Erneut Streik in OÖ-Ordensspitälern

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Bereits zum zweiten Mal ist das nichtärztliche Personal am Dienstag inStreikgetreten. Knackpunkt nach sechs Verhandlungsrunden bleibt die geforderte Arbeitszeitverkürzung.  

An allen acht Standorten legten die Beschäftigten einen ganztägigen Streik ein. In Linz, Wels und Grieskirchen fanden zusätzlich öffentliche Streikversammlungen statt. Aufgrund der Arbeitsniederlegung mussten insgesamt 55 Operationen verschoben werden. Insgesamt beteiligten sich 1.700 nicht-ärztliche Beschäftigte an den Streikversammlungen, berichtet der ÖGB: „Bei der öffentlichen Streikversammlung in Linz nahmen gegen Mittag rund 800 Personen teil – neben den Beschäftigten waren zusätzlich zahlreiche Unterstützer:innen aus der Bevölkerung dabei.“ Nach Angaben der Ordensspitäler nahmen knapp 500 Personen (rund fünf Prozent) amStreikteil. „Diese Zahl zeigt deutlich, dass der überwiegende Teil unserer Mitarbeiter:innen dem Streikaufruf der Gewerkschaft vida nicht gefolgt ist“, hieß es. Man blicke „zuversichtlich“ auf die nächsten Gespräche und hoffe, „die Maßnahmen aus dem vorgelegten Angebot“ umsetzen zu können. 

Aus Sicht der Gewerkschaft liegt nach sechs Kollektivvertrags-Verhandlungsrunden weiterhin kein akzeptables Angebot der Arbeitgeber vor. Zwar habe die Arbeitnehmerseite zuletzt akzeptiert, dass der Gehaltsabschluss des öffentlichen Dienstes (3,3 Prozent) übernommen wird. Beim Thema Arbeitszeitverkürzung bestehen jedoch weiterhin Differenzen. Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine 37-Stunden-Woch vorgeschlagen, zuvor war eine Verkürzung auf 35 Stunden gefordert worden. Mit dem zweiten Streik richten sich die Beschäftigten verstärkt an die politischen Entscheidungsträger. Das Land Oberösterreich finanziert die Ordensspitäler maßgeblich. Besonders Gesundheitslandesrätin Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) fordert die Gewerkschaft vida auf, „Verantwortung zu übernehmen und einer Lösung den Weg zu ebnen“. (APA/tab)