Social Media: Klarer Wunsch nach Altersgrenzen

© Caseyjadew – stock.adobe.com

Das von der Politik geplante Mindestalter für Social Media stößt auf breite Zustimmung. Laut einer Marketagent-Umfrage sieht die große Mehrheit soziale Medien eher als Gefahr, denn als Chance.  

Laut der Umfrage stufen acht von zehn Österreicher:innen Social Media für Kinder und Jugendliche als gefährlich ein. Nur ein knappes Fünftel hält die Plattformen für sicher (19%). Als größte Chancen der sozialen Medien werden Zugang zu Wissen und Bildung (40%), soziale Teilhabe (38%) und Interessensaustausch (38%) genannt. Unter den Risiken dominieren sexuelle Belästigung (72%), Cybermobbing (71%) und Sucht (71%). Bei der Frage nach den riskantesten Social-Media-Plattformen für junge Menschen entsteht ein deutliches Bild: TikTok gilt mit 84 Prozent klar als problematischste App. Mit deutlichem Abstand folgen Instagram (55%) und Snapchat (51%).  

90% der Befragten befürworten ein gesetzliches Mindestalter bei der Social Media-Nutzung, das im Schnitt bei 15 Jahren liegen soll. Auffällig ist, dass die Zustimmung über alle Generationen hinweg gleich hoch ist: von den 14-19-Jährigen bis hin zu den Über-60-Jährigen. Die Hauptverantwortung für die Einhaltung des Mindestalters sehen die Österreicher:innen primär bei den Eltern (38%), denn das Vertrauen in technische Alterskontrollen ist begrenzt: Nur ein gutes Drittel hält eine zuverlässige Altersprüfung durch die Plattformen für realistisch (38%). 

Die breite Mehrheit sieht in Social Media ein reales Risiko für junge Menschen: von Cybermobbing, über sexualisierte Inhalte bis hin zu Suchtproblematiken. Dass 90 Prozent ein gesetzliches Mindestalter fordern, ist ein deutliches Signal an Politik und Plattformbetreiber. Der Wunsch nach mehr Schutz und klaren Regeln ist gesellschaftlich längst angekommen “, fasst Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent, die Ergebnisse der Umfrage zusammen. (APA/tab)