu gelenkschonendem Verhalten sowie das „Gesamtpaket“ Ergotherapie haben sich als wirksam zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit im Alltag erwiesen.

    Beginnende Evidenz gibt es auch für die Schienenversorgung in Hinblick auf die Schmerzreduktion.

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  • Interdisziplinärer Dialog: Orthopädie – Rheumatologie: Wann soll der Rheumatologe zum Orthopäden überweisen? Welche Patienten soll der Orthopäde dem Rheumatologen vorstellen?

    Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold (Rheumatologe) und Prim. Dr. Peter Zenz (Orthopäde) diskutieren die Herausforderungen im Management von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit. Um bleibende Schäden zu verhindern, sollten Patienten den Experten der anderen Fachrichtung rechtzeitig vorgestellt werden.

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Gastrointestinale und rheumatologische Erkrankungen – eine Verwandtschaft?: FdR 04|2012

  • Darmerkrankungen und Gelenke


    Gelenkmanifestationen bei Darmerkrankungen sind häufig und vielgestaltig (15–20 % der CED-Patienten). Chronische Störungen der Darmbarriere manifestieren sich an peripheren Gelenken und der Wirbelsäule.

    Akute infektiöse Darmerkrankungen zählen zu den klassischen Auslösern der reaktiven Arthritis.

    Ebenso zeigen viele „primär“ muskuloskelettale Erkrankungen Symptome und Pathologien der Darmschleimhaut. Diese sind bei M. Bechterew und PsA häufig.

    Präsumptive gemeinsame Pathogenese und daraus folgende gemeinsame Medikamententherapien, insbesondere mit den so genannten „Biologika“, bilden eine einigende Klammer von Gastroenterologie und Rheumatologie. Interdisziplinäre Kooperation ist notwendig.

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  • Die Pathophysiologie von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa


    Bei der Pathogenese von Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (CU) wird von einem „Multi-Hit-Modell“ ausgegangen.

    Genetik: Für die Ausprägung einer CED dürfte nach derzeitigem Erkenntnisstand das Vorliegen mehrerer genetischer Risiko-Loci notwendig sein. Die einzige derzeit bekannte monogenetische Ursache für eine CED ist die IL-10-Defizienz.

    Umweltfaktoren: Typisch für CED ist ein Nord-Süd-Gefälle. Für die „Hygienehypothese“ spricht, dass bei Migranten nach Anpassung an den westlichen Lebensstil die Inzidenzraten gleich hoch sind.

    Dysbiose: Die Biodiversität der Mikroflora ist reduziert, eine Verschiebung zu Proteobacteria wird beobachtet.

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  • Immunsuppression bei chronischer Virushepatitis


    Die chronischen Hepatitiden B und C können beide in ihrer aktiven Form in ähnlicher Weise zum chronischen Leberschaden führen. Im Gegensatz dazu hat eine immunsuppressive Therapie je nach Form der Hepatitis unterschiedliche potenzielle Auswirkungen:

    Die Reaktivierung der chronischen Hepatitis B bei immunsupprimierten Patienten ist mit einem hohen Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko verbunden.

    Die Hepatitis C verläuft vergleichsweise benigne.

    Das Management sollte entsprechend den aktuellen Konsensusleitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) entsprechend der jeweiligen Ausgangskonstellation erfolgen.

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  • Was wünschen sich Rheumatologen von Gastroenterologen? Was wünschen sich Gastroenterologen von Rheumatologen?

    Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold (Rheumatologe) und Univ.-Prof. Dr. Harald Vogelsang (Gastroenterologe) nehmen in Einzelinterviews zu den Herausforderungen in der Behandlung von CED-Patienten mit schweren Gelenkbeteiligungen sowie von SpA-Patienten mit Darmbeteiligung Stellung und erläutern Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Therapie sowie An liegen an die jeweils andere Fachrichtung.

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Niere & rheumatische Erkrankungen: FdR 03|2012

  • Niereninsuffizienz und konventionelle DMARD-Therapie: Was tun?


