Novartis plant Herstellung von Corona-Impfstoff in Tirol für dieses Jahr

High-Tech-Fertigungsanlage von Novartis in Kundl (Tirol) © Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis geht weiter davon aus, den Covid-19-Impfstoff des deutschen Biotechunternehmens Curevac herzustellen. Man sei aber nicht auf diesen Impfstoff beschränkt.

„Wir haben die Produktion wie geplant gestartet. Wir planen, dieses Jahr 50 Millionen Dosen auszuliefern“, sagte Novartis-Finanzchef Harry Kirsch am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Zur Wirksamkeit des Curevac-Corona-Impfstoffs oder der Wahrscheinlichkeit einer Zulassung könne sich Novartis nicht äußern. Wenn es Bedarf für zusätzliche Produktionskapazitäten gebe, etwa von Biontech/Pfizer oder anderen, könne Novartis diese weiter ausbauen. „Wir sind nicht auf den einen oder anderen beschränkt.“

Novartis unterstützt bereits Biontech/Pfizer bei der Produktion ihres Impfstoffs. Das Vakzin von Curevac soll im Tiroler Werk Kundl von Novartis hergestellt werden. Der Impfstoff erzielte in der entscheidenden klinischen Studie nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent. Curevac hofft trotz der enttäuschenden Studienergebnisse aber weiter auf eine Verwendung durch die Europäische Union. (red/APA)