Ausschreibung für 42 neue Primärversorgungseinheiten

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Die Krankenkassen und die Stadt Wien haben in der jüngsten Sitzung der Zielsteuerungskommission den Ausbau der niedergelassenen Versorgung fixiert.  

In der jüngsten Sitzung der Wiener Zielsteuerungskommission haben das Land Wien und die Sozialversicherungsträger (ÖGK, SVS, BVAEB) mehrere Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung beschlossen. Im Zentrum steht der Umsetzungsplan des RSG Wien 2030. Darüber hinaus wurden festgelegt, das FEM Med–Info-Point und Drehscheibe für Frauengesundheit fortzuführen und gemeinsam zu finanzieren. Bis 2028 werden 42 weitere Primärversorgungseinheiten (PVE) ausgeschrieben. Ergänzend zu den bereits bestehenden 11 Einrichtungen für Kinder- und Jugendgesundheit sind im 3., 20., und 21. Bezirk weitere entsprechende Zentren vorgesehen. Zudem werden in den kommenden Jahren jährlich zwei Frauengesundheits-Zentren ausgeschrieben. Insgesamt sind bis 2030 somit 9 Einheiten vorgesehen. Auch die inklusive zahn- und kieferchirurgische Versorgung wird ausgebaut. In der Spezialversorgung sind u.a. ein Schilddrüsenzentrum und ein Zentrum für die Schrittmacherversorgung in Planung. Ergänzend wird das telemedizinische Service über die Rufnummer 1450 weiter ausgebaut. 

Das FEM Med ist seit Herbst 2023 als niederschwellige Drehscheibe für Frauengesundheit in Betrieb. Die Finanzierung wurde nun bis Ende 2028 verlängert. Das multiprofessionelle Team berät in zahlreichen Sprachen zu Diagnosen, Befunden, Medikamenten und unterstützt bei der Orientierung im Gesundheitssystem. Seit der Eröffnung fanden mehr als 12.500 Beratungen statt, für zwei Drittel ist das FEM Med die erste Anlaufstelle statt einer Ordination oder einem Spital. Ab Mitte 2026 werden Präventions- und Vorsorgeangebote als Schwerpunkt gesetzt.  

Das Diabeteszentrum Wienerberg (DZW) wurde 2023 als österreichweit erstes Pilotprojekt zur multiprofessionellen und patient:innenzentrierten Versorgung von Menschen mit Diabetes eröffnet. Nun wurde das Zentrum umfassend evaluiert. Insgesamt zeigt die Evaluation, dass das Diabeteszentrum in kurzer Zeit zu einer zentralen Einrichtung der regionalen Diabetesversorgung geworden ist. Es erreicht wichtige Zielgruppen, fördert ihre Gesundheitskompetenz und schafft durch seinen multidisziplinären Ansatz. (red) 

Service: Vorhaben der Zielsteuerung