    Während eine Nierenbeteiligung bei SLE eine häufige Organbeteiligung darstellt, ist eine Niereninsuffizienz bei entzündlichen Gelenkerkrankungen meist nicht durch die rheumatologische Grunderkrankung bedingt, sondern hat eine andere Genese.

    Unabhängig von der Ursache muss bei einer vorhandenen Niereninsuffizienz die Wahl der zum Einsatz kommenden Medikamente sehr sorgfältig getroffen werden.

    
Auch bei bereits bestehender Niereninsuffizienz können DMARD unter sorgfältiger Kontrolle der Nierenfunktion, einschließlich Blutdruck und Harnsediment, eingesetzt werden, um eine gute Krankheitskontrolle zu erreichen und damit auch den Bedarf an NSAR zu reduzieren.

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  • Nierenbeteiligung bei M. Wegener


    Bei den ANCA-assoziierten Vaskulitiden ist eine Nierenbeteiligung häufig. Sie tritt meist als klinischer Notfall in Form eine rapid-progressiven Glomerulonephritis auf.

    Zur Induktionstherapie werden Glukokortikoide und Cyclophosphamid (CYC) bis zum Erreichen einer Remission gegeben. Rituximab ist eine Alternative zur CYC-Therapie (v. a. bei jungen Patientinnen wegen Erhalt der Fertilität).

    Danach sollte eine Erhaltungstherapie für mindestens 1 Jahr erfolgen: Azathioprin ist gleich effektiv wie, aber weniger ­toxisch als orales CYC und effektiver als MMF. Gute Ergebnisse in der Remissionserhaltung werden auch mit Rituximab ­erzielt.

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  • Renale Krise bei Sklerodermie: Wie erkennen, wie behandeln?


    Bei jedem Patienten mit systemischer Sklerose, plötzlich erhöhtem Blutdruck und/oder eingeschränkter Nierenfunktion sollte an eine renale Krise gedacht werden. Besonders gilt das für Patienten mit diffuser kutaner systemische Sklerose und kurzer Krankheitsdauer.

    Lässt sich der Verdacht nicht sicher ausräumen, sind aufgrund der Dramatik des Krankheitsbildes die sofortige Therapie mit ACE-Hemmern und die stationäre Aufnahme indiziert.

    Glukokortikoide sollten bei Patienten mit systemischer Sklerose möglichst nicht verabreicht werden, um diese schwere Organkomplikation erst gar nicht zu provozieren.

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  • Interdisziplinärer Dialog – Nephrologie und Rheumatologie

    Dr. Gürkan Sengölge (Nephrologe) und Dr. Kurt Redlich (Rheumatologe) diskutierten die Herausforderungen in der Behandlung von Patienten mit schweren Systemerkrankungen und Nierenbeteiligung und formulierten im Gespräch mit Susanne Hinger, MedMedia, gemeinsame Ziele von Rheumatologen und Nephrologen. Die Zusammenarbeit ist intensiv und erfordert Zeit und wechselseitiges Vertrauen. Ziel sind gemeinsam geführte Spezialambulanzen.

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Best of EULAR: FdR 02|2012

  • Neues zur Polyarthritis vom EULAR 2012 in Berlin

    Beim diesjährigen Europäischen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) in Berlin wurden neue Studien aus dem Bereich der Therapie, der Pathogenese sowie der Prognose der rheumatoiden Arthritis präsentiert. Auch in diesem Jahr fand ein Austausch hochkarätiger wissenschaftlicher und klinischer Informationen statt, die für den Alltag relevant sind.

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  • EULAR-Highlights: Kollagenosen

    Im Lichte der Erfolge neuer, gezielter Therapien bei der chronischen Polyarthritis (cP) ist auch die Behandlung der heterogenen Gruppe der Kollagenosen ins Blickfeld gerückt. Im Vergleich zur cP sind die Kollagenosen seltener und äußerst heterogen (auch innerhalb einer bestimmten Diagnose), was Studien erschwert und genaue Definitionen notwendig macht. Nicht zuletzt an den gewählten Endpunkten bzw. den Definitionen einer klinisch relevanten Antwort/Remission sind in der jüngsten Vergangenheit vielversprechende Studien gescheitert. Hier ein kurzer Überblick über interessante Präsentationen zu diesen Themen auf der EULAR in Berlin.

