Behörde warnt vor magistral hergestellten Noscapin-Produkten

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Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen warnte am Donnerstag abend dringend vor der Anwendung von Noscapin-Produkten. Es bestehe der Verdacht auf Verunreinigung mit giftigem Atropin.

Nach zwei gemeldeten Vergiftungserscheinungen bei Kindern hat das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) am Donnerstag abend vor magistral zubereiteten Noscapin-Hustensäften gewarnt. Diese sollen nicht angewendet werden. Die Warnung gilt ebenso für andere noscapinhaltige Zubereitungen wie etwa Noscapin-Zäpfchen. „Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine Vorsichtmaßnahme“, hieß es in einer Aussendung. Es bestehe der Verdacht auf Verunreinigung mit giftigem Atropin. Weiteren Ermittlungen sind derzeit im Laufen.

Bereits am Mittwoch wurden offenbar die Apothekerkammer und über diese die Apotheken gewarnt. Jetzt ging das BASG auch an die breite Öffentlichkeit. Mehrere Apotheken forderten schon am Mittwoch abend über Social-Media-Kanäle ihre Kunden auf, Noscapin-Produkte überhaupt in die Apotheken zurück zu bringen. Noscapin ist streng rezeptpflichtig und wird ausschließlich auf ärztliche Verordnung in Hustenzäpfchen für Kinder verarbeitet, die direkt in den Apotheken hergestellt werden. (rüm)