Gesundheitsbefragung zeigt negative Trends 

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Junge Menschen schätzen ihre Gesundheit zunehmend schlechter ein, auch Depressionen nehmen zu. Gleichzeitig leben rund 40 Prozent der Bevölkerung mit chronischen Erkrankungen oder dauerhaften Gesundheitsproblemen. 

Die Statistik Austria hat für die Gesundheitsbefragung 2025 (ATHIS) insgesamt 16.446 zufällig ausgewählte Personen ab 15 Jahren zu ihrem Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen befragt. Im Vergleich zur letzten Erhebung 2019 zeigen sich mehrere negative Entwicklungen, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Der Anteil jener, die ihren Gesundheitszustand als „sehr gut“ bewerteten, ist seit 2019 gesunken. Zugleich schätzten mehr Menschen ihre Gesundheit als gut oder mittelmäßig ein. Der Anteil mit einer schlechten oder sehr schlechten Einschätzung blieb weitgehend unverändert. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war vor allem die kritischere Gesundheitswahrnehmung junger Menschen. Bei der älteren Bevölkerung zeigte sich hingegen ein positiver Trend. Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde 2025 in nahezu allen Bereichen schlechter bewertet als 2019. Zudem fiel im Vergleich zu 2019 ein Anstieg von Depressionen bei jüngeren Erwachsenen auf. 

Etwa 3,2 Millionen Personen – rund 40 Prozent der Bevölkerung – lebten mit einer chronischen Erkrankung oder einem dauerhaften Gesundheitsproblem. Rund ein Drittel der Bevölkerung war aufgrund gesundheitlicher Probleme bei Alltagstätigkeiten eingeschränkt. Bei den über 55-Jährigen berichteten rund 510.500 Personen über Schwierigkeiten bei zumindest einer Basisaktivität der täglichen Körperpflege oder Selbstversorgung. Etwa 1,1 Millionen hatten Einschränkungen bei der Haushaltsführung, etwa beim Einkaufen. Frauen und hochaltrige Personen waren häufiger betroffen. Ein erheblicher Teil der Betroffenen erhält trotz des bestehenden Bedarfs keine ausreichende Unterstützung. 

Mehr als jede zweite Person ab 15 Jahren war zumindest übergewichtig. Laut WHO-Definition waren 18,7 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen adipös. Bei vergleichbarer Altersstruktur stieg der Anteil adipöser Personen bei Männern um 6,1 Prozentpunkte, bei Frauen um 3,7 Prozentpunkte. Der Anteil der täglich Rauchenden lag 2025 bei 19,1 Prozent der Männer und 14,9 Prozent der Frauen. Gleichzeitig gewannen neue Nikotinprodukte an Bedeutung. Ein Alkoholkonsum mit erhöhtem Gesundheitsrisiko trat bei Männern mit 15,3 Prozent wesentlich häufiger auf als bei Frauen mit 5,9 Prozent. 

Die Zufriedenheit mit dem österreichischen Gesundheitssystem war insgesamt hoch, ging jedoch merklich zurück. 44,0 Prozent der Bevölkerung bewerteten 2025 die Qualität der medizinischen Versorgung als „hervorragend“ oder „sehr gut“. 2019 war dieser Anteil deutlich höher gewesen, berichtete die Statistik Austria. (APA/tab)