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  • www.EUMUSC.net-Projekt: Entwicklung anwenderfreundlicher Behandlungsstandards für rheumatoide Arthritis

    Ziel des Work Package 5, des EU-Projektes EUmUSC.net ist es, einen Beitrag zur Harmonisierung der Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen in Europa zu leisten. Als Teil dieses Projektes wurden evidenzbasierte, anwenderfreundliche Behandlungsstandards zur Behandlung von rheumatoider Arthritis erarbeitet.

    Development of user-focused standards of care for rheumatoid arthrithis – the www.EUmUSC.net project – work package 5 5

    M. Stoffer1, J. Smolen1, A. Woolf2 , T. Stamm1 and EUMUSC.net Working Group WP 5
    1 Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University of Vienna, Austria; 2 Royal Cornwall Hospital, Truro, United Kingdom

    EULAR 2012, Abstract No. OP0201-HPR

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  • Die Rolle von „Cilengitide“ bei der Entstehung einer autoimmunen, destruktiven Arthritis

    Integrine sind Rezeptoren, die für die Kommunikation zwischen Zellen wichtig sind. Sie steuern das Anhaften von Zellen an den Gefäßwänden und auch die Wanderung von Zellen in den extravasalen Raum – Vorgänge von wesentlicher Bedeutung bei verschiedenen biologischen Prozessen. Zu diesen zählen immunologische, entzündliche Phänomene, die Angiogenese und die Tumormetastasierung. Osteoklasten sind als knochenabbauende Zellen wesentlich an der Entstehung der rheumatoiden Arthritis beteiligt. Vorangegangene Studien konnten eine Wirkung des αvβ3-Integrins in der Funktion von Osteoklasten nachweisen. Die αvβ3-Hemmung mit dem synthetischen Peptid „Cilengitide“ in der Entstehung der Arthritis wurde bisher nicht beschrieben.

    Blocking αvβ3 integrin with Cilengitide affects osteoclastogenesis in vitro and prevents collagen induced arthritis in vivo

    D. Sykoutri1, G. Nisha2, S. Hayer1, P. Mandl1, J. S. Smolen1, G. Prager2, K. Redlich1
    1 Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University of Vienna, Austria; 2 Division of Oncology, Department of Internal Medicine I, Medical University of Vienna, Austria

    EULAR 2012, Abstract Nr. THU0031

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  • Antagonisierung von endosomalen Toll-like-Rezeptoren führt zur Verminderung experimenteller Arthritis

    Im Tiermodell haben wir eine Untersuchung der Funktion von endosomalen Toll-like-Rezeptoren in der Pathogenese der experimentellen entzündlichen Arthritis vorgenommen.

    Antagonizing endosomal toll-like receptors diminishes inflammatory arthritis 

    S. Herman1, A. Fischer1, M. Hoffmann2, G. Steiner1
    1 Medical University of Vienna, Austria; 2 Internal Medicine III, University of Erlangen-Nuremberg, Germany

    EULAR 2012, Abstract Nr.: FRI0024

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  • Erkrankungsrisiko für RA vorhersagbar? Antikörperbestimmung in einem gesunden Kollektiv

    Lässt sich das Erkrankungsrisiko der rheumatoiden Arthritis anhand gängiger Antikörperbestimmungen in einem gesunden Kollektiv präzisieren? Dieser Frage versucht die nachfolgende prospektive Studie nachzugehen.

