© sudok1 – stock.adobe.com In der Nachsorge nach einem Schlaganfall soll bald eine neue App eingesetzt werden. Sie soll die im internationalen Vergleich hochstehende Schlaganfallversorgung Österreichs noch einmal verbessern.
Rund 20.000 Österreicher:innen erleiden pro Jahr einen Schlaganfall: Diese Zahl ist seit vielen Jahren in etwa gleich hoch. Doch die Zahl derjenigen, die am Schlaganfall sterben, ist gesunken. Waren das in den 1990ern noch jährlich 10.000 Menschen, sind es nun nur noch 4000. Diese Veränderung zum Positiven verdeutlicht, worauf die Österreichische Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF) anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober hinweist: wie hochstehend die Schlaganfallversorgung Österreichs mit seinem dichten Netz spezialisierter Stroke Units, systematischer Qualitätssicherung und innovativer Forschung ist, dies auch im internationalen Vergleich.
Nun soll die Versorgung bald noch einmal verbessert werden. „Wir müssen innovative digitale Möglichkeiten nutzen, um Patient:innen auch nach dem Spitalsaufenthalt bestmöglich zu begleiten“, sagt ÖGSF-Präsident Michael Knoflach. Mit diesen Möglichkeiten meint er eine App, die derzeit noch in einer österreichweiten Studie erprobt wird und an der mehrere universitäre und klinische Zentren beteiligt sind. Die App ist dazu gedacht, die Sekundärprävention und das Selbstmanagement zu unterstützen. Dies unter anderem durch medizinische Informationen, Erinnerungen an Medikamente und Termine sowie die Dokumentation gesundheitsrelevanter Parameter. Sie soll letztlich die gesundheitsbezogene Lebensqualität steigern und das Management vaskulärer Risikofaktoren verbessern. (sst/APA)