Rubrik: SERIE Off-Label-Indikationen von Biologika, abseits von Phase III

  • Morbus Still

    Der adulte Mb. Still ist eine seltene rheumatische Erkrankung, die durch die Trias tägliches hohes Fieber, ­Arthritis oder Arthralgie und flüchtiges lachsfarbenes Exanthem charakterisiert ist.

    Glukokortikoide und Methotrexat sind die ersten therapeutischen Optionen, gefolgt von Anakinra, TNF-Blockern oder Tocilizumab.

    Bei systemischem Befallsmuster sollte eher Anakinra und bei arthritischem Befall ein TNF-Blocker eingesetzt werden. Bei Therapieversagen kann Tocilizumab in beiden Fällen eingesetzt werden.

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  • Uveitis

    Zahlreiche Biologika haben in Off-Label-Anwendung bei schwerer chronischer nicht-infektiöser Uveitis Wirksamkeit gezeigt, vor allem TNF-α-Inhibitoren und Interferon alpha.

    Bisher beschränkt sich der Einsatz meist auf therapierefraktäre Fälle.

    Als First-Line-Therapie können Biologika bei schweren Formen von z. B. okulärem Mb. Behçet erwogen werden.

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  • Morbus Behçet

    Die bisherigen internationalen Therapieempfehlungen für Biologika bei Morbus Behçet (MB) betreffen die Gabe von TNF-Blockern vor allem bei schweren Augen- und ZNS-Manifestationen.

    In Japan ist Infliximab bereits seit 2007 zur Therapie der refraktären Uveoretinitis bei Patienten mit MB ­zugelassen.

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  • Riesenzellarteriitis

    Der Goldstandard der Therapie der Riesenzellarteriitis (RZA) ist die Glukokortikoid-Monotherapie, die mit dem ­Risiko von Toxizität und Rezidiven behaftet ist.

    Fallserien beschreiben die Wirksamkeit der IL-6R-Blockade als steroidsparende Therapie bei komplizierten ­RZA-Verläufen.

    Einzelne Patienten wurden erfolgreich mit IL-1-Antagonisten oder B-Zell-Depletion behandelt, während die ­TNF-Blockade in zwei randomisierten kontrollierten Studien keine Wirksamkeit gezeigt hat.

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