    Predicting rheumatoid arthritis by autoantibody testing (PRERA): Preliminary results of a community-based investigation

    M. E. Jiménez Boj1, R. Bauer1, M. Gaertner1, V. P. Nell-Duxneuner2, T. A. Stamm1, O. Wagner3, K. P. Machold1, J. S. Smolen1

    1 Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University of Vienna, Austria; 2 Institute of Osteology, Ludwig Boltzmann Institute of Osteology at the Hanusch Hospital, Vienna, Austria; 3 Department of Laboratory Medicine, Medical University of Vienna, Austria

    EULAR 2012, Abstract No. FRI0085

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  • Tiermodell RA: Funktionelle Beeinträchtigungen des Gangbildes abhängig von der Gelenkzerstörung

    Am Mausmodell konnte gezeigt werden, dass die funktionellen Beeinträchtigungen des Gangbildes von der Gelenkzerstörung, nicht aber von der synovialen Entzündung abhängen.

    Functional impairment in an animal model for rheumatoid arthritis assessed as changes in gait is due to joint destruction but not synovial inflammation per se

    G. Bauer1, C. Aschauer2, A. Jelinek3, T. Shvets1, B. Niederreiter1, J. Smolen1, K. Redlich1, S. Hayer1 1 Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University of Vienna, Austria; 2 Department of Child and Adolescent Psychiatry, Medical University of Vienna, Austria; 3 Decentral Biomedical Institute, Medical University of Vienna, Austria

    EULAR 2012, SAT0057

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  • Erhöhte Rigidität der Kopfspeicheldrüsen bei Sjögren Syndrom: mit reduzierter Speichelproduktion assoziiert

    Die Echtzeit-Sonoelastographie (SElasto) misst die Rigidität von Geweben und ist zur Abgrenzung von Strukturen mit unterschiedlichem Härtegrad geeignet. In dieser Studie wurde die SElasto zur Beurteilung der Kopfspeicheldrüsen bei Patienten mit primärem Sjögren-Syndrom (pSS) untersucht.

    Increased rigidity of salivary glands as indicated by sonoelastography is associated with reduced saliva production in primary Sjörgen’s syndrome

    C. Dejaco1, T. DeZordo2, D. Heber3, R. Lipp3, A. Lutfi4, M. Magyar4, D. Zauner1, W.B. Graninger1, J. Hermann1
    1 Division of Rheumatology and Immunology, Department of Internal Medicine, Medical University Graz; 2 Division of Radiology, Medical University Innsbruck; 3 Division of Nuclear Medicine, Medical University Graz, Austria; 4 Division of Radiology, Medical University Graz, Austria

    EULAR 2012, THU0415

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  • Pristaninduzierter Lupus bei Mäusen: Ein Modell für Lupusarthritis

    Arthritis ist eine relativ häufige Erscheinung im humanen SLE und wird als großes Problem in Patientenbefragungen bezeichnet; trotzdem steht sie nicht im Zentrum der Forschung. Im Gegensatz zu den meisten murinen SLE-Modellen ist der pristaninduzierte Lupus (PIL) in BALB/c-Mäusen ein gutes Modell für die Lupusarthritis. Es findet sich eine erosive Arthritis, die gewisse Unterschiede zur rheumatoiden Arthritis aufweist: Sie ist auch nach langem Bestehen nicht destruierend oder ankylosierend, und das inflammatorische Infiltrat hat eine andere zelluläre Komposition. PIL könnte eine gute Möglichkeit darstellen, die Lupusarthritis in Knock-out- oder transgenen Mausmodellen – basierend auf BALB/c-Hintergrund – weiter zu erforschen.

    Pristane-Induced Lupus in BALB/c mice: a model for Lupus arthritis.

    H. Leiss, B. Niederreiter, T. Bandur, S. Blüml, G. Steiner, J. Smolen, G. Stummvoll Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University Vienna, Austria

    EULAR 2012, Abstract Number: SAT0164

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  • 3 von 4 ACR/EULAR-Boolean-Remissionskriterien erfüllt: nicht prädiktiv für Erreichen von Boolean-Remission

    Remission stellt das ultimative Ziel in der Behandlung der rheumatoiden Arthritis dar. Ein bemerkenswerter Anteil an Patienten erfüllt nur 3 der 4 Remissionskriterien. Diese Studie beleuchtet, wie sich die Krankheitsaktivität dieser Patienten weiterentwickelt.

