© tomozina1 – stock.adobe.com Ein neuer Marker für Kopf-Hals-Tumoren kann laut einem Forscherteam unter der Leitung der MedUni Wien kann bestimmte Formen früh erkennen, was personalisierte Therapien möglich machen könnte.
Sie gelten als besonders aggressiv und schwer behandelbar, haben daher oft eine schlechte Prognose, und überdies fehlten bisher zuverlässige Marker für die Einschätzung der Entwicklung und die Planung der Therapie: Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome, die nicht durch das humane Papillomavirus (HPV), sondern durch übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsum verursacht werden.
Diese Karzinome standen nun im Mittelpunkt einer Studie, die ein Forscherteam unter der Leitung der Medizinischen Universität Wien erstellte. Die Forscher:innen konnten anhand von retrospektiven Analysen von Patient:innendaten zeigen, dass sich auf Positronen-Emissions-Tomografie/Computertomografie (PET/CT)-Aufnahmen erkennen lässt, wie es um die Aktivität eines bestimmten Signalwegs der HPV-negativen Tumoren bestellt ist: Bei diesen Tumoren ist der Signalweg meist besonders aktiv.
In weiteren Experimenten mit Zellkulturen und an Tiermodellen prüfte das Forscherteam, was passiert, wenn der Signalweg gezielt blockiert wird. Dies mit dem Ergebnis, dass sich die Bilder des Signalwegs in den PET/CT-Aufnahmen verändertenund die Tumoren langsamer wuchsen. „Die Ergebnisse legen nahe, dass PET/CT-Untersuchungen künftig helfen können, den Verlauf der HPV-negativen Tumoren besser einzuschätzen und Therapien zu personalisieren“, heißt es in der Studie. (sst/APA)