Mehr Geld für Apotheken in Deutschland und England

Symbolbild

Während Österreichs Apotheken auf bessere Rahmenbedingungen warten müssen, gibt es in Deutschland und England einen Geldregen: für Nachtdienste und neue Aufgaben.

Eine Gesetzesneuerung in Deutschland soll Apotheken jetzt vor der Konkurrenz aus dem Internet schützen. Demnach soll ein Rabattverbot kommen. Zudem sollen die Einnahmen, die deutsche Apotheken über Nacht- und Notdienste erhalten, laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) neu geregelt werden. Das neue Gesetz sieht vor, dass es für die Apotheken künftig mehr Geld für die Nacht- und Notdienste geben soll. Was nicht kommt, ist ein Verbot des Online-Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.

In Großbritannien hat wurde wiederum ein 14,5 Milliarden Euro schwerer Fünf-Jahresplan für Apotheken aufgelegt. Jedes Jahr erhalten die 14.000 Apotheken knapp 3 Milliarden Euro und sollen dort zu einer Art „Mini“-Ärzten ausgebildet werden. Patienten mit kleineren Erkrankungen wie Ohrenschmerzen oder Halsschmerzen sollen demnach zuerst in eine Gemeinschaftsapotheke gehen. Das Ganze ist ein Modellversuch, der vorerst fünf Jahre laufen soll. Schätzungen des nationalen Gesundheitsdienstes NHS zufolge könnten bis zu sechs Prozent aller Hausarztkonsultationen in eine Gemeinschaftsapotheke überführt werden. (red)