    Fulfilling only three of four ACR/EULAR Boolean remission criteria is not predictive of subsequent full remission

    P. Studenic, J. Smolen, D. Aletaha Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University Vienna, Austria

    EULAR 2012, Abstr. No. FRI0090

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  • Wird „Fatigue“ bei rheumatoider Arthritis durch den RADAI-5 abgebildet?

    Fatigue an sich ist ein Schlüsselsymptom bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA). In rezenten Studien hat sich bei längerer RA-Erkrankung eine Assoziation von Fatigue mit der Anzahl der druckschmerzhaften Gelenke (TJC) und dem Schmerzausmaß (VAS pain: Schmerz auf einer 100-mm-Skala von 0 = „kein Schmerz“ bis 100 = „unerträglicher Schmerz“) gezeigt, allerdings nicht mit der Anzahl der geschwollenen Gelenke (SJC) oder laborchemischen Akutphaseparametern wie z. B. der BSG.1

    Is fatigue in rheumatoid arthritis represented by the RADAI-5?

    J. Sautner1, 2, B. Rintelen1, 2, A. Maktari1, I. Andel1, T. Nothnagl1, 2, B. F. Leeb1, 2 1 2nd Departement for Internal Medicine, Lower Austrian Center for Rheumatology, Lower Austrian State Hospital Weinviertel Stockerau; 2 Karl Landsteiner Institute for Clinical Rheumatology, Stockerau, Austria

    EULAR 2012, Abstract No. FRI0080

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  • EUMUSC.net-Projekt: Sind ergotherapeutische Interventionen in Behandlungsleitlinien für Arthrose enthalten?

    Behandlungsleitlinien sind ein wichtiger Bestandteil der evidenzbasierten Praxis. Im Rahmen des EUMUSC. net-Projektes wurden Leitlinien für Arthrose erfasst und auf ihre methodische Qualität überprüft. Inhalt dieser Arbeit war es festzustellen, welche Relevanz ergotherapeutische Interventionen erhalten haben.

    Are occupational therapy interventions included in the most commonly used European clinical-practice guidelines for the management of osteoarthritis?

    M. Stoffer1, D. Taurok2, B. Prodinger1, J. Smolen1, A. Woolf3, T. Stamm1
    1
    Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University of Vienna, Austria; 2 Orthopaedic Hospital Speising, Vienna, Austria; 3 Royal Cornwall Hospital, Truro, United Kingdom

    EULAR 2012, Abstract No. FRI0488-HPR

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  • Lebensgeschichten, geschlechtsspezifische Unterschiede und chronische Autoimmunerkrankungen

    In einer qualitativen Studie wurden bei 75 Patienten mit chronischen Autoimmunerkrankungen anhand der Lebensgeschichten die Funktionsfähigkeit und damit verbundene Probleme im Alltag untersucht.

    Life stories, gender and chronic autoimmune diseases: results of a qualitative study

    T. Stamm1, 2, M. Duer1, M. Sadlonova1, M. Stoffer1, S. Haider1, J. Smolen1
    1 Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University of Vienna, Austria, 2 University of Applied Sciences, FH Campus Wien, Department of Health, Vienna, Austria

    EULAR 2012, Abstract No. FRI0492-HPR

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  • Chronische Polyarthritis: Die Wichtigkeit eines bereichsübergreifenden Ansatzes

    Um Frauen mit chronischer Polyarthritis (cP) bestmöglich in ihrer Partizipation am Sozial- und Arbeitsleben zu befähigen, ist die Gewährleistung von Leistungen im Gesundheits- wie auch im Sozialbereich unabdingbar. Ein bereichsübergreifender Ansatz ist für eine möglichst effiziente Leistungserbringung notwendig.

