Apotheken und Industrie drängen auf Patientensicherheit

Symbolbild

Zum Tag der Patientensicherheit am 17. September pochten die Apotheker und die Pharmaindustrie auf ihre Leistungen während der Coronakrise. Bisher sei man gut durch die Krise gekommen.

Die Apotheke ist immer ein Ort der Sicherheit, hießt es aus der Österreichischen Apothekerkammer anlässlich des Internationalen Tages der Patientensicherheit. „Die Sicherheit für unsere Patienten wird in der Apotheke großgeschrieben. Dabei geht es zum einen aktuell um den Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus, zum anderen darum, durch fachkundige Beratung Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten und die Menschen vor gefälschten oder illegalen Medikamenten zu schützen“, erklärt Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, den oftmals verunsicherten Menschen das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln.

Die in den Apotheken getroffenen Vorkehrungen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hätten sich als überaus erfolgreich erwiesen. „Die Apotheken haben rasch reagiert und effiziente Schutzmaßnahmen für Patienten, Kunden sowie für das Apothekenpersonal gesetzt. Dazu zählen Zugangsbeschränkungen, Sicherheitsabstände, Plexiglaswände an den Ladentischen, Möglichkeiten zur Handdesinfektion und soweit möglich das Bilden von Apothekenteams.“

Die Industrie wiederum pocht auf Sicherheit bei der Entwicklung neuer Medikamente. Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus geht für die Pharmig Patientensicherheit vor Entwicklungsgeschwindigkeit, betonte Pharmig-Generalsekretär Alexander Herzog anlässlich des Internationalen Tages der Patientensicherheit. „Ich verstehe durchaus, dass der globale Ruf nach einem Impfstoff gegen Corona oder einem Arzneimittel immer lauter wird, aber dieser Wunsch darf nicht zulasten der Sicherheit von Patienten gehen“, betonte Herzog in einer Presseaussendung. Die einzelnen Phasen in der Medikamentenerforschung dürften nicht vernachlässigt werden. Sechs Impfstoffkandidaten befinden sich bereits in Phase III der klinischen Prüfung. Nun gehe es darum, die Wirksamkeit eines neuen Wirkstoffes sicher zu belegen und Informationen über mögliche Nebenwirkungen zu sammeln. Entscheidend sei nicht, „welcher Impfstoffkandidat als erster durchs Ziel kommt, sondern dass er sicher für alle ist, die ihn verabreicht bekommen“. (red)

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