© Subbotina Anna – stock.adobe.com Da es viel mehr Grippe-Fälle als 2024/25 gibt, sehen Ärztevertreter:innen das Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze. Sie fordern, im Verdachtsfall Tests durchführen zu können.
782 Menschen waren hierzulande bis Ende Dezember wegen Influenza im Krankenhaus, 38 auf der Intensivstation: Das sind um 79 beziehungsweise um neun mehr als in der vergangenen Grippesaison 2024/25. In Wien übersteigt die Zahl der influenzabedingten Hospitalisierungen bereits jetzt den Höchststand der vergangenen Saison.
Die Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien sieht daher das Gesundheitssystem an der Belastungsgrenze. Vizepräsidentin und Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzt:innen Naghme Kamaleyan-Schmied sagt: „Die Ordinationen der Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner sind derzeit völlig überrannt und am Limit.“ Laut dem Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien steht ein weiterer Anstieg der Influenza-Aktivität noch bevor. In der vergangenen Saison erreichte die Infektionswelle Ende Jänner/Anfang Februar den Höhepunkt: 2399 Menschen waren damals hospitalisiert, 129 lagen auf der Intensivstation. Vor diesem Hintergrund wäre es besonders wichtig, dass die Ärztinnen und Ärzte im Verdachtsfall und auf Krankenkassenkosten testen könnten, so die Forderung von Kamaleyan-Schmied. Die vorhandenen Tests müssten die Patient:innen aktuell privat bezahlen. (sst/APA)