    The need for a cross-sectorial approach to facilitate work and social participation of women with rheumatoid arthritis

    B. Prodinger1, 2*, L. Shaw2, 3, D. Laliberte-Rudman2, 3, T. Stamm1
    1 Division of Rheumatology, Department of Internal Medicine III, Medical University Of Vienna, Austria;
    2 University of Western Ontario, Graduate Program in Health and Rehabilitation Sciences, Field of Occupational Science, Canada;
    3 University of Western Ontario, School of Occupational Therapy, Canada

    EULAR 2012, Abstract Nr. FRI0450

     

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  • Ultraschall zur Gelenkdiagnostik in der rheumatoiden Arthritis: Ist er der Klinik überlegen?

    Der Einsatz von Gelenkultraschall ist eine sensitive Methode zur Diagnostik der Gelenkschwellung bei rheumatoider Arthritis. Bis dato gibt es jedoch keine eindeutigen Kriterien, ab wann ein Gelenk als sonographisch aktiv gilt.

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Psoriasisarthritis: FdR 01|2012

  • EULAR- versus GRAPPA-Empfehlungen zur Therapie der PsA

    Die Psoriasisarthritis ist durch entzündliche Veränderungen der Gelenke, Sehnen und/oder der Wirbelsäule gekennzeichnet und tritt meist zusammen mit psoriatischen Haut- und/oder Nagelveränderungen auf.

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  • Pathogenetische Überlegungen bei Psoriasisarthritis

    In der Pathogenese der PsA spielt eine Vielzahl von Zellen und Zytokinen eine Rolle, verschiedene genetische Assoziationen sind untersucht, und unterschiedliche infektiöse Trigger werden als Auslöser vermutet, die Genese ist jedoch immer noch nicht bekannt. Die Heterogenität der manifestationen sowie die Unterschiede zwischen Psoriasis und PsA geben Anlass, unterschiedliche pathogenetische Prinzipien zu vermuten und die PsA eher als einen Symptomenkomplex denn als Krankheitsentität zu verstehen.

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  • Radiologische Diagnostik der PsA: Wo ist die Grenze zur rheumatoiden Arthritis und zur Arthrose?

    Für die Psoriasisarthropathie (PsA) – in dieser Darstellung geht es um die peripheren und nicht um die axialen Manifestationen – wurde eine Reihe von sehr vielgestaltigen radiologischen Kriterien definiert, vielfach mit deskriptiven Bezeichnungen wie Protuberanzen, mäuseohren, fluffy bones oder Ähnlichem bedacht. Ihre diagnostische Validität war Gegenstand jahrelanger Diskussion, einerseits wegen der im Vergleich zur klinischen Symptomatik oft nur sehr diskreten Veränderungen, andererseits durch die nicht immer klare Abgrenzbarkeit zur rheumatoiden Arthritis (RA). Durch Ultraschall- und MR-Diagnostik wurde dieses Problem nicht wirklich gelöst, da vor allem beim Assessment der PsA die aus der Analyse der RA gewonnenen Erkenntnisse mehr oder weniger einfach übertragen wurden.
    Die fließenden morphologischen Übergänge der PsA als typische rheumatologische Erkrankung zu anderen Spondyloarthritiden (SpA), vor allem aber zur RA, sollen im Folgenden auf der Basis neuer Erkenntnisse klarer beschrieben und somit soll die Dimension dieser Erkrankung besser definiert werden.

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  • Befundkonstellation „Arthralgien und schuppende Hautläsionen“

    Eine Reihe chronisch entzündlicher Erkrankungen manifestiert sich an der Haut, aber auch an den Gelenken. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über das differenzialdiagnostische Spektrum bei gleichzeitigem Vorliegen von Arthritiden und schuppenden Hautläsionen.

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  • Parameter für Krankheitsaktivität: Wie sieht es bei der PsA aus?

    Aufgrund des heterogenen Erscheinungsbildes der Psoriasisarthritis ist die Beurteilung der Krankheitsaktivität schwieriger als bei der RA. Viele der verwendeten Parameter stammen aus verwandten rheumatischen Erkrankungen, wurden oft aber nie für die PsA validiert – dies soll in Zukunft geändert werden.

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  • Was wünschen sich Dermatologen von Rheumatologen? Was wünschen sich Rheumatologen von Dermatologen?

