Warnungen vor neuen Corona-Mutationen

Am Rande des Europäischen Forums Alpbach wurde die Grundimmunisierung plus „Booster“ dringend empfohlen. Corona sei gekommen, um zu bleiben.

SARS-CoV-2 geht sprichwörtlich nicht mehr weg. Die wichtigste Gegenmaßnahme sei die vollständige Grundimmunisierung plus empfohlene „Booster“, sagten Expert:innen am Rande des Europäischen Forums Alpbach in Tirol. „Die Pandemie ist ganz sicher gekommen, um zu bleiben. Es wird immer wieder Wellen geben“, sagte Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation der Donau-Universität Krems. Bleibe es bei Omikron als „relativ weniger krank machende Variante“ – exklusive vulnerable Personen -, werde es zu einer immer stärkeren Immunität kommen. Käme aber wieder eine gefährlichere Mutation „ums Eck“, sehe die Situation dann womöglich gleich wieder anders aus.

Ähnlich äußerte sich auch Florian Thalhammer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin: „Das Virus bleibt da.“ Für den Wissenschafter stellen die Covid-19-Vakzine aber einen enormen Fortschritt dar: „Ich glaube, die Impfstoffe, die es heute gibt, sind die bestuntersuchten Medikamente.“ Woran es laut Thalhammer hingegen krankt: „Wir haben zu wenig Eigenverantwortung. Dagegen sollte man ‚immunisieren‘.“ Der Infektiologe weiter: „Wir sprechen von einer Grundimmunisierung mit drei Teilimpfungen. Der vierte Stich ist für alle Altersgruppen ab dem fünften Lebensjahr ganz klar empfohlen.“ Die Wirksamkeit sei mit 95 Prozent extrem hoch. Wer sich nicht impfen lasse, „wird auf der Intensivstation enden und über die Pathologie nach Hause gehen. Das muss man, glaub‘ ich, klar aussprechen.“ (red/APA)