Kommt bald Warnung vor Paracetamol? 

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Eine Studie sorgt für Debatten. Sie zeigt, dass die Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft womöglich die Fruchtbarkeit und den Zeitpunkt der Menopause bei den Töchtern beeinflusst. 

Die Daten von 685 Frauen, 302 zirka drei Monate alten Töchtern und weiteren 1210 Mädchen, die von der Säuglingszeit bis in die Jugend begleitet wurden, werteten Forscher:innen rund um Margit Bistrup Fischer vom Rigshospitalet in Kopenhagen für eine Studie aus. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Mädchen, deren Mütter in der Schwangerschaft Mittel mit dem Wirkstoff Paracetamol eingenommen hatten, im Alter von drei Monaten kleinere Eierstöcke, weniger Eibläschen, kleinere Gebärmütter und niedrigere Spiegel an Fortpflanzungshormonen aufwiesen, als Töchter von Müttern, die kein solches Mittel geschluckt hatten, als sie mit ihnen schwanger waren.

Die älteren Mädchen hatten als Folge der Paracetamol-Einnahme durch die Mutter in der Pubertät eine kleinere Gebärmutter und in der Adoleszenz ein kleineres Eierstockvolumen. Seitens der Forscher:innen heißt es, die Ergebnisse würden Befunden aus Tierstudien entsprechen, die darstellen würden, dass Paracetamol-Gaben während der Trächtigkeit der Muttertiere bei den weiblichen Nachkommen zu einer eingeschränkten Fruchtbarkeit führen können und bedingt durch das frühere Eintreten der Menopause auch zu einer kürzeren fruchtbaren Lebensspanne.

Der Gynäkologe und Spezialist für Reproduktionsmedizin Christian De Geyter vom Universitätsspital Basel betont die große Bedeutung der dänischen Studie. Er meint, die Empfehlungen zur Anwendung von Paracetamol während der Schwangerschaft müssten nun überarbeitet werden. Es könnte also bald zu einer Warnung davor kommen, den Wirkstoff während der Schwangerschaft zu nützen. (sst/APA)

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