    Univ.-Prof Dr. Elisabeth Riedl (Dermatologin) und Univ.-Prof. Dr. Kurt Redlich (Rheumatologe) diskutierten die Herausforderungen im Management von Patienten mit Psoriasisarthritis und formulierten im Gespräch mit Susanne Hinger, MedMedia, gemeinsame Ziele und Aufgaben von Dermatologen und Rheumatologen. Patienten mit Psoriasisarthritis (PsA) sollten großzügig und niederschwellig der jeweils anderen Fachrichtung vorgestellt werden. – ein Plädoyer für eine verstärkte und unaufgeregte Zusammenarbeit.

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Kollagenosen: FdR 04|2011

  • Neue Therapieformen für Patientinnen mit SLE

    Es tut sich was! Seit Jahrzehnten wurde das erste neue Medikament mit der Indikation systemischer Lupus erythematodes (SLE) von der FDA und der EMA zugelassen. Bringt es die Lösung für unsere Patientinnen?

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  • Nierenbeteiligung bei Kollagenosen

    Die Nephritis ist eine gefürchtete Organbeteiligung beim systemischen Lupus erythematodes (SLE). Eine richtige und rechtzeitige Diagnose, gefolgt von einer Therapie mit Steroiden und Immunsuppressiva, kann das chronische Nierenversagen in den meisten Fällen verhindern. Die Therapie ist abhängig vom Biopsieergebnis; Cyclophosphamid ist meist das Mittel der Wahl, an Alternativen mit weniger Toxizitätsrisiko wird gearbeitet. Die hypertensive Nierenkrise ist die häufigste renale Manifestation der systemischen Sklerose (SSc oder Sklerodermie), selten findet sich eine interstitielle Nephritis beim Sjögren-Syndrom.

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  • Dermatomyositis – State oft the Art und neue Therapiekonzepte

    Die idiopathischen entzündlichen Myopathien oder auch Myositiden sind eine heterogene Gruppe von Muskelerkrankungen, die, wenn nicht adäquat behandelt, durch fortschreitende Muskelschwäche gekennzeichnet sind. Aufgrund der Unterschiede, sowohl in der Klinik als auch in der Histologie, werden folgende Subtypen unterschieden: Polymyositis (PM), Dermatomyositis (DM) und Einschlusskörperchenmyositis (IBM, „inclusion body myositis“). In diesem Artikel soll nun speziell auf die DM und deren Behandlungsmöglichkeiten, unter Berücksichtigung neuerer Therapieformen eingegangen werden.

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  • Sjögren-Syndrom – ein Enigma

    Sjögren-Syndrom ist eine exokrine Autoimmunerkrankung unklarer Ursache mit hochvariablem Verlauf, meist mit lokoregionalen Manifestationen, aber gelegentlich auch schweren Verläufen mit Beteiligung vieler Organsysteme und polyklonaler B-Zell-Aktivierung. Die Krankheit ist mit einem gehäuften Auftreten von B-Zell-Lymphomen assoziiert.

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  • Gerontorheumatologie – Entzündlicher Rheumatismus im Alter

    Die Inzidenz der rheumatoiden Arthritis (RA) steigt mit dem Alter und gipfelt zwischen der 4. und 6. Lebensdekade. Einer finnischen Kohortenstudie folgend hat sich das Durchschnittsalter zu Krankheitsbeginn von ca. dem 50. auf das 60. Lebensjahr verschoben. Zusammen mit der steigenden Lebenserwartung in den westlichen Industrieländern muss davon ausgegangen werden, dass die Zahl der zu behandelnden älteren Patienten, die eine entsprechende Basistherapie benötigen, ansteigen wird.

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  • Schmerz in der Rheumatologie

    Da der Überbegriff Rheuma und die Rheumatologie an sich auf den altgriechischen Begriff „rheo – ich fließe“ als Beschreibung für fließende, reißende bzw. ziehende Schmerzen zurückgehen, ist die Beschäftigung mit dem Schmerz an sich für dieses Fachgebiet unabdingbar.

