Neue Plattform für präklinische Forschung

© AIT/Husar

Das AIT Institute of Technology und JOANNEUM Research wollen ihre Expertise in der präklinischen Forschung für Wissenschaft und Industrie  bündeln.  

Geplant ist eine Plattform, die ein Angebot an Technologien, Services und wissenschaftlicher Kompetenz bereitstellt. Damit sollen Forschung und Entwicklung für Partner:innen aus Wissenschaft und Industrie deutlich effizienter werden. Gerade beim Übergang von Grundlagenforschung zur Anwendung entstehen oft Hürden. Verschiedene Labore und Anbieter arbeiten isoliert, Schnittstellen sind unklar, und für Unternehmen wie Start-ups wird der Zugang zu den richtigen Methoden erschwert. „Durch die Bündelung komplementärer präklinischer Kompetenzen können wir Industrie- und Forschungspartnern ein deutlich erweitertes, integriertes Serviceangebot bieten. Das steigert Effizienz, Planungssicherheit und Umsetzungsgeschwindigkeit in der Forschung und Entwicklung“, erklärt der Scientific Director des AIT, Andreas Kugi.  

Die AIT Competence Unit Molecular Diagnostics bringt ihre Erfahrung mit molekularen Analysen, Biomarker-Entwicklung und Diagnostik ein. JOANNEUM RESEARCH ergänzt das Angebot mit Expertise in der präklinischen Forschung, etwa für gewebespezifische Pharmakokinetik und -dynamik, Mode-of-Action-Studien, die Bewertung von Proteinbindungseffekten sowie mit Ansätzen zur Vorhersage von Ergebnissen teurer klinischer Studien. „Die Etablierung einer gemeinsamen Plattform für Diagnostik, Modelle und Dienstleistungen ist ein wichtiger Schritt in der Zusammenarbeit der beiden größten außeruniversitären Forschungseinheiten Österreichs. Damit schaffen wir ein Angebot, das der Wissenschaft, aber vor allem auch der Industrie zugutekommt“, betont JOANNEUM RESEARCH-Geschäftsführer Heinz Mayer.  

Das Angebot richtet sich an Pharma- und Biotech-Unternehmen, Medizintechnik-Firmen sowie akademische Partner. Ein Start-up, das beispielsweise einen neuen Wirkstoffkandidaten entwickelt, könne künftig auf ein Gesamtpaket zurückgreifen – von der genetischen und molekularen Analyse über präklinische Tests in validierten Modellen bis hin zu Datenauswertung und Beratung für regulatorische Anforderungen. Der Vorteil: kürzere Wege, geringere Risiken und ein gebündelter Zugang zu relevanter Expertise. In den kommenden Monaten soll die Plattform als konkretes Angebot an die Bio- und Pharmazeutische Industrie ausgestaltet werden. Geplant sind zudem gemeinsame Projekte mit Industrie- und Wissenschaftspartner:innen. (APA/tab)