Puls als Indikator für Schlaganfall-Risiko

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Eine Studie britischer Forscher:innen zeigt, dass die Pulsfrequenz ein Indikator für das Schlaganfall-Risiko ist. Die Basis bilden Daten von 460.000 Menschen. 

Welchen Einfluss hat die Ruheherzfrequenz auf das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden? Dieser Frage gingen Forscher:innen des Imperial College London in Großbritannien nach und sahen sich dafür Daten von rund 460.000 Menschen über durchschnittlich 14 Jahre hinweg an. Die Daten stammten aus der UK Biobank, der weltweit größten Gesundheitsdatenbank. 

Das Ergebnis: Der Ruhepuls ist ein Indikator für das Schlaganfall-Risiko. Bei einer Ruheherzfrequenz von 60 bis 69 Schlägen pro Minute ist das Risiko am niedrigsten. Wenn der Ruhepuls schneller ist, steigt das Risiko, aber auch, wenn der Puls langsamer ist. Stark steigt das Risiko bei einer Ruheherzfrequenz über 90 und unter 50 an. Zudem fanden die Forscher:innen heraus, dass es bei einer hohen Ruheherzfrequenz zu ischämischen und hämorrhagischen Schlaganfällen kommt, bei einer niedrigen Frequenz aber vorwiegend zu ischämischen Schlaganfällen.  

„Die Ruheherzfrequenz ist ein Wert, der bei der Beurteilung eines Herz-Kreislauf-Risikos mehr Beachtung verdient“, sagt der Mitautor der Studie Alastair Webb vom Department für Neurowissenschaften des Imperial College London. Die Aussagekraft des Ruhepuls beschränke sich aber auf Menschen ohne Vorhofflimmern, was wahrscheinlich daran liege, dass das Vorhofflimmern als Risikofaktor den Einfluss der Herzfrequenz überwiegt. (sst/APA)