„Dümmer“ durch gestörten Schlaf?

Eine Studie zeigt, dass ein gestörtes Schlafverhalten zu einer verminderten Denkleistung bei Patient:innen mit Depression führt. Auch soziale Störungen sind möglich.

Verzögerte Schlaf-Wach-Phasen haben einen negativen Effekt auf die Denkleistung, soziale Funktionen und die Lebensqualität von Menschen mit Depression. Das zeigt eine Querschnittstudie aus Japan, die das Schlafverhalten sowie die Auswirkungen eines gestörten Schlafrhythmus bei 33 Patient:innen mit Depression untersuchte. Mittels Aktigraphie wurde über ein kleines Gerät der Schlaf-Wach-Rhythmus überwacht, funktionelle Beeinträchtigungen wurden über Fragebögen (Brief Assessment of Cognition in Schizophrenia, BACS-J; World Health Organization Disability Assessment Schedule, WHO-DAS; Euro QOL 5 dimensions, EQ5D) ermittelt.

Die Forscher:innen fanden so eine signifikante Korrelation zwischen dem Verschieben des Rhythmus und funktionellen Störungen wie Denkleistung, sozialer Funktion und Lebensqualität (BACS-J: r = -0,489; p = 0,010; WHO-DAS: r = 0,466; p = 0,014; EQ5D: r = 0,472; p = 0,013). Sie empfehlen behandelnden Ärzt:innen deshalb, bei Patient:innen mit Depression auf das Schlafverhalten zu achten, wie auch das Deutsche Gesundheitsportal berichtete. (red)

Service: Publikation