© pixabay Ein Online-Vergleichsportal hat nun erhoben, was verschiedene Fachärzt:innen an Wahlarzthonoraren verlangen. Dabei gibt es auch regionale Unterschiede.
Mittels Mystery Calling hat das Online-Vergleichsportal für private Krankenversicherungen in Österreich „krankenversichern.at“ erhoben, was hierzulande für einen Besuch bei Wahlärzt:innen zu bezahlen ist. Das Calling lief über die vergangenen drei Monate, 1590 Wahlärzt:innen aus 14 Fachrichtungen in ganz Österreich wurden nach einem Termin für einen Ersttermin und nach den Kosten dafür gefragt.
Die Ergebnisse finden sich im Wahlarzt-Kosten-Report 2026: Am teuersten kommt der Besuch bei Wahl-Radiolog:innen. Er schlägt im Durchschnitt mit 268 Euro zu Buche. Darauf folgt der Besuch bei Urolog:innen, der 237 Euro kostet. 211 Euro fallen bei Kardiolog:innen an, 206 Euro bei Psychiater:innen, 203 Euro bei Pulmolog:innen, 202 Euro bei Gynäkolog:innen. Internist:innen verrechnen durchschnittlich 181 Euro, Orthopäd:innen 178 Euro, Neurolog:innen 177 Euro, HNO-Ärzt:innen173 Euro, Augenärzt:innen 172 Euro, Kinderärzt:innen 155 Euro, Hautärzt:innen 149 Euro und Hausärzt:innen 108 Euro.
Erhoben wurden auch regionale Unterschiede. So zeigte sich etwa, dass mit durchschnittlich 314 Euro in Niederösterreich am meisten für einen Ersttermin bei Radiolog:innen zu bezahlen ist, in Oberösterreich dagegen mit 197 Euro am wenigsten. Der Besuch bei Hausärzt:innen ist mit 112 Euro ebenfalls in NÖ am teuersten und mit 98 Euro in OÖ am billigsten.

Der Zugang zur „Zwei-Klasssen-Medizin“ habe seinen Preis, heißt es seitens krankenversichern.at zu den Ergebnissen, dieser ergebe sich aber dadurch, dass sich die Wahlärzt:innen viel Zeit für die Erstordination lassen, oft teure Geräte benötigen und flexibel genug sind, um zeitnah Termine vergeben zu können. Für Patient:innen seien jedoch die regionalen Unterschiede. (sst)