Weichenstellung bei Pharmaunternehmen

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In der Steiermark steigt die nächste Generation in das Unternehmen der Familie Bartenstein ein. Auch wirtschaftlich gibt es positive Ergebnisse.

Gleich mehrere Gründe zum Feiern gibt es beim heimischen Pharmaunternehmen G.L.Pharma in der Steiermark. So wurde Geschäftsführerin Ilse Bartenstein „für ihr langjähriges Engagement und ihre herausragenden Verdienste“ von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) der Berufstitel Kommerzialrätin verliehen, berichtet die „Kleine Zeitung“. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass im Familienunternehmen die Weichen für eine „gleitende Staffelübergabe an die nächste Generation“ gestellt werden. Demnach sind die Zwillingssöhne Hans und Michael Bartenstein (33) in die Geschäftsführung eingestiegen. Beide bringen auch entsprechendes und ergänzendes Know how mit: Hans Bartenstein habe Chemieverfahrenstechnik an der TU Wien und Verfahrenstechnik an der ETH Zürich studiert sowie die Masterarbeit am MIT in Boston geschrieben. Michael Bartenstein habe an der WU Wien und in Madrid studiert und einen Master in Business Analytics an der Columbia University in New York vorzuweisen.

„Den Grundstein haben unsere Eltern gelegt, wir bauen darauf auf, mit Fokus auf Qualität, Versorgungssicherheit und verantwortungsvolles Wachstum“, wird Hans Bartenstein zitiert und Michael ergänzt: „Wir danken unseren Eltern für die Ausgangsbasis, wir werden das Unternehmen mit denselben Werten weiterführen und den Weg der Internationalisierung konsequent fortsetzen.“ G.L.Pharma gehört zu 75 % der Bahopharm GmbH, die zu 100 % der Bartenstein Holding GmbH des ehemaligen Wirtschaftsministers Martin Bartenstein (ÖVP) gehört. Die Holding hält auch 28,34 % an der Knapp AG, die Bahopharm GmbH wiederum 50 % an der Genericon Pharma GmbH. G.L.Pharma konnte 2025 den Umsatz im Jahresvergleich um 10,2% auf 349,3 Millionen Euro steigern. Die Erlöse der Schwesterfirma Genericum, kletterten um 9,2 Prozent auf 149 Millionen Euro. Zusammengenommen erlösten die Pharmaunternehmen damit rund eine halbe Milliarde Euro. Die Beschäftigtenzahl ist von 1.300 auf 1.500 gewachsen. (rüm)