So belastet das Gesundheitssystem das Klima 

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Das Gesundheitswesen in Österreich verursacht einen überdurchschnittlich hohen Anteil der nationalen Treibhausgasemissionen, wie neueste Daten der OECD zeigen. 

Laut dem OECD-Gesundheitsbericht „Health at a Glance“ entfallen hierzulande 5,2 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen auf die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Dazu zählen unter anderem Spitäler, Arztpraxen, Medikamente, Medizintechnik sowie Transporte und Lieferketten. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 4,4 Prozent. Rechnerisch hängt damit rund jede zwanzigste Tonne Treibhausgas, die im Land entsteht, mit der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zusammen. Damit liegt Österreich über Ländern wie Frankreich, Schweden, Italien oder Ungarn. Den höchsten Wert in Europa erzielt Deutschland (Platz 2 hinter USA).

Länderspezifische Ursachen nennt die OECD nicht, mehrere Strukturmerkmale dürften jedoch eine Rolle spielen. Österreich gibt mit 11,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts überdurchschnittlich viel für Gesundheit aus, verfügt über eine vergleichsweise hohe Bettenanzahl in Spitälern (6,6 Krankenhausbetten je 1.000 Einwohner:innen) und verzeichnet sowohl eine hohe Zahl an Arztkontakten als auch eine stark ausgeprägte stationäre Versorgung. Hinzu kommt ein hoher Ressourcenverbrauch für Arzneimittel und Medizintechnik. (sst)