Krebshilfe warnt vor neuer Nikotinabhängigkeit 

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Anlässlich des Weltnichtraucher:innentages warnt die Österreichische Krebshilfe vor einer neuen Form der Nikotinabhängigkeit, von der besonders Jugendliche betroffen sind.  

Jugendliche greifen vermehrt zu Nikotinbeuteln sowie zu E-Zigaretten. Bereits sechs bis acht Prozent der 15-Jährigen tun das täglich. Die Österreichische Krebshilfe warnt daher anlässlich des Weltnichtraucher:innentages am 31. Mai vor dieser neuen Form der Nikotinabhängigkeit. Wer in dem Alter zu egal welchen Nikotinprodukten greife, habe ein hohes Risiko, dauerhaft nikotinabhängig zu werden, heißt es seitens der Krebshilfe, die auch erwähnt, dass immer weniger Jugendliche klassische Zigaretten rauchen. „Die neuen Produkte kompensieren aber den Rückgang beim klassischen Rauchen mehr als vollständig“, sagt der Präsident der Krebshilfe Paul Sevelda, der auch dazu rät, dass Österreich dem Beispiel Belgiens und der Niederlande folgen soll und Nikotinbeutel vom Markt nehmen soll.

Insgesamt rauchen 24 Prozent der Österreicher:innen über 15 Jahren oder etwa 2,1 Millionen Menschen. Sie riskieren damit laut der Krebshilfe viele gesundheitliche Probleme. So sei Rauchen für 30 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich. Ein Rauchstopp wirke sich unabhängig vom Alter positiv auf die Gesundheit aus. Wie die im Mai vorgestellte „Tobacco Control Scale 2025” zeigt, besteht in Österreich noch Aufholbedarf, hieß es Seitens der Stadt Wien. Mit 48 von 100 möglichen Punkten bewertet die „Tobacco Control Scale” die Umsetzung, der von der WHO vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduzierung von Tabak- und Nikotinabhängigkeit. Damit liegt Österreich im unteren Mittelfeld.

„Der Weltnichtraucher:innentag erinnert uns daran, dass Tabak- und Nikotinkonsum nach wie vor zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken zählen. Besonders besorgniserregend ist, dass neue Nikotinprodukte häufig gezielt junge Menschen ansprechen. Prävention, Aufklärung und ein wirksamer Jugendschutz bleiben daher zentrale Aufgaben einer verantwortungsvollen Gesundheitspolitik“, betonte Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ).

Das Nikotin Institut Wien empfiehlt anlässlich des Weltnichtraucher:innentages einen Rauchstopp in fünf Schritten: Schritt eins ist die Analyse des eigenen Rauchverhaltens, Schritt zwei die schrittweise Reduktion des Konsums, Schritt drei die Festlegung eines konkreten Rauchstopp-Termins, Schritt vier die Stabilisierung neuer Routinen und Schritt fünf die Motivation zum Weitermachen auch nach Rückfällen. (sst/APA)