© ZIHE - stock.adobe.com Die Österreichische Gesundheitskasse plant Berichten zufolge eine deutliche Reduktion ihrer Servicestellen. Ein massiver Stellenabbau wird befürchtet. Die ÖGK weist das zurück.
Die ÖGK könnte ihr Netz an Kundenservicestellen deutlich verkleinern. Wie die „Krone Oberösterreich“ berichtet, sieht ein internes „Standortkonzept“ vor, die Zahl der bundesweit 138 Standorte auf nur noch 77 zu reduzieren. In den Kundenservicestellen erhalten Versicherte Auskünfte, können Anträge abgeben oder Leistungen beantragen, teilweise sind dort auch medizinische Dienste untergebracht. ÖGK-Generaldirektor-Stellvertreter Moritz Mitterer soll die Pläne vergangene Woche den Regionalmanager:innen sowie den Betriebsratsvertreter:innen vorgestellt haben. Eine Sprecherin der ÖGK wies die Berichte allerdings zurück. Gleichzeitig betonte sie, dass innerhalb der ÖGK laufend über Modernisierungen nachgedacht werde.
Für Unruhe sorgen die Berichte vor allem bei den Beschäftigten. In einem Protestschreiben des oberösterreichischen Betriebsrats heißt es: „Diese Pläne sorgen für große Verunsicherung. Vor allem bei uns in Oberösterreich haben wir doch die meisten Kundenservicestellen. Für uns als Betriebsrat ist klar: Wir werden nicht tatenlos zusehen.“ Laut „Krone“ wurden auch die Arbeiterkammer und die Gewerkschaft der Privatangestellten eingeschaltet. Gemeinsam wolle man Verschlechterungen für die Beschäftigten verhindern und ihre Interessen mit Nachdruck vertreten. Die ÖGK beschäftigt österreichweit rund 13.000 Mitarbeiter:innen, viele davon in den Kundenservicestellen. Sollte das Standortkonzept umgesetzt werden, wird intern auch mit Kündigungen gerechnet. (tab)