© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Fünf Millionen untersuchte und 3500 vor Krankheiten gerettete Babys: So sieht die Bilanz aus 60 Jahren Neugeborenen-Screening in Österreich aus. Heute wird im Rahmen des 1966 an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien und am AKH Wien gestarteten Programms pro Jahr das Blut von rund 78.000 Neugeborenen aus ganz Österreich untersucht. Bei etwa 130 Babys werden Erkrankungen so frühzeitig erkannt, dass ihnen nach entsprechender Behandlung gesundheitliche Schäden erspart bleiben. Dies teilten die Uniklinik und das AKH anlässlich des Internationalen Tages des Neugeborenen-Screenings am 28. Juni mit. In den vergangenen sechs Jahrzehnten wurde das Programm kontinuierlich erweitert. Inzwischen wird das Neugeborenen-Blut auf mehr als 30 Krankheiten untersucht, darunter etwa auf schwere angeborene Immundefekte, Stoffwechselerkrankungen oder Hormonstörungen. Damit zählt das österreichische Programm im internationalen Vergleich zu den umfassendsten seiner Art.
Eine Gala in Berlin bildete kürzlich den Rahmen für eine Auszeichnung der Kammer für Ärzt:innen und Ärzte in Wien (WÄK): Sie erhielt den Felix Burda Award 2026 in der Kategorie „Engagement des Jahres“. Dies für ihre Darmkrebs-Awareness-Kampagne „Darm checken – Leben retten“. Die Jury ehrt jedes Jahr Projekte, die der Prävention von Darmkrebs dienen. Die Vergabe an die WÄK begründete sie damit, dass die Kampagne einen Kontrapunkt zu gängigen Mustern der Gesundheitskommunikation bildet, indem sie mit den Beiträgen von Prominenten den rein medizinischen Kontext verlässt, Darmkrebsvorsorge als niederschwellig zugänglich erscheinen lässt und so breitere gesellschaftliche Relevanz entfaltet. „Diese internationale Auszeichnung ist eine besondere Ehre“, freute sich WÄK-Präsident Johannes Steinhart über den Award, der von der Schauspielerin Barbara Wussow übergeben wurde.
Die WE&ME-Stiftung der Unternehmenrfamilie Ströck hat einen neuen Forschungsaufruf zur Multisystemerkrankung ME/CFS gestartet. Insgesamt werden rund zwei Millionen Euro an neuen Fördermitteln bereitgestellt. Der Fördercall wird vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) abgewickelt und ist für mehrere internationale Projekte vorgesehen. Die Bewerbung für die über Spenden finanzierte Forschungsförderung ist bereits jetzt möglich, die Zuschläge sollen noch heuer erteilt werden. Die Auswahl erfolgt über eine internationale Jury aus Expert:innen und Patientenvertreter:innen. Mehr Informationen unter https://www.weandmecfs.org/weme-projects/
Das Familienunternehmen Hartlauer startete kürzlich in Graz eine moderne Produktion von Hörgeräten. Diese basiert auf 3D-Scan- und Drucktechnologie und ermöglicht es, passgenaue Hörlösungen zu fertigen, und das in kurzer Zeit. In den neuen Standort seien 2,5 Millionen Euro investiert worden, sagte der Inhaber und Geschäftsführer Robert F. Hartlauer bei der Eröffnung. Die Investition sei auch ein Bekenntnis zum Standort Österreich und zur heimischen Wertschöpfung. Mit 50 hochqualifizierten Mitarbeiter:innen wolle man jährlich bis zu 170.000 maßgefertigte Otoplastiken, Im-Ohr-Hörgeräte und individuellen Gehörschutz produzieren, dies auch für andere Hörakustik-Unternehmen. (tab/sst/Agenturen)