© Inga – stock.adobe.com Eine Online-Befragung ergab, dass hierzulande immer mehr der 14- bis 25-Jährigen Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Besonders beliebt sind Whey Protein, Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren.
Sie folgen den Empfehlungen von sogenannten Healthfluencern, Fitfluencern, auch Coaches für Gesundheit und Sport: Jene 65 Prozent der 14- bis 25-jährigen Österreicher:innen, die Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Der Rat von Fachleuten spielt bei der Entscheidung für den Konsum eine untergeordnete Rolle: Das ergab eine Online-Befragung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) im Auftrag der Arbeiterkammer Wien (AK Wien) mit 569 Teilnehmer:innen.
Die Befragung zeigte auch, dass Whey Protein, Vitamine, Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren unter den jungen Menschen besonders beliebt sind, und was die jungen Menschen dazu bringt, die Mittel zu nehmen: 48 Prozent gaben an, damit ihr Immunsystem stärken zu wollen, 45 Prozent, ihre Muskeln aufbauen zu wollen, 37 Prozent, Mängeln vorbeugen zu wollen. Den Burschen und jungen Männern ging es eher um den Muskelaufbau, den Mädchen und jungen Frauen eher um die Stärkung des Immunsystems und die Vorbeugung von Mängeln. Im Schnitt werden mindestens vier Produktkategorien genommen. Die ältere Gruppe der 18- bis 25-Jährigen nimmt signifikant mehr ein als die Jüngeren.
Petra Lehner, Ernährungsexpertin der AK Wien sagt zu der Frage, welches der unter den Jungen beliebten Mittel für sie sinnvoll sei: „Ohne Befund gar keines.“ Man müsse den Bedarf kennen, den jetzigen Stand, und wenn sich dann herausstelle, dass man ein Nahrungsergänzungsmittel benötige, könne man es implementieren. In Zeiten des erhöhten Bedarfs, etwa im Wachstum, in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit könnte sich das Einnehmen von Supplementen als durchaus sinnvoll erweise, sagt Lehner. Der Konsum von Supplementen im Sport sei ab einem Trainingsausmaß von vier Stunden pro Woche überlegenswert. (sst/APA)