Start von Lungenscreening für Raucher:innen  

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In Deutschland können Raucher:innen nun im Rahmen eines Screenings ihre Lunge auf bösartige Veränderungen untersuchen lassen. Das fordern Expert:innen auch für Österreich. 

Was führende Expert:innen schon seit Längerem für Österreich fordern, wird in Deutschland nun Realität: Ab 1. April haben Raucher:innen das Recht, einmal jährlich per Niedrigdosis-Computertomografie ihre Lunge auf bösartige Veränderungen untersuchen zu lassen. In etlichen anderen Ländern der Welt, wie in den USA, Taiwan, China, Kroatien oder Polen ist dies schon seit Längerem möglich. Schließlich vereinfacht die Früherkennung von Lungenkrebs, an dem fast nur Raucher:innen erkranken, die Therapie, und die Heilungschancen erhöhen sich drastisch.

Um unnötige Untersuchungen zu vermeiden und die Zielgenauigkeit des Screenings zu optimieren, definierten deutsche Wissenschafter über verschiedene Berechnungen die Risikogruppe. Heraus kam, dass Menschen zwischen 50 und 75 Jahren mit einem starken Zigarettenkonsum von mindestens einer Packung pro Tag über 25 Jahre hinweg in das Screening-Programm aufgenommen werden können. Da sich das Risiko für Lungenkrebs erst nach mehreren Jahren reduziert, haben aber auch starke Raucher:innen, die vor weniger als zehn Jahren mit dem Rauchen aufhörten, jedes Jahr ein Recht auf die Teilnahme an der Früherkennungsuntersuchung. In Österreich wird die Krankheit jedes Jahr bei 4000 bis 5000 Menschen diagnostiziert, dies meist in späten Stadien. Etwa 4000 Österreicher:innen sterben jährlich an Lungenkrebs. (sst/APA).