Trump kämpft wieder mit Impfungen 

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Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Grippe-Impfstoff auf mRNA-Basis zugelassen. Ein Rückschlag für US-Präsident Donald Trump, der umgekehrt zeitgleich Kinderimpfungen einschränken will.  

mFlusiva ist der erste Influenzaimpfstoff des US-Konzerns Moderna auf mRNA-Basis und für Menschen ab 50 Jahren zugelassen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Pharmakonzern rechnet nach eigenen Angaben damit, dass der Impfstoff in den Vereinigten Staaten ab der kommenden Grippesaison verfügbar sein wird. Die Zulassung kommt nach einigen Startschwierigkeiten. Im Februar hatte die FDA die klinischen Studien zu mFlusiva als unzureichend eingestuft und den Antrag auf Prüfung des Vakzins abgelehnt. Nach einem Treffen revidierte die Behörde eine Woche später ihre Position. Erste Studienergebnisse hatte das Unternehmen im Juli 2025 vorgelegt.

Die Zulassung fällt in eine Phase, in der die US-Regierung den Kurs bei Impfungen neu ausrichtet. US-Gesundheitsminister und Impfkritiker Robert F. Kennedy Jr. hatte die mRNA-Technologie in der Vergangenheit kritisiert und staatliche Gelder zur Unterstützung entsprechender Forschung gestrichen. Unter Kennedy forderte die FDA zudem eine Neubewertung der Zulassungsverfahren für bestimmte Impfstoffe, darunter Grippeimpfstoffe. Dies löste bei Fachleuten Besorgnis aus.

Am Montag erklärte zudem US-Präsident Donald Trump, die Impfempfehlungen für Kinder deutlich zu reduzieren und bisherige Kombi-Impfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen. Laut einer neuen Anordnung sollen nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anerkannt werden. Impfungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe sind nicht mehr darunter. Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden. Zudem liegen viele Impfregeln bei den Bundesstaaten.

Trump forderte zudem, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise „ziemlich tödlich“ sein, erklärte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: „Nein.“ Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten.Trump verknüpfte den neuen Kurs erneut mit der Autismus-Debatte und stellte einen möglichen Rückgang der Diagnosen durch weniger und zeitlich getrennte Impfungen in Aussicht. Einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus belegen Studien jedoch nicht. Eine Studie, die den Zusammenhang einst hergestellt hat, wurde wegen Manipulation zurückgezogen.

Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Zudem sind Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln in den USA derzeit nicht verfügbar. Gesundheitsexpert:innen warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen. (APA/red)