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Spondyloarthritiden: FdR 03|2011

  • Assessment der Krankheitsaktivität

    Spondyloarthritiden umfassen M. Bechterew, Psoriasisarthritis (PsA) und reaktive Arthritiden. Sie verlaufen häufig schubförmig und erfordern ein regelmäßiges Assessment der Krankheitsaktivität. Die bei Spondyloarthritiden angewendeten Ergebnismessgrößen sind häufig für andere Erkrankungen validiert. Eine Evaluierung ihrer Verwendbarkeit ist daher notwendig.

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  • Komorbiditäten bei Spondyloarthritiden

    Komorbiditäten spielen eine wichtige Rolle bei Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Während es bei der rheumatoiden Arthritis eine Fülle von Daten über Komorbiditäten und deren Einfluss auf Morbidität, Mortalität und Lebensqualität gibt, scheint die Datenlage bei Spondyloarthritiden eher spärlich zu sein.

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  • Rückenschmerz – Diagnostische Herausforderung mit großer therapeutischer Relevanz

    Eine möglichst exakte Differenzialdiagnose von Rückenschmerzen ist von größter prognostischer und vor allem therapeutischer Relevanz.

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Best of EULAR: FdR 02|2011

Rheumatoide Arthritis: FdR 01|2011

  • Viele neue Therapien – was tun?

    Um aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Therapieoptionen in der Praxis die geeignete auswählen zu können, hat eine Expertengruppe der European League Against Rheumatism (EULAR) Empfehlungen zum Management der RA erarbeitet. Mit einem klaren Behandlungsalgorithmus wollen diese Empfehlungen den Rahmen bieten, um bei möglichst vielen Patienten das therapeutische Ziel – klinische Remission – erreichen zu können.

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  • RA – ist Heilung möglich?

    Von 2000 bis 2010 hatten wir laut WHO die Dekade der Gelenke und der Knochen. Was haben wir nun, da wir in der nächsten Dekade angekommen sind, für Erfolge aufzuweisen, wenn wir über die wahrscheinlich wichtigste unserer entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sprechen: die rheumatoide Arthritis? Ist es uns gelungen, unser ultimatives Ziel zu erreichen, die rheumatoide Arthritis zu heilen?

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  • Die neuen Klassifikationskriterien – Wie kann man sie praktisch anwenden?

    ACR und EULAR haben eine Aktualisierung der Klassifikationskriterien für RA erarbeitet – mit dem Nebenziel, Personengruppen mit undifferenzierter Gelenksentzündung nach ihrem Risiko für einen zerstörerischen Krankheitsverlauf zu stratifizieren.

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  • Worauf in der Praxis achten? Extraartikuläre Manifestationen der RA

    Extraartikuläre Manifestationen der rheumatoiden Arthritis (RA) sind häufig und weisen meist auf eine hohe Aktivität der zugrunde liegenden RA hin. Eine Korrelation mit der synovialen Entzündung ist nicht immer vorhanden, sodass die extraartikulären Manifestationen neben der Gelenksbeteiligung separat zu beurteilen sind.

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  • Die Differenzialdiagnose der kindlichen Arthritis

    Muskuloskelettale Symptome sind im Kindesalter sehr häufig. Neben der häufigsten Ursache, den traumatischen Läsionen, kommen mehr als 100 andere Ursachen in Betracht, die wegen Gelenks- und Muskelbeschwerden zu einer Vorstellung beim Arzt Anlass geben können. Somit ist es bei der Beurteilung von Kindern mit muskulo – skelettalen Beschwerden wichtig, diese differenzialdiagnostischen Aspekte im Auge zu behalten.

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  • Ergotherapeutische Hilfsmittel bei rheumatoider Arthritis

    Patienten mit rheumatoider Arthritis sind durch die Veränderungen ihrer Gelenke im Rahmen der Erkrankung meist auch funktionell beeinträchtigt. Dieser Artikel soll eine praktische Übersicht über den möglichen Einsatz ergotherapeutischer Hilfsmittel geben.

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