© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Sieben Ärztinnen, die für die gleiche Arbeit weniger Gehalt bekamen als ihre männlichen Kollegen, wurden nun von der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) für die falsche Gehaltseinstufung entschädigt. Gehälter wurden nachgezahlt, entsprechende Beträge ausgeglichen. Außerdem passte die KHBG das interne Karrieremodell an, sodass die Ärztinnen und Ärzte in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern nach einer bestimmten Zeit gleich hoch gestuft werden, ohne dass Vorgesetzte eine Bewertung abgeben müssen. In der Kammer für Ärzt:innen in Vorarlberg begrüßte man, dass die Fälle aufgeklärt und aufgearbeitet wurden, da transparente und objektive Karriere- und Gehaltsstrukturen zentral seien.
Angesichts der bevorstehenden Pensionierungswelle warnt die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) nun vor einem Mangel an Militärärzt:innen. Derzeit sind bundesweit 170 aktiv, über Werbeoffensiven und einen Sondervertrag werden seit drei Jahren pro Jahr bis zu zehn Frauen und Männer zu einem Medizinstudium und zum späteren Einstieg in den Beruf gebracht. Derartige Förderungen sind laut ÖÄK-Präsident Johannes Steinhart zwar weiterhin wichtig. Ihm und der Heeressanitätschefin Sylvia Sperandio zufolge braucht es aber deutlich mehr Zuwachs. Denn durch den Aufbauplan 2032+, ein zehnjähriges Investitions- und Modernisierungsprogramm des Bundesheeres, werde sich der Bedarf an Militärärzt:innen vergrößern. Auch sollen die Bundesheermediziner:innen mehr Gewichtung im zivilen Gesundheitsbereich bekommen und weiterhin international Hilfe leisten können.
17.605 Vorarlberger:innen haben ein Volksbegehren unterschrieben, das sich gegen die Verlegung der Abteilungen für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Pädiatrie vom Krankenhaus Dornbirn an das LKH Bregenz richtete. Die Vorarlberger Landesregierung teilte als Reaktion mit, dass die Abteilungen trotzdem verlegt werden. Die Gründe für die Entscheidung dafür seien „fachlich-medizinische, organisatorische und langfristig versorgungspolitische“. Die Verlegung habe keine Auswirkungen auf die Qualität der Kontinuität der Versorgung der Patientinnen, denn die zertifizierten Zentren für Brustgesundheit, gynäkologische Tumoren sowie das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum würden mit ihren erfahrenen interdisziplinären Teams, bewährten Behandlungsabläufen und hohen Qualitätsstandards an den neuen Standort übersiedeln und ihre Arbeit dort nahtlos fortführen.
Die Chefin der Salzburger Patient:innenvertretung Isabel Rippel-Schmidjell übernahm kürzlich die Geschäftsführung der Österreichischen Plattform Patient:innensicherheit. Sie folgt in dieser Funktion Maria Kletecka-Pulker nach und wird die Plattform gemeinsam mit dem Plattform-Präsidenten Michael Wagner weiterentwickeln. Rippel-Schmidjell war vor ihrer Tätigkeit bei der Salzburger Patient:innenvertretung viele Jahre als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Medizinrecht tätig. Aufgrund ihrer Erfahrungen aus dieser Zeit will sie sich besonders für eine Stärkung der Patient:innenrechte, eine gelebte Sicherheitskultur und den offenen Dialog zwischen Patient:innen und Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen einsetzen. (sst/Agenturen)