FSME-Fälle heuer auf Rekordniveau 

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Die Zahl der FSME-Erkrankungen in Österreich liegt in diesem Jahr bereits jetzt über jener des gesamten Vorjahres. Der Klimawandel macht den Zeckenschutz zunehmend zum ganzjährigen Thema.  

Für 2026 wurden bislang 148 bestätigte FSME-Infektionen registriert – im gesamten Jahr 2025 waren es 132, informierte der Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) anhand von Daten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Zecken seien längst kein reines Sommerphänomen mehr und der Herbst eine gute Gelegenheit, den Impfstatus zu überprüfen, betonten die Fachleute. Denn Zecken werden nicht durch die Jahreszeit, sondern durch die Temperatur gesteuert: Bereits ab rund 5 bis 8 Grad Celsius können sie aktiv werden. Milde Herbst- und Wintertage, die im Zuge des Klimawandels häufiger auftreten, verlängern ihre Aktivitätsphase weit über den Sommer hinaus. Die klassische, klar abgegrenzte „Zeckensaison“ gehört damit zunehmend der Vergangenheit an, so die Expert:innen.

Österreich zählt zu den am stärksten von FSME betroffenen Ländern Europas. Die Fallzahlen unterliegen zwar deutlichen jährlichen Schwankungen; über die vergangenen Jahre sind die FSME-bedingten Spitalsaufenthalte jedoch insgesamt gestiegen. Anders als in manchen Nachbarländern stuft die AGES nahezu das gesamte Bundesgebiet als FSME-Risikogebiet ein. Regionaler Schwerpunkt bei den Infektionen ist heuer Oberösterreich mit 63 Fällen, gefolgt von Tirol (25) und Salzburg (18).

Österreich verdankt seine international gute FSME-Bilanz einer jahrzehntelang hohen Durchimpfungsrate. Doch diese Rate sowie der Anteil jener, die sich regelmäßig auffrischen lassen, gehen seit einigen Jahren zurück, betont der Impfstoffhersteller-Verband. Laut einer aktuellen Befragung unter mehr als 7.000 Personen aus Österreich verfügen nur 28 % der Geimpften über ein abgeschlossenes FSME-Impfschema. (tab)