© LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com Weil immer mehr Menschen immer älter werden und Krebserkrankungen eher in höherem Alter auftreten, wird die Zahl der Neuerkrankungen steigen: Bis 2045 um ein Fünftel.
Von 46.518 im Jahr 2023 auf 56.546 im Jahr 2045 wird die Zahl an Krebsneuerkrankungen hierzulande steigen. Das ergab eine Berechnung der Statistik Austria im Auftrag des Gesundheitsministeriums und entspricht einem Plus von 20,9 Prozent oder etwa einem Fünftel. Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle wird bis 2045 von 20.906 im Jahr 2023 auf 25.277 im Jahr 2045 um ebenfalls 20,9 Prozent oder rund ein Fünftel steigen.
Zurückzuführen ist dies darauf, dass immer mehr Menschen immer älter werden. Schon jetzt liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen bei 84,3 Jahren, bei Männern bei 79,8, und Krebserkrankungen treten eher in höherem Alter auf. Zwei von drei Krebserkrankten sind laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum über 64 Jahre alt, und 2045 werden der Statistik Austria zufolge mehr als 2,5 Millionen Österreicher:innen über 65 Jahre alt sein. Weil das um zirka 600.000 mehr als jetzt sind, gibt es neben den schlechten Botschaften auch eine gute Nachricht: Das individuelle Risiko, an Krebs zu erkranken und daran zu sterben, verteilt sich stärker, nimmt also ab.
Das Sinken des Erkrankungs- und Sterberisikos betrachtet Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) auch als „Erfolg der Medizin“. Auf das Steigen der Neuerkrankungen und Sterbefälle reagiere man mit dem Nationalen Krebsrahmenprogramm. „Wir stärken Prävention und Früherkennung, planen die onkologische Versorgung vorausschauend und verbessern die Unterstützung für Menschen, die mit und nach Krebs leben“, sagt Schumann. (sst/APA)